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Nathan Aspinall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nathan Aspinall
Nathan Aspinall (2025)
Zur Person
Vollständiger Name Nathan Paul Aspinall
Spitzname The Asp
Nation England England
Geburtsdatum 15. Juli 1991 (35 Jahre)
Geburtsort Stockport, England
Wohnort Stockport, England
Dartsport
Wurfhand rechts
Darts 26 g Target Nathan Aspinall Gen 1
Einlaufmusik Mr. Brightside von The Killers, eingeleitet durch Lose Yourself von Eminem
PDC
Aktiv seit 2012
Tour Card 2015–2016, seit 2018
PDC Ranking 16.[1]
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026

Nathan Paul Aspinall (* 15. Juli 1991 in Stockport) ist ein englischer Dartspieler der Professional Darts Corporation (PDC). Sein Spitzname lautet The Asp, was sich im Englischen auf mehrere Schlangenarten bezieht. Unter deutschen Kommentatoren ist die nicht exakte Übersetzung Die Natter geläufig.

Aspinall versuchte sich ab 2012 über die Development Tour und die Q-School für die PDC Pro Tour zu qualifizieren, was ihm 2015 erstmals gelang, womit er für 2016 und 2017 qualifiziert war. Bei der PDC World Youth Championship 2015 unterlag er im Finale knapp mit 5:6 Max Hopp, nachdem er einen Matchdart vergeben hatte.

Am 5. September 2018 gewann Aspinall mit dem 18. Turnier der Players Championships in Barnsley erstmals ein Turnier auf der PDC Pro Tour. Über die PDC Pro Tour Order of Merit qualifizierte sich Aspinall im selben Jahr erstmals für eine Weltmeisterschaft. Dort besiegte er in der 2. Runde den Sechsten der Weltrangliste, Gerwyn Price. Nach weiteren Siegen über Kyle Anderson, Devon Petersen und Brendan Dolan stand Aspinall im Halbfinale, wo er trotz eines Durchschnitts von über 100 Punkten pro Aufnahme Michael Smith unterlag.

Bei den UK Open 2019 schlug er unter anderem Gerwyn Price und zog in sein erstes Major-Finale ein, wo er sich überraschend mit 11:5 gegen den damaligen Weltranglistenzweiten Rob Cross durchsetzte. Hierdurch erhielt er auch eine Einladung für das US Darts Masters 2019, das er prompt ebenfalls gewann.

Bei der PDC World Darts Championship 2020 gelangte er nach Siegen über Danny Baggish, Krzysztof Ratajski, den zweifachen Weltmeister Gary Anderson und Dimitri Van den Bergh bis ins Halbfinale, in dem er gegen den Weltranglistenersten Michael van Gerwen ausschied. Nach der Weltmeisterschaft wurde Aspinall für die Premier League Darts 2020 nominiert.[2] Er schaffte es ins Finale, in dem er Glen Durrant unterlag. Außerdem konnte er sein zweites und drittes Turnier auf der PDC Pro Tour gewinnen.

Die Weltmeisterschaft 2021 verlief enttäuschend für ihn, da er bereits in der dritten Runde gegen Vincent van der Voort ausschied. Die Premier League Darts 2021 schloss er nach 16 Spieltagen auf Platz drei ab und qualifizierte sich somit für die Play-offs. Er schied jedoch im Halbfinale durch eine 9:10-Niederlage gegen José de Sousa aus. Bei den Players Championships 2021 spielte er beim Players Championship 9 gegen Andy Boulton und beim Players Championship 24 gegen Keegan Brown einen Neun-Darter.

Bei der Weltmeisterschaft 2022 war Aspinall von einer Verletzung am Wurfarm behindert, die ihn sichtlich hinderte sein bestes Niveau zu zeigen. Schon in der 2. Runde schied er nach schwacher Leistung gegen Callan Rydz aus. Im Laufe des Jahres konnte Aspinall aber noch durch zwei Siege bei Players Championships Erfolge vorweisen. Beim World Grand Prix spielte er sich zudem bis ins Finale vor. Dort geriet er zunächst mit 0:4 in Rückstand, kämpfte sich aber noch einmal bis auf 3:4 heran, ehe Michael van Gerwen den nächsten Satz und das Turnier für sich entschied. Auch beim Grand Slam of Darts 2022 wahrte Aspinall mit einer guten Leistung auf und zog nach Siegen über Peter Wright und Luke Humphries ins Finale ein. Hier verlor er jedoch deutlich gegen Michael Smith.

