Peter Hermann (Fußballspieler)

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Peter Hermann
Peter-Hermann-2016-07.jpg
Peter Hermann (2016)
Spielerinformationen
Name Franz-Peter Hermann
Geburtstag 22. März 1952
Geburtsort KleinmaischeidDeutschland
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1972 FV Engers 07
1972–1973 TuS Neuendorf 29 0(4)
1973–1974 Hamburger SV 2 0(0)
1974–1976 Alemannia Aachen 69 0(7)
1976–1984 Bayer 04 Leverkusen 216 (32)
1984–1985 VfL Hamm/Sieg
Stationen als Trainer
Jahre Station
1989–2008 Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
1991 Bayer 04 Leverkusen (interim)
1995 Bayer 04 Leverkusen (interim)
1996 Bayer 04 Leverkusen (interim)
2008–2009 1. FC Nürnberg (Co-Trainer)
2009–2011 Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
2011–2013 FC Bayern München (Co-Trainer)
2013–2014 FC Schalke 04 (Co-Trainer)
2015 Hamburger SV (Co-Trainer)
2015–2017 Fortuna Düsseldorf (Co-Trainer)
2015 Fortuna Düsseldorf (interim)
2017– FC Bayern München (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Franz-Peter Hermann (* 22. März 1952 in Kleinmaischeid) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Hermann bestritt zwischen 1973 und 1984 insgesamt 120 Bundesligaspiele für den Hamburger SV (2-0) und Bayer 04 Leverkusen (118-12), in denen er zwölf Treffer erzielte. In der Saison 1984/85 ließ er seine aktive Karriere beim rheinländischen Verbandsligisten VfL Hamm/Sieg ausklingen.

Mit 20 Jahren wechselte Hermann zur Saison 1972/73 vom FV Engers aus der Amateurliga Rheinland zu TuS Neuendorf in die damals zweitklassige Fußball-Regionalliga Südwest. Der vorherige Amateurfußballer gehörte mit 29 Einsätzen und vier Toren sofort der Stammelf von Neuendorf an, welche am Rundenende den 11. Rang belegte. Der Hamburger SV verpflichtete den jungen Spieler nach nur einem Jahr Regionalligafußball für die Saison 1973/74 in die Bundesliga. Unter Trainer Kuno Klötzer wurde er im August und September 1973 in den zwei Bundesligaspielen gegen den Wuppertaler SV (0:3) und Hannover 96 (1:4) eingewechselt. Bereits am 6. Oktober 1973 stürmte Hermann aber wieder für TuS Neuendorf in der Regionalliga Südwest; beim 2:1 Erfolg gegen Landau stürmte er auf Rechtsaußen. Bis Rundenende kamen weitere 22 Ligaeinsätze (1 Tor) im letzten Jahr der alten zweitklassigen Regionalliga hinzu.

Zum Start der 2. Fußball-Bundesliga war der leichtfüßige und technisch gute Mittelfeldspieler zwei Jahre (1974 bis 1976) bei Alemannia Aachen aktiv. Nach 69 Zweitligaspielen mit sieben Toren unterschrieb er zur Saison 1976/77 bei Bayer 04 Leverkusen einen neuen Vertrag und schloss sich der Werkself unter Trainer Willibert Kremer an. Im dritten Jahr, 1978/79, gewann er mit Leverkusen die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord und erreichte damit den Bundesligaeinzug. Von 1976 bis 1979 hatte Hermann für Leverkusen 98 Spiele mit 20 Toren in der 2. Bundesliga bestritten. Sein Bundesligadebüt für Leverkusen absolvierte er am fünften Spieltag der Saison 1979/80, den 8. September 1979, bei einer 0:3 Niederlage bei Eintracht Frankfurt, wo er in der 2. Halbzeit für Hans-Jürgen Scheinert eingewechselt wurde. Sein letztes Bundesligaspiel bestritt er unter Trainer Dettmar Cramer in der Saison 1983/84. Hermann bildete dabei mit Ulrich Bittorf, Thomas Hörster und Jürgen Röber bei einer 0:2 Niederlage beim 1. FC Köln das Mittelfeld von Bayer 04 Leverkusen.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Hermann seine Spielerkarriere beendet hatte, wurde er 1989 Trainerassistent von Jürgen Gelsdorf bei Bayer 04 Leverkusen. Nach dessen Entlassung am 31. Mai 1991 übernahm Hermann für einen Monat die Position des Cheftrainers. Anschließend assistierte er Dragoslav Stepanović und Erich Ribbeck, ehe er vom 28. April bis 30. Juni 1996 nochmals zum Interimstrainer wurde. Danach rückte er wieder ins zweite Glied und war unter anderem als Assistent von Christoph Daum, Berti Vogts, Klaus Toppmöller, Klaus Augenthaler und Michael Skibbe tätig. Als zur Saison 2008/09 Bruno Labbadia als neuer Cheftrainer verpflichtet wurde, brachte dieser seinen Co-Trainer Eddy Sözer aus Fürth mit, woraufhin Hermann als Talentscout arbeiten sollte.

