Landkreis Wolfratshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Wolfratshausen Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Wolfratshausen
Fläche: 502 km2
Einwohner: 62.634 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WOR
Kreisschlüssel: 09 1 56
Kreisgliederung: 37 Gemeinden
Lage des Landkreises Wolfratshausen in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Wolfratshausen gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberbayern.

Bei seiner Auflösung in der Gebietsreform 1972 umfasste der Landkreis 37 Gemeinden und vier gemeindefreie Gebiete.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Wolfratshausen, Geretsried, Sauerlach, Otterfing, Schäftlarn, Dietramszell und Eurasburg.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise München, Bad Aibling, Miesbach, Bad Tölz, Weilheim in Oberbayern und Starnberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1902 wurde das Bezirksamt Wolfratshausen durch Ausgliederung aus dem aufgelösten Bezirksamt München II neu gebildet.

Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt.[1] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Wolfratshausen.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Wolfratshausen im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit dem Landkreis Bad Tölz vereinigt. Die Gebiete der Gemeinden Sauerlach, Arget, Eichenhausen, Dingharting, Straßlach, Oberbiberg, Schäftlarn und Baierbrunn kamen dabei zum Landkreis München, Otterfing zum Landkreis Miesbach und Bachhausen und Höhenrain nach Starnberg.[2] Mit Wirkung vom 1. Mai 1973 legte der Kreistag den neuen Namen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen fest.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden des Landkreises Wolfratshausen vor der Gemeindereform[4][5]. Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.

frühere Gemeinde
früheres gemeindefreies Gebiet
heutige Gemeinde
heutiges gemeindefreies Gebiet
heutiger Landkreis
Arget Sauerlach Landkreis München
Ascholding Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Bachhausen Berg Landkreis Starnberg
Baierbrunn Baierbrunn Landkreis München
Baiernrain Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Beuerberg Eurasburg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Degerndorf Münsing Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Deining Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Dietramszell Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Dingharting (Großdingharting und Kleindingharting) Straßlach-Dingharting Landkreis München
Dorfen Icking Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Egling Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Eichenhausen (Altkirchen, Großeichenhausen und Kleineichenhausen) Sauerlach Landkreis München
Endlhausen Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Ergertshausen Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Eurasburg Eurasburg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Föggenbeuern Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Geretsried 1 Geretsried Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Gelting Geretsried Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Herrnhausen (Oberherrnhausen und Unterherrnhausen) Eurasburg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhenrain Berg Landkreis Starnberg
Holzhausen a.Starnberger See Münsing Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Icking Icking Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Königsdorf Königsdorf Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Linden Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Manhartshofen Dietramszell Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Moosham Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Münsing Münsing Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Neufahrn Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Oberbiberg Oberhaching Landkreis München
Osterhofen Königsdorf Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Otterfing Otterfing Landkreis Miesbach
Sauerlach Sauerlach Landkreis München
Schäftlarn Schäftlarn Landkreis München
Straßlach Straßlach-Dingharting Landkreis München
Thanning Egling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Weidach Wolfratshausen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Wolfratshausen Wolfratshausen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Deisenhofener Forst-Süd (gemeindefrei) Oberhaching Landkreis München
Pupplinger Au (gemeindefrei) Pupplinger Au (gemeindefrei) Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Wadlhauser Gräben (gemeindefrei) Berg Landkreis Starnberg
Wolfratshauser Forst (gemeindefrei) Wolfratshauser Forst (gemeindefrei) Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

1: seit 1950 eigenständige Gemeinde; vorher gehörte das Gebiet zur Gemeinde Gelting

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen WOR zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, München und Starnberg erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 568.
  4. Seite über den Landkreis Wolfratshausen auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 26. Juli 2010)
  5. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 26. Juli 2010)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]