MHG-Studie

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Die MHG-Studie ist ein interdisziplinäres Forschungsverbundprojekt zur Thematik Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Aufgrund der Kürzel der Institutsstandorte der Konsortiumsmitglieder (Mannheim, Heidelberg, Gießen) wurde dem Forschungsprojekt das Akronym „MHG-Studie“ verliehen. Am 28. August 2013 wurde das Projekt vom Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) offen ausgeschrieben. Ein Konsortium aus Experten mehrerer universitärer Institute in Deutschland bekam den Zuschlag. Die Projektlaufzeit wurde vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2017 vereinbart, später aufgrund des Umfangs und der Komplexität auf den 30. September 2018 ausgedehnt.[1] Insgesamt wurde das Projekt mit 1.089.312,50 € zuzüglich Mehrwertsteuer gefördert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Ziel der Studie war es den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz in der Zeitspanne von 1946 bis 2014 zu erfassen. Das Projekt gliederte sich in sieben Teilprojekte:

  • TP1: Analyse von Strukturdaten der Diözesen
  • TP2: Interviews mit Betroffenen sowie beschuldigten und nicht beschuldigten Klerikern
  • TP3: Analyse von Strafakten
  • TP4: Präventionskonzepte und -aspekte
  • TP5: Literaturrecherche und -analyse
  • TP6: Analyse von Personalakten der Diözesen
  • TP7: Internetgestützte anonymisierte Befragung von Betroffenen

Konsortiumsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konsortium bestand aus folgenden Mitgliedern:

Bericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. September 2018 wurden die Forschungsergebnisse bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda vorgestellt.[2] Aufgrund der Ergebnisse haben 10 der 27 deutschen Bistümer im Frühjahr 2020 damit begonnen, eigene unabhängige Studien in unterschiedlichen Formaten in Auftrag zu geben.[3]

Benutzte Materialien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt wurden 38.156 Personalakten aus den 27 deutschen Bistümern für die Zeit zwischen 1946 und 2014 ausgewertet. Diese für das Teilprojekt 6 verwendeten Akten setzen sich wie folgt zusammen:

  1. aus allen 27 Diözesen die Akten bereits beschuldigter Kleriker,
  2. aus zehn Diözesen (Bamberg, Berlin, Essen, Freiburg, Hamburg, Magdeburg, Paderborn, Speyer und Trier und nachträglich München-Freising) alle Personalakten,
  3. aus den übrigen siebzehn Diözesen (Aachen, Augsburg, Dresden-Meißen, Eichstätt, Erfurt, Fulda, Görlitz, Hildesheim, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Osnabrück, Passau, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart und Würzburg) die Personalakten aller Kleriker, die im Jahr 2000 noch lebten, bzw. nach 2000 geweiht wurden.[4]

Es handelt sich bei den 38.156 Personalakten also nur um einen Teil aller Kleriker, die im Zeitraum von 1946 bis 2014 in den deutschen Bistümern tätig waren.

In der Studie heißt es demnach auch wörtlich:

„Alle Angaben über Anzahl und Anteile von beschuldigten Klerikern beziehen sich auf die Grundgesamtheit der Kleriker, von denen Akten durchgesehen wurden. Die Zahl dieser Personen ist nicht identisch mit der Gesamtzahl der Diözesanpriester, Diakone im Hauptamt und Ordenspriester im Gestellungsauftrag, die zwischen 1946 und 2014 im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz tätig waren oder sich im Ruhestand befanden, da der vorhandene und durchgesehene Aktenbestand nicht die Akten aller im Untersuchungszeitraum tätigen Kleriker im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz umfasste.“[5]

Allgemeine Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachfolgenden Prozentangaben geben an, wie hoch der Anteil der beschuldigten Personen (Priester, Diakone, Ordensleute) an der Gesamtzahl der untersuchten Akten (38.156) ist. Die Gesamtzahl der im Untersuchungszeitraum tätigen Personen (Priester, Diakone, Ordensleute) ist größer als diese.[6]

Demnach gab es bei 1.670 Klerikern (4,4 Prozent der untersuchten Akten) Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Darunter waren 1.429 Diözesanpriester (5,1 Prozent der untersuchten Akten von Diözesanpriestern), 159 Ordenspriester (2,1 Prozent der untersuchten Akten von Ordenspriestern) und 24 hauptamtliche Diakone (1,0 Prozent der untersuchten Akten von hauptamtlichen Diakonen). Bei 54 Prozent der Beschuldigten lagen Hinweise auf ein einziges Opfer vor, bei 42,3 Prozent Hinweise auf mehrere Betroffene zwischen 2 und 44, der Durchschnitt lag bei 2,5. 3.677 Kinder und Jugendliche sind als Opfer dieser Taten dokumentiert; 62,8 Prozent von ihnen waren männlich, 34,9 Prozent weiblich, bei 2,3 Prozent fehlten Angaben zum Geschlecht. Das deutliche Überwiegen männlicher Betroffener unterscheidet sich nach Angaben der Forscher vom sexuellen Missbrauch an Minderjährigen in nicht-kirchlichen Zusammenhängen. Die in der Studie ermittelte Zahl von 3.677 Betroffenen spiegelt, so die Forscher, nur das sogenannte „Hellfeld“ wider; aus der Dunkelfeldforschung des sexuellen Missbrauchs sei bekannt, dass die Zahl der tatsächlich betroffenen Personen deutlich höher liege.

  • 3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.
  • 1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.
  • 4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer, deren Personalakte untersucht wurde, waren mutmaßlich Missbrauchstäter.

Ergebnisse auf Bistumsebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der bundesweiten Veröffentlichung der Studie haben zahlreiche Bistümer auch diözesane Ergebnisse der Untersuchung präsentiert.[7] Für die Studie wurden die Personalakten der Priester von neun Bistümern ab dem 1. Januar 1946 ausgewertet. Diese seien nach Zufälligkeit und Repräsentativität ausgewählt worden: Bamberg, Berlin, Essen, Freiburg, Hamburg, Magdeburg, Paderborn, Speyer und Trier. Aufgrund von Vorarbeiten kam das Erzbistum München und Freising später auch zu dieser Gruppe. Sämtliche andere Diözesen werteten die Personalaktenbestände der Priester ab dem 1. Januar 2000 aus.[8]

Bistum Untersuchungszeit Personalakten Täterzahl relativ Opferzahl Gesamtzahlungen Therapiekosten Quelle
Bistum Aachen 2000–2014 886 55 6,2 % 86 320.000 [9]
Bistum Augsburg 2000–2014 1.483 85 5,7 % 164 437.000 40.000 [10]
Erzbistum Bamberg 1946–2014 1.711 41 2,4 % 88 119.500 [11]
Erzbistum Berlin 1946–2014 1.401 51 3,6 % [12]
Bistum Dresden-Meißen 2000–2014 345 15 4,3 % 28 96.500 [13]
Bistum Eichstätt 2000–2014 526 10 1,9 % 29 [14]
Bistum Erfurt 2000–2014 948 10 1,0 % 12? 61.000 [15]
Bistum Essen 1946–2014 1.549 60 3,9 % 85/97 262.000/534.000 [16]
Erzbistum Freiburg 1946–2014 4.114 190 4,6 % 442 1.000.000 380.000
Bistum Fulda 2000–2014 795 29 3,6 % 75 45.500 5.744 [17]
Bistum Görlitz 2000–2014 250 1 0,4 % 1 4.000
Erzbistum Hamburg 1946–2014 660 33 5,0 % 103
Bistum Hildesheim 2000–2014 848 46 5,4 % 153 170.000 [18][19][20]
Erzbistum Köln 2000–2014 2.155 87 4,0 % 119 620.635 [21]
Bistum Limburg 2000–2014 627 49 7,8 % 85 166.000 59.000 [22]
Bistum Magdeburg 1946–2014 677 8 1,2 % 18 15.000 25.000 [23]
Bistum Mainz 2000–2014 950 53 5,6 % 169 275.000 93.000 [24]
Erzbistum München und Freising 1946–2018 13.200 164 1,2 %
Bistum Münster 2000–2014 1.708 138 8,1 % 450 937.800 186.807
Bistum Osnabrück 2000–2014 583 35 6,0 % 68 81.000 [25]
Erzbistum Paderborn 1946–2014 2.502 111 4,4 % 197 456.500
Bistum Passau 2000–2014 608 28 4,6 %
Bistum Regensburg 2000–2014 1.681 65 3,9 % 159 [26]
Bistum Rottenburg-Stuttgart 2000–2014 1.950 72 3,7 % 640.000 130.000
Bistum Speyer 1946–2014 1.452 89 6,1 % 186
Bistum Trier 1946–2014 4.680 148 3,2 % 442
Bistum Würzburg 2000–2014 1.131 62 5,5 % 157 [27]
Gesamtzahl >37.540 1.735 ca. 4,7 % >3.316

Es muss angemerkt werden, dass es in zwei nicht genannten Bistümern zur systematischen Vernichtung und Manipulation von Personalakten kam.[28] Frühere Gutachten zeigen, dass im Erzbistum München und Freising Akten vernichtet wurden.[29] Eine mangelhafte Aktenführung ist auch für das Bistum Augsburg bekannt.[30]

Vorstellung und Rezeption der Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Editorial des Deutschen Ärzteblatts schrieb Peer Briken: „Es ist gut, dass es dem MHG-Forschungsverbund gelungen ist, diese Studie abzuschließen und es ist gut, dass sie im Deutschen Ärzteblatt der Ärzteschaft zugänglich ist.“[31] Eine Studie des Ulmer Kinderpsychiaters Jörg Fegert, der ausgehend von den Daten der MHG-Studie das dort benannte große Dunkelfeld untersuchte, nimmt für die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland geschätzte 114.000 Missbrauchsopfer an.[32] Die MHG-Studie wird durch die Ergebnisse der neuen Studie nicht in Frage gestellt.[33] Die Ulmer Studie zeigt aber, dass, obwohl die 14.847 katholischen Priester in Deutschland (2011) nur 0,038 Prozent der männlichen Bevölkerung ausmachen, von ihnen ein bemerkenswert hoher Anteil von acht Prozent der kriminologisch schweren Missbrauchstaten ausgeht.[34] Fegert kommt in seiner Studie auch zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Missbrauchsfälle im Sport fast doppelt so hoch ist wie in der katholischen Kirche. Jeder dritte Leistungssportler berichtete demnach von sexuellen Übergriffen. Dies sei insofern interessant als man bei Sportvereinen als Ursachen nicht an die kirchenspezifischen Gründe wie Zölibat, Sexualmoral und Klerikalismus denken könne.[35]

Nach aktuell veröffentlichten Ergebnissen in der Fachzeitschrift Psychiatrische Praxis, ist die Beschuldigungsquote von Priestern seit dem Jahr 2009 nicht rückläufig, sondern weitgehend konstant. Dies sei bemerkenswert, weil die Deutsche Bischofskonferenz bereits 2002 Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker erlassen hat, die in den Jahren 2010 und 2013 überarbeitet wurden.[36]

Juristische Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erscheinen der MHG-Studie trafen sich im November 2018 alle 23 Generalstaatsanwälte der Bundesrepublik. In Bezug auf die nun anstehenden Ermittlungen warben die drei bayerischen Generalstaatsanwälte für einen pfleglichen Umgang mit den Kirchen: „Man wolle bitte keinen Krawall in die Bistümer hineintragen, keine Eskalation; keine juristische Kavallerie, die den Bischöfen die Türen einrennt.“[37] Im Anschluss an die Veröffentlichung der MHG-Studie appellierte die Justiz in verschiedenen Bundesländern an die Bistümer, die Namen mutmaßlicher Tätern zu melden. Einige Bistümer übergaben daraufhin Materialien, damit der Missbrauch strafrechtlich aufgearbeitet werden könne.[38]

Die Ergebnisse der MHG-Studie wurde von sechs Strafrechtsprofessoren und dem Institut für Weltanschauungsrecht zum Anlass genommen, bei den Staatsanwaltschaften Mainz und Trier Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu erstatten. Nach einer Prüfung hat die Generalsbundesanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen am 14. Februar 2019 abgelehnt.[39] Jörg Scheinfeld, Beirat des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw), sowie Sarah Willenbacher (beide Universität Mainz) kritisierten in der Neuen Juristischen Wochenschrift (19/2019, S. 1357 ff.), dass „es im Nachgang der MHG-Studie nur eine richtige Entscheidung für die Staatsanwaltschaften in den Bistümern (hätte) geben können: Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt einzuleiten - damit der Missbrauch von Schutzbefohlenen und Minderjährigen sowie gegebenenfalls eine Beihilfe dazu geahndet werden können.“[40]

Aufgrund der Ergebnisse der MHG-Studie wird das Entschädigungsverfahren überarbeitet. Bislang lagen die von der Kirche gewährten „Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids“ in der Bundesrepublik Deutschland in der Regel bei maximal 5000 Euro. Die Betroffenenvertreter fordern demgegenüber 300.000 Euro pro Opfer, was eher dem internationalen Vergleichsrahmen entspräche.[41]

Im Januar 2020, gut anderthalb Jahre nach Offenlegung der Ergebnisse der Studie, wurden in den bayerischen Bistümern fast alle Ermittlungen gegen verdächtige Kirchenleute von den drei Generalstaatsanwaltschaften in München, Bamberg und Nürnberg ergebnislos eingestellt,[42][43] ähnlich war es in Rheinland-Pfalz.[44]

Kein kirchenrechtlicher Strafbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 zeigte Manfred Baldus, Honorarprofessor für Kirchenrecht, dass im Codex Juris Canonici als Form der Bestrafung die Strafversetzung auf ein anderes Amt (c. 1336 § 1 Nr. 4 CIC) vorgesehen ist. Allgemein wird in c. 128 CIC die Wiedergutmachung geregelt, wenn durch einen Rechtsakt oder eine sonstige schuldhafte Handlung einem anderen ein Schaden zugefügt worden ist.[45]

Der Kirchenrechtler Peter Landau wies aber darauf hin, dass im derzeit gültigen Kirchenrecht die Bestrafung von Sittlichkeitsverbrechen gegen Minderjährige nicht vorgesehen ist. Der seit 1917 gültige Passus im Codex Juris Canonici („Hat sich ein Kleriker mit Minderjährigen unter sechzehn Jahren schwer versündigt, … dann soll er suspendiert, als infam erklärt, jedes Amtes, jedes Benefiziums, jeder Dignität und überhaupt jeder Anstellung enthoben und in schweren Fällen mit Absetzung bestraft werden“) wurde bei einer Reform 1983 ersetzt durch „CIC 1395, § 2. Ein Kleriker, der sich auf andere Weise gegen das sechste Gebot des Dekalogs verfehlt hat, soll, wenn nämlich er die Straftat mit Gewalt, durch Drohungen, öffentlich oder an einem Minderjährigen unter sechzehn Jahren begangen hat, mit gerechten Strafen belegt werden, gegebenenfalls die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen.“.[46] Landau schlug bereits 2009 folgenden Passus vor: „Wer einen Minderjährigen durch ein Sittlichkeitsverbrechen verletzt, unterliegt der mit der Tat bereits eintretenden Exkommunikation.“[47] Keiner der Bischöfe der deutschen Bischofskonferenz hat diesen Vorschlag bislang aufgegriffen.[48]

Auch eine Rechtsreformen zum „Schutz der Heiligkeit der Sakramente“ (Sacramentorum sanctitatis tutela), die im April 2001 von Papst Johannes Paul II. erlassen wurde und Vorschriften von 1922 bezüglich sexueller Übergriffe während der Beichte ersetzte, schützte nur das Sakrament, nicht aber die Opfer. In den Erläuterungen der Glaubenskongregation von 2010 heißt es dazu: „Die Überzeugung, dass eine umfassende gesetzliche Regelung bezüglich des sexuellen Verhaltens von Personen mit Erziehungsverantwortung notwendig ist, ist sehr jung.“[49]

Kirchliche Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bischof des Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt, verkündete als Reaktion auf die Ergebnisse der MHG-Studie, am 5. Oktober 2018 seine „Solidarität mit den Opfern“ mit einem Tag des Fastens auszudrücken.[50]

Der Kardinal Walter Brandmüller sagte zu den Reaktionen auf die Studie: „Was in der Kirche an Missbrauch passiert ist, ist nichts anderes, als was in der Gesellschaft überhaupt geschieht.“ und weiter: „Nicht weniger wirklichkeitsfremd ist es, zu vergessen beziehungsweise zu verschweigen, dass 80 Prozent der Missbrauchsfälle im kirchlichen Umfeld männliche Jugendliche, nicht Kinder, betrafen.“[51]

In einem im April 2019 veröffentlichten Aufsatz macht der emeritierte Papst Benedikt XVI. die 68er-Bewegung für die Missbrauchsfälle mitverantwortlich.[52]

Anfang Juli 2019 hat der emeritierte Pfarrer in Münster, Ulrich Zurkuhlen, in einer frei gehaltenen Predigt dafür geworben, einander zu vergeben und zwar ausdrücklich auch jenen Priestern, die als Täter Minderjährige sexuell missbraucht haben. Vertreter des Bistums Münster machten daraufhin klar, dass bei allen Bemühungen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs „zunächst die Opfer im Mittelpunkt stehen und nicht die Täter“.[53]

Ende Januar 2020 stellte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer auf der ersten Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ die Qualität der Studie in Frage und forderte ein wissenschaftliches Fachsymposium.[54] Voderholzer hatte schon 2018 vor einem „Missbrauch des Missbrauchs“ gewarnt.[55] Pater Dominikus Kraschl OFM, Professor für Philosophie und Philosophiegeschichte an der Theologischen Hochschule Chur, betont in Bezug auf den „Synodalen Weg“ gebe die MHG-Studie nicht her, wozu man sie heranzieht. Blinde Flecken, über welche die Autoren der Studie nicht sprechen wollten, seien „etwa homosexuelle Subkulturen im Klerus“.[56]

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann schlug im Februar 2020 in seiner Funktion als Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche vor, die Entschädigung der Mißbrauchsopfer aus Kirchensteuermitteln zu finanzieren, womit alle kirchensteuerpflichtigen Mitglieder der Kirche als „Solidargemeinschaft“ für den Missbrauch aufkommen müssten und dadurch indirekt verantwortlich gemacht würden. Als Bedarf wird derzeit von rund einer Milliarde Euro ausgegangen.[57]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlauf der Studie und einige Teilprojekte wurden wegen teilweise schwankender wissenschaftlicher Qualität kritisiert.[58] Manfred Lütz nannte die Studie „spektakulär misslungen“.[59]

Die Wissenschaftler der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs schrieben in einer Stellungnahme: „So wichtig die MHG-Studie ist, waren den Forscherinnen und Forschern durch die Beauftragung aber Grenzen gesetzt. Dadurch bleiben zentrale Fragen unbeantwortet.“[60] In der Zeit wurde kritisiert, dass Wissenschaftler keinen direkten Zugang zu Akten gehabt haben und ihnen die Akteninhalte nur vermittelt zur Kenntnis gegeben wurden.[61]

Die Autoren der MHG-Studie betonen in einer Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt: „Die ermittelten Zahlen sind als untere Schätzgröße des tatsächlich geschehenen Missbrauchs anzusehen. Asymmetrische Machtverhältnisse und ein geschlossenes System, wie es bei der katholischen Kirche vorherrscht, können einen sexuellen Missbrauch begünstigen.“[62] Insgesamt haben die Ergebnisse auch in der internationalen Presse große Beachtung gefunden, wobei die New York Times den Kriminologen Christian Pfeiffer mit den Worten zitiert: „Der Bericht vermittelt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig.“ („The report does not give the full picture, and is not fully independent.“).[63]

Im Deutschen Ärzteblatt erschienen in der Ausgabe 40/2019 zwei kritische Leserbriefe zur MHG-Studie. Der erste, der von Horst Gann, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie in Walldorf, geschrieben wurde, wirft der MHG-Studie mangelnde Seriosität und Sorgfalt vor. Man habe den Eindruck, dass es den Autoren der MHG-Studie darum ging, „auf schwacher Datenbasis Kausalzusammenhänge zu üblichen kirchenkritischen Themen zu konstruieren.“[64] In dem zweiten Leserbrief von Martina Häring, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie und Psychoanalyse, wird eine konkrete Empfehlung von Herrn Dreßing sehr kritisch betrachtet. Er ist nämlich der Meinung, dass bei Patienten, die Symptome benennen, die auf einen Missbrauch zurückgeführt werden könnten, „die Möglichkeit eines erlittenen Missbrauchs im Kontext der katholischen Kirche. . . behutsam exploriert werden“[65] soll. Allerdings seien 99,9 % aller Missbrauchstäter keine Vertreter der katholischen Kirche, so die Psychiaterin. Zudem seien die Symptome, die auftreten können, so unspezifisch und das Thema sei so heikel, „dass Ärzte schlecht beraten wären, dies in der Sprechstunde anzusprechen.“[66] Sie wittert in der Studie eine antikirchliche Kampagne, der es wenig um die Opfer geht.[66]

In der Ausgabe 2/2019 der Fachzeitschrift Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie setzt sich Hans-Ludwig Kröber kritisch mit der MHG-Studie auseinander. Er bemängelt, dass die MHG-Studie bewusst davon ablenke, dass der sexuelle Missbrauch durch Kleriker seit dem Ende der 1990er Jahre drastisch zurückgegangen sei, noch dazu sehr viel stärker als in der Allgemeinbevölkerung. Zudem liefere die MHG-Studie keine Erklärung für die Tatsache, dass ein großer Teil von Missbrauchstätern sich als „linke, fortschrittliche Lehrer verstanden, welche die restriktive katholische Sexualmoral als rückschrittlich kritisierten und den betroffenen Schülern ihre eigene sexuelle Übergriffigkeit als einen Akt sexueller Befreiung einzureden versuchten.“[67] Im Gegenteil macht die MHG-Studie die restriktive Sexualmoral als einer der Hauptgründe für den sexuellen Missbrauch aus. Das Verschweigen des erheblichen Rückgangs der Fallzahlen seit 1990, kann sich Kröber nur aufgrund kirchenpolitischer Gründe erklären.[68]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Dreßing, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Barbara Horten, Alexandra Collong, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Jörg Hinner, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voss, Hans Joachim Salize: Wie aktiv ist die katholische Kirche bei der Prävention des sexuellen Missbrauchs? Erste Ergebnisse der MHG-Studie. In: Psychiatrische Praxis, 45(02), 2018, S. 103–105. doi:10.1055/s-0043-111074
  • Harald Dreßing, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voss, Hans Joachim Salize: Sexueller Missbrauch durch katholische Kleriker. Retrospektive Kohortenstudie zum Ausmaß und zu den gesundheitlichen Folgen der betroffenen Minderjährigen (MHG-Studie). In: Deutsches Ärzteblatt Int., 116, 2019, S. 389–396 (doi:10.3238/arztebl.2019.0389).
  • Harald Dreßing: „Der Schutz der Institution hatte offensichtlich Vorrang vor dem Schutz der Kinder“: die MHG-Studie: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. In: Die Stimme der Familie, 66, 2019, H. 3, S. 13–15.
  • Harald Dreßing, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Barbara Horten, Alexandra Collong, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Jörg Hinner, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voss, Hans Joachim Salize: Sexueller Missbrauch von Kindern durch katholische Priester seit 2009: Verlauf und relative Häufigkeit im Vergleich zur männlichen Allgemeinbevölkerung. In: Psychiatrische Praxis, 46, 2019, S. 1–7. doi:10.1055/a-0936-3869.
  • Dominikus Kraschl: Von diskutablen Aussagen bis hin zu eklatanten Mängeln: ein Plädoyer für eine längst überfällige Diskussion der MHG-Studie. In: Forum Katholische Theologie 36, 2020, H. 2, S. 127–134 ISSN 0178-1626
  • Gerhard Kruip: Betroffenheit und Reue reichen nicht: was auf die MHG-Studie folgen muss. In: Herder-Korrespondenz, 72, 2018, H. 11, S. 13–16, ISSN 0018-0645
  • Stefan Orth: Mühsamer Perspektivenwechsel. In: Herder-Korrespondenz 73 (2019), H. 1, S. 4f ISSN 0018-0645
  • Stefan Orth: Missbrauchskrise: Theologische Aufarbeitung intensiviert sich. In: Herder-Korrespondenz, 73, 2019, H. 3, S. 11 f., ISSN 0018-0645

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Bischofskonferenz: Forschungsprojekt MHG-Studie (Stand: 12. Juni 2018)
  2. Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz vom September 2018 (Stand: 10. Januar 2019).
  3. Andreas Otto: Zehn Bistümer haben eigene Missbrauchsstudien gestartet. Weitere Suche nach der Wahrheit, in: domradio.de vom 29. April 2020, eingesehen am 29. Mai 2020.
  4. Harald Dreßing, Hans Joachim Salize, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voß, Alexandra Collong, Barbara Horten, Jörg Hinner: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Projektbericht, Mannheim, Heidelberg, Gießen, 24. September 2018, S. 250 f.
  5. Harald Dreßing, Hans Joachim Salize, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voß, Alexandra Collong, Barbara Horten, Jörg Hinner: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Projektbericht, Mannheim, Heidelberg, Gießen, 24. September 2018, S. 253.
  6. Vgl. Harald Dreßing, Hans Joachim Salize, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voß, Alexandra Collong, Barbara Horten, Jörg Hinner, Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz, Projektbericht, Mannheim, Heidelberg, Gießen, 24. September 2018, S. 250 f.; vgl. auch das Zitat von Seite 253 der Studie in diesem Artikel unter der Überschrift „Benutzte Materialien“.
  7. Agathe Lukassek, Felix Neumann, Steffen Zimmermann: Missbrauch: Das sind die Zahlen aus den Bistümern. In: katholisch.de, 25. September 2018.
  8. Angaben der Deutschen Bischofskonferenz
  9. Christoph Pauli: Scham über das Versagen einer Institution. In: Aachener Nachrichten, 25. September 2018.
  10. MHG-Studie veröffentlicht: Bistum Augsburg präsentiert die wichtigsten diözesanen Ergebnisse abgerufen am 5. Juni 2019
  11. „Erschütternd“: 88 Missbrauchsfälle im Erzbistum Bamberg. In: Nordbayern, 16. Januar 2019.
  12. Hinweise auf 51 mutmaßliche Täter im Erzbistum Berlin. rbb24.de, 25. September 2018.
  13. Pressemitteilung Bistum Dresden-Meißen vom 25. September 2018.
  14. Bistum veröffentlicht Missbrauchszahlen. In: Süddeutsche Zeitung, 23. Oktober 2018.
  15. Bistum Erfurt prüft weitere Akten auf Hinweise zu sexuellem Missbrauch. mdr Thüringen, 29. Januar 2019.
  16. Thomas Rünker: Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Bistum Essen. In: Pressemenue des Bistums Essen, 14. März 2019
  17. Bistum Fulda – 75 Personen waren von sexuellem Missbrauch betroffen. In: Fuldaer Zeitung, 25. September 2018.
  18. Sebastian Engelbrecht: Ehemaliger Messdiener belastet Bischof und Priester. Deutschlandfunk, 23. November 2018.
  19. Hildesheim: Missbrauchsvorwürfe werden untersucht. NDR, 3. März 2019.
  20. Missbrauch: Peter R. verliert alle Priesterrechte. NDR, 22. Mai 2019.
  21. Null-Toleranz angekündigt. Domradio.de, 25. September 2018.
  22. Lisa Gessner: Bistum Limburg: Externe Experten sollen Missbrauchsfälle untersuchen. hessenschau.de, 5. April 2019.
  23. Bernd Kaufholz: Priester des Bistums Magdeburg überführt. In: Volksstimme, 25. September 2019.
  24. Missbrauch im Bistum Mainz: 53 Beschuldigte und 169 Opfer. Süddeutsche Zeitung, 25. September 2018, abgerufen am 10. August 2020..
  25. Daten und Angaben zur MHG-Studie aus dem Bistum Osnabrück. (PDF)
  26. Pressemitteilung Bistum Regensburg (PDF) vom 25. September 2018.
  27. Missbrauch: Bistum Würzburg gibt 13 Akten an Staatsanwaltschaft. in: BR 24, 1. Juni 2019.
  28. Raoul Löbbert: Kein Bischof tritt zurück. in: Zeit-Online, 26. September 2018.
  29. Erzbistum München soll Missbrauch systematisch vertuscht haben. Spiegel Online, 3. Dezember 2010.
  30. Missbrauchsstudie: Ausmaß in bayerischen Bistümern erschreckend. BR, 25. September 2018.
  31. Der lange Weg der Aufarbeitung. 31. Mai 2019, abgerufen am 5. Juni 2019.
  32. Dunkelfeld für Missbrauch durch Priester höher als angenommen. In: Fokus, 12. März 2019.
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