Kathrin Menzinger

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Kathrin Menzinger
Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov bei der Lambertz Monday Night, im Februar 2016.

Kathrin Menzinger (* 24. September 1988 in Wien) ist eine österreichische Tänzerin. Die Weltmeisterin der WDSF Professional Division in den Kategorien Showdance Latein und Showdance Standard erreichte durch die Fernsehshows Dancing Stars und Let's Dance Bekanntheit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menzinger begann im Alter von sechs Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder Patrick mit dem Turniertanzsport und konnte bis zum Jahr 2004 mehrere österreichische Schüler- und Jugendmeistertitel in den lateinamerikanischen Tänzen erringen,[1] und Österreich bei insgesamt sieben Junioren- und Jugendweltmeisterschaften der World Dance Sport Federation (WDSF) vertreten. 2002 erreichte sie im Alter von 13 Jahren als bislang jüngste Tänzerin das Finale der Staatsmeisterschaft Latein in der allgemeinen Klasse und wurde somit jüngstes Mitglied der Nationalmannschaft, 2004 errang sie den Vize-Staatsmeistertitel in der Kombination über zehn Tänze.

Ab 2004 erreichte sie mit ihrem neuen Partner Vadim Garbuzov auch international Erfolge. 2005 konnten sie das Finale der Jugend-WM über zehn Tänze in Antwerpen erreichen. Im darauf folgenden Jahr gelang ihnen der Gewinn des österreichischen Staatsmeistertitels in dieser Disziplin, 2006 erreichten sie bei der WM über zehn Tänze in Moskau das Semifinale. Nach einer verletzungsbedingten Pause in den Jahren 2007 und 2008 schloss sie 2010 mit dem 4. Platz beim Europacup in der Kombination wieder an alte tanzsportliche Erfolge an.

Im Jahr 2012 begann sie neben Standard und Latein mit dem Kür- oder Showdance und gewann bereits im selben Jahr die Österreichische Meisterschaft in dieser Disziplin, ebenso im Jahr 2013. Auch international erreichte sie bereits bei ihrem ersten Antreten bei einer Showdance-WM das Finale im Standard-Showdance in Peking 2012. Im Jahr 2013 gelang ihr das in der Standard- und Lateindisziplin mit einem 5. und 6.Platz, ebenfalls bei der WDSF-Showdance WM in Peking 2013. Im selben Jahr fanden in Kaoshiung auf Taiwan die ersten World Dancesport Games der WDSF statt, bei denen sie einen 4. und 5. Platz im Finale der Showdance-Bewerbe belegte.

Österreichweite Bekanntheit erreichte sie im Jahr 2011 durch die Teilnahme an der ORF-Produktion Dancing Stars, wo sie die Profi-Partnerin von Dieter Chmelar war. Im Sommer 2011 wirkte sie gemeinsam mit ihrem Partner bei der ebenfalls vom ORF produzierten Starnacht am Wörthersee als Showact mit.

Auch 2012 gehörte sie zum Team der Profi-Tänzer der ORF-Produktion Dancing Stars, wo sie mit dem österreichischen Schauspieler David Heissig ein Tanzpaar bildete und die 4. Runde erreichte. In diesem Jahr begann sie auch mit ihrer Choreographietätigkeit im Filmhof Wein4tel in Asparn/Zaya und im Wiener Metropol, gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Vadim Garbuzov zeichnete sie für die Choreographie für das Musical „Die Zähmung des Widerspenstigen“ unter der Regie von Vicky Schubert, frei nach Shakespeare, verantwortlich.

Seit dem Oktober 2012 ist sie als Heeressportlerin beim Österreichischen Bundesheer im HLSZ 02 im Bundessportzentrum Südstadt beschäftigt. 2013 wieder bei Dancing Stars als Profi-Tänzerin im Einsatz, gelang ihr in diesem Jahr mit ihrem Promi-Partner, dem Musical-Star Lukas Perman, der Einzug ins Finale, wo sie den 3. Platz belegten. Im Sommer 2013 war sie wieder für die Choreographie der weltweiten Musical-Uraufführung Der Hofnarr (nach dem Danny-Kaye-Film The Court Jester) für das Wiener Metropol und den Filmhof Wein4tel, verantwortlich. Ebenso erwähnenswert ist ein Fernseh-Live-Auftritt bei Florian Silbereisen in seiner ARD-Show „Sommerfest der Volksmusik“ in Graz. Beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2014 gab sie mit ihrem Tanzpartner live im Wiener Musikverein vor einem Millionenpublikum der weltweiten ORF-Übertragung den Walzer „An der schönen blauen Donau“ nach ihrer eigenen Choreographie zum Besten.[2]

2014 gelang ihr mit dem Ex-Skispringer und Weltcupsieger Hubert Neuper bei der 9. Staffel der ORF-Produktion Dancing Stars wieder der Einzug ins Finale, wo sie wie im Vorjahr den 3. Platz belegte.

