Innogy

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Dieser Artikel behandelt das deutsche Tochterunternehmen von RWE. Zum britischen Unternehmen mit dem ehemaligen Namen Innogy, das heute ebenfalls zu RWE gehört, siehe RWE npower.
innogy SE
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Rechtsform Europäische Gesellschaft
ISIN DE000A2AADD2
Gründung 2016[1]
Sitz Essen

Leitung

Mitarbeiter ca. 38.600 (FTE 2015)[2]
Umsatz 45,6 Mrd. € (2015)[2]
Branche Erneuerbare Energien
Website www.innogy.com

Die Innogy SE (Eigenschreibweise innogy) ist eine börsennotierte Tochtergesellschaft des deutschen Energieversorgers RWE, die zum 1. April 2016 als RWE International SE startete. Sie erzeugt Strom aus erneuerbaren Energien, betreibt Verteilnetze und vertreibt Energie.[3]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innogy plant, baut und betreibt Stromerzeugungsanlagen vor allem auf Basis von Windenergie (On- und Offshore), Wasserkraft und Photovoltaik.[4] Mitte 2009 verfügte die RWE Innogy, eine der Vorgängergesellschaften, über Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 1,4 Gigawatt. Im März 2011 waren es 2,4 GW mit weiter wachsender Tendenz (1,1 GW in Bau).[5] Im Jahr 2012 produzierte RWE ca. 4,2 % seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. In dieser Zahl sind aber auch die nicht von Innogy verwalteten Wasser- und Biomassekraftwerke enthalten.[6]

Unter dem Namen RWE Innogy GmbH wurde ab 2008 die Sparte für erneuerbare Energien im RWE Konzern gegründet. Es übernahm den Namen der im Jahr 2002 von RWE übernommenen Innogy plc, eine Wortschöpfung aus Innovation und Energy. 2016 wurde Innogy SE gegründet (zunächst als RWE International SE), auf die die Sparten Erneuerbare, Netze und Vertrieb der RWE übertragen wurden.

Innogy ist fast ausschließlich in Europa aktiv, mit Schwerpunkten in Deutschland, Großbritannien (Übernahme der Aktivitäten von RWE npower), Frankreich, Spanien, Polen, Portugal und Italien.[4]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wirtschaftsjournalist Bernd Ziesemer kritisierte in einem Beitrag, dass die Selbstdarstellung des Unternehmens als grüner Energiekonzern an "eine Mogelpackung" grenze. In Wahrheit erwirtschafte Innogy rund 60 % seiner Barmittel mit „guten alten Stromnetzen und Übertragungsstationen“. Nicht „kreative neue Ideen oder flexible Lösungen im Wettbewerb“, sondern „allein gute Kontakte zur Politik“ würden „über die weitere Profitabilität dieses Geschäfts“ entscheiden.[7]

Im November 2016 warnten die Verbraucherzentralen vor der "Strom-Flat" von Innogy und bezeichneten diese als "Marketing-Gag", da diese preislich "zum Teil sogar teurer als die Grundversorgung" sei.[8]

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windpark Thornton Bank, Bauphase 1, Windenergieanlagen D1 bis D6

Innogy betreibt unter anderem die On- und Offshore-Windparks

Lage von Nordsee Ost innerhalb der Windparks in der Deutschen Bucht und deren Anbindung ans Festland
Luftaufnahme des Windparks Rhyl Flats

sowie das Biomasseheizkraftwerk Wittgenstein (Deutschland, 5 MW).

Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weitere erneuerbare Energien
    • Belectric Solar & Battery Holding (Photovoltaik), mit ka-tek (Systemintegration Mittel- und Hochspannung), Jurchen Technology (Montage- und Kabel-Systeme) und Padcon (Leitstand)
    • Innogy Renewables UK
  • weitere Beteiligungen
    • Innogy Consulting
    • Innogy Gas Storage NWE
    • RWE IT

Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aktien der Innogy SE sind seit dem 7. Oktober 2016 im Prime-Standard-Segment der Börse Frankfurt notiert. Das Platzierungsvolumen belief sich auf rund fünf Milliarden Euro; damit war es der bis dahin viertgrößte Börsengang in Deutschland und der größte seit 16 Jahren.[9] Rund drei Milliarden Euro flossen an die RWE und zwei Milliarden an innogy SE. Der Börsenwert des Unternehmens zum Ausgabepreis von 36 Euro belief sich auf 20 Milliarden Euro. 76,8 Prozent der Anteile verblieben im Besitz der RWE.[10][11][12] Seit 19. Dezember 2016 ist die innogy-Aktie im MDAX vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RWE Fact Book Renewable Energy (April 2009) (PDF; 1,1 MB)
  2. a b Wertpapierprospekt zum Börsengang der innogy SE, 23. September 2016
  3. Innogy - Das Unternehmen auf www.rwe.com
  4. a b Innogy Unternehmensbroschüre
  5. Fact Book Renewable Energy (March 2011) (PDF; 3 MB)
  6. RWE Facts and Figures 2012 (PDF; 11,2 MB), S. 156
  7. http://www.capital.de/meinungen/gruene-mogelpackung-innogy.html
  8. http://www.rp-online.de/wirtschaft/verbraucherzentrale-warnt-vor-flatrate-von-innogy-aid-1.6375246
  9. Innogy: der größte deutsche Börsengang seit 2000, Süddeutsche Zeitung, 7. Oktober 2016.
  10. Innogy-Aktien knapp über Ausgabepreis, Deutsche Welle, 7. Oktober 2016.
  11. innogy feiert erfolgreiches Debüt auf dem Börsenparkett, Pressemeldung auf innogy.com, 7. Oktober 2016.
  12. RWE hält noch 76,8%, Finanzen, 21.10.2016