Bei der Weltmeisterschaft 2023 setzte sich Aspinall zunächst gegen den Kroaten Boris Krčmar durch und unterlag anschließend dem formstarken Josh Rock. Bei der Premier League schloss er auf Platz 5 ab. Es hatte nur ein Sieg zum Einzug in die Play-offs gefehlt. Beim World Matchplay 2023 konnte Aspinall sein zweites Major-Turnier gewinnen, indem er sich im Finale mit 18:6 gegen Jonny Clayton durchsetzte. Im September ließ er ein Finale bei den World Series Finals folgen, das er gegen Michael van Gerwen verlor.

Sich noch im Formtief befindend trat Aspinall bei der Weltmeisterschaft 2024 an. Nach einem uninspirierten Auftritt und einer 0:3-Niederlage gegen Ricky Evans war dieses Unterfangen jedoch schnell beendet. Für die Premier League wurde er wieder nominiert und beendete diese auch wieder auf dem 5. Platz.

Aspinall bei der Premier League Darts 2025 in Berlin

Im März 2025 gewann Aspinall mit der European Darts Trophy seinen ersten Titel auf der European Tour. Im Turnierverlauf besiegte er Ritchie Edhouse, Jermaine Wattimena, Luke Humphries, Gary Anderson und schließlich im Finale Ryan Joyce. Mit dem Titelgewinn ist er nach Humphries der zweite Spieler, der Turniere der Challenge Tour, Development Tour, Home Tour, World Series, Players Championships, European Tour sowie Major-Turniere gewinnen konnte.[3] Anfang Juni 2025 gewann er mit der European Darts Open seinen zweiten Titel auf der European Tour. Beim Players Championships 31 am 14. Oktober 2025 warf Aspinall im Turnierverlauf zwei Neundarter.[4] Im Oktober 2025 gewann er mit der German Darts Championship seinen dritten Titel auf der European Tour.

Im April 2026 gewann Aspinall beim German Darts Grand Prix seinen vierten European-Tour-Titel.

Aspinall hat seine Wurfweise Mitte eines Turniers bewusst verändert: inspiriert von Gary Anderson fing er an, seine Pfeile beim Rückzug leicht zu drehen („twist“), und änderte auch das Griff-Setup seiner Darts. Diese Anpassungen halfen ihm, Rhythmus und Präzision zu verbessern.[5] Seine größten Schwierigkeiten lagen in Zeiten der Dartitis, als er den Dart kaum loslassen konnte – sein beschriebenes Problem wirkte sich direkt auf das Auslösen des Wurfs aus. Durch mentale Arbeit konnte er aber lernen, mit der Situation umzugehen und trotz solcher Phasen weiter konkurrenzfähig zu bleiben.[6]

Weltmeisterschaftsresultate

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Turnierergebnisse

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Stand: 21. Juni 2026

Turnier20132014201520162017201820192020202120222023202420252026
BDO-Major-Turniere
World Masters 1R nicht teilgenommen Verband insolvent
PDC-Ranking-Turniere
Weltmeisterschaft nicht qualifiziert HF HF 3R 3R 3R 2R VF 3R
World Masters nicht ausgetragen VF AF
UK Open n/q 4R 3R n/q 3R S 4R 4R 4R VF 5R VF 4R
World Matchplay nicht qualifiziert 1R 1R VF VF S AF 1R
World Grand Prix nicht qualifiziert VF 1R 1R F 1R AF 1R
European Championship n/q 1R n/q AF AF HF 1R AF 1R AF
Grand Slam of Darts nicht qualifiziert GP n/q GP VF n/q F AF n/q GP
Players Championship Finals nicht qualifiziert AF 1R AF AF 1R n/q AF F
PDC-Turniere ohne Einfluss auf das Ranking
The Masters nicht qualifiziert HF VF n/t 1R HF n/a
Premier League Darts nicht eingeladen F HF n/t 5. 5. HF n/t
World Series of Darts Finals n/a nicht qualifiziert 1R VF 1R n/q F n/q 1R
Karrierestatistiken
Jahresendplatzierung ? 91[7] 73[8] 85[9] 73[10] 12 6 10 10 6 12 15
Verband BDO Professional Darts Corporation
Legende zu den Turnierergebnissen
n/t
n/q
n/a
nicht teilgenommen
nicht qualifiziert
nicht ausgetragen
#R Aus in jeweiliger Runde GP Aus in der Gruppenphase AF Aus im Achtelfinale
VF Aus im Viertelfinale HF Aus im Halbfinale F Finale verloren S Turniersieger

In der Premier League Darts wird seit 2022 an jedem Spieltag ein Turnier mit allen acht Teilnehmern gespielt.

Jahr Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Tagessieg Abschluss-
tabelle
Play-offs
2023 5. verpasst
2024 5. verpasst
2025 3. Halbfinale

Bei der World Series of Darts spielen jeweils acht PDC-Spieler gegen acht lokale Herausforderer. Die Teilnahme erfolgt durch Einladung oder über lokale Ranglisten.

Turnier 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Bahrain Masters nicht ausgetragen n/t VF VF HF
Saudi Arabia Masters nicht ausgetragen HF
Niederlande Dutch Masters nicht ausgetragen n/t n/a AF AF n/a
Dänemark Nordic Masters n/a AF n/t VF HF n/t
Vereinigte Staaten US Masters S n/a n/t VF VF F n/t
Poland Masters nicht ausgetragen VF AF VF n/a
New Zealand Masters n/t n/a n/t F n/t
Australien New South Wales Masters nicht ausgetragen n/t AF nicht ausgetragen
World Series Order of Merit
Endplatzierung 9 9 7 9 6

Die Turniere der European Darts Tour sind jene Turniere der PDC Pro Tour, die vor Publikum ausgespielt werden.

Jahr Aus in der
1. Runde
Aus in der
2. Runde
Aus im
Achtelfinale
Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Sieg Endplatzierung in der
European Tour Order of Merit
2015 0 0 0 0 0 erst 2016 eingeführt
2016 0 0 0 0 0 76[11]
2017 0 0 0 0 27
2018 0 0 0 0 0 0 115[12]
2019 0 0 14
2020 0 0 0 0 0 8
2021 0 0 0 0 0 5
2022 0 0 0 9
2023 0 0 0 13
2024 0 0 0 31
2025 0 0 0 1
2026 0 0 0

Players Championships

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Die Players Championships sind jene Turniere der PDC Pro Tour, die nicht vor Publikum ausgespielt werden.

Jahr Aus in der
1. Runde
Aus in der
2. Runde
Aus in der
3. Runde
Aus im
Achtelfinale
Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Sieg Endplatzierung in der
Players Championship Order of Merit
2015 10× 0 0 0 0 0 0 erst 2016 eingeführt
2016 14× 0 0 0 74[13]
2017 0 0 0 0 0 112[14]
2018 0 0 0 24
2019 0 11
2020 0 4
2021 0 21
2022 0 3
2023 0 0 0 98[15]
2024 0 0 0 0 64
2025 0 0 34
2026 0 0 0 0

UK Open Qualifiers

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Die UK Open Qualifiers dienten der Qualifikation zu den UK Open und bestimmten in welcher Runde die Spieler einstiegen.

Saison Aus unter den
Letzten 256
Aus unter den
Letzten 128
Aus unter den
Letzten 64
Aus unter den
Letzten 32
Aus im
Achtelfinale
Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Sieg Endplatzierung in der
UK Open Order of Merit
2014 0 0 0 0 0 0 0 0 154[16]
2015 0 0 0 0 0 51
2016 0 0 0 0 0 0 84
2017 0 0 0 0 0 0 100[17]
2018 0 0 0 0 0 38

Auf der PDC Challenge Tour dürfen Spieler teilnehmen, die an der PDC Q-School teilgenommen haben, sich aber keine Tourkarte erspielen konnten.

Jahr Aus unter den
Letzten 256
Aus unter den
Letzten 128
Aus unter den
Letzten 64
Aus unter den
Letzten 32
Aus im
Achtelfinale
Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Sieg Endplatzierung in der
Challenge Tour Order of Merit
2017 0 0 0 19[18]

Development Tour

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Auf der PDC Development Tour sind alle Spieler zwischen 16 und 24 Jahren spielberechtigt, die sich nicht innerhalb der Top 32 der PDC Order of Merit befinden.

Jahr Aus unter den
Letzten 256
Aus unter den
Letzten 128
Aus unter den
Letzten 64
Aus unter den
Letzten 32
Aus im
Achtelfinale
Aus im
Viertelfinale
Aus im
Halbfinale
Final-
niederlage
Sieg Endplatzierung in der
Development Tour Order of Merit
2012 0 0 0 0 0 0 0 >32
2013 0 0 29[19]
nicht gespielt 2014
2015 3

Siehe auch: Neundarter

Quelle: [20]

Commons: Nathan Aspinall – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. World Rankings. Professional Darts Corporation, 17. Juni 2026, abgerufen am 18. Juni 2026 (englisch).
  2. So läuft die Premier League Darts auf sport1.de. 1. Januar 2020, abgerufen am 1. Januar 2020.
  3. Nathan Aspinall schafft etwas, was in der Geschichte der PDC bisher nur ein Spieler geschafft hat. In: dartsnews.de. 24. März 2025, abgerufen am 25. März 2025.
  4. TWO NINE-DARTERS IN ONE DAY! | Astonishing from Nathan Aspinall! | 2025 Players Championship 31 | PDC auf YouTube
  5. Aspinall reveals mid-tournament change of throw inspired his revival. 16. August 2023, abgerufen am 9. Oktober 2025 (englisch).
  6. Nathan Aspinall candidly opens up on battle with 'dreaded D-word' that ‘not many people come back from’ ahead of World Darts Championship. 15. Dezember 2024, abgerufen am 9. Oktober 2025 (englisch).
  7. PDC Order of Merit | PDC. Archiviert vom Original am 25. Dezember 2015; abgerufen am 13. März 2026 (britisches Englisch).
  8. PDC Order of Merit | PDC. Archiviert vom Original am 31. Dezember 2016; abgerufen am 13. März 2026 (britisches Englisch).
  9. PDC Order of Merit | PDC. Archiviert vom Original am 27. Dezember 2017; abgerufen am 13. März 2026 (englisch).
  10. PDC Order of Merit | PDC. Archiviert vom Original am 31. Dezember 2018; abgerufen am 13. März 2026 (englisch).
  11. PDC European Tour Order of Merit 2016. Abgerufen am 14. April 2026.
  12. European Tour Order of Merit 2018. Abgerufen am 14. April 2026.
  13. Players Championship Order of Merit 2016. In: darts1.de. 23. Oktober 2016, abgerufen am 10. April 2026.
  14. Players Championship Order of Merit 2017. Abgerufen am 14. April 2026.
  15. Players Championship Order of Merit 2023. In: darts1.de. 2. November 2023, abgerufen am 10. April 2026.
  16. UK Open Order of Merit 2014. In: darts1.de. 24. Februar 2014, abgerufen am 10. April 2026.
  17. UK Open Order of Merit 2017. In: darts1.de. 12. Februar 2017, abgerufen am 10. April 2026.
  18. PDC Challenge Tour Order of Merit 2017. In: darts1.de. 11. September 2017, abgerufen am 10. April 2026.
  19. PDC Youth Tour Ranking 2013. Global Darts, abgerufen am 10. April 2026.
  20. Mastercaller. Abgerufen am 11. Juni 2026.