Muzzano TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Muzzanof zu vermeiden.
Muzzano
Wappen von Muzzano
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5205i1f3f4
Postleitzahl: 6933
Koordinaten: 714992 / 95191Koordinaten: 45° 59′ 55″ N, 8° 55′ 23″ O; CH1903: 714992 / 95191
Höhe: 365 m ü. M.
Fläche: 1,6 km²
Einwohner: 804 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 503 Einw. pro km²
Website: www.muzzano.ch
Lago di Muzzano

Lago di Muzzano

Karte
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Muzzano ist eine politische Gemeinde im Kreis Agno, Bezirk Lugano, im Schweizer Kanton Tessin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen dem östlichen Teil des Luganersees mit der Stadt Lugano und dem Westarm des Sees, an den das Gemeindegebiet grenzt, im Malcantone. Sie besteht aus den Ortsteilen Muzzano, Agnuzzo[2], Piodella und Molini.

Nachbarschaft

Im Nordosten grenzt Muzzano an das Gebiet von Lugano, im Osten liegt Sorengo am See von Muzzano, im Südosten, ebenfalls an den See angrenzend, liegt die Gemeinde Collina d’Oro, im Südwesten grenzt Muzzano an den westlichen Arm des Luganersees und im Westen liegt Agno, getrennt durch den kanalisierten Fluss Vedeggio.

Lago di Muzzano

Der kleine Lago di Muzzano liegt zum Teil auf Gemeindegebiet. Er ist insgesamt 780 m lang und 337 m breit. Bei einer maximalen Tiefe von 3.35 m enthält er etwa 600'000 Kubikmeter Wasser. Der Lago di Muzzano wurde in der Eiszeit von den sich treffenden Gletschern der Adda und des Ticino gebildet. Er steht mitsamt seinen Schilfgürteln unter Naturschutz und gehört der Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muzzano wurde 1189 als Muciano erstmal erwähnt. Der Ort Agnuzzo, seit 1925 zur Gemeinde gehörig, ist schon 818 als Standort eines Fronhofs bekannt, der dem Klerus von Como von Kaiser Ludwig der Fromme geschenkt wurde[3]. Kirchlich gehörte der Ort bis 1735 zu Agno und wurde dann selbständige Pfarrei.

Muzzano war die Heimat zahlreicher Stuckateure und lebte von Landwirtschaft und der Zucht von Seidenspinnern. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entstand am Ostufer des Vedeggio eine Industriezone, die Arbeitsplätze bereitstellte. Drei Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung sind allerdings Pendler, die in Lugano und den umliegenden Gemeinden Arbeit finden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1769 1850 1900 1950 1970 1980 1990 2000 2005 2010 2013 2014 2016
Einwohner 122 287 345 416 509 565 753 779 802 751 844 839 804

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Muzzano liegt die Bahnstation Cappella Agnuzzo an der S-Bahn-Strecke Lugano – Ponte Tresa. Westlich des Ortes verläuft die Autobahn A 2 BaselChiasso. Die nächsten Anschlussstellen sind Lugano-Nord und Lugano-Süd. Auf dem Gemeindegebiet von Agno, westlich des Vedeggio, befindet sich der Flughafen Lugano-Agno.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernardino Croci Maspoli: Muzzano. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Simona Martinoli und andere: Muzzano In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.
  • Francesca Matasci: L’inimitable et l’exemplaire Marie Boschetti Alberti: histoire et figures de l’école sereine. Bern 1987.[13]
  • Celestino Trezzini: Muzzano. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5: Monopole – Neuenkirch. Attinger, Neuenburg 1921, S. 225.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muzzano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Jürg Ganz: Agnuzzo (Schweizerische Kunstführer, Nr. 876, Serie 88). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2010, ISBN 978-3-85782-876-8.
  3. Agnuzzo auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 8. Mai 2017).
  4. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  5. a b c d e f g h i Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 333.
  6. Pfarrkirche Santa Maria dell’Annunciazione (Foto)
  7. Pfarrkirche Santa Maria dell’Annunciazione (Foto)
  8. Oratorium Sant’Andrea (Foto)
  9. Ehemaliges Wohnhaus Lamoni (Foto)
  10. Wohnhaus Lamoni (Foto)
  11. Platz vor dem Wohnhaus Lamoni (Foto)
  12. Wohnhaus Lamoni: Garten (Foto)
  13. Francesca Matasci: L’inimitable et l’exemplaire Marie Boschetti Alberti in portal.dnb.de (abgerufen am 11. Mai 2016.)