Olympische Winterspiele 1960/Eisschnelllauf

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Olympische Ringe

Bei den VIII. Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley wurden acht Wettbewerbe im Eisschnelllauf ausgetragen. Austragungsort war der Olympic Skating Rink. Erstmals wurden Wettkämpfe für Frauen durchgeführt. Die erste künstliche Eisschnelllaufbahn bot ideale Wettkampfbedingungen.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Jewgeni Grischin 40,2
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Bill Disney 40,3
3 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Rafael Gratsch 40,4
4 SchwedenSchweden SWE Hans Wilhelmsson 40,5
5 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Gennadi Woronin 40,7
6 NorwegenNorwegen NOR Alv Gjestvang 40,8

Grischin, schon Olympiasieger 1956, stellte den Weltrekord ein. Auf seine Bitte hin wurde noch vor Ende der Spiele ein weiterer 500-m-Lauf organisiert, bei dem er mit 39,6 Sekunden eine Fabelzeit erzielte, die jedoch nicht als Weltrekord anerkannt wurde. Der Österreicher Franz Offenberger belegte im Olympiabewerb mit neuem nationalen Rekord von 43,0 Sekunden den 21. Platz.

Datum: 24. Februar, 9 Uhr[1]

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 NorwegenNorwegen NOR
Sowjetunion 1955Sowjetunion URS
Roald Aas
Jewgeni Grischin
2:10,4
3 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Boris Stenin 2:11,5
4 FinnlandFinnland FIN Jouko Jokinen 2:12,0
5 FinnlandFinnland FIN
SchwedenSchweden SWE
FinnlandFinnland FIN
Jouko Järvinen
Per Olof Brogren
Toivo Salonen
2:13,1

Datum: 26. Februar, 9 Uhr[2]

Von den Österreichern wurde Hermann Strutz in 2:19,4 min 24., Franz Offenberger gab nach einem Sturz auf.[3]

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Wiktor Kossitschkin 7:51,3
2 NorwegenNorwegen NOR Knut Johannesen 8:00,8
3 NiederlandeNiederlande NED Jan Pesman 8:05,1
4 NorwegenNorwegen NOR Torstein Seiersten 8:05,3
5 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Waleri Kotow 8:05,4
6 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Oleg Gontscharenko 8:05,6

Datum: 25. Februar, 9 Uhr[4]

Es traten 37 Läufer aus 15 Ländern an. Aus Österreich kamen Franz Offenberger und Hermann Strutz, die jeweils einen japanischen Läufer als Gegner hatten. Strutz lief 8:21,9 Minuten, was die zweitbeste je gelaufene Zeit eines Österreichers war. Offenberger kam in 8:38,5 Minuten ins Ziel. Es herrschte böiger Seitenwind, so dass Spitzenzeiten ausblieben, der Weltrekord über 7:45,6 Minuten von Boris Schilkow wurde dadurch weit verfehlt.[5]

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 NorwegenNorwegen NOR Knut Johannesen 15:46,6 (OR)
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Wiktor Kossitschkin 15:49,2
3 SchwedenSchweden SWE Kjell Bäckman 16:14,2
4 SchwedenSchweden SWE Ivar Nilsson 16:26,0
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR Terrence Monaghan 16:31,6
6 NorwegenNorwegen NOR Torstein Seiersten 16:33,4

Datum: 27. Februar, 8 Uhr[6]
Zum ersten Mal wurde die Zeitgrenze von 16 min unterboten. Der bisherige Weltrekord von Hjalmar Andersen vom 10. Februar 1952 in Hamar (16:32,6 Minuten) wurde durch die ersten Fünf im Klassement unterboten.[7]

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletin Zeit (s)
1 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschGesamtdeutsche Mannschaft EUA Helga Haase 45,9 (OR)
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Natalja Dontschenko 46,0
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Jeanne Ashworth 46,1
4 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Tamara Rylowa 46,2
5 JapanJapan JPN Hatsue Takamizawa 46,6
6 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS
PolenPolen POL
Klara Gussewa
Elwira Seroczynskaja
46,8

Datum: 20. Februar, 9 Uhr[8]

Haase erreichte eine hervorragende Zeit und verfehlte den Weltrekord nur um 0,3 Sekunden.[9]

1000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletin Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Klara Gussewa 1:34,1 (OR)
2 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschGesamtdeutsche Mannschaft EUA Helga Haase 1:34,3
3 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Tamara Rylowa 1:34,8
4 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Lidija Skoblikowa 1:35,3
5 JapanJapan JPN
PolenPolen POL
Hatsue Takamizawa
Helena Pilejczyk
1:35,8

Datum: 22. Februar

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletin Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Lidija Skoblikowa 2:25,2 (OR)
2 PolenPolen POL Elvira Seroczynska 2:25,7
3 PolenPolen POL Helena Pilejczyk 2:27,1
4 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Klara Gussewa 2:28,7
5 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Walentina Stenina 2:29,2
6 FinnlandFinnland FIN Iris Sikvonen 2:29,7

Datum: 21. Februar

3000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletin Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Lidija Skoblikowa 5:14,3 (OR)
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion URS Walentina Stenina 5:16,9
3 FinnlandFinnland FIN Eevi Huttunen 5:21,0
4 JapanJapan JPN Hatsue Takamizawa 5:21,4
5 SchwedenSchweden SWE Christina Scherling 5:25,5
6 PolenPolen POL Helena Pilejczyk 5:26,2

Datum: 23. Februar

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was heute geschieht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 24. Februar 1960, S. 10.
  2. Was heute geschieht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 26. Februar 1960, S. 10.
  3. Aas und Grischin im toten Rennen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 27. Februar 1960, S. 10.
  4. Was heute geschieht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 25. Februar 1960, S. 10.
  5. Kositschkin distanzierte alle Läufer. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 26. Februar 1960, S. 10.
  6. Was heute geschieht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 27. Februar 1960, S. 10.
  7. Johanessen: Weltrekord. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Februar 1960, S. 28.
  8. Was heute geschieht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 20. Februar 1960, S. 10.
  9. Eine Zehntelsekunde entschied. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 21. Februar 1960, S. 20.