Pfaffenhofen an der Ilm

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm
Pfaffenhofen an der Ilm
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm hervorgehoben
Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 92,64 km2
Einwohner: 25.226 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 272 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85276
Vorwahlen: 08441, 08443, 08443Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 143
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptplatz 1
85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm
Webpräsenz: www.pfaffenhofen.de
Erster Bürgermeister: Thomas Herker (SPD)
Lage der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Baar-Ebenhausen Ernsgaden Geisenfeld Gerolsbach Hettenshausen Hohenwart Ilmmünster Jetzendorf Manching Münchsmünster Pfaffenhofen an der Ilm Pörnbach Reichertshausen Reichertshofen Rohrbach (Ilm) Scheyern Schweitenkirchen Vohburg an der Donau WolnzachKarte
Über dieses Bild
Ensemble am Hauptplatz

Pfaffenhofen an der Ilm (amtlich Pfaffenhofen a.d.Ilm; im Heimatdialekt „Pfahofa“) ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern; sie ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfaffenhofen an der Ilm liegt im Hopfenland Hallertau im Dreieck zwischen München, Ingolstadt und Augsburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühzeit und Altertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Pfaffenhofen und Niederscheyern befinden sich erste Siedlungsspuren aus der frühen Bronzezeit. Vor allem in Waldgebieten nördlich von Pfaffenhofen sind Grabhügel aus der Bronze- und älteren Eisenzeit erhalten. Viereckschanzen sind die einzigen Hinweise auf die keltische Besiedlung des Pfaffenhofener Umlandes.[2]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht Pfaffenhofens mit Stadtmauer von Norden aus, um 1665

Die Frühgeschichte Pfaffenhofens ist weitgehend unbekannt. Die Mehrzahl der Heimatforscher geht jedoch davon aus, dass Mönche des einstigen Benediktinerklosters Ilmmünster im 8. Jahrhundert die Pfaffenhöfe bei Altenstadt im jetzigen Norden der Stadt errichteten.[3]

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Pfaffenhofen im Jahre 1140. Die Bezeichnung Markt gibt es seit 1197.

Im 13. Jahrhundert ist die Dienstmannenburg „Trosberg“ auf einer Anhöhe bei Weihern belegt. 1318 wurde dem Markt Pfaffenhofen durch Ludwig den Bayern das Münchener Stadtrechtsbuch verliehen. Das älteste Siegel von Pfaffenhofen ist aus dem Jahr 1333 nachgewiesen. 1388 wurde Pfaffenhofen samt Kirche und Burg im großen Städtekrieg eingeäschert.

Im Jahr 1396 fand eine Fürstenhochzeit in Pfaffenhofen statt: Ernst, Sohn von Herzog Johann, heiratete Elisabeth, Tochter des Herzogs Barnabon von Mailand aus dem Haus Visconti.

„Heinrich der Pröchsel“ wurde im Jahr 1412 als Bürgermeister genannt. 1438 wurde Pfaffenhofen erstmals als Stadt erwähnt. Sie wird von einer Mauer mit 17 Türmen und 4 gesicherten Toren umgeben.[4]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weberhäusl am Draht, 1705 neu errichtet

1632 bis 1634 brachte der Dreißigjährige Krieg starke Belastungen für die Bevölkerung in Pfaffenhofen; die grassierende Pest reduzierte die Einwohnerzahl erheblich.

Am 17. Juli 1704 wurde die Vorstadt Pfaffenhofens im Vorfeld der Schlacht bei Höchstädt von englischen Husaren angezündet. 43 Gebäude wurden ein Raub der Flammen, darunter auch der Vorgängerbau des Weberhäusls am Draht.[5]

Während des Österreichischen Erbfolgekriegs kam es am 15. April 1745 in der Nähe der Stadt zur Schlacht bei Pfaffenhofen, bei der die Österreicher eine französisch-bayerische Armee schlugen. Diese Niederlage zwang Bayern, aus der Allianz gegen Österreich auszuscheiden.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königliche Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1806 wird Pfaffenhofen im Zuge der politischen Entwicklung in der Napoleonischen Zeit - Bayern steigt zum Königreich auf - eine „königlich bayerische Stadt“. 1812 erhielt diese königliche Stadt Pfaffenhofen auch ein neues Wappen.

Pfaffenhofen besaß in der Anfangszeit des Königreichs Bayern noch weitgehend das Gepräge einer mittelalterlichen Stadt. Eine mehrere Meter hohe Mauer mit 17 Türmen und 4 Toren (Münchener Tor, Scheyerer Tor, Ingolstädter Tor und Türltor) begrenzte das Stadtgebiet. Nur wenige Häuser lagen außerhalb der Ummauerung. Rund 1800 Einwohner lebten in der Stadt. 319 Wohnhäuser - rund ein Viertel lag außerhalb des Mauerrings in den „Vorstädten“ - zählte Pfaffenhofen im Jahr 1808, dazu kamen 37 Wirtschafts- sowie 3 kirchliche Gebäude. Von den insgesamt 359 Gebäuden waren 353 mit Ziegeln und 6 mit Schindeln gedeckt. Neben prächtigen Bürgerhäusern am Hauptplatz gab es auch niedrige, sehr einfache Taglöhner- oder Vorstadthäuser im Bereich oder außerhalb der Stadtmauer. In ihnen lebten Handwerker oder „Leerhäusler“, die außer ihrem Haus keinen Grund besaßen und sich bei „den Großen“ verdingen mussten.[6]

Berufsstruktur 1809[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Pfaffenhofen hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein breites Spektrum an heute zum Teil unbekannten Gewerben aufzuweisen. 1809 gab es 69 verschiedene Berufe und 173 Gewerbetreibende. Bei damals 319 bestehenden Wohngebäuden waren damit mehr als 50 % der Hausvorstände in einem Gewerbe tätig.

Folgende Berufe waren in der Stadt im Jahr 1809 vertreten:

Apotheker, 3 Bader, 8 Bäcker, Beinringler, 11 Bierbrauer, Bortenmacher, Branntweinbrennerei, Buchbinder, Drechsler, Färber, 2 Gärtner, 2 Garköche, Großuhrmacher, Gschmeidemacher, 2 Glaser, Goldschmied, Germsieder, Gürtler, 3 Hafner, 6 Handlungen, 2 Hutmacher, Kammacher, 2 Kleinuhrmacher, Kupferschmied, Kürschner, 2 Ladner, Lebzelter, 12 Leinweber, 5 Lodner, 2 Maler, Maurermeister, 6 Melber, 6 Metzger, 3 Mahlmüller, Sägemüller, 2 Nagelschmiede, Pottaschensieder, Pechler, Putzmacher, Rauchfangkehrer, Riemer, 4 Rotgerber, 3 Säckler, Salitersieder, 2 Sattler, 2 Schön- und Schwarzfärber, 2 Seifensieder, 4 Seiler, Siebmacher, 5 Schäffler, Schleifer, 3 Schlosser, 2 Schmiede, 2 Huf- und Waffenschmiede, 10 Schneider, 3 Schreiner, 9 Schuhmacher, Spängler, Stricker, Tuchmacher, Tändtler, 3 Wagner, Weinschenk, 4 Weinwirte, 3 Weißgerber, Zeugmacher, Zimmermeister und Zinngießer.[7]

Eisenbahnbau und Industrieansiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine „Postomnibus“-Linie eingerichtet, die mit einer Verbindung von München über Lohhof, Pfaffenhofen und weiter über Ingolstadt nach Eichstätt erste Verbesserungen brachte. Die entscheidende Entwicklung des Verkehrswesens und damit der Stadt Pfaffenhofen brachte das Jahr 1867 mit sich: Die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie München-Ingolstadt mit einem Bahnhof in Pfaffenhofen. In der Folgezeit siedelten sich erste Maschinenfertigungsbetriebe in Bahnhofsnähe an. Die zunächst eingleisige Trasse wurde am 1. September 1891 auf zweigleisigen Betrieb umgestellt.

Gattersäge der Zierlmühle: Produkt der Firma Stocker

Beispiel der Ansiedlung einer Maschinenfabrik in Bahnhofsnähe: Die Maschinenfabrik Stocker

Seit dem frühen 19. Jahrhundert betrieben die Inhaber zunächst auf der Daselmühle bei Mitterscheyern eine Hammer- und Waffenschmiede. Im Jahr 1882 machte sich Kaspar Stocker in Pfaffenhofen in der Münchener Straße 26 ansässig. Er etablierte eine Fabrik, die Kreis- und Pendelsägen, Spaltgatter und weitere Maschinen und Einzelteile herstellte. Die Firma erwarb sich bereits nach wenigen Jahren einen guten Ruf. Der Bekanntheitsgrad wuchs über die nähere Umgegend hinaus, erreichte die Großstadt München und sogar das Ausland. So war die Firma bei der Weltausstellung in Paris mit ihren 68 Produkten präsent und erhielt eine Auszeichnung.

Neue Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1868 wurde das neue Rathaus eröffnet, das seitdem den Hauptplatz prägt. Zwei Schulgebäude folgten noch vor der Jahrhundertwende.

Elektrifizierung und Telefon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1899 hielt die elektrische Beleuchtung in Pfaffenhofen Einzug und im gleichen Jahr wurde die erste öffentliche Telefonanstalt mit zehn Anschlüssen eröffnet.[8]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914 bis 1945 - Umbruchszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erste Weltkrieg war auch für die Stadt Pfaffenhofen ein epochaler Einschnitt. Mit dem Wechsel vom Kaiserreich zur Weimarer Republik waren nach den Menschenverlusten und seelischen Verwundungen, die der große Krieg verursacht hatte, gewaltige gesellschaftliche Veränderungen verbunden, die auch in der Kleinstadt ihre Auswirkungen hatten.

Trotz der Geldentwertung von 1923 wurde 1926 die Evangelische Kirche fertiggestellt. Vorher hatte man Gottesdienste im Rathaus abhalten müssen.

1929 fand das erste Volksfest der Stadt, das sogenannte Hallertauer Oktoberfest, statt.

Im Jahr 1932 begann mit der Nutzung der alten Weinmiller-Hopfenhalle durch Georg Hipp die Entwicklung der Firma „Nährmittel Hipp“. Sie wurde in den Jahrzehnten bis heute zum wichtigsten Unternehmen in Pfaffenhofen, der Hipp Holding.

