Mouton (Charente)

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Mouton
Mouton (Frankreich)
Mouton
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente
Arrondissement Confolens
Kanton Boixe-et-Manslois
Gemeindeverband Cœur de Charente
Koordinaten 45° 54′ N, 0° 15′ OKoordinaten: 45° 54′ N, 0° 15′ O
Höhe 57–109 m
Fläche 9,08 km2
Einwohner 221 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km2
Postleitzahl 16460
INSEE-Code
Website Aunac

Mouton – Ortsbild mit Kirche Saint-Martial

Mouton (okzitanisch: gleichlautend) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 221 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Mouton liegt auf dem Südufer des Flusses Son-Sonnette in einer Höhe von etwa 70 m ü. d. M. in der alten Kulturlandschaft des Angoumois, einem Teil der Landschaft der Charente und ist etwa 37 km (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung von der Stadt Angoulême entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 587 637 362 280 223 226

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Folgen der Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort und seine Umgebung waren jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt; die meisten Menschen lebten als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten. Im Ort selbst ließen sich Handwerker und Kleinhändler nieder. Im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde der Weinbau vorangetrieben, der jedoch – nach der Reblauskrise im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – keinerlei Bedeutung mehr hat.[1] Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine nicht unbedeutende Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich ein Stück einer alten Römerstraße, die mit der Via Agrippa verbunden ist. Im Jahr 910 wurde die Kirche des Ortes von Aymar, dem damaligen Grafen von Poitiers, der Abtei Saint-Martial in Limoges vermacht; Kirche und Ort wurden auf diese Weise ein Priorat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In unmittelbarer Nähe zur Kirche entspringt eine Quelle. Davor befindet sich ein im 19. Jahrhundert angelegter Waschplatz (lavoir).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mouton (Charente) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mouton – Weinbau
  2. Église Saint-Martial, Mouton in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)