Mitchelton-Scott

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mitchelton-Scott
Teamdaten
UCI-Code MTS
Nationalität AustralienAustralien Australien
Lizenz UCI WorldTeam
Betreiber GreenEdge Cycling
Erste Saison 2012
Disziplin Straße
Radhersteller Scott Sports
Personal
General-Manager AustralienAustralien Shayne Bannan
Team-Manager AustralienAustralien Matthew White
Sportl. Leiter ItalienItalien Vittorio Algeri
NeuseelandNeuseeland Julian Dean
BelgienBelgien Laurenzo Lapage
AustralienAustralien David McPartland
AustralienAustralien Neil Stephens
Namensgeschichte
Jahre Name
01/12–04/12
05/12–06/16
07/16–12/16
2017
2018
GreenEdge Cycling Team
Orica GreenEdge
Orica-BikeExchange
Orica-Scott
Mitchelton-Scott
Website
www.greenedgecycling.com

Mitchelton-Scott ist ein australisches Radsportteam mit Sitz in Victoria.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang August 2011 wurden für das Team Fahrer unter Vertrag genommen. Das Management der Betreiberfirma GreenEdge hoffte, mit der Verpflichtung hochkarätiger Fahrer und durch deren Punktekonto sich für den Status als eines der maximal 18 UCI ProTeams für die Saison 2012 zu qualifizieren und so ein automatisches Startrecht für die UCI World Tour zu haben.[1] Die bekanntesten Teammitglieder waren die jungen Australier Jack Bobridge, Cameron Meyer und Travis Meyer sowie die erfahrenen Stuart O’Grady und Simon Gerrans, die Niederländer Pieter Weening und Sebastian Langeveld sowie der mehrfache Afrikameister und amtierende Kontinentalmeister im Einzelzeitfahren, Daniel Teklehaimanot aus Eritrea, der damit der erste Radprofi seines Landes wird.[2] Später stieß noch u. a. der Sprinter Robbie McEwen und Jens Mouris zu dem Team, während andere mit dem Team in Verbindung gebrachte Fahrer, wie der Rundfahrtspezialist Richie Porte[3][4] und Karsten Kroon[5] nicht zum Team kamen.

Unter anderem auch unter Berücksichtigung dieses Kaders erhielt das Team durch die UCI am 5. Dezember 2011 die World-Tour-Team-Lizenz als UCI ProTeam.[6]

Das Team wird von dem australischen Geschäftsmann Gerry Ryan finanziert, der Eigentümer des amerikanischen Herstellers von Wohnmobilen Jayco ist.[7][8] Am 1. Mai 2012 gab das Team bekannt, dass der australische Chemiekonzern Orica als neuer Haupt- und Namenssponsor das Team in den nächsten drei Jahren finanzieren wird.[9] Vor der Tour de France 2016 wurde der australische Fahrradteilehändler BikeExchange zweiter Namenssponsor und ersetzte im Mannschaftsnamen den Teambetreiber GreenEdge.[10]

Eine Kooperation besteht mit dem vom Australian Institute of Sport betriebenen Continental Team Jayco-AIS.[11]

GreenEdge betrieb im Jahr 2012 außerdem zusammen mit dem Australian Institute of Sport als Gemeinschaftsprojekt ein Frauenradsportteam mit dem Namen GreenEdge-AIS.[12]

Das Team wurde 2012 Mitglied im Mouvement Pour un Cyclisme Crédible (kurz MPCC; dt. Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport),[13] trat jedoch zu Beginn der Saison 2016 aus der Vereinigung aus und kündigte an vermehrt mit "offiziellen Organisationen" zusammenzuarbeiten.[14] Der MPCC erklärte hierauf die Mitgliedschaft des Teams sei ebenso wie die Mitgliedschaft anderer Mannschaften aus opportunistischen Gründen erfolgt.[15]

Im Zuge des Dopingskandals um Lance Armstrong gab der sportliche Leiter des Teams Matthew White zu, in seiner Zeit beim US Postal Service Team gedopt zu haben, worauf sich Orica-GreenEdge von ihm trennte und die Einführung eines externen Dopingkontrollprogramms ankündigte.[16]

Das Team gewann bei der Tour de France am 2. Juli 2013 in 25:56 min das Mannschaftszeitfahren in Nizza auf dem 25 km langen Kurs. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,8 km/h ist diese Etappe die schnellste der Tourgeschichte.

