Hannes Wolf (Fußballtrainer)

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Hannes Wolf
Hannes wolf.jpg
Hannes Wolf (2016)
Personalia
Geburtstag 15. April 1981
Geburtsort BochumDeutschland
Größe 181 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
TuS Eichlinghofen
bis 1999 Rot-Weiß Barop
1999–2000 TSC Eintracht Dortmund
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2000–2002 TuS Iserlohn
2002–2004 1. FC Nürnberg II 37 (11)
2004 Schwarz-Weiß Essen 1 0(0)
2005–2006 SG Eintracht Ergste
2006–2009 ASC 09 Dortmund
2013–2014 VfL Kemminghausen
Stationen als Trainer
Jahre Station
2005–2006 SG Eintracht Ergste (Spielertrainer)
2006–2009 ASC 09 Dortmund (Spielertrainer)
2009–2010 Borussia Dortmund II (Co-Trainer)
2010–2011 Borussia Dortmund U19
2011 Borussia Dortmund II
2011–2015 Borussia Dortmund U17
2015–2016 Borussia Dortmund U19
2016–2018 VfB Stuttgart
2018–2019 Hamburger SV
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Hannes Wolf (* 15. April 1981 in Bochum) ist ein deutscher Fußballtrainer. Zuletzt war er beim Hamburger SV tätig.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf wuchs in Dortmund auf.[1] Er spielte in der Jugend zunächst für den TuS Eichlinghofen und wechselte vor seinem letzten Jahr in der A-Jugend von Rot-Weiß Barop zum TSC Eintracht Dortmund. Anschließend ging er zum Verbandsligisten TuS Iserlohn. Nach einem Probetraining unter Klaus Augenthaler wurde Wolf 2002 vom 1. FC Nürnberg als Vertragsamateur für die in der Oberliga Bayern spielende zweite Mannschaft verpflichtet. Im weiteren Verlauf erkrankte er jedoch am Pfeiffer-Drüsenfieber und litt wegen der Folgen dieser Virusinfektion unter muskulären Problemen. 2004 gehörte er vier Monate lang dem Kader des Oberligisten Schwarz-Weiß Essen an. Zwischen 2006 und 2009 wurde Wolf in die Studenten-Nationalmannschaft berufen und trat mit ihr unter anderem gegen die A-Nationalmannschaft von Ecuador an.[2][3]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Wolf sich dazu entschlossen hatte, sich auf sein vierjähriges Sportstudium an der Ruhr-Universität Bochum zu konzentrieren, wurde die SG Eintracht Ergste 2005 seine erste Trainerstation.[4] Als Spielertrainer gelang ihm ab 2006 mit dem ASC 09 Dortmund der zweimalige Aufstieg von der Bezirksliga in die Westfalenliga.[5]

Wolf wurde 2009 Trainerassistent bei Borussia Dortmund II und ein Jahr später Cheftrainer der A-Jugend von Borussia Dortmund. Im Februar 2011 übernahm er bis zum Ende der Saison 2010/11 die Cheftrainer-Position bei der Regionalligamannschaft des BVB.[6] In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 gewann die Dortmunder B-Jugend (U17) unter Wolfs Leitung in der U-17-Bundesliga jeweils den Titel. Zur Saison 2015/16 kehrte er zur A-Jugend (U19) der Borussen zurück und führte die Mannschaft zur Deutschen A-Juniorenmeisterschaft.

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. September 2016 wurde Wolf Cheftrainer des in der Vorsaison in die 2. Bundesliga abgestiegenen VfB Stuttgart und trat damit die Nachfolge des zurückgetretenen Jos Luhukay an.[7] Er gewann am Ende seiner ersten Profisaison mit dem VfB die Zweitliga-Meisterschaft und führte den Klub somit zum direkten Wiederaufstieg. Am 24. Juli 2017 verlängerte Wolf seinen Vertrag bei den Stuttgartern bis Juni 2019.[8] Am 28. Januar 2018 trennte sich der VfB Stuttgart von Wolf.[9]

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Oktober 2018 übernahm Wolf die nach zehn Spieltagen mit 18 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz stehende Zweitligamannschaft des Hamburger SV als Nachfolger von Christian Titz.[10] Er unterschrieb einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2020.[11] Unter Wolf gewann der HSV bei einem Unentschieden 6 der 7 verbleibenden Hinrundenspiele und schloss die Hinrunde mit 37 Punkten als Herbstmeister ab. In einer desaströsen Rückrunde blieb man nach einem 4:0-Sieg im Derby gegen den FC St. Pauli in den 8 darauffolgenden Spielen sieglos und verpasste den direkten Wiederaufstieg. Im DFB-Pokal erreichte der HSV unter Wolf erstmals seit 2009 das Halbfinale, in dem man gegen den Erstligisten RB Leipzig ausschied. Noch vor dem bedeutungslosen letzten Spieltag gab der HSV die Trennung von Wolf zum Saisonende bekannt.[12] Der HSV schloss seine erste Saison in der Zweitklassigkeit schließlich mit 56 Punkten auf dem 4. Platz ab, wobei man in der Rückrundentabelle mit 19 Punkten den 15. Platz belegte.

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher B-Jugend Meister mit Borussia Dortmund: 2014, 2015
  • Deutscher A-Jugend Meister mit Borussia Dortmund: 2016
  • Aufstieg in die Bundesliga mit dem VfB Stuttgart: 2017

TV-Experte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf war bei der Weltmeisterschaft 2018 als TV-Experte für die ARD tätig.[13]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf ist der Ehemann der Handball-Bundesliga-Spielerin Julia Wolf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hannes Wolf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marian Laske: Die verrückte Geschichte des Hannes Wolf. In: reviersport. PROKOM Medienberatungs- und Verlagsgesellschaft mbH, 18. Mai 2017, abgerufen am 16. November 2017.
  2. Von Udo Stark: Hannes Wolf: Traumreise am Ende einer großartigen Saison | WAZ.de. In: www.derwesten.de. Abgerufen am 23. September 2016.
  3. Alexander Nähle: Vielseitiger Hannes Wolf. Abgerufen am 23. September 2016.
  4. Vom 1. FC Nürnberg zum ASC Dortmund reviersport.de 11. August 2007
  5. Ex-Nürnberger darf sich austoben derwesten.de 11. Juli 2008
  6. Theo Schneider wechselt zu RW Oberhausen - Hannes Wolf übernimmt die U 23 des BVB Borussia Dortmund 23. Februar 2011
  7. Hannes Wolf wird neuer Cheftrainer (Memento vom 20. September 2016 im Internet Archive) VfB Stuttgart vom 20. September 2016, abgerufen am 21. September 2016
  8. Vorzeitige Vertragsverlängerung mit Hannes Wolf VfB Stuttgart 24. Juli 2017
  9. Der VfB und Hannes Wolf trennen sich. In: vfb.de. VfB Stuttgart, 28. Januar 2018, abgerufen am 28. Januar 2018.
  10. HSV trennt sich von Titz - Wolf übernimmt, Kicker, 23. Oktober 2018
  11. Hannes Wolf übernimmt beim Hamburger SV das Traineramt mit „100 Prozent Feuer“, bundesliga.com, 23. Oktober 2018, abgerufen am 24. Oktober 2018.
  12. HSV trennt sich von Hannes Wolf, hsv.de, 17. Mai 2019, abgerufen am 17. Mai 2019.
  13. Lahm, Hitzlsperger, Kuntz und Wolf im ARD-Team. swr.de, 23. April 2018, abgerufen am 27. April 2018.