Noisy-le-Grand

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Noisy-le-Grand
Wappen von Noisy-le-Grand
Noisy-le-Grand (Frankreich)
Noisy-le-Grand
Region Île-de-France
Département Seine-Saint-Denis
Arrondissement Le Raincy
Kanton Noisy-le-Grand
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Grand Paris Grand Est
Koordinaten 48° 51′ N, 2° 33′ OKoordinaten: 48° 51′ N, 2° 33′ O
Höhe 36–113 m
Fläche 12,95 km2
Einwohner 66.659 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5.147 Einw./km2
Postleitzahl 93160
INSEE-Code
Website www.ville-noisylegrand.fr

Rathaus von Noisy-le-Grand

Noisy-le-Grand ist eine französische Stadt mit 66.659 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im östlichen Teil des Großraums Paris. Sie liegt an der Marne und gehört zum Entwicklungsbereich der Ville nouvelle Marne-la-Vallée. Noisy-le-Grand gehört zur Region Île-de-France, zum Département Seine-Saint-Denis, zum Arrondissement Le Raincy und zum Kanton Noisy-le-Grand. Der Kanton Noisy-le-Grand besteht aus zwei Gemeinden: Noisy-le-Grand und Gournay-sur-Marne, das im Osten angrenzt. Die Einwohner werden Noiséens genannt. Noisy-le-Grand ist die südlichste Gemeinde des Départements Seine-Saint-Denis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 5. Jahrhundert war Noisy-le-Grand Residenz der merowingischen Könige. Vom 10. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution 1789 herrschten Saint-Martin-Mönche. Ihre Besitztümer wurden anschließend verkauft. Noisy war ein ländliches Dorf bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Straßenbahn der "Compagnie de Chemins de Fer Nogentais" gebaut wurde, die Noisy-le-Grand mit dem Zentrum von Paris verband. Das Ufer der Marne zog Pariser Besucher an, die hier fischten, spazieren gingen oder Tanzlokale besuchten, die sich in den 20er Jahren im Quartier des Grammats und der Rive charmante etablierten. Es siedelten sich unter anderem der Komponist Claude Terrasse (1867–1923) und der Schauspieler Michel Simon (ab 1934)[1] hier an. Auch Joséphine de Beauharnais, später Kaiserin und Frau von Napoleon I., lebte ein paar Jahre in Noisy-le-Grand, in der Docteur Sureau-Straße. Sie heiratete 1779 Alexandre de Beauharnais (guillotiniert 1794) in der Kirche Saint-Sulpice in Noisy-le-Grand.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1926 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2014
Einwohner 4.286 16.813 25.440 26.662 40.585 54.032 58.217 61.341 62.970 64.619

In den nächsten Jahren wird die Einwohnerzahl von Noisy-le-Grand weiterhin stark ansteigen, da die Gemeinde Teil des Neubaugebietes Porte de Paris (Marne-la-Vallée) im 1. Sektor der Ville nouvelle Marne-la-Vallée ist.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noisy-le-Grand besitzt zwei RER-Bahnhöfe: Les Yvris - Noisy-le-Grand an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse (RER E) und Noisy-le-Grand - Mont d'Est (RER A). Mont d'Est ist auch der zentrale Haltepunkt der Buslinien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhausanlage Arènes de Picasso

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die riesige postmoderne Wohnhausanlage Arènes de Picasso von Manuel Núñez Yanowsky aus 1985. Ihre beiden radförmigen Hochhäuser werden im Volksmund „les camemberts“ genannt. Ebenso bekannt für seine besondere Architektur sind die Espaces d’Abraxas von Ricardo Bofill, die Kulisse in zahlreichen Filmen und Videoclips waren.

Berühmtester Bürger der Stadt war Michel Simon, der hier seinen Wohnsitz hatte und nachdem der Espace Michel Simon benannt ist, der u. a. ein städtisches Theater mit einem Veranstaltungssaal mit 724 Plätzen, eine Bar, eine Ausstellungsfläche von 800 Quadratmetern und eine Mediathek beherbergt, die zahlreiche Aktivitäten für ein junges Publikum bietet. Der Espace wurde am 25. Februar 1989 eingeweiht.

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Noisy-le-Grand

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Seine-Saint-Denis. Flohic Éditions, 2. Auflage, Paris 2002, ISBN 2-84234-133-3, S. 239–245.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Noisy-le-Grand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. histoire-de-noisy-le-grand - mrc-noisy-le-grand. Abgerufen am 26. Juni 2019.