Saint-Brieuc

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Saint-Brieuc
Sant-Brieg
Wappen von Saint-Brieuc
Saint-Brieuc (Frankreich)
Saint-Brieuc
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor (Präfektur)
Arrondissement Saint-Brieuc
Kanton Saint-Brieuc-1 (Hauptort)
Saint-Brieuc-2 (Hauptort)
Gemeindeverband Saint-Brieuc Armor Agglomération
Koordinaten 48° 31′ N, 2° 46′ WKoordinaten: 48° 31′ N, 2° 46′ W
Höhe 0–134 m
Fläche 21,88 km2
Einwohner 45.105 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 2.061 Einw./km2
Postleitzahl 22000
INSEE-Code
Website http://www.mairie-saint-brieuc.fr

Kathedrale von Saint-Brieuc

Saint-Brieuc (bretonisch Sant-Brieg) ist eine französische Gemeinde in der Bretagne, in Nordwest-Frankreich mit 45.105 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015). Sie ist der Sitz der Präfektur des Départements Côtes-d’Armor. Die Einwohner von Saint-Brieuc werden Briochins (m) bzw. Briochines (w) genannt.

Saint-Brieuc ist einer der Standorte der Universität der Westbretagne und Sitz des römisch-katholischen Bistums Saint-Brieuc.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa drei Kilometer entfernt vom Ärmelkanal auf einem Plateau, in das die Flüsse Gouët und Gouédic tiefe Täler gegraben haben und in die Bucht von Saint-Brieuc[1] fließen.

Nachbargemeinden sind Langueux, Trégueux, Ploufragan und Plérin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Quelle von Saint-Brieuc soll sich im 5. Jahrhundert, als die Bretagne christianisiert wurde, der keltische Mönch Briocus oder Brieuc († um 515; Fest am 1. Mai; in Rennes und Vannes am 11. Mai) niedergelassen haben, um ein Kloster zu gründen, um das sich nach und nach die spätere Stadt entwickelte. Brieuc war also der Legende nach Namensgeber der Stadt. Die Quelle bei der Kapelle Notre-Dame de la Fontaine ist seit dem 15. Jahrhundert durch eine Überdachung geschützt.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1793 1856 1901 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011
Einwohner 7.335 14.888 22.198 43.142 50.281 52.559 48.563 44.752 46.087 46.173

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Brieuc, Bahnhof
Haus in der Altstadt

Der kanalisierte Gouët führt zum Handels- und Fischereihafen Le Légué. Des Weiteren gibt es einen Sporthafen und den Regionalflughafen Saint Brieuc–Armor. Daneben bestimmen die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und die dafür erforderlichen Kühlhäuser das Wirtschaftsleben.

Saint-Brieuc ist TGV-Halt auf der Bahnstrecke Paris–Brest. Von ihr zweigen hier die Bahnstrecke Saint-Brieuc–Le Légué und die Bahnstrecke Saint-Brieuc–Pontivy ab, die beide nur noch im Güterverkehr bedient werden.

Saint-Brieuc wird im Schiffsregister unter „SB“ als Heimathafen angegeben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die gotische Kathedrale Saint-Étienne aus dem 13./14. Jahrhundert. Nördlich der Kathedrale findet sich ein Viertel mit alten Fachwerkhäusern. Bis ins 16. Jahrhundert war Saint-Brieuc als eine der sieben ältesten Bischofsstädte der Bretagne Station der großen Wallfahrt Tro-Breizh.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind Viadukte über die beiden Flusstäler, der Aubé-Hügel und der Turm Saint-Esprit.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Brieuc pflegt Städtepartnerschaften mit

Freundschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen der coopération décentralisée gibt es seit 2002 mit Agadez (Niger), seit 2003 mit Gabès (Tunesien), seit 2009 mit Battir und Kufur Thilit in den palästinensischen Autonomiegebieten und seit 2010 mit Gorazde (Bosnien und Herzegowina)..

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Gresser: Art. Briocus, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Band 2, Freiburg 1994, Sp. 695.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Brieuc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Baie de Saint-Brieuc ist ein Naturschutzgebiet