Saison 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge in der UCI WorldTour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Sieger
17. Januar AustralienAustralien 2. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Caleb Ewan
16.-21. Januar AustralienAustralien Gesamtwertung Tour Down Under SudafrikaSüdafrika Daryl Impey
10. März FrankreichFrankreich 7. Etappe Paris-Nizza Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates
11. März ItalienItalien 5. Etappe Tirreno-Adriatico Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Adam Yates
25. März SpanienSpanien 7. Etappe Katalonien-Rundfahrt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates

Erfolge in der UCI Europe Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Kat. Sieger
11. Februar SpanienSpanien Clásica de Almería 1.HC AustralienAustralien Caleb Ewan

Erfolge in der UCI Oceania Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Kat. Sieger
3. Februar AustralienAustralien 3. Etappe Herald Sun Tour 2.1 KolumbienKolumbien Esteban Chaves
31. Januar-4. Februar AustralienAustralien Gesamtwertung Herald Sun Tour 2.1 KolumbienKolumbien Esteban Chaves

Nationale Straßen-Radsportmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
7. Januar AustralienAustralien Australische Meisterschaft - Straßenrennen AustralienAustralien Alexander Edmondson
7. Februar SudafrikaSüdafrika Südafrikanische Meisterschaft - Einzelzeitfahren SudafrikaSüdafrika Daryl Impey
10. Februar SudafrikaSüdafrika Südafrikanische Meisterschaft - Straßenrennen SudafrikaSüdafrika Daryl Impey

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikidata-logo S.svgTeam roster
NameGeburtsdatumVorheriges Team
SUI Michael Albasini20. Dezember 1980HTC-Highroad (2011)
NZL Jack Bauer7. April 1985Quick-Step Floors (2017)
NZL Sam Bewley22. Juli 1987PureBlack Racing (2012)
COL Esteban Chaves17. Januar 1990Colombia (2013)
AUS Luke Durbridge9. April 1991Jayco-AIS (2011)
AUS Alexander Edmondson22. Dezember 1993Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
AUS Caleb Ewan11. Juli 1994Jayco-AIS World Tour Academy (2014)
AUS Jack Haig6. September 1993Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
AUS Lucas Hamilton12. Februar 1996
AUS Mathew Hayman20. April 1978Sky (2013)
AUS Michael Hepburn17. August 1991Jayco-AIS (2011)
AUS Damien Howson13. August 1992Jayco-AIS World Tour Academy (2013)
RSA Daryl Impey6. Dezember 1984NetApp (2011)
DEN Christopher Juul6. Juli 1989Tinkoff-Saxo (2015)
GER Roger Kluge5. Februar 1986IAM (2016)
CZE Roman Kreuziger6. Mai 1986Tinkoff (2016)
AUS Cameron Meyer11. Januar 1988Dimension Data (2016)
SLO Luka Mezgec27. Juni 1988Giant-Alpecin (2015)
ESP Mikel Nieve26. Mai 1984Sky (2017)
AUS Robert Power11. Mai 1995Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
ITA Matteo Trentin2. August 1989Quick-Step Floors (2017)
CAN Svein Tuft9. Mai 1977SpiderTech-C10 (2011)
ESP Carlos Verona4. November 1992Etixx-Quick Step (2016)
GBR Adam Yates7. August 1992CC Étupes (2013)
GBR Simon Yates7. August 1992100% me (2013)

Saison 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge in der UCI WorldTour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Sieger
17. Januar AustralienAustralien 1. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Caleb Ewan
19. Januar AustralienAustralien 3. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Caleb Ewan
20. Januar AustralienAustralien 4. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Caleb Ewan
22. Januar AustralienAustralien 6. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Caleb Ewan
26. Februar Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate 4. Etappe Abu Dhabi Tour AustralienAustralien Caleb Ewan
10. März FrankreichFrankreich 6. Etappe Paris-Nizza Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates
25. März SpanienSpanien 6. Etappe Katalonien-Rundfahrt SudafrikaSüdafrika Daryl Impey
4. April SpanienSpanien 2. Etappe Baskenland-Rundfahrt SchweizSchweiz Michael Albasini
26. April SchweizSchweiz 1. Etappe Tour de Romandie SchweizSchweiz Michael Albasini
29. April SchweizSchweiz 4. Etappe Tour de Romandie Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates
12. Mai ItalienItalien 7. Etappe Giro d’Italia AustralienAustralien Caleb Ewan
1. August PolenPolen 4. Etappe Polen-Rundfahrt AustralienAustralien Caleb Ewan
3. August PolenPolen 6. Etappe Polen-Rundfahrt AustralienAustralien Jack Haig

Erfolge in der UCI Europe Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Kat. Sieger
3. Februar SpanienSpanien 3. Etappe Valencia-Rundfahrt 2.1 DanemarkDänemark Magnus Cort Nielsen
12. Februar SpanienSpanien Clásica de Almería 1.1 DanemarkDänemark Magnus Cort Nielsen
5. März ItalienItalien GP Industria & Artigianato 1.HC Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Adam Yates
30. März BelgienBelgien 3b. Etappe Drei Tage von De Panne (EZF) 2.HC AustralienAustralien Luke Durbridge
1. April SpanienSpanien GP Miguel Indurain 1.1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates
16. Juni SlowenienSlowenien 2. Etappe Slowenien-Rundfahrt 2.1 SlowenienSlowenien Luka Mezgec
18. August NiederlandeNiederlande Arnhem–Veenendaal Classic 1.1 SlowenienSlowenien Luka Mezgec
25. August OsterreichÖsterreich Pro Ötztaler 5500 1.1 TschechienTschechien Roman Kreuziger
3. September Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 1. Etappe Tour of Britain 2.HC AustralienAustralien Caleb Ewan
5. September Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 3. Etappe Tour of Britain 2.HC AustralienAustralien Caleb Ewan
8. September Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 6. Etappe Tour of Britain 2.HC AustralienAustralien Caleb Ewan

Erfolge in der UCI Oceania Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Kat. Sieger
2. Februar AustralienAustralien 1. Etappe Herald Sun Tour 2.1 AustralienAustralien Damien Howson
1.-5. Februar AustralienAustralien Gesamtwertung Herald Sun Tour 2.1 AustralienAustralien Damien Howson

Nationale Straßen-Radsportmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
9. Februar SudafrikaSüdafrika Südafrikanische Meisterschaft - Einzelzeitfahren SudafrikaSüdafrika Daryl Impey
25. Juni SlowenienSlowenien Slowenische Meisterschaft - Straßenrennen SlowenienSlowenien Luka Mezgec
27. Juni KanadaKanada Kanadische Meisterschaft - Einzelzeitfahren KanadaKanada Svein Tuft

Zugänge – Abgänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Team 2016 Abgänge Team 2017
DeutschlandDeutschland Roger Kluge IAM Cycling AustralienAustralien Michael Matthews Team Sunweb
TschechienTschechien Roman Kreuziger Tinkoff KanadaKanada Christian Meier Karriereende
SpanienSpanien Amets Txurruka

