Gerolsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gerolsbach
Gerolsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gerolsbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 459 m ü. NHN
Fläche: 58,97 km2
Einwohner: 3500 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85302
Vorwahl: 08445
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 125
Gemeindegliederung: 79 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmarkstraße 1
85302 Gerolsbach
Webpräsenz: www.gerolsbach.de
Bürgermeister: Martin Seitz (CSU)
Lage der Gemeinde Gerolsbach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild

Gerolsbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerolsbach liegt ungefähr im geographischen Mittelpunkt des Städtedreiecks Ingolstadt, Augsburg und München. Die Gemeinde wird durchflossen vom gleichnamigen Gerolsbach (auch Kleine Ilm genannt), einem kleinen linken Nebenfluss der Ilm. Die nächsten Städte Pfaffenhofen an der Ilm und Schrobenhausen sind jeweils zwölf Kilometer entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 77 Ortsteile sind Bestandteil der Gemeinde Gerolsbach:

Die Pfarrdörfer Gerolsbach, Klenau und Singenbach. Die Kirchdörfer Alberzell, Junkenhofen und Strobenried. Die Dörfer Lichthausen und Schachach. Die Weiler Arnsried, Dallach, Einsassen, Eisenhut, Eulenthal, Felbern, Finkenzell, Fürholzen, Garbertshausen, Gerenzhausen, Gröben, Gütersberg, Kohlstatt, Labersberg, Schleichern, Singern, Thalern und Wolfertshausen. Die Einöden Aichmühle, Ankertshausen, Bergern, Bockhof, Branst, Breitsamet, Brenntenholz, Duckenried, Durchschlacht, Dürnthal, Eggern, Forstern, Forsthof, Friedlhof, Gmeind, Graham, Großpalmberg, Grub, Harreß, Hasenhof, Hickern, Hilm, Hof, Hörzell, Hudlhub, Kleinhub, Kleinpalmberg, Kreuth, Lahnbauer, Leithen, Mammertshausen, Oberbuch, Oberwengen, Oberzell, Pitzlhof, Riedern, Sachenbach, Sappenberg, Saulbach, Schardling, Siebeneich, Sommersberg, Spielberg, Stockhausen, Tränk, Unterwengen, Voglhof, Weichselbaum, Weilerau, Wüstersberg und Zaderhof.

Die Orte teilen sich auf fünf Gemarkungen auf:

  • Gemarkung Gerolsbach: 39 Weiler und Einöden
  • Gemarkung Alberzell: sieben Weiler und Einöden
  • Gemarkung Klenau: neun Weiler und Einöden
  • Gemarkung Singenbach: zwölf Weiler, Einöden und Ankertshausen
  • Gemarkung Strobenried: neun Weiler und Einöden

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name und Geschichte bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerolsbach soll vom Namen des Priesters Kerolt abgeleitet sein, der von 783 bis 811 der Urpfarrei vorstand. Schriftlich wurde Gerolsbach erstmals im 10. Jahrhundert in Urkunden des Klosters Münchsmünster erwähnt. Die ortsadligen Herren von Gerolsbach sind seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert nachweisbar und fungierten wohl als Ministerialen des Hochstifts Freising. Schon um 1000 wurde Gerolsbach als Freisinger Besitz genannt. Als Propstei des Domkapitels erlangte Gerolsbach den rechtlichen Status einer Hofmark, deren Rechte in der Säkularisation um 1803 abgelöst wurden.

Sage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Raubritter namens Gerold trieb sein recht unkeusches und brutales Unwesen auf der Burg Geroldseck. Er überfiel vorbeiziehende Handelsleute auf ihren Wegen zwischen Augsburg und Regensburg. Schließlich wurde er in Österreich geschnappt, hingerichtet und seine Burg geschleift. Ihre Trümmer wurden schon 1740 für den Ausbau der Gerolsbacher St.-Andreas-Kirche benutzt. Tatsächlich gibt es in Gerolsbach eine Ritter-Gerold-Straße.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1818 mit dem bayerischen Gemeindeedikt begründete Gemeinde gehörte bis zum 1. Juli 1972 zum Landkreis Schrobenhausen und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeschlagen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Alberzell, Klenau, Singenbach und Strobenried eingegliedert.[2] 1979 wurde der Gemeindeteil Kaltenberg an die Gemeinde Jetzendorf abgegeben.[3]

Gemeindepolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen am 2. März 2008 löste Martin Seitz den langjährigen Amtsinhaber Ries ab, welcher nicht mehr kandidierte. Martin Seitz erreichte beim ersten Wahlgang 58,3 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 81,2 %. In der Kommunalwahl 2014 wurde der Amtsinhaber Martin Seitz mit 76,42 % Stimmenanteil wiedergewählt, die Wahlbeteiligung lag bei 74,28 %.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern und zusätzlich dem Bürgermeister: CSU: 6 Sitze, UB: 3 Sitze, FWG: 4 Sitze, CWG: 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rot ein silberner Wolfsrumpf, darunter schräg gekreuzt zwei goldene Halme mit Weizenähren.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gerolsbach gibt es zwei Kindergärten, eine Kinderkrippe und eine Grundschule.

  • Kindergarten Regenbogen
  • Kindergarten Villa Kunterbunt
  • Im Kindergarten Villa Kunterbunt ist eine Kinderkrippengruppe integriert
  • Grundschule Gerolsbach

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet sind Sport- und Tennisplätze, ein Golfplatz und ein Pferdesportzentrum vorhanden.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  3. Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987. In: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451. München 1991, S. 52, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 7).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gerolsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien