Rob Cross

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Rob Cross Darts pictogram.svg
Rob Cross (darts player), 2017 (cropped).jpg
Rob Cross 2017
Zur Person
Vollständiger Name Robert Cross
Spitzname Voltage
Nation EnglandEngland England
Geburtsdatum 21. September 1990
Geburtsort Pembury, Kent, England
Wohnort Hastings, England
Dartsport
Dart seit 2001
Wurfhand rechts
Darts 21 g Target
Einlaufmusik Hot Hot Hot von Arrow
BDO 2015
PDC seit 2016
Platz Weltrangliste 11.[1]
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2021

Robert „Rob“ Cross (* 21. September 1990 in Pembury) ist ein englischer Dartspieler. 2018 gewann er die PDC-Weltmeisterschaft.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cross arbeitete als Elektriker, bevor er professionell Darts zu spielen begann. Seinen Spitznamen „Voltage“ (Spannung) erhielt er wegen seines früheren Berufs. Er ist Vater von vier Kindern.

2016: Amateurkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor seiner PDC-Karriere versuchte sich Cross schon für die BDO World Darts Championship 2016 zu qualifizieren, aber schaffte dies nicht. Er nahm auch beim BDO World Masters 2015, dem ältesten noch ausgetragenen Major-Turnier, teil, aber er scheiterte bereits an Darius Labanauskas in der Runde der letzten 48. Seine PDC-Karriere begann Cross als Amateur-Qualifikant bei den UK Open 2016. Nachdem er unter anderem Wes Newton und Jeffrey de Graaf geschlagen hatte, schied er in der vierten Runde gegen Michael van Gerwen mit 9:5 aus. Dies bekräftigte seinen Entschluss Profi zu werden, da er mit den Großen mithalten konnte, aber da Cross zu diesem Zeitpunkt keine Tour Card für die PDC Pro Tour besaß, musste er die Turniere der PDC Challenge Tour absolvieren. Er gewann drei dieser Events und erarbeitete sich so eine Tour Card für die kommenden zwei Jahre.

2017: Beginn der Profikarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 qualifizierte sich Cross wieder für die UK Open. Bei seiner ersten Teilnahme als Profi erreichte er das Achtelfinale, in dem er dem späteren Sieger Peter Wright mit 6:10 unterlag. Eine Woche später folgte sein bis dahin größter Erfolg: Im Rahmen der PDC Pro Tour 2017 nahm er am 3. Players Championship Event teil. Nach Siegen gegen u. a. Raymond van Barneveld und Gerwyn Price schlug er im Finale Mervyn King mit 6:5 und holte sich den Turniersieg. In der Folge sicherte Cross sich seine ersten Teilnahmen an einigen European Tour Events. So erreichte er bei den German Darts Open 2017 und dem European Darts Grand Prix 2017 jeweils das Viertelfinale. Beim 12. Players-Championship-Event des Jahres gelang ihm nach einem 6:5-Erfolg über Ian White sein zweiter Turniersieg auf der Pro Tour.

Aufgrund seiner guten Leistungen auf der Pro Tour qualifizierte er sich über die PDC Pro Tour Order of Merit für das World Matchplay 2017 und erreichte das Achtelfinale, das er mit 11:8 gegen Adrian Lewis verlor. Anfang September unterlag er im Finale des German Darts Grand Prix 2017 Michael van Gerwen mit 3:6. Ende September beim 19. Players Championship Event gewann er das Finale gegen Peter Wright mit 6:2. Mit dem Sieg im 21. Players Championship Event gewann Cross in seinem Debütjahr als Profi schon sein viertes Turnier. Bei den European Darts Championship 2017 war er an Position sechs gesetzt und spielte sich bis ins Finale, das er mit 7:11 gegen Weltmeister Michael van Gerwen verlor. Durch den Finaleinzug sicherte er sich ein Preisgeld von 40.000 Pfund und eine Teilnahmeberechtigung für den Grand Slam of Darts 2017. Dort erreichte er das Viertelfinale, in dem er erneut mit 13:16 an van Gerwen scheiterte. Am folgenden Wochenende erreichte er auf Platz 1 gesetzt das Halbfinale der Players Championship Finals 2017.

2018: Weltmeistertitel und Premier League[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine starken Leistungen im Jahr 2017 spielte sich Cross bis zur WM auf Platz 20 in der PDC Order of Merit. Nachdem er zuvor gegen Seigo Asada, Michael Smith, John Henderson sowie Dimitri Van den Bergh gewonnen hatte, stand er bei der PDC World Darts Championship 2018 bei seinem WM-Debüt nach einem 6:5-Sieg im Sudden Death gegen Titelverteidiger van Gerwen im Finale gegen Phil Taylor,[2] das er am 1. Januar 2018 mit 7:2 gewann. Durch diesen WM-Titel und seine dadurch erreichte Weltranglistenposition 3 erhielt Cross von der PDC die Einladung zur Premier League Darts 2018. Beim ersten Major-Turnier nach der Weltmeisterschaft, dem The Masters 2018, erreichte Cross das Viertelfinale, in dem er gegen Mensur Suljović mit 8:10 verlor. Bei dem sogenannten "FA-Cup des Darts", den UK Open 2018 verlor Cross bei seiner dritten Teilnahme sein Viertelfinalmatch gegen den späteren Sieger Gary Anderson mit 5:10. In der Premier League Darts 2018 verlor er seine ersten beiden Spiele gegen Michael van Gerwen mit 7:2 und gegen Simon Whitlock mit 7:1. Danach erholte sich Cross von seinem Formtief und qualifizierte sich am 14. Spieltag vorzeitig für die Playoffs in der The O2 Arena in London. Bei diesen verlor er im Halbfinale mit 10:6 gegen Michael van Gerwen. Am 19. August gewann Cross das erste Mal in seiner Karriere ein Turnier im Rahmen der World Series of Darts, das Brisbane Darts Masters.

Abgesehen von der WM konnte er aber nicht an sein starkes Jahr 2017 mit 4 Turniersiegen anknüpfen, so schied er beim Grand Slam of Darts im Achtelfinale, beim World Grand Prix und den Players Championship Finals sogar in der ersten Runde aus.

2019: Gewinn des World Matchplay und der European Darts Championship[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der PDC World Darts Championship 2019 konnte er seinen Titel nicht verteidigen, da er im Achtelfinale gegen Luke Humphries verlor. Bei den UK Open 2019 gelangte Cross bei seiner vierten Teilnahme ins Finale, wo er dem Außenseiter Nathan Aspinall mit 5:11 unterlag. Bei seiner zweiten Teilnahme an der Premier League Darts erreichte er diesmal das Finale, unterlag jedoch Michael van Gerwen.

Beim World Matchplay 2019 erreichte er nach Siegen über Chris Dobey, Krzysztof Ratajski und Stephen Bunting das Halbfinale. Sein Gegner dort war Daryl Gurney. Nachdem Gurney beim Stand von 15:9 nur noch 2 Legs zum Sieg benötigte, begann Cross mit seiner Aufholjagd. Er gewann die restlichen 8 Legs und zog mit 15:17 ins Finale ein. Dort war Michael Smith sein Gegner, welchen er mit 18:13 bezwang. Damit gewann er sein erstes großes Major-Turnier seit der Weltmeisterschaft 2018 und festigte somit seinen 2. Rang in der PDC Order of Merit. Zudem gelang es ihm als erst vierter Spieler WM und Matchplay zu gewinnen.

Im Rahmen der World Series schaffte er es erneut in das Finale des Brisbane Darts Masters, allerdings unterlag er dort dem bis dahin weitgehend unbekannten Damon Heta. Bei der European Darts Championship 2019 in Göttingen besiegte er im Finale Gerwyn Price mit 11:6 Legs und gewann damit seinen dritten Major-Titel. Beim Grand Slam of Darts 2019 konnte er an diese starke Leistung aber nicht anschließen und verlor im Achtelfinale mit 3:10 gegen Peter Wright.

2020: Schwierigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der PDC World Darts Championship 2020 verlor er bereits in der zweiten Runde gegen Kim Huybrechts mit 0:3. Aufgrund seines starken Jahres 2019 mit zwei Majortiteln qualifizierte Cross sich über die PDC Order of Merit für die Premier League Darts 2020. Hier belegte er nach der Vorrunde den neunten und damit letzten Platz. Somit schied er nach bereits nach neun Spieltagen aus der Premier League aus. Bei der PDC Home Tour erreichte er das Halbfinale.

2021: Neuanfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der PDC World Darts Championship 2021 schied er erneut in der zweiten Runde aus, dieses Mal gegen Dirk van Duijvenbode mit 2:3. Dennoch qualifizierte Cross sich über die PDC Order of Merit für die Premier League Darts 2021. Jedoch schied er bereits nach dem neunten Spieltag auf Platz neun stehend aus der Premier League aus. Trotzdem gab es Zeichen einer Formsteigerung: Bei der PDC Super Series 4 erreichte Cross jeweils ein Halbfinale und ein Viertelfinale, zum ersten Mal seit den Brisbane Darts Masters 2018 gewann er ein Spiel gegen Michael van Gerwen.

Bei der European Darts Championship 2021 gelang Rob Cross unerwartet der Titelgewinn. Damit konnte er wieder auf Platz 11 der Weltrangliste vorrücken, bei einem schlechten Turnierverlauf hätte er aus den Top-20 absteigen können[3], da die Berücksichtigung des Preisgeldes des EDC-Sieges von 2019 geendet hatte.

PDC-Weltmeisterschaft Resultate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Majorturnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 2021
PDC World Championship S AF R2 R2
The Masters VF AF AF R2
UK Open R4 AF VF F QF AF
Premier League Darts HF F 9. 9.
World Cup of Darts VF R2 F
World Matchplay AF AF S R1 AF
Champions League of Darts GP GP A
World Grand Prix R1 R1 AF R1 AF
European Darts Championship F VF S R1 S
World Series of Darts Finals VF AF AF F
Grand Slam of Darts VF AF AF 2R
Players Championship Finals HF R1 AF 2R

R = Runde – GP = Gruppenphase – AF = Achtelfinale – VF = Viertelfinale – HF = Halbfinale – F = Finale – S = Sieger – A = Abgesagt

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PDC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rob Cross – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PDC Order of Merit. 17. Oktober 2021, abgerufen am 17. Oktober 2021 (englisch).
  2. Juergen Schmitz: Darts-WM 2018: Startzeiten der Weltmeisterschaft. In: darts1.de. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. Die unerwartete Auferstehung des Rob Cross. In: welt.de. Abgerufen am 18. August 2021.