Rúrik Gíslason

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Rúrik Gíslason
2014-05-30 Austria - Iceland football match, Rúrik Gíslason 0379-crop.jpg
im Trikot der Nationalmannschaft (2014)
Personalia
Geburtstag 25. Februar 1988
Geburtsort ReykjavíkIsland
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
HK Kópavogur
RSC Anderlecht
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005 HK Kópavogur 12 0(1)
2005–2007 Charlton Athletic 0 0(0)
2007–2009 Viborg FF 46 (16)
2009–2012 Odense BK 87 (10)
2012–2015 FC Kopenhagen 68 0(5)
2015–2018 1. FC Nürnberg 30 0(0)
2016–2018 1. FC Nürnberg II 6 0(1)
2018– SV Sandhausen 40 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005–2011 Island U-21 19 0(6)
2009– Island 53 0(3)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 4. Mai 2019

2 Stand: 19. November 2018

Rúrik Gíslason (* 25. Februar 1988 in Reykjavík) ist ein isländischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rúrik Gíslason spielte in der Jugend bei HK Kópavogur. Im Frühjahr 2004 wechselte er in die Nachwuchsmannschaft des belgischen Klubs RSC Anderlecht, den er im Herbst des Jahres wieder verließ. Erneut in Diensten von HK Kópavogur lief er 2005 für den Klub in der 1 Deild auf. Im August 2005 ging er zum englischen Klub Charlton Athletic, für den er in der Reservemannschaft zum Einsatz kam.

2007 sicherte sich der dänische Verein Viborg FF die Dienste von Rúrik Gíslason, der einen Dreijahreskontrakt unterzeichnete.[1] In der Spielzeit 2007/08 der Superliga geriet der von Anders Linderoth betreute Klub in Abstiegsgefahr, sodass Stephen Lowe und kurz darauf Hans Eklund den Trainerposten übernahmen. Im Saisonverlauf gehörte Rúrik zwar regelmäßig zum Kader, kam aber hauptsächlich als Einwechselspieler zum Einsatz. Erst an den letzten Spieltagen, als der Abstieg so gut wie feststand, stand er in der Startelf und erzielte in den Spielen gegen Brøndby IF und gegen Mitabsteiger Lyngby BK seine ersten Tore im dänischen Profifußball. In der zweiten Liga reifte er zum Stammspieler und gehörte zu den Stützen des Klubs, sodass sein Vertrag bis 2012 verlängert wurde.[2]

Nach dem verpassten Aufstieg 2009 schloss sich Rúrik Gíslason jedoch Odense BK an und unterzeichnete einen bis 2014 laufenden Vertrag.[3] An der Seite von Peter Utaka, Anders Møller Christensen, Roy Carroll und Atle Roar Håland war er in der Folge über weite Strecken der Spielzeit 2009/10 Stammspieler und erreichte mit der Mannschaft als Tabellenzweiter die UEFA Europa League 2010/11.

Nach drei Jahren beim FC Kopenhagen (dort wurde er 2013 dänischer Meister und 2015 dänischer Pokalsieger) wechselte Rúrik Gíslason in der Saison 2015/16 zum 1. FC Nürnberg in die zweite deutsche Liga.[4] Er wurde gelegentlich im Regionalligateam des Clubs eingesetzt.

Am 18. Januar 2018 wechselte Rúrik zunächst bis Ende der laufenden Saison 2017/18 zum SV Sandhausen.[5] Dort erzielte er beim 1:1 im Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue am 3. März 2018 seinen ersten Treffer in der 2. Bundesliga.[6] Im Juni 2018 verlängerte er seine Vertragslaufzeit beim SV Sandhausen bis 2020.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2009 debütierte er, nachdem er bereits seit 2005 für die isländische U-21-Auswahl aufgelaufen war, in der isländischen A-Nationalmannschaft. Die Begegnung entschieden die Färöer mit 1:2 für sich.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stand Rúrik Gíslason im isländischen Kader. Während die sportliche Teambilanz mäßig ausfiel, erregte Rúrik medial unerwartete Aufmerksamkeit.[8][9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rúrik kandidierte bei den isländischen Parlamentswahlen 2016 und 2017 auf einem hinteren Listenplatz der konservativen Unabhängigkeitspartei in Reykjavík.[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Viborg F.F. sikrer sig stortalent. In: vff.dk. Viborg F.F. Prof. Fodbold A/S, abgerufen am 28. Dezember 2010 (dänisch).
  2. tv2sport.dk: „Viborg forlænger med islandsk profil“@1@2Vorlage:Toter Link/tv2sport.dk (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 28. Dezember 2010)
  3. ob.dk: „OB køber Rurik Gislason“ (abgerufen am 28. Dezember 2010)
  4. 1. FC Nürnberg verpflichtet Isländer Gíslason. In: welt.de. WeltN24 GmbH, 11. Juni 2015, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  5. SVS verpflichtet Rúrik Gíslason Website SV Sandhausen, abgerufen am 18. Januar 2018
  6. Gislason rettet Sandhausen einen Punkt, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 22. März 2018.
  7. Starkes Signal: WM-Fahrer Gislason verlängert in Sandhausen kicker.de, abgerufen am 12. Juni 2018.
  8. Billy Haisley: Little-Known Icelandic Soccer Player Becomes Social Media Sensation Due To His Sexiness dailystar.co.uk, 23. Juni 2018.
  9. Charlotte Ikonen: World Cup cameo turns Iceland star into new sex symbol dailystar.co.uk, 25. Juni 2018.
  10. Stefán Árni Pálsson: Rúrík í framboð fyrir Sjálfstæðisflokkinn visir.is, 24. September 2016.
  11. Sigríður Á. Andersen leiðir í Reykjavíkurkjördæmi suður Website der Partei, 30. September 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rúrik Gíslason – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Island Anmerkung: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.