Hvar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die gesamte Insel Hvar in Kroatien. Für die gleichnamige Stadt auf derselben Insel, siehe Hvar (Stadt).
Insel Hvar
Hvar (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
Koordinaten: 43° 9′ 5″ N, 16° 39′ 25″ O
Basisdaten
Meer: Adriatisches Meer
Lage: Südliche Adria
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Split-Dalmatien Split-Dalmatien
Fläche: 297,37 km²
Länge: 67,5 km
Breite: 10,6 km
Einwohner: 11.103 (2001)
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Größte Ortschaft: Hvar
Höchster Punkt: Sveti Nikola (628 m)
Insolation: 2.718 h  (113 Tage)
Webpräsenz:
Croatia - Hvar.PNG
Hvar grad.JPG
Hafen der Stadt Hvar

Hvar [ˈxʋǎːr] (lateinisch Pharina, italienisch Lesina, in der Antike griechisch Pharos) ist eine kroatische Insel in der Adria vor der dalmatinischen Küste. Sie gehört zur Gespanschaft Split-Dalmatien. Die langgestreckte Insel ist die viertgrößte der Adriainseln.

Die Festung mit der Stadtmauern

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hvar ist eine lange und schmale Insel, mit einer Länge von 67,5 km die längste Insel Kroatiens. Ihre größte Breite beträgt 10,5 km, die Fläche 299,66 km². Die Küste hat eine Gesamtlänge von 254,2 km.

Die Insel befindet sich 14 km südöstlich der Insel Šolta, 3,4 km südlich der Insel Brač, 7,2 km nördlich der Halbinsel Pelješac und 27,6 km nordöstlich der Insel Vis.

Die Insel hat ein mildes Mittelmeerklima: die Temperatur-Mittelwerte liegen im Januar bei 8,4 °C, im Juli bei 24,8 °C. Die Insolation beträgt 2.718 Sonnenstunden im Jahr. Die Bodenzusammensetzung besteht aus Kalkomelanosole, Kalkokombisole, Terra Rosa, Luvisol, Kalk und Rigolböden.

Zwei Naturdenkmäler gehören zur Kategorie der geschützten Landschaft.

  • Die Höhle „Grapčeva pećina“ auf der Südseite der Insel ist ein paläontologisches und archäologisches Denkmal. Darin fand man Gegenstände aus der Zeit der Danilo-Hvar Kultur, die man in die Jungsteinzeit und Kupfersteinzeit datiert (3900 - 3300 v. Chr.)
  • Die Zypresse im Franziskanerkloster, deren Äste elliptische Form haben. Ihr Alter wird auf 400 Jahre geschätzt.

Außerdem zählen noch weitere Orte als Natursehenswürdigkeiten.

  • Die roten Felsen, die sich unweit der Stadt Hvar befinden, sind ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Sie ragen wie eine überdimensionale Orgel aus dem Meer. Die vertikal stehenden Kalkschichten reihen sich an Hohlräume, aus denen die weicheren rötliche Schichten vom Regen und Meer weggespült wurden.
Hvar-Stadt, Blick von der Festung
  • „Pakleni otoci“, die Hölleninseln, sind ein Archipel aus kargen Felsen und Inseln vor der Stadt Hvar.
  • Die Höhle „Sveta Nedjelja“ liegt oberhalb des gleichnamigen Dorfes. In vorgeschichtlicher Zeit diente sie als Zufluchtsort und ein Ort für Rituale. Im 16. Jahrhundert wurde in ihr eine kleine Eremitage eingerichtet.
  • Die Höhle „Markova Spilja“ liegt im äußersten Westen der Insel, im Pelegrin-Gebiet. Untersuchungen haben ergeben, dass die geborgenen Funde eine Anwesenheit von Menschen auf der Insel Hvar vor ca. 7000 belegen können.
Die Hölleninseln

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Insel leben etwa 11.500 Einwohner (2001) in vier Gemeinden:

  • Stadt Hvar: Hvar (3762), Brusje (206),Sveta Nedjelja (148), Velo Grablje (21), Malo Grablje (0)
  • Gemeinde Jelsa: Jelsa (1798), Vrboska (526), Svirče (445), Zatražišće (230), Vrisnik (215), Zavala (144), Gdinj (119), Pitve (81), Poljica (68), Ivan Dolac (26), Gromin Dolac (4), Humac (0)
  • Stadt Stari Grad: Stari Grad (1906), Vrbanj (489), Dol (348), Rudina (54), Selca kod Starog Grada (20)
  • Gemeinde Sućuraj: Sućuraj (387), Bogomolje (989), Selca kod Bogomolja (7)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hvar war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wovon die Funde bemalter Keramik der Danilo-Hvar-Kultur in den die Höhlen Grapčeva spilja und Pokrivenik zeugen.

Die erste Kolonisation erfolgte im Jahr 385 v.Chr. Griechen von der Insel Paros gründeten Kolonien auf der Insel. Nach einer kurzen und heftigen Auseinandersetzung mit den alteingesessenen illyrischen Bewohnern gewannen die Kolonisten die Oberhand mit Hilfe der Kriegsschiffe, Trieren, die ihnen die Bewohner aus dem nahen Lissos (heutige Lezha, Albanien) schickten, und gründeten einen selbständigen Stadtstaat (Polis). Lissos war damals der Sitz der Statthalterschaft des Dionysios I. von Syrakus. Dieser Kampf war die erste bekannte Seeschlacht in der Adria.[1]

Franziskaner Fulgencije Carev

Die Illyrer, die zu der Zeit als Seeräuber berüchtigt waren, übernahmen 235 v.Chr. kurzzeitig die Herrschaft über die Insel. Im Jahr 229 v. Chr. fiel die Insel Pharos, als Folge des ersten Illyrischen Krieges, unter die römische Herrschaft. Die Römer überließen die Verwaltung einem ehemaligen illyrischen Herrscher, Demetrios von Pharos. Allerdings hielt das Bündnis zwischen Demetrios von Pharos und den Römern nicht sehr lange. Als Folge der Niederlage im Zweiten Illyrischen Krieg flüchtete Demetrios 219 v. Chr. nach Makedonien und wurde enger Vertrauter des Königs Philipp V. (Makedonien). Anschließend war die Insel Pharos ein Teil der römischen Provinz Illyricum.[2]

Im Mittelalter wechselten die Machthaber oft, wie in ganz Dalmatien. Im 9. Jahrhundert war die Insel in der Hand der Narentaner.[3] Konstantin VII. erwähnt die Insel im 10. Jahrhundert als ein Teil des Fürstentums Paganien. Die Insel Hvar befand sich drei Jahrhunderte lang unter der Herrschaft des Fürstentums. Um 1180 akzeptierte der Fürst von Hvar und Brač die Oberherrschaft des Ungarischen Reiches. Allerdings kümmerte man sich im Ungarischen Reich nicht zu sehr um die Küstengebiete, so dass sich die Bewohner der Küste bald an Venedig wandten, um Schutz gegen die Piraten aus Omiš zu erhalten, die immer mehr die wirtschaftlichen Meereswege bedrohten.[2]

Vrboska

Im Jahre 1278 entschieden die Bewohner der Insel Hvar, sich der Republik Venedig anzuschließen. Diese Entscheidung war ausschlaggebend für die weitere Entwicklung der Insel. Die günstige Lage und die Herrschaft Venedigs wirkten sich positiv auf die wirtschaftliche Situation der Insel aus.[1]

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts befand sich die Insel wieder unter ungarischer Herrschaft. Nach dem Tod Ludwigs I. kam es zu Unruhen wegen der Thronfolge zwischen Sigismund von Luxemburg, Tvrtko I. und Ladislaus (Neapel). Ladislaus von Neapel wurde 1403 in Zadar zum kroatischen König gekrönt. Er konnte sich aber nicht gegen Sigismund durchsetzen und verkaufte 1409 seine Rechtsansprüche auf Dalmatien für 100.000 Dukaten an die Republik Venedig.

1510 kam es zum Aufstand unter der Führung des Matija Ivanić. Der Aufstand führte zu einem vierjährigen Bürgerkrieg der Plebejer gegen den Adel. Die Republik Venedig betraute nur Fürsten mit Verwaltungsaufgaben, was die Autonomie störte und schädigte. Die Plebejer gründeten ein Abgeordnetenhaus und verlangten die offizielle Annahme ihrer Entscheidungen, wie auch das Recht auf die Einsicht und Kontrolle der Entscheidungen der Adelsräte. Außerdem schreckte der Adel nicht davor zurück, die Plebejer und insbesondere deren Frauen und Mädchen als Menschen zweiter Klasse zu behandeln, was unter der Bevölkerung immer mehr Unmut hervorrief. Der Bürgerkrieg endete blutig und die Plebejer wurden vom Adel besiegt. In den darauf folgenden 71 Jahren prosperierte die Insel. In der Zeit unter der Herrschaft der Republik Venedig erlebte die Insel den ultimativen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Bis ins 16. Jahrhundert war die Insel eine der am dichtesten bevölkerten Regionen, ein wichtiger Stützpunkt und Handelszentrum.[2]

In Schriften, die in einem Franziskanerkloster auf der Insel gefunden wurden, hat man auf 42 Seiten viele Ereignisse aufgelistet, unter anderem die Notizen über den Überfall der Osmanen, wie auch über die Kämpfe der Osmanen gegen der Republik Venedig, von 1520 bis einschließlich 1617. Während der Kriege um Zypern überfielen die Osmanen am 15. August 1517 mit 73 Kriegsschiffen die Insel, unter dem Kommando des Uluz–Alija und Karakaz. Sie raubten die Bewohner aus, verhafteten sie und zündete ihre Häuser, das Schloss des Fürsten, das Archiv, alle Kirchen und die Klöster an. Ein paar Monate nach dem Überfall der Osmanen brach auf der Insel die Pest aus. Zwei Drittel der Bevölkerung starb.

Am 1. Oktober 1579 traf ein Blitz das Schießpulverlager der Insel und die kettenartigen Explosionen zerstörten die Festung und viele private und öffentliche Gebäude. Ende des 16. Jahrhunderts erholte sich die Insel und bald darauf war sie wieder eine reiche Kommune mit florierender Wirtschaft. Während die restliche Region unter den Folgen des Krieges um Kreta litt, blieb die Insel weitgehend verschont. Einzige Folge waren die Kriegsflüchtlinge, die sich im Osten der Insel ansiedelten.[2][4]

Der Hafen von Hvar-Stadt

Anfang des 17. Jahrhunderts veränderte sich die demografische Struktur der Einwohner. Die Türkenkriege, die fast schon hundert Jahre die Region plagten, zwangen die Bevölkerung, aus den unsicheren Küstenregionen auf dem Festland (Makarska) auf die sicheren Inseln auszuweichen. Die Republik Venedig versprach allen, die aus den gefährdeten Regionen übersiedelten, Privilegien, die sogenannten „Paštrovačke Privilegije“ (genannt nach der Familie Paštrović aus Montenegro, die 1423 als erste Privilegien erhielt). Es handelte sich dabei um Steuerbefreieung, um eine Art Selbstverwaltung, wenn die Siedler in Gruppen lebten, sowie andere Vorteile. Die neuen Einwohner veränderten die Inseln insofern, dass in den von ihnen bewohnten Gegenden Štokavisch verbreitet wurde; auf Hvar wurde bis dahin nur Čakavisch gesprochen.[1]

Die Stadt Hvar

Im 18. Jahrhundert hatte es die Republik Venedig immer schwerer, mit dem Westen mitzuhalten und so breitete sich der Verfall aus, in Dalmatien und somit auch auf der Insel Hvar. Außerdem wollten die Fürsten in ihrer zweijährigen Regierungsperiode so viel Geld scheffeln wie nur möglich, die Zeit war von Machtmissbrauch und Veruntreuungen gezeichnet. Die Folge war eine Streichung der freien Verfügung über Verwaltungsgelder, alle Überschüsse wurden nach Venedig weitergeleitet. Den letzten Schlag erlebte die Insel Mitte des 18. Jahrhunderts, als der Stützpunkt der venezianischen Flotte von der Insel Hvar in die Stadt Kotor verlegt wurde. Ab dem Zeitpunkt wurde Hvar eine gewöhnliche Kommune in Dalmatien.[2]

Die Kathedrale von Hvar

Die Republik Venedig wurde nach der Niederlage gegen Napoleon Bonaparte mit dem Frieden von Campo Formio im Jahr 1797 offiziell aufgelöst. Nach Jahrhunderten unter der venezianischen Herrschaft befand sich die Insel Hvar nunmehr unter Herrschaft der Habsburger. Mit dem Frieden von Preßburg von 1805 kam die Insel 1806 an Frankreich, wie auch das restliche Dalmatien. Die Herrschaft der Franzosen dauerte bis 1813, danach fiel die Insel wieder an das 1804 konstituierte Kaisertum Österreich. Während der österreichischen Herrschaft erlebte die Insel eine Stagnation in ihrer Entwicklung. Als einziges wichtiges Ereignis aus der Zeit kann man die Eröffnung der Meteorologischen Station aus dem Jahr 1858 erwähnen. Sie wurde im Kloster der Hl. Veneranda eingerichtet und befindet sich dort noch heute. Das war die erste meteorologische Station in Kroatien. Das österreichische Kaisertum herrschte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.[2]

Im Jahr 1919 besetzte Italien die Insel, aber schon 1921 endete die italienische Herrschaft mit dem Grenzvertrag von Rapallo und der Einigung zwischen Italien und dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen über Grenzfragen. Im Zweiten Weltkrieg (1941–1945) zählte Hvar zum Unabhängigen Staat Kroatien. Auf der Insel befanden sich bis zur Kapitulation der Deutschen im Jahr 1945 Garnisonen der italienischen und deutschen Armee. Bis 1991 war Hvar ein Teil Jugoslawiens. Während des Kroatienkrieges wurden viele Gebäude von Granaten beschädigt, und die Insel nahm Flüchtlinge aus anderen Regionen Kroatiens auf.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hvar
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
15
 
12
3
 
 
27
 
13
4
 
 
41
 
15
6
 
 
56
 
18
9
 
 
40
 
22
13
 
 
32
 
26
17
 
 
8
 
30
20
 
 
28
 
30
20
 
 
27
 
25
15
 
 
86
 
22
12
 
 
60
 
16
8
 
 
86
 
13
5
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hvar
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 11,9 12,6 15,3 17,6 22,1 26,4 30,4 30,4 25,2 21,5 16 12,6 Ø 20,2
Min. Temperatur (°C) 3,2 3,5 6 8,5 12,8 16,5 19,8 19,6 15,4 11,9 7,7 5 Ø 10,9
Temperatur (°C) 7,6 8,1 8,1 10,7 17,5 21,5 25,1 25 20,3 16,7 11,9 8,8 Ø 15,2
Niederschlag (mm) 15 27 41 56 40 32 8 28 27 86 60 86 Σ 506
Sonnenstunden (h/d) 3 3 5 6 8 10 11 10 7 6 4 4 Ø 6,4
Regentage (d) 4 5 5 8 8 7 5 4 8 7 7 8 Σ 76
Luftfeuchtigkeit (%) 71 71 71 74 70 69 65 64 66 69 73 72 Ø 69,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
11,9
3,2
12,6
3,5
15,3
6
17,6
8,5
22,1
12,8
26,4
16,5
30,4
19,8
30,4
19,6
25,2
15,4
21,5
11,9
16
7,7
12,6
5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
15
27
41
56
40
32
8
28
27
86
60
86
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: fehlt

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Agrarwirtschaft war bis zur Hälfte des letzten Jahrhunderts der wirtschaftliche Hauptzweig der Insel. Die Menschen erschufen in einer mühevollen Arbeit freie Flächen in der karstigen Landschaft, die sie zum Weinanbau, aber auch zum Anbau der Feigen, Oliven, Lavendel oder anderer Kulturen nutzten. Mit unzähligen Steinen, die sie aus der Erde schafften, bauten sie lange Trockenmauern oder schichteten die Steine zu Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk, die in Ihrer Form an Iglus erinnern. Die Grundprodukte der Insel waren Wein, Olivenöl und Fisch. Als die Produktion den Eigenbedarf überschritt, vermarktete man die Produkte auf dem heimischen Markt. Die Insel hatte eine stabile Wirtschaft, die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts stetig wuchs. Ende des 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kommt es zu einer Krise, die nach Strukturveränderung verlangte. Angefangen hat es mit der Peronospora, der Krankheit der Weinrebe, dazu kamen wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Kriegswirren und politische Umstrukturierungen. Als die Agrarwirtschaft nicht mehr als Hauptzweig der Wirtschaft Bestand hatte, orientierte man sich auf der Insel neu, nämlich zum Tourismus.[5]

Lavendelfelder mit Trockenmauern begrenzt

Die gesamte Insel ist bei Touristen, insbesondere in den Sommermonaten, sehr beliebt. Der Fremdenverkehr spielt eine entscheidende Rolle. Neben Tourismus und selbstversorgender Landwirtschaft bilden der Anbau von Lavendel und die Herstellung der daraus gewonnenen Produkte (z. B. Lavendelöl und Lavendelkissen) sowie die Kelterung von zum Teil herausragenden Weinen die Lebensgrundlage der Bevölkerung.

Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk, Gomila

Die berühmtesten Weine der Insel sind der hervorragende Zlatan Plavac sowie der fast schwarze Faros, die aus Trauben der Mali Plavac gewonnen werden, deren besten Lagen sich in sehr steilen Rieden auf der Südseite der Insel befinden. Auch der Ivan Dolac, ebenfalls ein sehr dunkler Rotwein aus der Mali Plavac-Traube sowie der Bogdanuša, der an einen sehr trockenen Sherry erinnert, verdienen Beachtung. Der früher bedeutsame Fischfang spielt heute kaum mehr eine Rolle.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hvar ist mit dem kroatischen Festland über Trajektverbindungen von Stari Grad nach Split und von Sućuraj nach Drvenik sowie über die Küstenschifffahrtslinie Rijeka - Dubrovnik verbunden. Außerdem betreibt European Coastal Airlines täglich mehrfache Verbindungen mit dem Wasserflugzeug von Jelsa nach Split sowie zum Flughafen von Split.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tin Kolumbić (Kinderbuchautor)
  • Jure Franičević-Pločar (Schriftsteller)
  • Tatjana Radovanović (Künstlerin)
  • Lucija Rudan (Komponistin)
  • Blue Ivy, Tochter von US-Popstar Beyonce ist Ehrenbürgerin der Insel Hvar

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Konzervatorski elaborat naselja Humac", Ivana Radovani, Dinka Katarina Gjeldum, Anita Gamulin, Sanja Buble
  • ohne Autor: Die Insel Lesina. In: Westermanns Jahrbuch der Illustrierten Monatshefte 25 (1869), S. 626-637 (mit 5 Abbildungen).
  • Cirillo M. Ivekovič (Hrsg.): Bau- und Kunstdenkmale in Dalmatien. Bd. 6: Die Inseln Rab, Hvar, Korcula (Arbe, Lesina, Curzola). 2. Aufl. Schroll, Wien 1927.
  • Vincent Gaffney u.a.: The archaeological heritage of Hvar, Croatia (= British Archaeological Reports. International series 660). Tempus Reparatum, Oxford 1997. ISBN 0-86054-851-1.
  • Branko Kirigin: Faros, parska naseobina. Prilog proučavanju grčke civilizacije u Dalamaciji. In: Vjesnik za arheologiju i historiju dalmatinsku, Bd. 96 (2003), S. 9-301, ISSN 0350-8447.
  • Cvito Fisković: Hvarska katedrala. Cakavski Sabor, Split 1976.
  • Cvito Fisković: "Turski napadaj na Hvar 1571"
  • Petar Razović: "Strategija razvoja otoka Hvara"
  • Milan Herak u.a.: Geologija otoka Hvara. Zagreb 1976. (Résumé in englischer Sprache).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c KONZERVATORSKI ELABORAT NASELJA HUMAC, OTOK HVAR; Ivana Radovani, Dinka Katarina Gjeldum, Anita Gamulin, Sanja Buble
  2. a b c d e f http://www.hvar.hr/portal/povijest-hvara/
  3. Art. Lesina. In: Herders Konversations-Lexikon, 3. Aufl., Bd. 5: Kombination–Mira. Freiburg 1905, S. 721.
  4. Cvito Fisković, Turski napadaj na Hvar 1571
  5. Petar Razović, Strategije razvoja otoka Hvar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Insel Hvar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien