Molat

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Molat
Satellitenbild von Molat
Satellitenbild von Molat
Gewässer Adriatisches Meer
Geographische Lage 44° 14′ N, 14° 51′ OKoordinaten: 44° 14′ N, 14° 51′ O
Molat (Kroatien)
Molat
Länge 11 km
Breite 2 km
Fläche 22,17 km²
Höchste Erhebung Lokardenik
148 m
Einwohner 197 (2011)
8,9 Einw./km²
Hauptort Molat (Ort)
Lagekarte
Lagekarte

Molat ist eine kroatische Insel in der Adria 27 km nordwestlich der Stadt Zadar in der Region Dalmatien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unregelmäßig geformte Insel ist 11 km lang und maximal 2 km breit. Die Fläche beträgt 22,17 km², die Küstenlinie misst über 51 km[1].

Molat wird vom Festland durch die Zapuntelstraße (kroat. Prolaz Zapuntel) geschieden. 2011 hatte die Insel 197 Einwohner.[2] Diese verteilen sich auf die drei Dörfer Molat (107), Brgulje (48) und Zapuntel (42). Der höchste Punkt der Insel ist Lokardenik mit 148 Metern. Die Flora der Insel besteht überwiegend aus Koniferen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Römerzeit kam die Insel zum byzantinischen Dalmatien. 1151 kam es in den Besitz des Benediktinerklosters Sankt Krševan in Zadar. 1490 übernahmen die Venezier die Macht. Im Frieden von 1540 kam die Insel an das Osmanische Reich. Durch den Frieden von Karlowitz (1645) erhielt sie wieder zu Venedig; 1718 Österreich-Ungarn Vertrag von Passarowitz an. Mit dem Frieden von Pressburg kam sie 1805 an Frankreich, obwohl Russland Ansprüche stellte. Nach dem Wiener Kongress 1814/1815 kam die Insel als Teil des Kronlandes Dalmatien an das Kaiserreich Österreich. Mit dem Ausgleich von 1867 bleibt die Insel bei dem Österreichischen Teil (Cisleithanien) der Doppelmonarchie. Im Juni 1918 sank die SMS Szent István nach zwei Torpedotreffern vor Molat. 1918/1919 kam die Insel zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, ab 1929 "Jugoslawien".

1939 besuchte der Britische König Eduard VIII. während einer Kreuzfahrt die Insel. Von 1941 bis 1944 wurde Molat durch Italien besetzt. Die italienischen Faschisten errichteten auf der Insel ein Konzentrationslager für slowenische, kroatische und serbische Zivilisten.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Insel an Jugoslawien. Seit 1991 gehört sie zur unabhängigen Republik Kroatien.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel besitzt sehr viele Buchten. Der Hafen in der Bucht Lučina wird von Yachtsportlern wegen seiner Ruhe und der windgeschützten Lage geschätzt (Schutz gegen Winde aus allen Richtungen außer Südwest und West). Die Ortschaft Molat liegt in etwas höherer Lage. In der Ortschaft gibt es einige Geschäfte und auch ein Fischrestaurant.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Molat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duplančić Leder, T.; Ujević, T.; Čala, M. (2004): Duljine obalne crte i površine otoka na hrvatskom dijelu Jadranskog mora određene s topografskih karata mjerila 1:25 000, Geoadria, Vol. 9, No. 1, 5-32.
  2. Statistik 2011
  3. Carlo Spartaco Capogreco: I campi del duce. Giulio Einaudi 2004, ISBN 88-06-16781-2, S. 271 ff.