Bei der Reichstagswahl 1933 erzielte die NSDAP mit 43,1 Prozent der Stimmen in Pfaffenhofen ihr höchstes Wahlergebnis in Oberbayern. Schon im Jahr 1923 hatten sich einige Hitleranhänger aus Pfaffenhofen am sogenannten „Marsch zur Feldherrnhalle“ beteiligt. Einige SS-Leute aus Pfaffenhofen machten Karriere, ein besonders reges Beispiel dazu gibt Anton Thumann. Zwischen 1933 und dem Kriegsende 1945 gab es eine rege Unterstützung des herrschenden Regimes bei den Bürgern der Stadt.[9] Das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus würdigt einige Schicksale von Betroffenen aus dieser Zeit.

Die Nachkriegszeit im 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neugründung des SPD-Landesverbandes Bayern fand am 6. Oktober 1945 in Pfaffenhofen an der Ilm statt.

1964 wurde ein Gymnasium in Pfaffenhofen errichtet. 1972–1973 erhielt es einen Neubau; der alte Bau wurde 1976 an die Realschule übergeben. 1966–1968 wurde das Schulzentrum am Gerolsbach errichtet. Seitdem ist dieses Zentrum kontinuierlich gewachsen und vielfach modernisiert worden.

1972 wurden elf ehemals selbstständige Gemeinden eingemeindet; Pfaffenhofen hatte dadurch 13.362 Einwohner. 1978 wurde auch die ehemalige Gemeinde Niederscheyern eingegliedert. Diese Gemeindereform ließ das Gebiet der Stadt weit in den Landkreis hinein anwachsen.

1981 wurde die Trabrennbahn, die sogenannte Hopfenmeile eröffnet. 1988 fand an drei Tagen die 550-Jahr-Feier der Stadterhebung statt.[10]

1994 wurde das Schul- und Sportzentrum Niederscheyern eröffnet. 1999 fand das erste Bürgerfest statt.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 wurde das neue Freibad eröffnet und das Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen.

2013 entging die Kreisstadt knapp einer Hochwasserkatastrophe - in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 3. Juni 2013 (Pegelhöchststand gegen 4:00 Uhr). Die ganze Nacht lang mussten die Einsatzkräfte Sandsack-Barrieren installieren, Keller auspumpen und Straßen absperren. Die Mittelschule, das EON-Gelände und die Schulstraße standen wie der Skulpturenpark und die Kläranlage unter Wasser. In Richtung Wolnzach glich das Ilmtal einer Seenlandschaft. Die Wehre und Überlaufsperren wurden weit geöffnet und zu tosenden Wasserfällen. Die Ilm und der Gerolsbach standen an der Kante ihrer Ufer und das Grundwasser drückte kräftig in die Keller. Der Landrat rief Katastrophenalarm aus und die Schulen blieben geschlossen.[11]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die katholischen Pfarreien in Pfaffenhofen und den Ortsteilen sind drei Diözesen zuständig: Augsburg, München-Freising und Regensburg. Die Bistumsgrenze zwischen München und Augsburg verläuft direkt durch die Klinik.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Pfaffenhofen besteht seit 1897, die Gottesdienste finden in der Kreuzkirche statt.

Seit den 1960er Jahren gibt es eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) mit einem hauptamtlichen Pastor.

Des Weiteren existiert in Pfaffenhofen eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche.

Die Türkisch-islamische Gemeinde DITIB besitzt seit 2016 eine eigene Moschee mit Gemeindehaus in der Hohenwarter Straße.

Unter dem Titel „Tisch der Religionen“ finden regelmäßig und auf Einladung des internationalen Kulturvereins Veranstaltungen statt, in denen das Kennenlernen und das Miteinander anderer Kulturen und Religionen im Mittelpunkt stehen. Neben den o. g. christlichen Kirchen beteiligen sich daran die buddhistische Gemeinschaft, die Türkisch-islamische Gemeinde DITIB und auch andere, nicht-kirchliche Gruppierungen mit international-kulturellem Hintergrund wie der Albanisch-Deutsche Kulturverein Sali Çekaj, die vietnamesische Gruppe sowie Vertreter der Stadt. (DK Nov. 2011[12])

Entwicklung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen in der Gebietsreform

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform 1971 bis 1978 wurden die in der nebenstehenden Grafik dargestellten Landgemeinden in die Stadt Pfaffenhofen eingemeindet. Im Einzelnen fanden diese in den folgenden Schritten statt:

Am 1. April 1971 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Eberstetten eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Angkofen, Ehrenberg, Förnbach, Gundamsried, Haimpertshofen, Sulzbach, Tegernbach, Uttenhofen und Walkersbach hinzu. Affalterbach folgte am 1. Juli 1972.[13] Mit Niederscheyern wurde am 1. Mai 1978 die Serie der Eingemeindungen abgeschlossen.[14]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile heute sind (inkl. aus Eingemeindungen, in alphabetischer Folge): Affalterbach, Altkaslehen, Angkofen, Bachappen, Berghof, Brunnhof, Buchhof, Doderhof, Ebenhof, Eberstetten, Eckersberg, Ehrenberg, Einödshof, Eja, Eutenhofen, Förnbach, Frechmühle, Fürholzen, Gittenbach, Göbelsbach, Griesbach, Grubhof, Gumpersdorf, Gundamsried, Haimpertshofen, Heißmanning, Höflmaier, Holzried, Kienhöfe, Kleinebenhof, Kleinreichertshofen, Köglhaus, Köhlhof, Kreuzmühle, Kuglhof, Langenwiesen, Menzenbach, Menzenpriel, Niederscheyern, Pallertshausen, Pernzhof, Radlhöfe, Riedhof, Schabenberg, Seugen, Siebenecken, Siebeneichmühle, Straßhof, Streitdorf, Sulzbach, Tegernbach, Thalhof, Uttenhofen, Walkersbach, Wasenstatt, Weihern, Weingarten, Weyern, Wolfsberg, Zierlmühle und Zweckhof Entrischenbrunn.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfaffenhofen an der Ilm wuchs von 1988 bis 2011 um 5636 Einwohner bzw. um ca. 31 %.

  • 1780: 01.281 Einwohner
  • 1802: 01.438 Einwohner
  • 1832: 01.712 Einwohner
  • 1850: 02.000 Einwohner
  • 1871: 02.448 Einwohner
  • 1900: 03.822 Einwohner
  • 1933: 04.631 Einwohner
  • 1950: 07.355 Einwohner
  • 1961: 08.853 Einwohner
  • 1970: 10.035 Einwohner
  • 1972: 13.362 Einwohner
  • 1980: 15.553 Einwohner
  • 1990: 18.935 Einwohner
  • 1995: 21.327 Einwohner
  • 2000: 22.000 Einwohner
  • 2005: 23.534 Einwohner
  • 2010: 24.441 Einwohner
  • 2015: 25.226 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[15]
Wahlbeteiligung: 58,8 % (2008: 61,0 %)
 %
40
30
20
10
0
34,1 %
31,4 %
16,1 %
7,8 %
3,5 %
5,2 %
2,0 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g Gemeinsam für Gemeinwohl

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung:

CSU FW SPD GRÜNE FDP ödp FUW Gesamt
2002 13 5 5 2 1 2 2 30 Sitze
2008 11 5 6 3 2 2 1 30 Sitze
CSU FW SPD GRÜNE FDP ödp GfG Gesamt
2014 10 5 9 2 1 2 1 30 Sitze

Die Grünen und die ödp haben für die Periode 2014–2020 eine Fraktionsgemeinschaft gebildet.

Rathaus, Fassade ab 2009

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1795–1817: Lorenz Wannersperger
  • 1818–1820: Johann Nepomuk Mulzer
  • 1820–1823: Augustin Lorenz
  • 1823–1825: Leopold Wörl
  • 1825–1832: Kaspar Kratzer
  • 1832–1833: Joseph Eberl
  • 1834–1836: Augustin Kittenbacher
  • 1836–1842: Hermann Lenz
  • 1842–1848: Johann Anton Seidl
  • 1848–1852: Kaspar Eckinger
  • 1852–1870: Anton Rieder
  • 1870–1882: Joseph Seitz
  • 1882–1883: Anton Rieder
  • 1884–1894: Ludwig Lechner
  • 1894–1907: Xaver Haindl
  • 1907–1911: Karl Rieder
  • 1912–1919: Johann Amberger
  • 1919–1933: Georg Grabmair
  • 1933–1935: Sebastian Niedermayr
  • 1935–1940: Otto Bauer
  • 1940–1941: Sebastian Niedermayr
  • 1941–1945: Joseph Mayr
  • 1945–1946: Hans Demmelmeier, CSU
  • 1946–1956: Wilhelm Stocker, CSU
  • 1956–1972: Jakob Sanwald, FWG
  • 1972–1984: Anton Schranz, FWG
  • 1984–1990: Josef Hobmeier, FWG
  • 1990–2008: Hans Prechter, CSU
  • 2008–heute: Thomas Herker, SPD

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermessungsamt PAF, Kellerstr 6

Eine alphabetische Liste der in Pfaffenhofen ansässigen Ämter und Behörden:

Ansässige Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müllerbräu an der Kellerstraße
Brauhaus Pfaffenhofen

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für die Jahre 2012/13 ist die Einrichtung einer Fachoberschule in Pfaffenhofen geplant.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trabrennbahn in Pfaffenhofen, sog. Hopfenmeile
  • Das Eisstadion ist die Heimat der IceHogs des EC Pfaffenhofen. Die Mannschaft spielt in der Bayrischen Eishockey-Liga und erreichte in der Saison 2004/05 und in der Saison 2007/08 die Bayerische Vizemeisterschaft.
  • Schwimmer und Wassersportler kommen im modernen städtischen Freibad und im kleinen Hallenbad an der Realschule auf ihre Kosten.
  • Reiter und Voltigierer finden am Reitsport Brunnhof eine moderne und gut eingerichtete Reitanlage.
  • Für die Freunde des „weißen Sports“ bietet der Tennisclub Pfaffenhofen acht Freiplätze (Sand), zwei Hallenplätze (Granulat) und ein Vereinsheim mit Bewirtung.
  • Unter dem Namen „PAFROCK“ betreibt der Deutsche Alpenverein eine Kletterhalle nahe dem Pfaffenhofener Freibad.
  • Das „CineradoPlex“ bietet in acht Kinosälen aktuelle Filme mit digitaler Projektion und 3D-Technik. Im behindertengerecht angelegten Gebäudekomplex finden regelmäßig Sonderprogramme wie FilmKunst, KulturKino, KinderKino, FerienKino usw. statt.

Insgesamt bieten über 50 Vereine die Möglichkeit, Sport zu betreiben, von Alpenverein bis Wasserwacht.

