Pascal Hens

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Pascal Hens
PascalHensHoch2.jpg

Pascal Hens im Trikot des HSV (2014)

Spielerinformationen
Spitzname „Pommes“
Geburtstag 26. März 1980
Geburtsort Daun, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 2,03 m
Spielposition Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
1986–1996 DeutschlandDeutschland TG Kastel
1996–1998 DeutschlandDeutschland SV Kostheim 1912
1998–1999 DeutschlandDeutschland TuS Eintracht Wiesbaden
1999–2003 DeutschlandDeutschland SG Wallau/Massenheim
2003–2016 DeutschlandDeutschland HSV Hamburg
2016–2016 DanemarkDänemark HC Midtjylland
2016–2017 DeutschlandDeutschland HBW Balingen-Weilstetten
Nationalmannschaft
Debüt am 13. März 2001
            gegen NorwegenNorwegen Norwegen in Rostock
  Spiele (Tore)
DeutschlandDeutschland Deutschland 199 (565)[1]

Stand: 11. Juni 2017

Pascal Hens (* 26. März 1980 in Daun) ist ein ehemaliger deutscher Handballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pascal Hens wuchs im hessischen Wiesbaden im Ortsbezirk Mainz-Kastel auf. Er besuchte die Wilhelm-Leuschner-Schule und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Handballspielen beim Wiesbadener Verein TG Kastel. Seinen Feinschliff bekam er in den zwei Jahren beim SV Kostheim 1912, in denen er zur Kreis- und Bezirksauswahl Wiesbaden eingeladen wurde.

Für die SG Wallau/Massenheim absolvierte er sein erstes Handball-Bundesligaspiel am 21. Spieltag in der Saison 1999/2000 gegen den Absteiger TuS Schutterwald. Er warf in diesem Spiel fünf Tore und Wallau/Massenheim gewann mit 29:18. Da Pascal Hens jedoch noch nicht spielberechtigt war – dem Verein war ein Fehler mit seinem Spielerpass unterlaufen – wurde das Spiel als Sieg für Schutterwald gewertet.

Im Jahr 2000 bekam Hens seinen ersten Bundesligavertrag und spielte bis 2002 bei Wallau/Massenheim unter Trainer Martin Schwalb. In seiner ersten kompletten Bundesliga-Saison (2000/2001) schaffte er den Durchbruch: Pascal Hens bekam große Spielanteile und wurde im März 2001 in die Nationalmannschaft berufen. 2007 wurde er Weltmeister bei der 20. Handball-Weltmeisterschaft. Bei diesem Triumph im eigenen Land erzielte er auch die meisten Tore für das DHB-Team. Für den Weltmeistertitel wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[2] Nach der Europameisterschaft 2012 trat er nach insgesamt 199 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurück.[3]

Der HSV-Trainer Bob Hanning holte Pascal Hens im Frühjahr 2003 zum HSV Hamburg, obwohl Hens Angebote von THW Kiel, TBV Lemgo und dem SC Magdeburg vorlagen. Seit 2003 spielte er für den HSV Hamburg auf der Position Rückraum links. Am 4. Februar 2008 wurde er in Hamburg zu „Hamburgs Sportler des Jahres“ gekürt. Im Oktober 2015 wurde Hens für sein 500. Pflichtspiel für den HSV Hamburg geehrt.

Nach der Insolvenz und dem Rückzug aus dem Spielbetrieb des HSV Hamburg wechselte Hens im Februar 2016 zum dänischen Erstligisten HC Midtjylland.[4] In der Saison 2016/17 spielte er für die HBW Balingen-Weilstetten.[5] Anschließend beendete er seine Karriere.[6]

Sein Markenzeichen ist sein Irokesenschnitt.

Pascal Hens unterstützt als Botschafter die Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.[7] Außerdem arbeitet er bei der Kampagne Vergiss Aids nicht mit, für die er unter anderem in Fernsehspots zu sehen ist.[8]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hens ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pascal Hens am 10. Juni 2006 nach einem Länderspiel in der SAP-Arena
Pascal Hens beim Schlecker Cup 2007 in Ehingen

HSV Hamburg:

HC Midtjylland:

  • Dänischer Pokalsieger 2016

Nationalmannschaft:

  • 2009: 5. Platz Weltmeisterschaft in Kroatien
  • 2008: 4. Platz Europameisterschaft in Norwegen
  • 2007: Weltmeister in Deutschland
  • 2006: 5. Platz Europameisterschaft in der Schweiz
  • 2005: 9. Platz Weltmeisterschaft in Tunesien
  • 2004: Silbermedaille Olympische Spiele in Athen, Griechenland
  • 2004: Europameister in Slowenien
  • 2003: Vize-Weltmeister in Portugal
  • 2002: Vize-Europameister in Schweden
  • 2001: Supercup Sieger in Deutschland
  • 2000: 3. Platz Militär-WM

Saisonbilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
2000–02 SG Wallau/Massenheim Bundesliga 68 245 12 233
2002/03 SG Wallau/Massenheim Bundesliga 25 113 - 113
2003/04 HSV Hamburg Bundesliga 26 106 - 106
2004/05 HSV Hamburg Bundesliga 14 54 - 54
2005/06 HSV Hamburg Bundesliga 34 159 1 158
2006/07 HSV Hamburg Bundesliga 31 142 - 142
2007/08 HSV Hamburg Bundesliga 33 158 - 158
2008/09 HSV Hamburg Bundesliga 21 81 - 81
2009/10 HSV Hamburg Bundesliga 30 93 - 93
2010/11 HSV Hamburg Bundesliga 31 84 - 84
2011/12 HSV Hamburg Bundesliga 33 103 - 103
2012/13 HSV Hamburg Bundesliga 28 88 - 88
2013/14 HSV Hamburg Bundesliga 28 69 - 69
2000–2014 gesamt Bundesliga 402 1495 13 1482

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pascal Hens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. thw-handball.de Top-39 Torjäger Deutsche Nationalmannschaft (DHB + DHV) abgerufen am 14. Februar 2015.
  2. www.focus.de Handball – WM: Merkel lädt Handball-Weltmeister ins Kanzleramt vom 4. Juni 2007, abgerufen am 5. April 2014
  3. handball-world.com: Pascal Hens erklärt Rücktritt aus der Nationalmannschaft
  4. „HC MIDTJYLLAND HAR SKREVET KONTRAKT MED PASCAL HENS“, www.hcmidtjylland.dk, 2. Februar 2016
  5. http://www.handball-world.com/o.red.c/news-1-1-1-83090.html
  6. www.handball-world.news: Pascal Hens beendet Karriere, abgerufen am 12. Juni 2017
  7. www.respekt.tv Pascal Hens abgerufen am 14. Februar 2015.
  8. vergissaidsnicht.de