Aufgrund dessen verließ er Leverkusen nach über 19-jähriger Tätigkeit und ging zum 1. FC Nürnberg, bei dem er Michael Oenning assistierte.[1] Am 6. Juni 2009 gab Bayer 04 Leverkusen bekannt, dass Hermann als Assistent des neuen Cheftrainers Jupp Heynckes zurückkehren solle.[2] Da Hermanns Vertrag in Nürnberg noch bis zum 30. Juni 2010 lief und er eine auf den 31. Mai 2009 datierte Ausstiegsklausel nicht genutzt hatte, wehrte sich der 1. FC Nürnberg zunächst gegen den Wechsel.[3] Nach Verhandlungen zwischen beiden Vereinen kam Hermanns Rückkehr dennoch zustande.[4] Als Heynckes nach zwei Jahren Leverkusen verließ, um zur Saison 2011/12 Cheftrainer beim FC Bayern München zu werden, folgte ihm Hermann als Co-Trainer.[5] Mit diesem wurde er in der Saison 2012/13 Deutscher Meister, Champions-League-Sieger und gewann den DFB-Pokal.

Zur Saison 2013/14 verpflichtete der FC Schalke 04 Hermann als neuen Co-Trainer.[6] Sein Vertrag datierte bis zum Jahr 2015.[7] Nach einem schwachen Start in die Spielzeit 2014/15 wurde er am 7. Oktober 2014 zusammen mit Cheftrainer Jens Keller und Torwarttrainer Holger Gehrke beurlaubt.[8]

Nachdem der Hamburger SV schon in der Winterpause Interesse an einer Verpflichtung Hermanns als Co-Trainer für Josef Zinnbauer gehabt hatte, dieser aber wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren musste,[9] übernahm Hermann am 27. März 2015 den Posten des Co-Trainers des kurz zuvor installierten Interimstrainers Peter Knäbel[10] bis zu dessen Ablösung am 15. April durch Bruno Labbadia.[11]

Am 19. Mai 2015 unterschrieb Hermann einen Vertrag als Co-Trainer bei Fortuna Düsseldorf unter Frank Kramer.[12] Nach der Beurlaubung von Kramer am 23. November 2015 übernahm Hermann interimsweise den Trainerposten in Düsseldorf. Bei seinem Debüt als Cheftrainer der Fortuna konnte Hermann einen 2:1-Sieg beim FSV Frankfurt feiern, der erste Auswärtssieg der Düsseldorfer in der Saison. Nach der Verpflichtung von Marco Kurz als Cheftrainer mit Wirkung zum 1. Januar 2016 nahm Hermann wieder seine Aufgaben als Co-Trainer unter diesem wahr. Von März 2016 bis zum 9. Oktober 2017 war er Assistent von Friedhelm Funkel. Sein Vertrag lief ursprünglich bis Juni 2018,[13] wurde aber aufgrund seines Wechsels zurück zum FC Bayern München aufgelöst.

Nachdem der FC Bayern bei der Suche nach einem neuen Trainer Jupp Heynckes aus dem Ruhestand zurückgeholt hatte, wurde Hermann auf Heynckes’ Wunsch von Düsseldorf losgeeist und ist seit dem 9. Oktober 2017 für die Saison 2017/18 wieder Co-Trainer beim FC Bayern München.[14] Fortuna Düsseldorf erhielt dafür knapp 2 Millionen Euro als Ablösesumme, was für den Posten eines Co-Trainers als Weltrekord gilt.[15][16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Hermann neuer Co-Trainer. In: fcn.de. 8. September 2008, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  2. Trainerassistent Hermann: Der entscheidende Mann an Heynckes’ Seite. In: zeit.de. 5. Juni 2013, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  3. Club: Keine Einigung im Fall Hermann. In: nn-online.de. 9. Juni 2009, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  4. Bayer Leverkusen: Jupp Heynckes kriegt Peter Hermann. In: bild.de. 16. Juni 2009, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  5. Hermann folgt Heynckes nach München. In: kicker.de. 2. April 2011, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  6. FC Schalke 04 verpflichtet Peter Hermann als Co-Trainer Website des FC Schalke 04 vom 29. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013
  7. Hinweis in: RevierSport 44/2013, S. 9
  8. S04 trennt sich von Jens Keller – Roberto Di Matteo übernimmt. In: schalke04.de. 7. Oktober 2014, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  9. Simon Braasch: Neuer Co-Trainer für Peter Knäbel? HSV vor der Verpflichtung von Peter Hermann. In: Hamburger Morgenpost. 25. März 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  10. Peter Hermann wird neuer Co-Trainer. In: hsv.de. 27. März 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  11. Mit Labbadia in die Zukunft. In: hsv.de. 15. April 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  12. Peter Hermann wird Co-Trainer. In: f95.de. Abgerufen am 14. Dezember 2015.
  13. Kölner Express, 29. Juni 2017, http://www.express.de/sport/fussball/fortuna-duesseldorf/tacheles-vom-co-trainer--bin-ein-loyaler-typ----herrmann-bleibt-bei-fortuna-duesseldorf-27881376
  14. Jupp Heynckes wird Cheftrainer des FC Bayern bis Saisonende, fcbayern.com, 6. Oktober 2017, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  15. Weltrekord-Ablöse für Heynckes’ Wunsch-Assistenten auf welt.de, 7. Oktober 2017
  16. sueddeutsche.de 12. Oktober 2017: Der teuerste Co-Trainer der Welt