Meilen

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Dieser Artikel behandelt die Schweizer Gemeinde. Für das Längenmass, siehe Meile, weitere Bedeutungen siehe Meile (Begriffsklärung).
Meilen
Wappen von Meilen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Meilenw
BFS-Nr.: 0156i1f3f4
Postleitzahl: 8706
Koordinaten: 691013 / 236214Koordinaten: 47° 16′ 14″ N, 8° 38′ 29″ O; CH1903: 691013 / 236214
Höhe: 420 m ü. M.
Fläche: 11,93 km²
Einwohner: i13'515 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 1133 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
22,1 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.meilen.ch
Kirche Meilen, Fähre

Kirche Meilen, Fähre

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Meilen ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Schweizer Kanton Zürich.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Gold über grünem Dreiberg eine zweitürmige, gezinnte schwarze Burg, durchbrochen von Tor und Fenstern, überhöht von zwei roten Sternen

Im Lauf der Geschichte variierte die Anzahl Sterne im Wappen und manchmal fehlte der Dreiberg oder die Burg «stand» direkt darauf. Es geht auf die Ritterfamilie von Friedberg zurück, die im Mittelalter auf der Burg Friedberg oberhalb von Meilen lebte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hängebrücke über das Beugenbachtobel zwischen Meilen und Obermeilen

Die Gemeinde liegt am mittleren rechten Zürichseeufer zwischen Rapperswil-Jona und Zürich. Meilen umfasst die Ortsteile Feldmeilen, Obermeilen und Dorfmeilen am Seeufer sowie Bergmeilen hangaufwärts.

  • Fläche: 1 193 ha, davon 47 % Landwirtschaft, 24 % Wald, 27 % Siedlungen.

Meilen und Obermeilen sind durch das Beugenbachtobel getrennt. Seit Juni 2012 überquert eine 60 Meter lange und knapp 1.5 Meter breite Hängebrücke das Tobel. Konstruiert wurde sie vom Churer Ingenieur Hans Pfaffen. Die mit 390'000 Franken vergleichsweise günstige Brücke ist die erste ihrer Art im Kanton Zürich.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Meilen wohnten am 31. Dezember 2011 12'602 Menschen.[4]

Konfessionszugehörigkeit: 41,6 % evangelisch-reformiert, 26,1 % römisch-katholisch, 32,3 % andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2010).

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Meilen gibt es drei Kirchen:

  • Die evangelisch-reformierte Kirche befindet sich am Seeufer und geht auf einen Vorgängerbau aus den Jahren 878 bis 965 zurück[5].
  • Die römisch-katholische Kirche St. Martin liegt nördlich vom Bahnhof. Da auf dem benachbarten Gelände ein kirchlicher Bau der reformierten Gemeinde geplant gewesen war, besitzt die Kirche einen freistehenden Glockenturm, der für beide Kirchen gedacht gewesen wäre.
  • Die evangelische Freikirche Chrischona befindet sich an der Pfannenstielstrasse 1.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meilen-Rorenhaab ist ein prähistorischer Siedlungsplatz am Zürichsee auf dem Gebiet der Gemeinde Meilen. Der Ortsname ist erstmals um 880 als Meilana in einem Güterverzeichnis des Zürcher Grossmünsters erwähnt. Die Burg Friedberg ist als Ruine erhalten geblieben. Zwischen 1990 und 2000 wurden bei Ausgrabungen um die Ruine diverse Artefakte wie Schuhspitzen oder andere Alltagsgegenstände gefunden. Die meisten Funde stammen aus dem Sodbrunnen, der vermutlich nach Aufgabe der Burg als Müllhalde benutzt wurde. Zu sehen sind die Gegenstände sowie die Rekonstruktionen und Bilder aus damaliger Zeit im Ortsmuseum von Meilen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Meilen führt die rechtsufrige Zürichseebahn. Der örtliche Bahnhof wird von der S-Bahn Zürich mit zwei Linien bedient:

Ein weiterer Bahnhof in der Gemeinde ist Herrliberg-Feldmeilen. Meilen ist an das gut ausgebaute Linienbusnetz der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland angeschlossen. Es gibt Kursverbindungen mit Schiffen der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft und der Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Christoph Hiller (FDP), Stand 2014.

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Meilen: SVP 32.4 %, FDP 28.4 %, SP 15.5 %, glp 7.5 %, Grüne 4.8 %, CVP 3.9 %, BDP 2.5 %, EVP 1.7 %.[6]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meilen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. NZZ vom 19. Juni 2012
  4. Bevölkerungsstatistik per 31. Dezember 2011. Abgerufen am 28. Februar 2012
  5. Christian Renfer: Die Kirche Meilen ZH und ihre Umgebung. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 378). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1985
  6. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2015/NRW_2015/resultate.html, Vergleich zur letzten Wahl, zuletzt abgerufen am 7. Dezember 2015