Jetzendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jetzendorf
Jetzendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jetzendorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 26′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 481 m ü. NHN
Fläche: 21,77 km2
Einwohner: 3007 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85305
Vorwahl: 08137
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststr. 1
85305 Jetzendorf
Webpräsenz: www.jetzendorf.de
Bürgermeister: Manfred Betzin (CSU)
Lage der Gemeinde Jetzendorf im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
IngolstadtLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis EichstättLandkreis FreisingLandkreis KelheimLandkreis Neuburg-SchrobenhausenBaar-EbenhausenErnsgadenGeisenfeldGerolsbachHettenshausenHohenwartIlmmünsterJetzendorfManchingMünchsmünsterPfaffenhofen an der IlmPörnbachReichertshausenReichertshofenRohrbach (Ilm)ScheyernSchweitenkirchenVohburg an der DonauWolnzachKarte
Über dieses Bild
Jetzendorf: Schloss und Kirche

Jetzendorf ist eine Gemeinde im Südwesten des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptorte der Gemeinde, Jetzendorf und Priel, liegen entlang des Flusslaufs im oberen Ilmtal. Der Naturraum gehört zum südbayerischen Tertiärhügelland.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badershausen, Brunnhof, Eck, Frechmühle, Grubhof, Grünthal, Habertshausen, Happertshofen, Hirschenhausen, Kaltenberg, Kemmoden, Kolmhof, Kreithof, Kremshof, Lampertshausen, Lindhof, Lueg, Oberstark, Priel, Saxau, Schernberg, Thalhof, Thann, Unterstark, Volkersdorf, Weingarten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 893 statt. Im Mittelalter war Jetzendorf eine Hofmark mit häufiger wechselnden Herren, mit der auch der Nachbarort Volkersdorf von 1345 bis 1848 verbunden war. Die Familie Zillenhart besaß die Hofmark von 1520 bis 1572. Der Epitaph des Seyfried von Zillnhart (gestorben 1572) hat sich in der Pfarrkirche erhalten. Seit 1812 stammen die Herren von Schloss Jetzendorf aus der Familie Keßling-Freyberg. Auch Hirschenhausen gelangte damals in den Besitz der Freyberg. Die Gebäude des heutigen Schlosses datieren auf mehrere Bauabschnitte im 16. bis 19. Jahrhundert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Volkersdorf eingegliedert. Am 1. April 1971 kam ein Teil von Triefing hinzu.[2] Hirschenhausen folgte am 1. Januar 1975. Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Steinkirchen kamen am 1. April 1975 hinzu.[3] 1979 kam der Gemeindeteil Kaltenberg von Gerolsbach an Jetzendorf.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister der Gemeinde ist seit 2014 Manfred Betzin, seine Vorgänger waren seit 1990 Richard Schnell und davor Josef Wallner (alle CSU).

Im Gemeinderat sind seit der Wahl 2014 vertreten:

  • CSU (5 Sitze),
  • Parteiunabhängige (5 Sitze),
  • SPD (1 Sitz),
  • Freie Bürger (2 Sitze),
  • Wählervereinigung Lampertshausen (1 Sitz)

[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; vorne in Rot ein rechts gewendeter, schwarz bewehrter Steinbockrumpf; hinten geteilt von Silber und Blau, unten drei, zwei zu eins gestellte, goldene Kugeln.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1923 wurde von Lorenz Wagner die Schuhfirma LOWA gegründet, die bis heute ihren Sitz in Jetzendorf hat.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei der Gemeinde Jetzendorf ist eine anlässlich der 1100-Jahr-Feier im Jahr 1993 herausgegebene Chronik erhältlich. ISBN 3-929466-01-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  4. Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987. In: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451. München 1991, S. 52, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 7).
  5. http://www.jetzendorf.de/index.php?id=0,90

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jetzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien