Orlenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Orlenbach
Orlenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Orlenbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 6° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 6,21 km2
Einwohner: 217 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54595
Vorwahl: 06556
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 290
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.pruem.de
Ortsbürgermeister: Matthias Maas
Lage der Ortsgemeinde Orlenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
BW

Orlenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Ortsteile Orlenbach und Schloßheck liegen am südlichen Rand der Prümer Kalkmulde und südlich von Prüm an der A 60. Die höchste Erhebung ist ein Waldrücken nördlich des Ortsteils Orlenbach mit 551 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenfunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandgräber, die im Wald „Debertshecke“ nördlich von Orlenbach gefunden und 1930 vom Rheinischen Landesmuseum Trier untersucht wurden, weisen auf eine erste Besiedlung in der Spätlatènezeit (5. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) hin. Im Flurstück Steinchen wurden 1990 Reste römischer Keramik gefunden, die eine kleine römische Siedlungsstelle vermuten lassen.[2]

Urkunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloßheck, der größere Ortsteil von Orlenbach, wird erstmals in einer Urkunde von 1516 erwähnt. Das namensgebende Orlenbach ist zwischen 1544 und 1621 in der Beschreibung des Bannes Oberlauch beurkundet.

Territoriale Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Orlenbach zur gemeinschaftlichen luxemburgischen Meierei bzw. zum kurtrierischen Hof Pronsfeld.

Im Zusammenhang mit dem Ersten Koalitionskrieg kam die Region 1794 unter französische Verwaltung und gehörte von 1798 an zum Kanton Arzfeld im Wälderdepartement.[3]

Nachdem wesentliche Teile des Rheinlands im Jahre 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträge an das Königreich Preußen kam, gehörte Orlenbach zur Bürgermeisterei Pronsfeld in dem 1816 neu geschaffenen Kreis Prüm.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Orlenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 25
1835 27
1871 68
1905 103
1939 99
Jahr Einwohner
1950 112
1961 91
1970 109
1987 151
2005 219

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Orlenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Christian Credner aus Lambertsberg gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Walburgiskirche wurde 1743 errichtet und 1960 nach Kriegsschäden wieder aufgebaut, ein bauzeitlicher Säulenaltar zeigt den Hl. Peregrinus.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Orlenbach

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Orlenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Dirk L. Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Fundstellenkatalog (Memento vom 8. März 2014 im Internet Archive). Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Frankfurt am Main. 2006, Seite 109 (PDF; 1,2 MB)
  3. Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 4, 1854, Seite 317 (Google Books)
  4. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 881.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen