Landkreis Schrobenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen vom Landkreis Schrobenhausen Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1939–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Schrobenhausen
Einwohner: 31.340 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: SOB
Kreisschlüssel: 09 1 51
Kreisgliederung: 38 Gemeinden
Landrat: Walter Asam
Lage vom Landkreis Schrobenhausen in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Schrobenhausen gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberbayern.

Der Landkreis umfasste vor der Auflösung 38 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einwohnerstärksten Orte waren die Kreisstadt Schrobenhausen sowie Hohenwart, Langenmosen und Berg im Gau.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neuburg an der Donau, Ingolstadt, Pfaffenhofen an der Ilm und Aichach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bezirksamt Schrobenhausen folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Schrobenhausen.[1]

Die Gemeinde Volkersdorf wechselte am 1. August 1927 ins Bezirksamt Pfaffenhofen an der Ilm.

Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Schrobenhausen.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Schrobenhausen mit 24 seiner Gemeinden im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit den östlichen Teilen des Landkreises Neuburg an der Donau und der zuvor kreisfreien Stadt Neuburg an der Donau zum neuen Landkreis Neuburg an der Donau zusammengefasst.[3] Der Landkreis wurde am 1. Mai 1973 in Landkreis Neuburg-Schrobenhausen umbenannt.[4]

Weitere 13 Gemeinden wurden dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeschlagen; die Gemeinde Grimolzhausen kam zum Aichach-Friedberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksamtmänner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1862–1865: Alois Allioli
  • 1865–1876: Franz von Tautphöus
  • 1876–1878: Andreas Weckerle
  • 1878–1893: Cajetan Kaiser
  • 1893–1896: Lorenz Gaggell
  • 1896–1899: Hermann Reus
  • 1899–1911: Adalbert Dilg
  • 1911–1919: Ernst Luthart
  • 1919–1936: Emil Schneider
  • 1936–1938: Michael Fellner
  • 1938–1939: Heinrich Doering (Bezirksamtmann bis zum 1. Dezember 1938)

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Allioli (1862–1865) 
  • Franz von Tautphöus (1865–1876) 
  • Andreas Weckerle (1876–1878)
  • Cajetan Kaiser (1878–1893)
  • Lorenz Gaggell (1893–1896)
  • Hermann Reus (1896–1899)
  • Adalbert Dilg (1899–1911)
  • Ernst Luthart (1911–1919)
  • Emil Schneider (1919–1936) 
  • Michael Fellner (1936–1938)
  • 1938–1939: Heinz Doering (Landrat ab dem 1. Januar 1939)
  • 1939–1945: Andreas Jäger
  • 1945:–1945 Fritz Stocker
  • 1945–1946: Philipp Kitzinger
  • 1946–1961: Franz Gunderlach
  • 1961–1972: Walter Asam

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Adelshausen Karlskron Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Alberzell Gerolsbach Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Aresing Aresing Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Berg im Gau Berg im Gau Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Brunnen Brunnen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Deimhausen Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Diepoltshofen Waidhofen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Edelshausen Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Freinhausen Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Gachenbach Gachenbach Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Gerolsbach Gerolsbach Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Grimolzhausen Pöttmes Landkreis Aichach-Friedberg
Hirschenhausen Jetzendorf Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Hohenried Brunnen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Hohenwart Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Hörzhausen Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Klenau Gerolsbach Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Klosterberg Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Koppenbach Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Langenmosen Langenmosen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Lauterbach Aresing Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Malzhausen Langenmosen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Mühlried Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Peutenhausen Gachenbach Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Pobenhausen Karlskron Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Rettenbach Aresing Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Sandizell Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Sattelberg Gachenbach Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Schrobenhausen Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Seibersdorf Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Singenbach Gerolsbach Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Steingriff Schrobenhausen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Strobenried Gerolsbach Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Waidhofen Waidhofen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Wangen Waidhofen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Weichenried Hohenwart Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Weilach Gachenbach Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Weilenbach Aresing Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen SOB zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 566.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 590.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Hilble, Cornelia Baumann-Oelwein: Landkreis Schrobenhausen (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberbayern. Bd. 5). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1996, ISBN 3-7696-9694-8.