Ugljan

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Ugljan
Blick über die Höhenzüge von Ugljan
Gewässer Adriatisches Meer
Geographische Lage 44° 5′ N, 15° 10′ OKoordinaten: 44° 5′ N, 15° 10′ O
Ugljan (Kroatien)
Länge 22 km
Breite 3,8 km
Fläche 51,04 km²
Höchste Erhebung Šćah
288 m
Einwohner 6182 (2001)
121 Einw./km²
Hauptort Ugljan (Ort)

Ugljan (italienisch Isola Ugliano) ist eine kroatische Insel in der Adria unweit der Stadt Zadar auf dem Festland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ugljan liegt im Archipel vor Zadar nordwestlich der Insel Pašman. Sie wird durch den Zadar-Kanal (italienisch Canale di Zara) vom Festland getrennt. An ihrer westlichen Seite erstreckt sich der Srednij kanal (italienisch Canale di Mezzo). Die Insel hat eine Fläche von 50,04 km² (Länge 22 km, Breite bis 3,8 km) und 6182 Einwohner (Zensus 2001). Eine Brücke über die Meerenge von Ždrelac (italienisch Stretto di Ždrelac) verbindet sie mit Pašman. Die Siedlungen der Insel Ugljan befinden sich entlang des nordöstlichen Uferstreifens. Die südwestliche Küste ist nahezu unzugänglich.[1]

Der aus kreidezeitlichen Kalksteinfelsen bestehende Inselteil ist vornehmlich mit Macchie bewachsen, während in dem auf kreidezeitlichen Dolomitgestein liegenden Bereich Anbauflächen überwiegen. Zwischen beiden Gesteinseinheiten liegt ein schmaler Streifen eozäner Kalksteine (Nummulitenkalkstein). Größere Buchten sind Muline im Nordwesten und Lamjana vela und Lamjana mala im Südosten. Die auf das Festland gerichtete Ostküste, größtenteils Dolomite, fällt flach zum Meer ab und ist in kleine Buchten gegliedert. Im Gegensatz dazu bildet die Südwestküste einen steilen Abfall zum Meer.[2][3]

Ugljan ist eine der am dichtesten besiedelten Inseln Kroatiens. Die Insel hat sieben Orte: Ugljan (Ugliano, Uljan), Lukoran, Sutomišćica (Santa Eufemia), Poljana, Preko (Oltre), Kali (Kale) und Kukljica.

Der Insel Ugljan sind östlicherseits drei Inseln vorgelagert, die größere ist Ošljak (Calogera) und die zwei kleineren sind Galovac (Santa Paolo) und Mišnjak. Vor der nach Nordwesten gerichtete Spitze liegt die kleine Insel Idula (Idolo).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel ist seit der jüngeren Steinzeit bewohnt und wurde im Jahr 1325 erstmals erwähnt. Zur Römerzeit war sie besonders im Nordwestteil dicht besiedelt, dort entdeckte man viele Reste antiker Bauwerke. Die heutigen Ortschaften gehen auf das Mittelalter zurück.

Im Zentrum der Insel Ugljan befindet sich die Burg Fort St. Michael (kroatisch Sveti Mihovil, italienisch S. Michele). Sie wurde Anfang des 13. Jahrhunderts von Venezianern errichtet, um eine beobachtende Kontrolle über Zadar ausüben zu können.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ugljan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. nach OSM.
  2. a b Dmitar Čulić: Dalmatien. Beograd 1965, S. 45.
  3. a b R. J. Schubert: Nachtrag zur „Geologischen Spezialkarte der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder der Österreichisch-ungarischen Monarchie“. Blatt Zara, 1:75.000. (aufgenommen 1903, 1906, 1911) Geologische Staatsanstalt, Wien 1920.