Peter Gojowczyk

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Peter Gojowczyk Tennisspieler
Peter Gojowczyk
Peter Gojowczyk 2016 in Wimbledon
Spitzname: Gojo
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 15. Juli 1989
Größe: 187 cm
Gewicht: 83 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Rechts
Trainer: Alexander Satschko
Preisgeld: 1.551.378 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 38:38
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 49 (9. April 2018)
Aktuelle Platzierung: 49
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 3:4
Höchste Platzierung: 452 (15. September 2014)
Aktuelle Platzierung: 836
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
21. Mai 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Peter Gojowczyk (* 15. Juli 1989 in München) ist ein deutscher Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2009: Erste Erfolge bei Future-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Gojowczyk begann im Alter von vier Jahren, Tennis zu spielen. Nachdem er 2005 einige Turniere als Junior gespielt hatte, wechselte er 2006 ins Profilager und spielte von da an zunächst auf der Future Tour. Im September und Oktober 2007 gewann er in Mexiko seine ersten beiden Titel und stieg dadurch in die Top 500 der Tennis-Weltrangliste ein.

Anfang 2008 folgten in Österreich zwei weitere Future-Titel, wonach Gowojczyk zunehmend auch an Challenger-Turnieren teilnahm. Dort kam er jedoch zunächst nie über die zweite Runde hinaus. In München und Halle versuchte er erstmals, sich für ATP-Turniere zu qualifizieren, schaffte jedoch nicht den Sprung ins Hauptfeld. Im September 2008 konnte Peter Gojowczyk in Indien und Thailand innerhalb von drei Wochen drei Future-Titel gewinnen und stieß daraufhin erstmals in die Top 300 der Weltrangliste vor.

Der endgültige Durchbruch ließ jedoch noch weiter auf sich warten. Im September 2009 fiel Gojowczyk kurzzeitig bis auf Rang 619 der Weltrangliste zurück. Unter anderem durch seine erste Challenger-Viertelfinalteilnahme in Eckental, wo er unter anderem den ehemaligen Top-20-Spieler Dominik Hrbatý besiegte, schaffte er es jedoch bis zum Jahresende zurück in die Top 400.

2010–2011: ATP-Debüt, Sieg bei den Deutschen Meisterschaften und erstes Challenger-Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Höhepunkt des Jahres 2010 erfolgte für Peter Gojowczyk im Mai beim ATP-Turnier in München, wo er sich erstmals für ein ATP-Hauptfeld qualifizieren konnte. Gegen den an Position 5 gesetzten Marcos Baghdatis konnte er sogar den ersten Satz gewinnen, musste sich aber letztendlich in drei Sätzen dem späteren Halbfinalisten geschlagen geben. Im weiteren Saisonverlauf folgten noch zwei Challenger-Viertelfinals in Oberstaufen und Bangkok, dabei konnte er unter anderem den Top-100-Spieler Andreas Beck besiegen. Zum Jahresabschluss gewann Peter Gojowczyk in Biberach durch einen Finalsieg über Kevin Deden die Deutsche Tennismeisterschaften.[1]

Im August 2011 schaffte Peter Gojowczyk seinen bis dahin größten Erfolg: Beim Challenger-Turnier in Manerbio zog er als Qualifikant ohne Satzverlust bis ins Finale ein und besiegte dabei mit Thiemo de Bakker und Martin Kližan zwei gesetzte Spieler. Im Finale gewann er gegen Adrian Ungur den ersten Satz, verlor das Match aber letztendlich knapp in drei Sätzen. Im weiteren Saisonverlauf erreichte Gojowczyk noch zwei weitere Challenger-Viertelfinals, und beendete die Saison auf seiner bislang besten Platzierung 241.

2012 bis heute: Grand-Slam-Debüt und erste Erfolge auf der ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2012 nahm Peter Gojowczyk bei den Australian Open erstmals an der Qualifikation zu einem Grand-Slam-Turnier teil. Durch drei glatte Zweisatzsiege, unter anderem über den an Position 2 gesetzten Grega Žemlja, qualifizierte sich Gojowczyk souverän und traf in der ersten Hauptrunde auf Donald Young. Nachdem er die ersten beiden Sätze glatt verloren hatte, kämpfte er sich zurück ins Match und in den entscheidenden fünften Satz, welchen er jedoch mit 2:6 gegen den Favoriten verlor.

Im April 2012 erreichte Peter Gojowczyk das Halbfinale beim Challenger-Turnier in Saint-Brieuc. Gegen Augustin Gensse verlor er trotz Satzführung das Spiel in drei Sätzen. Zuvor siegte er unter anderem gegen die beiden gesetzten Franzosen Kenny de Schepper und Maxime Teixeira. Durch dieses Ergebnis landete er in der daraufhin veröffentlichten Weltrangliste mit Position 194 erstmals unter den Top 200.

Bei den US Open 2013 erreichte Gojowczyk durch einen Viersatz-Sieg gegen den Niederländer Igor Sijsling erstmals die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers. Im August 2013 stand er erstmals in seiner Karriere unter den Top 150 der Weltrangliste im Herren-Einzel.

Beim ATP-Turnier in Doha stand Gojowczyk zu Beginn des Jahres 2014 erstmals im Halbfinale eines ATP Turniers. Nach überstandener Qualifikation und Siegen über Dominic Thiem, Philipp Kohlschreiber und Dustin Brown scheiterte er knapp am Weltranglistenersten Rafael Nadal mit 6:4, 2:6 und 3:6, sicherte sich aber mit 53.800 US-Dollar das bislang höchste Preisgeld seiner Karriere. Anschließend stand er als Qualifikant erstmals im Hauptfeld der Australian Open 2014. Zum Ende der Saison erreichte er mit Platz 79 seine beste Position.

2017 gewann er, als Qualifikant, das Turnier in Metz. Im Endspiel besiegte er Benoît Paire in zwei Sätzen und rückte in der Weltrangliste dadurch auf Rang 66 vor.

Davis Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine Überraschung sorgte Gojowczyk bei seinem Davis-Cup-Debüt im April 2014 für Deutschland gegen Frankreich, als er Jo-Wilfried Tsonga, zu dem Zeitpunkt die Nummer zwölf der Weltrangliste, in fünf Sätzen besiegte.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (1)
ATP Challenger Tour (5)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (1)
Sand (0)
Rasen (0)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 24. September 2017 FrankreichFrankreich Metz Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Benoît Paire 7:5, 6:2
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 16. September 2012 China VolksrepublikVolksrepublik China Ningbo Hartplatz Korea SudSüdkorea Jeong Suk-young 6:3, 6:1
2. 26. Januar 2014 DeutschlandDeutschland Heilbronn Hartplatz (i) NiederlandeNiederlande Igor Sijsling 6:4, 7:5
3. 9. November 2014 SlowakeiSlowakei Bratislava Hartplatz (i) UsbekistanUsbekistan Farrux Doʻstov 7:62, 6:3
4. 20. September 2015 China VolksrepublikVolksrepublik China Nanchang Hartplatz IsraelIsrael Amir Weintraub 6:2, 6:1
5. 8. Januar 2017 AustralienAustralien Happy Valley Hartplatz AustralienAustralien Omar Jasika 6:3, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 25. Februar 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Delray Beach Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Frances Tiafoe 1:6, 4:6
2. 26. Mai 2018 SchweizSchweiz Genf Sand UngarnUngarn Márton Fucsovics 2:6, 2:6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peter Gojowczyk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BTV Bayerischer Tennis Verband- Willkommen. In: www.btv.de. Abgerufen am 16. Juli 2016.