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikidata-logo S.svgTeam roster
NameGeburtsdatumVorheriges Team
SUI Michael Albasini20. Dezember 1980HTC-Highroad (2011)
NZL Sam Bewley22. Juli 1987PureBlack Racing (2012)
COL Esteban Chaves17. Januar 1990Colombia (2013)
DEN Magnus Cort Nielsen16. Januar 1993Cult Energy Vital Water (2014)
AUS Mitchell Docker2. Oktober 1986Skil-Shimano (2011)
AUS Luke Durbridge9. April 1991Jayco-AIS (2011)
AUS Alexander Edmondson22. Dezember 1993Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
AUS Caleb Ewan11. Juli 1994Jayco-AIS World Tour Academy (2014)
AUS Simon Gerrans16. Mai 1980Sky (2011)
AUS Jack Haig6. September 1993Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
AUS Mathew Hayman20. April 1978Sky (2013)
AUS Michael Hepburn17. August 1991Jayco-AIS (2011)
AUS Damien Howson13. August 1992Jayco-AIS World Tour Academy (2013)
RSA Daryl Impey6. Dezember 1984NetApp (2011)
DEN Christopher Juul6. Juli 1989Tinkoff-Saxo (2015)
BEL Jens Keukeleire23. November 1988Cofidis (2011)
HKG Cheung King-lok8. Februar 1991HKSI Pro Cycling Team (2015)
GER Roger Kluge5. Februar 1986IAM (2016)
CZE Roman Kreuziger6. Mai 1986Tinkoff (2016)
SLO Luka Mezgec27. Juni 1988Giant-Alpecin (2015)
ESP Rubén Plaza29. Februar 1980Lampre-Merida (2015)
AUS Robert Power11. Mai 1995Jayco-AIS World Tour Academy (2015)
CAN Svein Tuft9. Mai 1977SpiderTech-C10 (2011)
ESP Carlos Verona4. November 1992Etixx-Quick Step (2016)
GBR Adam Yates7. August 1992CC Étupes (2013)
GBR Simon Yates7. August 1992100% me (2013)

Platzierungen in UCI-Ranglisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UCI World Tour

Saison Mannschaftswertung Fahrerwertung
2012 6. AustralienAustralien Simon Gerrans (6.)
2013 13. NiederlandeNiederlande Pieter Weening (25.)
2014 5. AustralienAustralien Simon Gerrans (3.)
2015 8. AustralienAustralien Michael Matthews (20.)
2016 5. KolumbienKolumbien Esteban Chaves (9.)
2017 7. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Simon Yates (33.)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zum Lizenzierungssystem, siehe hier. Zum Ranking für das sportliche Lizenzierungsmerkmal 2012: Exclusive: UCI ProTeam ranking system revealed (cyclingnews.com vom 27. April 2011)
  2. "Stuart O'Grady signed on for Aussie tour team" The Australian, 1. August 2011
  3. vgl. "GreenEdge haalt drie Australiërs" Nusport.nl, 5. August 2011
  4. "McEwen downplays GreenEdge speculation" Cyclingnews.com, 31. Juli 2011
  5. vgl. "'Kroon vertrekt naar GreenEdge'" Sportdome.nl, 4. August 2011
  6. Press release: Registration of UCI ProTeams for the 2012 season auf uci.ch vom 5. Dezember 2012
  7. smh.com.au vom 20. August 2011: How to build a cycling team
  8. cycling central vom 17. Januar 2011: greenedge-venture-launched-in-adelaide GreenEDGE venture launched in Adelaide
  9. radsport-news.com vom 1. Mai 2012: Chemiekonzern Orica steigt bei GreenEdge als Sponsor ein
  10. Orica-GreenEdge to become Orica-BikeExchange ahead of Tour de France. cyclingnews.com, 29. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  11. cycling central vom 7. April 2011 GreenEDGE project a marathon, not sprint
  12. radsport-news.com vom 7. Dezember 2011: Arndt und Häusler wechseln zu GreenEdge-AIS
  13. velonation.com vom 8. März 2012: GreenEdge joins MPCC, movement wants international sanctioning body introduced
  14. Orica-GreenEdge verlässt MPCC, Vansummeren mit Herzproblemen. radsportnews.com, 23. Februar 2016, abgerufen am 23. Februar 2016.
  15. MPCC blasts teams who left organisation, said they used anti-doping body for PR purposes. cyclingtips.com, April 2016, abgerufen am 1. April 2016 (englisch).
  16. radsport-news.com vom 1. November 2012: Orica-GreenEdge lässt sich von Anti-Doping-Expertin überprüfen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]