Bei der Europameisterschaft im Showdance Standard der WDSF im Wiener Rathaus errang sie gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Vadim Garbuzov den Vize-Europameistertitel für Österreich, im Oktober folgte der Vize-Weltmeistertitel im Showdance Latein, Anfang November gewann sie ihren ersten internationalen Titel mit der Goldmedaille bei der Europameisterschaft im Showdance Latein in Dresden, gefolgt von ihrem zweiten Vize-Weltmeistertitel, diesmal in der Showdance Standard Sektion.

Im Jahre 2015 nahm sie erstmals als Profi-Tänzerin an der RTL-Show Let's Dance teil und konnte gemeinsam mit ihren Tanzpartner, dem ehemaligen Fußballspieler Hans Sarpei, am 5. Juni 2015 vor den Tanzpaaren Minh-Khai Phan-Thi/Massimo Sinató und Matthias Steiner/Ekaterina Leonova Dancing Star 2015 werden. Am 7. Juni wurde sie gemeinsam mit Vadim Garbuzov Weltmeister der WDSF Professional Division in der Kategorie Showdance Latein.[3] Im November wurden Menzinger und Garbuzov bei der WM der Profis im Showdance Standard erneut Weltmeister.[4] 2016 trat Menzinger erneut bei Let’s Dance an, schied mit Ulli Potofski allerdings in der ersten Runde aus. In der dritten Folge rückte das Paar aufgrund des verletzungsbedingten Ausscheidens von Franziska Traub wieder in die Sendung nach und schied in Folge neun wieder aus.

Gemeinsam mit ihren Eltern betreibt sie das Doubledance–Studio in Franzensdorf in Niederösterreich.

Mit ihrem Tanzpartner Vadim Garbuzov war sie bis 2015 liiert.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dreimalige österreichische Schülermeisterin Latein 1999–2002
  • Dreimalige österreichische Jugendmeisterin Latein, Standard 2004–2005
  • Jugend-WM-Finalistin Kombination 2005
  • Österreichische Staatsmeisterin in der Kombination 2006
  • Österreichische Vize-Staatsmeisterin in der Kombination 2004, 2005, 2009, 2010, 2012, 2013
  • Österreichische Vize-Staatsmeisterin Standard 2012, 2013
  • Finalistin der österreichischen Staatsmeisterschaften Kombination 2002, 2003
  • Finalistin der österreichischen Staatsmeisterschaften Latein 2002, 2004,2005, 2010, 2011, 2012, 2013
  • Finalistin der österreichischen Staatsmeisterschaften Standard 2005, 2006, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013
  • WM-Semifinalistin in der Kombination 2006
  • Drei Siege bei WDSF-Weltranglistenturnieren 2005–2010
  • Vierter Platz beim Europacup in der Kombination 2010
  • Österreichische Meisterin im Kürtanzsport 2012, 2013
  • WM-Finalistin Showdance Latein 2012, 2013
  • WM-Finalistin Showdance Standard 2013
  • Vierter und fünfter Platz im Finale der WorldDanceSportGames Kaoshiung 2013 im Showdance Standard und Latein
  • Sieg bei der Wiener-Walzer-Konkurrenz im Rahmen der AOC
  • Vierter Platz WM im Showdance Standard, Professional Division 2013
  • Vize-Europameisterin bei der EM im Showtanz Standard, Professional Division 2014
  • Europameisterin bei der EM im Showtanz Latein, Professional Division 2014
  • Vize-Weltmeisterin WM Showdance Latin 2014
  • Vize-Weltmeisterin WM Showdance Standard 2014
  • Let’s-Dance-Gewinnerin 2015 (mit Hans Sarpei)
  • Weltmeisterin Showdance Latin 2015[3]
  • Weltmeisterin Showdance Standard 2015[4]
  • Europameisterin Showdance Standard 2016
  • Europameisterin Showdance Latein 2016
  • Weltmeisterin Showdance Latin 2016[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kathrin Menzinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tanzsportverband: Meister; abgerufen am 25. Jän. 2012
  2. „Neujahrskonzert 2014“ live im ORF: Michael Beyer setzt Wiener Philharmoniker und Wiener Staatsballett in Szene. APA-Meldung vom 10. Dezember 2013, abgerufen am 5. Jänner 2015.
  3. a b orf.at - Gabuzov/Menzinger sind Showtanz-Weltmeister. Artikel vom 8. Juni 2015, abgerufen am 8. Juni 2015.
  4. a b orf.at - Menzinger/Garbuzov erneut Weltmeister. Artikel vom 23. November 2015, abgerufen am 23. November 2015.
  5. Seitenblicke.at: Menzinger und Garbuzov: Trennung!; abgerufen am 22. Juli 2015
  6. orf.at - Garbuzov/Menzinger holen erneut WM-Gold. Artikel vom 21. November 2016, abgerufen am 21. November 2016.