Zum Inhalt springen

Département Seine-Saint-Denis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Seine-Saint-Denis
Lage des Departements Seine-Saint-Denis in FrankreichFinistèreCôtes-d’ArmorIlle-et-VilaineMorbihanLoire-AtlantiqueVendéeMancheMayenneOrneCalvadosMaine-et-LoireSartheIndre-et-LoireVienneDeux-SèvresIndreLoir-et-CherEureEure-et-LoirSeine-MaritimeOiseAisneSommePas-de-CalaisNordArdennesMarneMeuseMeurthe-et-MoselleHaute-MarneVosgesMoselleEuropäische Gebietskörperschaft ElsassEuropäische Gebietskörperschaft ElsassTerritoire de BelfortCherLoiretYonneAubeCôte-d’OrNièvreHaute-SaôneEssonneYvelinesSeine-et-MarneVal-d’OiseHauts-de-SeineVal-de-MarneSeine-Saint-DenisParisDoubsJuraSaône-et-LoireAllierCreuseHaute-VienneCharenteCharente-MaritimeCorrèzeDordogneGirondePuy-de-DômeLoireRhôneAinHaute-SavoieCantalLotSavoieHaute-LoireIsèreArdècheLandesLot-et-GaronneHautes-AlpesDrômeAlpes-MaritimesVarAlpes-de-Haute-ProvenceVaucluseBouches-du-RhôneGardHéraultLozèreAveyronTarnTarn-et-GaronneGersPyrènèes-AtlantiquesHautes-PyrénéesAudePyrénées-OrientalesHaute-GaronneAriègeKorsikaKorsikaVereinigtes KönigreichAndorraGuernseyJerseyNiederlandeBelgienLuxemburgDeutschlandLiechtensteinMonacoÖsterreichSchweizItalienSpanien
Lage des Departements Seine-Saint-Denis in Frankreich
Region Île-de-France
Präfektur Bobigny
Unterpräfektur(en) Le Raincy
Saint-Denis
Einwohner 1.704.316 (1. Jan. 2023)
Bevölkerungsdichte 7.216 Einw. pro km²
Fläche 236,20 km²
Arrondissements 3
Gemeindeverbände 5
Kantone 21
Gemeinden 39
Präsident des
Départementrats
Stéphane Troussel[1] (PS)
ISO-3166-2-Code FR-93

Lage des Départements Seine-Saint-Denis in der
Region Île-de-France

Das Département de la Seine-Saint-Denis [sɛnsɛ̃dˈni] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 93. Es liegt in der Region Île-de-France im Großraum Paris und umfasst überwiegend die Vororte im Norden und Nordosten der Hauptstadt. Sitz der Präfektur ist Bobigny, Unterpräfekturen sind Le Raincy und Saint-Denis.

Das Département grenzt im Südwesten an Paris, im Westen an das Département Hauts-de-Seine, im Norden an das Département Val-d’Oise, im Osten an das Département Seine-et-Marne und im Süden an das Département Val-de-Marne.

Zusammen mit den Départements Hauts-de-Seine und Val-de-Marne bildet Seine-Saint-Denis einen Ring um die Stadt Paris, der petite couronne („kleine Krone“) genannt wird. Die drei Départements bilden die Banlieue, also die einwohnerstarken Vorstädte von Paris, von denen viele, vor allem im Norden und Osten, wegen ihrer sozialen Probleme bekannt sind.

Einteilung des Départements der Île-de-France vor und nach 1968

Das Département entstand 1968 bei der Aufteilung der Départements Seine und Seine-et-Oise in kleinere Départements. Die Ordnungsnummer 93 weicht daher von der alphabetischen Reihenfolge ab, die Nummer wurde vom ehemaligen Département Constantine (heute Algerien) übernommen.

Eine im Département für das Jahr 2004 geplante Weltausstellung wurde aus finanziellen Gründen abgesagt.

Im Oktober/November 2005 geriet das Département aufgrund eskalierender, tagelanger Krawalle vorwiegend jugendlicher Bewohner in die Schlagzeilen. Die Unruhen begannen in der Vorstadt Clichy-sous-Bois.

Die Bewohner nennen ihr Département oft nur kurz le neuf-trois („das Neun-Drei“, in Anlehnung an die Nummer), weil der eigentliche Name und auch die Zahl Dreiundneunzig (französisch quatre-vingt-treize) umständlich zu sprechen sind.

Das Département profitierte von den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Viele Sportanlagen wie Schwimmbäder und Stadien wurden renoviert oder neu gebaut, die ca. 4000 Wohnungen des Olympischen Dorfs wurden nach Umbau als Eigentumswohnungen verkauft, der Park Valbon wurde saniert und die Métrolinie 14 wurde verlängert, sodass man jetzt direkt ins Zentrum von Paris fahren kann.[2]

Am 1. Januar 2025 wurden die Städte Saint-Denis und Pierrefitte-sur-Seine fusioniert.

Bevölkerungsstruktur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Département macht einen bedeutenden Bevölkerungsteil des Ballungsraums Paris aus, die Bevölkerungsdichte ist sehr hoch. Die Bevölkerung ist außerdem durchschnittlich sehr jung, der Anteil der Einwanderer ist einer der höchsten in Frankreich.

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Seine-Saint-Denis sind:

Stadt Einwohner
(2023)
Arrondissement
Saint-Denis A1 149.077 Saint-Denis
Montreuil 111.934 Bobigny
Aubervilliers 88.365 Saint-Denis
Aulnay-sous-Bois 87.599 Le Raincy
Drancy 72.390 Bobigny
Noisy-le-Grand 72.978 Le Raincy
Pantin 61.929 Bobigny
Le Blanc-Mesnil 62.376 Le Raincy
Épinay-sur-Seine 52.833 Saint-Denis
Bondy 50.595 Bobigny
A1 
Zum 1. Januar 2025 wurden die Städte Saint-Denis und Pierrefitte-sur-Seine fusioniert. Der Name der neuen Stadt lautet Saint-Denis. Durch den Zusammenschluss ist die heutige Einwohnerzahl der neu gegründeten Stadt deutlich gestiegen.

Verwaltungsgliederung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Arrondissements und Gemeinden im Département Seine-Saint-Denis

Das Département Seine-Saint-Denis gliedert sich in 3 Arrondissements, 21 Kantone und 39 Gemeinden:

Arrondissement Kantone Gemeinden Einwohner
1. Januar 2023
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
Code
INSEE
Bobigny 6 9 447.969 39,18 11.434 931
Le Raincy 12 22 802.676 149,62 5.365 932
Saint-Denis (Seine-Saint-Denis) 6 8 453.671 47,40 9.571 933
Département Seine-Saint-Denis 21 39 1.704.316 236,20 7.216 93
Commons: Département Seine-Saint-Denis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Président du conseil départemental. In: seinesaintdenis.fr. Département Seine-Saint-Denis, abgerufen am 2. Mai 2022 (französisch).
  2. Alice Mérleux: La Seine-Saint-Denis tire son épingle des Jeux. In: Challenge. Nr. 883. Éditions Croque Futur, Paris Juli 2025, S. 36 f.

Koordinaten: 48° 54′ N, 2° 26′ O