Soziales und Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilmtalklinik
  • Soziale Organisationen und Verbände wie beispielsweise Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Hospizverein, Pfaffenhofener Tafel und VdK übernehmen wichtige Funktionen bei der Betreuung der Bürger.
  • Das Alten- und Pflegeheim St. Franziskus hat eine Gesamtkapazität von 150 Plätzen und bietet 140 Wohn-/Pflegeplätze und 10 Kurzzeitpflegeplätze.
  • Aus dem ehemaligen Kreiskrankenhaus hat sich die Ilmtalklinik zu einem leistungsfähigen und patientenfreundlichen Gesundheitszentrum entwickelt.
  • Das Heilpädagogische Zentrum Pfaffenhofen bietet umfassende Förderangebote für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem Förderbedarf sowie Beratung für Eltern und Angehörige.

Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtjugendpflege Pfaffenhofen kümmert sich mit verschiedenen Projekten um die Belange junger Menschen. Hierfür gibt es unterschiedliche Einrichtungen:

  • Eine Jugend-Anlaufstelle („Backstage“), in der sich Stadtjugendpfleger um die Probleme und Konflikte der Jugendlichen kümmern.
  • Ein Jugendkultur- und Medienzentrum („Utopia“) mit eigenem Ton- und Filmstudio.
  • Seit Mai 2013 zählt auch wieder ein Jugendzentrum („Frontstage“) an der Unteren Stadtmauer 2 zum Angebot.
  • Außerdem gibt es auf dem alten Heriongelände an der Kellerstraße eine Skatehalle.

An den Abenden am Wochenende (19 bis 3 Uhr) dient der „Rufbus – Linie Nacht“ als Shuttle-Service für Jugendliche. Für den „Rufbus“ sind zahlreiche ehrenamtliche Fahrer tätig.

Auf dem jährlichen Open-Air-Band-Contest „Saitensprung“ können junge Nachwuchsmusiker ihr Können unter Beweis stellen. Die Bands werden von einer Jury sowie vom Publikum bewertet. Bei der Siegerehrung werden drei Gewinner und ein „Sieger der Herzen“ gekürt.

Seit 1998 gibt es in Pfaffenhofen ein gewähltes Jugendparlament mit 15 Mitgliedern. In den Jahren 2000, 2002, 2004, 2006, 2008 und 2010 (jeweils im Dezember) fanden Neuwahlen statt. Durch das Einbringen von Vorschlägen in den Stadtrat bzw. die Stadtverwaltung oder auch durch eigene Aktivitäten gestaltet das Jugendparlament das Pfaffenhofener Gemeinwesen aktiv mit. Die Kandidaten sowie die Wahlberechtigten müssen die Bedingungen erfüllen, aus Pfaffenhofen und zwischen 14 und 21 Jahre alt zu sein.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Pfaffenhofen setzt vermehrt auf Ökostrom: In einem Vertrag mit E.ON Bayern ist festgelegt, dass alle städtischen öffentlichen Gebäude und die Straßenbeleuchtung zu 100 % mit aus Wasserkraft erzeugtem Strom versorgt werden.

Die Stadt bezieht derzeit rund 50 % der benötigten Energie aus regenerativen Quellen.

Im Oktober 2012 wurde von der Stadt Pfaffenhofen ein Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben. Mit der Firma Green City Energy aus München soll in enger Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit (den Bürgern) ein Konzept erarbeitet werden, dass die Energieversorgung der Stadt in allen Bereichen auf den Prüfstand stellt. Ziel ist es, einen möglichst großen Teil des Energiebedarfs durch regenerative Quellen versorgen zu können.

Der 2008/09 neu gestaltete verkehrsberuhigte Hauptplatz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Pfaffenhofen an der Ilm besitzt Verkehrsanbindungen an die Ballungszentren München im Süden, Augsburg im Westen, Ingolstadt und Regensburg im Norden sowie Landshut im Osten, zum einen über die Bundesautobahnen A9 München–Ingolstadt-Nürnberg, A93 München–Regensburg und die Bundesstraße 13, zum anderen durch die Bahnlinie München–Ingolstadt-Nürnberg. Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen der Stadt München ist 45 km, der Flughafen Nürnberg 110 km entfernt. Die Bundesstraße 300 Memmingen–Augsburg-Ingolstadt-Regensburg verläuft ca. acht Kilometer nördlich von Pfaffenhofen. Pfaffenhofen betreibt ein Stadtbusnetz, außerdem verbinden Regionalbuslinien den Bahnhof und die Schulen mit den umliegenden Dörfern oder Stadtteilen. Das ehrenamtliche Projekt "Linie Nacht" transportiert Jugendliche mit Rufbussen zu Partys, zum Kino, zur Disco, etc. Und der Rufbus bringt sie sicher wieder nach Hause. Die Hallertauer Hopfentour, ein Radweg durch die Hallertau verläuft durch die Stadt[17].

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfaffenhofen an der Ilm wird vom Donaukurier aus Ingolstadt mit einer Lokalzeitung versorgt. Die Lokalausgabe für Pfaffenhofen heißt Pfaffenhofener Kurier. Diese Zeitung wird sowohl in Wolnzach als auch in Geisenfeld gelesen. Die Geschäftsstelle befindet sich am Hauptplatz 31 in Pfaffenhofen.

Obwohl Pfaffenhofen recht nah auch an Neuburg und Augsburg liegt, gibt die Augsburger Allgemeine Zeitung keine Lokalausgabe für die Pfaffenhofener Gegend heraus. Gleiches gilt für die Münchner Zeitungen Münchner Merkur und Süddeutsche Zeitung. Letztere ist als Stadt-Ausgabe erhältlich.

Die Stadt Pfaffenhofen und der Landkreis gehören zum Sendegebiet der Radiosender Radio IN und Radio Galaxy sowie des Fernsehsenders intv. Das Programm von Radio IN und der Lokalteil von Radio Galaxy werden im Funkhaus Ingolstadt produziert.

Die Online-Plattform pafnet.de[18] bietet ein soziales Netzwerk für Pfaffenhofen und den Umkreis. Sie enthält ein lokales Nachrichten- und Service-Portal, zum Großteil auch für nicht angemeldete Benutzer.

Sender Pfaffenhofen (Ilm)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 32′ 35″ N, 11° 25′ 53″ O

In einem bewaldeten Gebiet der Gemarkung Wolfsberg betreibt die Deutsche Telekom den 160 Meter hohen Turm des Senders Pfaffenhofen zur Abstrahlung von UKW, DVB-T, Mobilfunk und Richtfunk.

Es handelt sich um einen Typenturm aus Stahlbeton vom Typ D, der bundesweit nur fünfmal gebaut wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschütztes Ensemble Hauptplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ensemble umfasst den Hauptplatz von mit seinen umgebenden Bauten, der den historischen Kern der Stadt bildet. Es erstreckt sich zwischen dem Rathaus im Osten und der Pfarrkirche mit ihrem mächtigen Turm im Westen einschließlich des Neurenaissancebaus, der die westliche Schmalseite der Platzanlage bildet, entsprechend dem Rathaus im Osten. Die längsseitigen Platzwände werden an der Südseite vornehmlich von Giebelhäusern und an der Nordseite von Traufseithäusern, zumeist Neubauten oder Umbauten nach 1800 gebildet.

Baudenkmäler (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Rathaus am östlichen Ende des 300 Meter langen und 40 Meter breiten historischen Hauptplatzes
  • Das Haus der Begegnung (ehemalige Mädchenschule) ist der westliche Hauptplatz-Gegenpol zum Rathaus.
  • Die katholische Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist (1393 geweiht) ist das älteste Gebäude der Stadt. Der 77 Meter hohe Kirchturm wurde 1531 fertiggestellt; er ist das Wahrzeichen der Stadt.[19] Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche barockisiert.
  • Ihr gegenüber, an der Nordseite des Oberen Hauptplatzes, befindet sich die im Jahre 1717 erbaute Spitalkirche Heiliger Geist, die Hospizkirche des ehemaligen Franziskanerklosters.
  • Der Pfänderturm, auch Hungerturm genannt, ist von einst 17 Stadttürmen als einziger unverändert geblieben.
  • Das Gebäude des alten Rentamts beherbergt wieder seinen rechtlichen Nachfolger, das Landratsamt. Zwischenzeitlich diente es als Rathaus.
  • Der Flaschlturm, einst Teil der Stadtbefestigung aus dem 15. Jahrhundert, beherbergt das Museum des berühmtesten Sohns der Stadt und Ehrenbürgers Joseph Maria Lutz.
  • Die ursprüngliche Stadtpfarrkirche und jetzige Friedhofskirche St. Andreas

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätte Nationalsozialismus am Haus der Begegnung

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung richtet die Stadt Pfaffenhofen regelmäßige Ausstellungen aus. Die Galerie versteht sich als Plattform für regionale und überregionale Künstler. Die Ausstellungen dauern in der Regel zehn Tage und werden von den Künstlern und Ausstellern eigenständig organisiert.

Unter dem Motto Kunst im Rathaus werden im Pfaffenhofener Rathaus langfristige Ausstellungen durchgeführt. Diese dauern meistens zwei bis drei Monate.

Seit 2009 organisiert der Neue Pfaffenhofener Kunstverein Ausstellungen, Lesungen und weitere Veranstaltungen in den Kulturhallen der Stadt auf dem ehemaligen Herion-Gelände. Eine größere Ausstellung war Beuys und die Demokratie im Sommer 2011. Von Zeit zu Zeit werden Ausstellungen unter dem Titel Vergessene Orte veranstaltet. Diese finden immer an besonderen, meist alten und „vergessenen“ Plätzen statt, beispielsweise im Müllerbräusaal (neben dem Haus der Begegnung) oder im alten Freibadkiosk.

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1986 finden im Festsaal des Pfaffenhofener Rathauses regelmäßig klassische Konzerte statt. Bei den Rathauskonzerten waren bereits namhafte Künstler wie zum Beispiel Daniel Rivera oder Bernd Glemser zu Gast.

Kulturförderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 vergibt die Stadt Pfaffenhofen alljährlich einen Kulturförderpreis,[20] der vom damaligen Musikreferenten des Stadtrats, Max Penger, initiiert wurde. Er hat vornehmlich ideellen Charakter und kann an begabte Künstler in Ausbildung verliehen werden oder an Personen oder Gruppen, die sich um das künstlerische Leben der Stadt verdient gemacht haben oder auch an Personen, die sich aufgrund besonderer Leistungen überregional etabliert haben. Der Preis war zunächst mit 1000 und ist seit 2008 mit 1500 Euro dotiert.

Der Preis ging im Jahr 2013 an die Stadtkapelle Pfaffenhofen.[21] Preisträger der vergangenen Jahre waren Max Hanft (1993, Musik, erster Preisträger); das Kabarett 'Stachelbär' (1994); Marion Lustig (1995, Musik); Steffen Kopetzky (1997, Literatur); Clemens Benecke alias C.B. Green (1999, Musik); Matthias Franz jun. (2000, Musik); Norbert Käs (2001, Malerei); Christoph Hörmann (2002, Musik); die vhs-Fotofreunde (2003); Roberto Di Gioia (2004, Musik); Benedikt Hipp (2005, Malerei); David Böhm (2006, Musik); Tomi Wendt (2007, Musik); Nico Bleutge (2008, Literatur); Michael Leopold (2009, Musik); der Verein 'Künstlerwerkstatt Pfaffenhofen e. V.' (2010); Sebastian Klein (2011, Malerei); Laura Maire (2012, Schauspielerin und Synchronsprecherin); Stadtkapelle Pfaffenhofen (2013, Musik)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pfaffenhofen gibt es zahlreiche Sportvereine, zum Beispiel:

  • Ball-Club (BC) Uttenhofen
  • Billard-Sport-Club Pfaffenhofen a. d. Ilm
  • Bowling-Sport-Club und 1. Bowling-Verein 1984 Pfaffenhofen a.d.Ilm e. V.
  • Eis-Club (EC) Pfaffenhofen a.d. Ilm e. V.
  • Fußball-Club (FC) Tegernbach
  • Fußball-Sport-Verein (FSV) Pfaffenhofen a.d. Ilm e. V.
  • Motorsportclub (MSC) Pfaffenhofen
  • MTV Pfaffenhofen; größter Sportverein im Landkreis Pfaffenhofen/Ilm mit vielen Sportarten: Fußball, Handball, Leichtathletik, Turnen, Volleyball, Judo, Karate, Schwimmen oder Tennis.
  • Radsportverein Hallertau e. V.
  • Sport-Club (SC) Pfaffenhofen
  • Taekwon-Do 1995 Pfaffenhofen a. d. Ilm e. V.
  • Tauchsportclub Marlin e.V.
  • Türk Sport Verein (TSV) Pfaffenhofen 1988 e. V.

Daneben unterhalten zahlreiche überregionale Vereine, Vereinigungen und Dachverbände – wie der DAV, der BLSV und der BFV – in Pfaffenhofen lokale Vertretungen, Untergruppen.

Schäfflertanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle sieben Jahre führt die Schäfflertanzgruppe des MTV 1862 Pfaffenhofen den traditionellen Zunfttanz auf, dessen Geschichte bis ins Jahre 1517 zurückgeht. erstmals in Pfaffenhofen wurde er 1930 aufgeführt, das letzte Schäfflerjahr war 2012.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksfest (Anfang bis Mitte September)
  • Christkindlmarkt auf dem Hauptplatz mit „Lichtkalender“ (Illumination von Gebäudefassaden)
  • Kultursommer
  • Nacht der Kunst
  • Saitensprung – Bandwettbewerb
  • Dulten (jeweils mit verkaufsoffenem Sonntag):
– Josephidult (Mitte März)
– Maidult (1. Mai)
– Herbstdult (Anfang Oktober)
– Martinidult (Mitte November)
  • Gastronomische Schmankerlwochen:
– Hallertauer Hopfenspargelwochen – die jungen, noch weißen Triebe des Hopfens sind eine Delikatesse (Mitte März bis Ende April)
– Hallertauer Spargelwochen (Ende April bis 24. Juni)
– Hallertauer Hopfenwochen (Anfang August bis Mitte September)
– Hallertauer Wildwochen (Mitte Oktober bis Mitte November)
  • Monatlicher Flohmarkt (am 4. Sonntag d. M.)[22] und Nachtflohmarkt (Mitte August)
  • Weinfest des Sportgremiums Pfaffenhofen seit 1978 (jeweils am letzten Samstag im Juli)

Kleine Landesgartenschau 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Pfaffenhofen a.d.Ilm ist Ausrichter der kleinen Landesgartenschau im Jahr 2017 und setzte sich somit mit ihrem Konzept Natur in der Stadt gegen die Mitbewerberstädte Mühldorf a.Inn und Freystadt durch. Mit der so genannten kleinen Landesgartenschau sollen tragfähige städtebauliche Konzepte für mehr Grünflächen im innerstädtischen Bereich umgesetzt werden. Für „Natur in Pfaffenhofen 2017“ laufen im Herbst 2011 bereits verschiedene Planungen für Umbaumaßnahmen in der Pfaffenhofener Innenstadt.

Organisationen im Kulturbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Förderung des Jazz und der Bildenden Kunst wurde im Jahr 2001 der Verein „Künstlerwerkstatt e. V.“ gegründet. Bereits seit dem Jahr 1996 fanden Jazzkonzerte in der Werkstatt nahe dem Pfaffenhofener Bahnhof statt. Inzwischen bietet die Werkstatt regelmäßige Konzerte und Ausstellungen. Der Verein arbeitet gemeinnützig. Er finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Im Dezember 2007 hat sich unter dem Namen „Neuer Pfaffenhofener Kunstverein e. V.“ ein gemeinnütziger Kunstverein gegründet. An seiner Spitze stehen der Schriftsteller Steffen Kopetzky sowie der Maler Christoph Ruckhäberle. Der Verein organisiert Ausstellungen, Lesungen und Kunstausstellungsbesuche.

Nationale / internationale Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebenswerteste Stadt der Welt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2011 wurde Pfaffenhofen mit dem International Award for Liveable Communities, kurz LivCom-Award, ausgezeichnet.[23] Die Stadt gilt durch den vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) unterstützten Preis als weltweit lebenswerteste Stadt zwischen 20.000 und 70.000 Einwohnern. Pfaffenhofen konnte die Jury in den sechs Kategorien Lebensraum-Gestaltung, Kulturförderung, Bewahrung des traditionellen Erbes, Bürgerbeteiligung, Gesundheit und Soziales oder Strategien für die Verbesserung von Umweltschutz und Lebensqualität überzeugen. Neben dem LivCom-Award wurde Pfaffenhofen auch ein Umwelt-Sonderpreis verliehen.

Nachhaltigkeitspreis 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders in Würdigung der erfolgreichen Öko-Bilanz und der menschengerechten Stadtplanung zeichnete die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises die Stadt mit dem Prädikat „Nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands“ aus. Die Jury honorierte damit insbesondere und unter anderen Kriterien das Pfaffenhofener Bürgerbeteiligungsprogramm „PAF und Du“ sowie den Einsatz „Grüner Technologien“ und schonender Verfahren in seinem „innovativen Biomasse-Heizkraftwerk“, mit dem die Stadt bereits 2001 als erste deutsche Kommune das Klimaschutzziel aus dem Kyoto-Protokoll erreicht habe.[24]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Streidl: Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm – Ein Heimatbuch. Pfaffenhofen 1965.
  • Willihard Kolbinger: Pfaffenhofen a.d. Ilm – eine Politische Geschichte der bayerischen Kleinstadt 1945–1996. Pfaffenhofen 1996.
  • Otto Baumgärtner: Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist Pfaffenhofen a. d. Ilm. München 1985, ISBN 3-7954-0461-4.
  • Heinrich Streidl, Franz Rutsch: 550 Jahre Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm. 1998.
  • Willy Hailer (Text und Fotos), Clemens Fehringer, Anton Ritzer (Fotos): Pfaffenhofen an der Ilm – Portrait einer Hallertauer Kreisstadt. Ludwig, Pfaffenhofen 1997.
  • Reinhard Haiplik: Pfaffenhofen unterm Hakenkreuz. 2. erw. Auflage. Pfaffenhofen 2005, ISBN 3-9805521-6-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfaffenhofen an der Ilm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Rutsch, Franz & Streidl, Heinrich: 550 Jahre Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm, Pfaffenhofen 1988, S. 10–19.
  3. Joseph Heinrich Wolf: Urkundliche Ortsgeschichte der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm von 1857 (PDF).
  4. Streidl, Heinrich: Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm. Ein Heimatbuch, Pfaffenhofen 1980, zur Stadtgeschichte im Mittelalter vgl.: S. 13–24.
  5. Streidl, Heinrich: Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm. Ein Heimatbuch, Pfaffenhofen 1980, S. 33–34.
  6. Andreas Sauer: „ ... daß Seine Majestät der König beschlossen haben, der Stadt das allerhöchste Wohlgefallen zu bezeugen ...“ - Pfaffenhofen im Königreich Bayern (1806-1918). (= „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“ Nr. 6, Dezember 2006) S. 9
  7. Andreas Sauer: „ ... daß Seine Majestät der König beschlossen haben, der Stadt das allerhöchste Wohlgefallen zu bezeugen ...“ - Pfaffenhofen im Königreich Bayern (1806-1918). (= „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“ Nr. 6, Dezember 2006) S. 51
  8. Sauer, Andreas: "...daß Seine Majestät der König beschlossen haben, der Stadt das allerhöchste Wohlgefallen zu bezeugen...". Pfaffenhofen im Königreich Bayern (1806-1918) (Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n) Nr. 6), Pfaffenhofen 2006.
  9. Reinhard Haiplik: Pfaffenhofen unterm Hakenkreuz. 3. erw. Auflage. Pfaffenhofen 2015
  10. Rutsch, Franz & Streidl, Heinrich: 550 Jahre Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm, Pfaffenhofen 1988.
  11. http://www.hallertau.info/?StoryID=64&newsid=79532
  12. Harmonie zwischen Christen und Muslimen, Pfaffenhofener Kurier, 16. November 2011, S. 24. Es gibt regelmäßige Taizé-Gebete, die von allen Religionen mitgetragen werden.
  13. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  14. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  15. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2014.php?g=h&schluessel=186&suchbegriff=1
  16. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen
  17. Radweg Hallertauer Hopfentour. Hopfenland Hallertau Tourismus e.V., abgerufen am 6. Oktober 2016.
  18. pafnet.de[1]
  19. Bistum Augsburg Pfaffenhofen St. Johannes Baptist
  20. Pfaffenhofener Kurier vom 21. November 2011, S. 17.
  21. PAF-und-Du Kulturförderpreis 2013 [2]
  22. Flohmarkt [3]
  23. [4] Süddeutsche Zeitung: Lebenswerteste Kleinstadt der Welt.
  24. Bayerischer rundfunk Nachrichten Oberbayern 21. November 2013 http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/nachhaltigkeitspreis-pfaffenhofen-ilm-100.html (Memento vom 27. November 2013 im Internet Archive)