Passengers (2016)

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Filmdaten
Deutscher TitelPassengers
OriginaltitelPassengers
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ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge116 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieMorten Tyldum
DrehbuchJon Spaihts
ProduktionStephen Hamel,
Michael Maher,
Ori Marmur,
Neal H. Moritz
MusikThomas Newman
KameraRodrigo Prieto
SchnittMaryann Brandon
Besetzung

Passengers ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film mit romantischen Elementen von Morten Tyldum, der am 21. Dezember 2016 in die US-amerikanischen und am 5. Januar 2017 in die deutschen Kinos kam. In den Hauptrollen sind Jennifer Lawrence und Chris Pratt zu sehen.

Im Rahmen der Oscarverleihung 2017 erhielt Passengers in zwei Kategorien eine Nominierung.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 24. Jahrhundert verwaltet und erschließt die Homestead Company außerirdische Kolonien und organisiert interstellare Passagen für Auswanderer. Eines ihrer Raumschiffe, die durch den Autopiloten gesteuerte Avalon, befindet sich mit 5000 in Hyperschlaf versetzten Passagieren und mit halber Lichtgeschwindigkeit auf dem Weg zur Kolonie-Welt Homestead II.

Beim Durchqueren eines Asteroidenfeldes wird das Schiff trotz Schutzschildes beschädigt, setzt seinen Flug aber unbeirrt fort. Doch kurz darauf öffnet sich die Schlafkapsel von Jim Preston – 90 Jahre vor der geplanten Aufwachzeit. Er ist der einzige wache Mensch auf dem riesigen Schiff. Der gelernte Mechaniker versucht erfolglos, zunächst seine Schlafkapsel wieder in Gang zu setzen und später in den Kontrollraum und andere Sicherheitsbereiche zu gelangen. Ein Notruf zur Erde hilft ihm auch nicht weiter, denn aufgrund der Entfernung wird ihn eine Antwort frühestens in 55 Jahren erreichen. Er hat den gesamten Passagierbereich mit diversen Sport- und Unterhaltungseinrichtungen für sich allein. Einzig im Barkeeper Arthur, einem Androiden, findet er einen Gesprächspartner. Nach über einem Jahr erträgt er die Einsamkeit kaum noch.

Nach einem Selbstmordversuch stößt er in der Passagierhalle auf die Schlafkapsel der Journalistin Aurora Lane. Nach intensiven Studium ihres online abrufbaren Persönlichkeitsprofils verliebt er sich in sie und holt sie nach langem Kampf mit seinem Gewissen aus dem Hyperschlaf, ohne ihr das anschließend zu sagen. Die beiden werden nach einiger Zeit ein Paar und fügen sich in ihr Schicksal.

Doch dann erfährt Aurora von dem Androiden den Grund ihres Erwachens. Wütend trennt sie sich von Jim und meidet den Kontakt zu ihm vollständig.

Als auf dem Schiff immer häufiger Systemausfälle auftreten, erwacht auch Deckoffizier Gus Mancuso. Dank seiner Sonderbefugnisse erhalten die drei Zugang zu den streng gesicherten Informationen und gesperrten Bereichen des Schiffes. Gus kann die Fehlerkette nachvollziehen und so erste Ideen zur Behebung entwickeln. Vermutlich aufgrund von Fehlern in seiner Schlafkapsel wurden seine Organe geschädigt, sodass er wenig später stirbt. Jim kann eine Notentlüftung des überhitzten Fusionsreaktors herbeiführen, indem er im Raumanzug das Schiff verlässt. Dabei kommt es zu einem Unfall und er treibt bewusstlos ins All. Aurora kann ihn zurück ins Schiff holen und vom dem Medizinroboter „Autodoc“ wiederbeleben lassen. Später entdeckt Jim, dass der Autodoc Aurora wieder in den Stasis-Schlaf versetzen könnte – aber sie lehnt dies ab und bleibt bei ihm.

88 Jahre später erwacht planmäßig die Crew des Raumschiffs, in dem inzwischen Pflanzen wachsen und Vögel fliegen. Aus einer Audiobotschaft von Aurora erfahren sie, dass die beiden bis zu ihrem Ende ein glückliches und erfülltes Leben geführt haben.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regie übernahm Morten Tyldum, das Drehbuch wurde von Jon Spaihts geschrieben. Dieses war bereits seit 2007 im Umlauf und befand sich auf der renommierten Blacklist der besten unverfilmten Drehbücher. Auch wenn viele Leser es gelobt und sich einige Regisseure und Schauspieler-Kombinationen mit dem Projekt verbunden gefühlt hatten, scheiterten vorherige Versuche einer filmischen Umsetzung laut Spaihts an dem großen Budget, denn obwohl die Geschichte mit nur wenigen Darstellern erzählt werden kann, spielt sie auf einem luxuriösen Raumschiff und besitzt als Überlebensabenteuer eine epische Größe. Bis zur tatsächlichen Umsetzung des Skripts dauerte es schließlich fast zehn Jahre. Es war besonders das Thema Isolation, das Jon Spaihts an der Geschichte interessierte, allerdings sah er sich hierdurch auch vor die schwierige Aufgabe gestellt, in seinem Drehbuch flott und unterhaltsam eine Story zu erzählen.[3]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Jennifer Lawrence spielt die Passagierin Aurora Lane
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Michael Sheen spielt Arthur
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Chris Pratt spielt den Passagier Jim Preston


Die Hauptrollen von Aurora Lane und Jim Preston, die auf der interstellaren Reise durch eine Störung vorzeitig aus der Stasis geweckt werden, wurden mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt besetzt. Michael Sheen übernahm die Rolle des Roboterbarkeepers Arthur. Sheen war bereits im Film Tron: Legacy in einer Rolle zu sehen, die laut seinen eigenen Aussagen große Ähnlichkeiten zu Arthur aufwies. Im Film hatte er einen Clubbesitzer gespielt, der sich letztendlich als Programm entpuppte. Sheen spielte Arthur als einen humanoiden Roboter, der es zwar gewohnt ist, mit Tausenden von Menschen zu kommunizieren, nun aber eine komplexe Beziehung zu nur einer Person aufbauen muss, was für ihn neu ist, ihm jedoch gelingt, weil er lernfähig ist.[4]

Laurence Fishburne ist im Film in der Rolle von Gus Mancuso zu sehen, Kimberly Battista spielt Jr Officer Fitzgerald, und Aurora Perrineau spielt Celeste. Die Rolle von Captain Norris übernahm Andy Garcia, und Julee Cerda ist als ein Hologramm zu sehen. Die Synchronisation von The Observatory übernahm Fred Melamed.

In der deutschen Synchronisation leiht Leonhard Mahlich dem Schauspieler Chris Pratt in seiner Rolle von Jim Preston seine Stimme, Jennifer Lawrence als Aurora Lane wird von Maria Koschny synchronisiert, Arthur wird von Jaron Löwenberg gesprochen, und Tom Vogt übernahm die Synchronisation von Laurence Fishburne in der Rolle von Gus Mancuso.

Dreharbeiten und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Pinewood Studios in Atlanta wurden rund 45 Sets gebaut

Die Dreharbeiten fanden in den Pinewood Studios in Atlanta statt und wurden im September 2015 begonnen. Für den Film mussten dort ungefähr 45 Sets gebaut werden, was nach Aussage des Produzenten Neal H. Moritz für einen Film dieser Machart sehr wenig sei. Für die Designentwicklungen standen acht Wochen Zeit zur Verfügung, bevor damit begonnen wurde, die Sets zu bauen. Die gesamte Einrichtung der Bar des Raumschiffs im Art-déco-Stil ist nach Aussage von Moritz von Stanley Kubricks Film Shining aus dem Jahr 1980 inspiriert.

In Vorbereitung auf das Design der Filmsets für das gigantische Raumschiff hatte sich Moritz Kreuzfahrtschiffe und Hotels angeschaut, aber auch Technologien und Concept Arts der NASA. Die Größe der Sets diente im Film dem Illustrieren von Einsamkeit, in diesem besonderen Fall von Einsamkeit im Weltraum. Die luxuriöse Ausstattung des Raumschiffs sei dem Umstand geschuldet, dass das Unternehmen, das im Film diese Raumflüge durchführt, eine sehr verführerische Umgebung konstruierte, um den Passagieren das Geld aus ihren Taschen zu ziehen, bevor sie auf den Planeten heruntergelassen werden, so Moritz.[5]

Guy Hendrix Dyas, Production Designer des Films, verwendete für das Design der fiktiven Avalon ein ursprüngliches Konzept eines rotierenden radförmigen Raumschiffs, das er streckte, um so die Form der gewundenen Klingen zu erzielen.[6]

Das Gemälde Ophelia von John Everett Millais inspirierte Visual Effects Supervisor Erik Nordby bei der Pool-Szene

Die Szene, in der Aurora im Pool schwimmt, das Wasser jedoch aufgrund der ausfallenden künstlichen Schwerkraft die Form einer Blase einnimmt, von der sie umfasst wird und in der sie beinahe ertrinkt, ist nach Aussage des Visual Effects Supervisor Erik Nordby in ihrer Ästhetik visuell von dem Gemälde Ophelia von John Everett Millais inspiriert, auf das er und Regisseur Morten Tyldum in einer frühen Phase des Brainstormings gestoßen waren. Das Gemälde aus dem 19. Jahrhundert zeigt eine Figur aus Shakespeares Hamlet, die im Wasser ertrinkt und darin wie ein Embryo wirkt, was schön, aber gleichzeitig auch erschreckend wirke. Um diese im Drehbuch von Jon Spaihts – der über einen Abschluss in Physik verfügt – beschriebene Szene zu realisieren, bauten die Produktionsdesigner auf einem Parkplatz außerhalb des Filmstudios in Atlanta ein Wasserbecken auf. Das Team für visuelle Effekte hatte sich lange Zeit Gedanken darüber gemacht, wie sich das Wasser im Film bewegen muss, damit es einerseits physikalisch realistisch scheint, andererseits nicht wirkt, als ob es sich dabei um eine Art Wassermonster handelt. Das Team nutzte von der Internationalen Raumstation gesammelte Daten über die Bewegung von Wasser in der Schwerelosigkeit, um in diese Szene des Films, der ohnehin schon in einer unrealistischen Umgebung spielt, einen für die Zuschauer möglichst glaubwürdigen Realismus zu bringen.

Für die eigentlichen Dreharbeiten mit Lawrence hatten Stunt-Koordinatoren eine Reihe von Riemenscheiben entwickelt, die am Boden des Pools befestigt wurden. Lawrence trug ein Gurtband um ihre Taille und zwei Manschetten um ihre Knöchel, damit sie sich unter Wasser in einer ganz bestimmten Position halten konnte, in die man sie gebracht hatte.[7]

In den Szenen mit Sheen in der Rolle des Roboterbarkeepers Arthur kniete dieser auf einem sich mechanisch bewegenden Hocker. Seine Beine wurden später digital entfernt, sodass er im Film nur einen Oberkörper besitzt. Die schnellen Bewegungen, die die Maschine ausführte, waren alle auf einem Computer vorprogrammiert. Für eine realistische Darstellung versuchte der Schauspieler zudem, entsprechend der Programmierung eines Roboters, keine Bewegungen zu verschwenden, gleichzeitig wollte Sheen nach eigenen Aussagen jedoch keine Mr.-Roboto-Bewegungen hinlegen.[4]

Das Budget des Films betrug laut Box Office Mojo geschätzte 110 Millionen US-Dollar.[8]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik komponierte Thomas Newman. Der im Levitate-Trailer verwendete, von der US-amerikanischen Indie-Rock-Band Imagine Dragons beigesteuerte Song Levitate wurde Ende November 2016 vorab veröffentlicht.[9] Im Dezember 2016 wurde der Soundtrack von Newman als Anwärter bei der Oscarverleihung 2017 in der Kategorie Beste Filmmusik in die Kandidatenliste (Longlist) aufgenommen, aus denen die Mitglieder der Akademie die offiziellen Nominierungen bestimmten.[10] Am 24. Januar 2017 erfolgte eine offizielle Nominierung in dieser Kategorie.[11] Das Lied Levitate wurde in die Longlist für den Besten Filmsong aufgenommen.[12]

Der Soundtrack zum Film umfasst 26 Stücke und wurde am 16. Dezember 2016 von Sony Classical (Sony Masterworks) auf CD veröffentlicht.[13]

Titelliste des Soundtracks

  1. The Starship Avalon (Main Title)
  2. Hibernation Pod 1625
  3. Command Ring
  4. Rate 2 Mechanic
  5. Awake for 7 Days
  6. Crystalline
  7. Precious Metals
  8. Aurora
  9. Robot Questions
  10. The Sleeping Girl
  11. Build a House and Live In It
  12. I Tried Not To…
  13. Spacewalk
  14. Passengers
  15. 50% of Light Speed
  16. Cascade Failure
  17. Zero – Gravity
  18. Never Happy Here
  19. Red Giant
  20. Looking for Wrong
  21. Chrysler Bldg.
  22. Untethered
  23. You Brought Me Back
  24. Starlit
  25. Accidental Happiness
  26. Sugarcoat the Galaxy (End Title)

Vermarktung und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. September 2016 veröffentlichte Sony einen ersten Trailer zum Film.[14] Am 29. November 2016 begannen Jennifer Lawrence und Chris Pratt in Paris eine Pressetour zum Film,[15] am 2. Dezember 2016 stellten sie das Projekt im Berliner Hotel Adlon vor.[16]

Am 14. Dezember 2016 feierte der Film in Anwesenheit von Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Rachael Leigh Cook, Suzanne Somers und Dania Ramirez im Village Theatre Westwood in Los Angeles seine Premiere.[17] Der Film kam am 21. Dezember 2016 in die US-amerikanischen und am 5. Januar 2017 in die deutschen Kinos. Am 13. Januar 2017 kam Passengers offiziell und landesweit in die chinesischen Kinos, nachdem der unter anderem auch von Wanda Pictures finanzierte Film am 17. Dezember 2016 in Peking Premiere gefeiert hatte. Der Film wurde am 11. Mai 2017 in Deutschland von Sony auf Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und Blu-ray 3D veröffentlicht[18] und ist seit 15. Oktober 2017 bei Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand zu sehen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film ist weitgehend ruhig erzählt und stellt Themen wie Freundschaft, Liebe und Loyalität in den Mittelpunkt. Gegen Ende gibt es vereinzelte Spannungs- und Actionszenen, als die Hauptfiguren Technikausfälle und Defekte des Raumschiffs beheben müssen, um zu überleben. Diese Szenen bewegen sich jedoch in einem Rahmen, der Kinder ab 12 Jahren nicht ängstigt oder anderweitig überfordert.“[19]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passengers zählte zu den meisterwarteten Filmen des Jahres 2017. Nach dem Kinostart wurde vielfach kritisiert, der Film habe nicht halten können, was das Marketing versprach. So meinte Sebastian Lorenz von Robots & Dragons, Trailer und offizielle Inhaltsangabe priesen ein actiongeladenes Science-Fiction-Abenteuer mit einem Geheimnis an und bauten durch Sätze wie „Es gibt einen Grund, warum sie aufgewacht ist“ als Tagline Erwartungen auf, die der Film allerdings nicht erfülle. Zwar habe Passengers durchaus Potenzial, so Lorenz, dieses werde jedoch nur an der Oberfläche angekratzt, wobei die Handlung völlig risikofrei und durch vorhersehbare Muster abgearbeitet und selbst das moralische Dilemma, das im Film entsteht, nur oberflächlich behandelt und zügig abgehakt werde.[20]

Zur Kritik, man könne sich nicht mit der Einsamkeit der Hauptperson identifizieren und die Entscheidung des männlichen Protagonisten, einen anderen Passagier in dasselbe Schicksal zu zwingen, sei verwerflich und armselig, sagte Chris Pratt: „Persönlich finde ich den Film sehr gut und bin stolz darauf“.[21]

Marc Reichwein von Welt Online schreibt, Passengers punkte durch sein sensationelles Produktionsdesign; besonders hebt er die gläsernen Schlafkapseln und den Pool hervor, was alles aussehe wie eine konsequente Weiterentwicklung des berühmten Singapurer Hotels Marina Bay Sands. Reichwein bemängelt allerdings, der Film lege es trotz einer Ausgangkonstellation mit Potenzial nur auf eine banale Zweierromanze an. Zudem fehle dem Film jede existenzielle Erzählkraft, vielleicht auch der Irrsinn und leider auch der Humor guter Science-Fiction.[22]

David Steinitz, Süddeutsche Zeitung, schreibt eingangs: „Selbst in den Weiten des Weltalls ist man nicht sicher vor Action-Quatsch: Der Film Passengers beginnt als großartig perverse Robinson-Crusoe-Parabel. Dann fangen die Explosionen an“. Sein Fazit: „So raffiniert John Spaihts diesen Versuchsaufbau auch konstruiert hat, in der zweiten Hälfte des Films scheint ihn plötzlich eine große Lustlosigkeit an seinem eigenen Experiment ergriffen zu haben […] Als hätte plötzlich ein vollkommen fantasiebefreiter Produzent verordnet, die Story auf Kosten jeglicher dramaturgischer Logik auf ein Happy End hinzudichten, unterwandert Spaihts genau jene Aspekte, die seine Geschichte ursprünglich spannend gemacht haben, indem er die Amour fou in einen reinen Actionfilm von der Stange umschreibt.“[23]

Peter Zander von der Berliner Morgenpost vergleicht den Film mit anderen Science-Fiction-Abenteuern, in denen Isolation eine wichtige Rolle spielt, wie Gravity, in dem Sandra Bullock als Astronautin ganz allein im Weltall kreist, oder Der Marsianer, in dem Matt Damon als eine Art intergalaktischer MacGyver auf dem roten Planeten ums Überleben kämpfen muss. In Zeiten von Globaltourismus und Google Earth, so Zander, gebe es kaum mehr unbekannte Eilande, wodurch die Vorstellung einer einsamen Insel ihren Schrecken verloren habe. Da Einsamkeit jedoch in der Natur von Urängsten liege, habe das Kino in jüngster Zeit das Weltall als letzten menschenfreien Vorstellungsraum für den Horror der Isolation ausgemacht.[24]

Im Dezember 2016 wurde bekannt gegeben, dass sich der Film in der reduzierten Vorauswahl für die Kategorie Beste visuelle Effekte der Oscarverleihung 2017 befand.[25]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In China, Russland und Deutschland erreichte der Film nach seinem Start Platz 1 der Kino-Charts. An seinem Startwochenende konnte der Film in Deutschland 412.330 Besucher und insgesamt bislang 1.264.704 Besucher verzeichnen,[26] wodurch er Platz 22 der deutschen Kino-Charts des Jahres belegt. Die Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich weltweit bislang auf 303,1 Millionen US-Dollar.[27]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Art Directors Guild Awards 2017

  • Auszeichnung für das Beste Szenenbild in einem Fantasyfilm (Guy Hendrix Dyas)[28]

Oscarverleihung 2017

Saturn Awards 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Passengers. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 164909/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Passengers. Jugendmedien­kommission.
  3. Carsten Baumgardt: Michael Sheen als Android am Set von 'Passengers': 'Ich wollte natürlich keine typischen 'Mr. Roboto'-Bewegungen hinlegen'. Seite 2: Interview mit Drehbuchautor Jon Spaihts In: filmstarts.de, 25. November 2016.
  4. a b Carsten Baumgardt: Michael Sheen als Android am Set von 'Passengers': 'Ich wollte natürlich keine typischen 'Mr. Roboto'-Bewegungen hinlegen'. Seite 1: Interview mit Michael Sheen In: filmstarts.de, 25. November 2016.
  5. Carsten Baumgardt: Michael Sheen als Android am Set von 'Passengers': 'Ich wollte natürlich keine typischen 'Mr. Roboto'-Bewegungen hinlegen'. Seite 3: Interview mit Produzent Neal H. Moritz In: filmstarts.de, 25. November 2016.
  6. Hanneke Weitering: Sci-Fi Gets Science Right: 'Passengers' Nails the Physics In: space.com, 21. Dezember 2016.
  7. Julie Miller: Jennifer Lawrence’s Gravity-Defying 'Passengers’ Pool Scene, Explained In: vanityfair.com, 20. Dezember 2016.
  8. Finanzübersicht des Films PassengersIn: Box Office Mojo, 6. März 2017.
  9. Madeline Raynor: Imagine Dragons debut original song from Passengers soundtrack In: Entertainment Weeky, 29. November 2016.
  10. 145 Original Scores In 2016 Oscar Race In: oscars.org, 13. Dezember 2016.
  11. Here Are the 2017 Oscar Nominations In: time.com, 24. Januar 2017.
  12. 91 Original Songs Vie for 2016 Oscar In: oscars.org, 13. Dezember 2016.
  13. 'Passengers’ Soundtrack Details In: filmmusicreporter.com, 22. November 2016.
  14. Björn Becher: 'Passengers': Jennifer Lawrence und Chris Pratt im ersten Trailer zum 'zweiten Gravity' In: filmstarts.de, 20. September 2016.
  15. Jennifer Lawrence & Chris Pratt Kick Off 'Passengers’ Press Tour In Paris, Debut Imagine Dragons Theme Song 'Levitate'! In: justjared.com, 29. November 2016.
  16. Annika Schönstädt: Jennifer Lawrence: Weihnachten ist da, um sich zu betrinken In: Berliner Morgenpost, 2. Dezember 2016.
  17. 'Passengers'-Premiere in Los Angeles Jennifer Lawrence überstrahlt sie alle In: Stuttgarter Nachrichten, 15. Dezember 2016.
  18. Karsten Serck: 'Passengers' Blu-ray Disc mit Auro 3D-Sound? In: areadvd.de, 4. Mai 2017.
  19. Freigabebegründung für Passengers In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  20. Sebastian Lorenz: Irrfahrt durchs All – Kritik zu Passengers In: robots-and-dragons.de, 1. Januar 2017.
  21. Nach extremer Kritik an Passengers: Chris Pratt äußert sich zu Vorwürfen In: chip.de, 21. April 2017.
  22. Marc Reichwein: SciFi-Drama 'Passengers'. Zwei Stunden ganz allein mit Jennifer Lawrence In: welt.de, 4. Januar 2017.
  23. David Steinitz: Hundert Jahre Zweisamkeit In: sueddeutsche.de, 4. Januar 2017.
  24. Peter Zander: Für immer gefangen auf einem Raumschiff: 'Passengers' In: Berliner Morgenpost, 4. Januar 2017.
  25. Maane Khatchatourian und Dave McNary: Oscars: 10 Films Advance in Visual Effects Race In: Variety, 16. Dezember 2016.
  26. Top 100 Deutschland 2017 In: insidekino.com. Abgerufen am 2. März 2018.
  27. Passengers In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 31. Oktober 2017
  28. Erik Pedersen und Matt Grobar: ADG Awards: 'La La Land', 'Hidden Figures' & 'Passengers' Take Film Trophies In: deadline.com, 11. Februar 2017.
  29. Here Are the 2017 Oscar Nominations In: time.com, 24. Januar 2017.
  30. The 43rd Annual Saturn Awards nominations are announced for 2016 In: saturnawards.org. Abgerufen am 2. März 2017.