Marina Carobbio Guscetti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marina Carobbio Guscetti (2013)

Marina Carobbio Guscetti (* 12. Juni 1966 in Bellinzona; heimatberechtigt in Blenio) ist eine Schweizer Politikerin (SP). Im Amtsjahr 2018/2019 war sie Präsidentin des Nationalrats. Seit März 2008 ist sie Vizepräsidentin der SP Schweiz. Im November 2019 wurde sie in den Ständerat gewählt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marina Carobbio Guscetti studierte Medizin an der Universität Basel und schloss 1991 mit dem Diplom ab.[1][2] Sie arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Roveredo, Kanton Graubünden.

Von 1991 bis 2007 war Carobbio Guscetti Mitglied des Grossen Rates des Kantons Tessin. Ab dem 4. Juni 2007 gehörte sie dem Nationalrat an. Dort nahm sie Einsitz in der Finanzkommission, der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit und in der Finanzdelegation. Ab Dezember 2016 war Carobbio Guscetti Mitglied des Büros des Nationalrates, zunächst als zweite Vizepräsidentin, dann als erste Vizepräsidentin. Am 26. November 2018 wurde sie zur Nationalratspräsidentin für das Amtsjahr 2018/2019 gewählt.[3]

Im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen 2019 am 17. November 2019 wurde Marina Carobbio Guscetti zusammen mit Marco Chiesa (SVP) in den Ständerat gewählt. Sie hatte 45 Stimmen mehr als der Bisherige Filippo Lombardi (CVP), der als Drittplatzierter nach zwanzig Jahren aus dem Ständerat ausschied.[4]

Seit März 2008 ist Carobbio Guscetti Vizepräsidentin der SP Schweiz. Sie ist Präsidentin der Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik sowie Vizepräsidentin des Vereins Alpen-Initiative und des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz.

Carobbio Guscetti ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie wohnt in Lumino. Bereits ihr Vater, Werner Carobbio, war Mitglied des Nationalrates.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marina Carobbio Guscetti – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marina Carobbio. Abgerufen am 29. August 2019.
  2. Gerhard Lob: Tessinerin Marina Carobbio wird Nationalratspräsidentin. Abgerufen am 29. August 2019.
  3. Marina Carobbio ist höchste Schweizerin. In: Bote der Urschweiz, 26. November 2018
  4. Christoph Lenz: Dem Titanen fehlten 45 Stimmen. In: Tages-Anzeiger. 17. November 2019.
  5. Marina Carobbio: Die hartnäckige Aussenseiterin aus dem Tessin. In: az Aargauer Zeitung. 22. November 2011 (aargauerzeitung.ch [abgerufen am 6. Mai 2017]).