SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG

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SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG
SWEG Logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Lahr
Webpräsenz sweg.de
Bezugsjahr 2018[1]
Eigentümer 95 % Land Baden-Württemberg, 2,5 % Landkreis Sigmaringen, 2,5 % Zollernalbkreis
Vorstand Johannes Müller (Vorsitzender)
Tobias Harms
Verkehrsverbund diverse
Mitarbeiter 1200[1]
Umsatz 151,0 Mio.[1]dep1
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 12 Diesellokomotiven
1 Dampflok
Triebwagen 128 davon 103 Regio-Shuttle RS1
13 NE 81
2 Talent 2
10 LINT 54[2]
Omnibusse 400[1]
Statistik
Fahrgäste 76 Mio.[1]
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 170 zzgl. 122 im Bereich HzLdep1
Buslinien 2 600 km

Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) ist eine Verkehrsgesellschaft, die Eisenbahnstrecken, Schienenpersonen- und Güterverkehr sowie Busverkehr betreibt. Die SWEG ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regio-Shuttle RS1 der SWEG im Bahnhof Straßburg (2010)
Bombardier Talent 2 der SWEG (2013)
NE 81 der SWEG in Waibstadt (2001)

Am 10. Dezember 1962 wurde in Ettlingen die Südwestdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft mbH (SWEG) vom Land Baden-Württemberg als Auffanggesellschaft für die von der Stilllegung bedrohten süddeutschen Strecken der privaten Deutsche Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (DEBG) gegründet.

Nachdem die DEBG ihre zehn noch in Baden-Württemberg betriebenen Bahnen an die neue Gesellschaft veräußert hatte, nahm diese am 1. Mai 1963 mit folgenden Bahnen den vollen Geschäftsbetrieb auf:

Am 1. Oktober 1971 vereinigte das Land Baden-Württemberg die ebenfalls in seinem Eigentum befindliche Mittelbadische Eisenbahnen (MEG) mit der SWEG und wandelte diese in die Südwestdeutsche Eisenbahnen Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald um. Dadurch gelangten folgende MEG-Strecken und Buslinien zur SWEG:

Da inzwischen der Omnibusbetrieb einen größeren Anteil am Gesamtbetrieb erlangt hatte, erfolgte im Jahre 1984 die Änderung der Firma in Südwestdeutsche Verkehrs-AG, wobei die bisherige Abkürzung SWEG beibehalten wurde.

Dem Gewinn von Ausschreibungen bzw. der freihändigen Vergabe von Nahverkehrsleistungen durch das Land Baden-Württemberg an die Ortenau-S-Bahn und Breisgau-S-Bahn stehen verlorene Ausschreibungen über Leistungen auf der Wiesentalbahn (in Kooperation mit den Basler Verkehrsbetrieben, Vergabe an die Schweizerischen Bundesbahnen) bzw. auf der Badischen Schwarzwaldbahn (in Kooperation mit der SBB GmbH, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und der HzL, Vergabe an die Schwarzwaldbahn GmbH, eine 100 Prozent-Tochter der Deutschen Bahn) gegenüber.

Seit der Auflösung der Ortenau-S-Bahn GmbH 2014 betreibt die SWEG Personenverkehr auf folgenden Strecken direkt:

Anfang Oktober 2016 hat das Unternehmen die Eisenbahninfrastruktur aufgrund eisenbahnrechtlicher Vorgaben in die SWEG Schienenwege GmbH ausgegliedert.[3]

Zum 1. Januar 2018 ist die SWEG mit der Hohenzollerischen Landesbahn fusioniert,[4] die schon seit Juni 2000 einen personengleichen Vorstand hatte. Deswegen heißt das Unternehmen nicht mehr Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft, sondern Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG.

Verkehrsbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercedes-Benz Citaro der SWEG im Bahnhof Kehl (2010)

Mittlerweile liegt der Geschäftsschwerpunkt auf dem Betrieb von Buslinien vornehmlich im Landesteil Baden. Die Betriebsführung erfolgt durch elf regionale Verkehrsbetriebe mit drei zugeordneten Busleitstellen.[5]

Eisenbahninfrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SWEG Schienenwege GmbH betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen folgende Strecken mit einer Gesamtlänge von 210 Kilometern (km) in drei Teilnetzen:[6]

SWEG-Netz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von April 2017 bis Ende November 2019 wird die Kaiserstuhlbahn in drei Abschnitten ausgebaut und elektrifiziert.[8]

HzL-Netz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 26. Juni 2018 gehört auch die Infrastruktur der ehemaligen Hohenzollerischen Landesbahn AG zur SWEG Schienenwege GmbH.[6]

Infrastruktur EVU seehäsle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligungen und Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt befinden sich vier Tochtergesellschaften im Besitz der SWEG: NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz (100 Prozent), SWEG Schienenwege GmbH (100 Prozent), ORB Ortenau-Regio-Bus (80 Prozent) und RVO Regio Nahverkehrsgesellschaft Oberrhein GmbH (50 Prozent). Seit dem 18. März 2010 ist die SWEG der Eigentümer der NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH aus Kuppenheim. Seit dem 5. Oktober 2016 ist die SWEG alleiniger Gesellschafter bei der ausgegliederten SWEG Schienenwege GmbH.

Die ehemaligen Tochterunternehmen Ortenau-S-Bahn GmbH (OSB) und die Breisgau-S-Bahn GmbH (BSB) wurden komplett auf die Muttergesellschaft verschmolzen, lediglich die Namen blieben als Marke erhalten.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SWEG und die Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) halten Anteile an der Fahrzeugbereitstellung Baden-Württemberg GmbH (FBBW).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Zahlen / Fakten. SWEG, August 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  2. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Vorstellung: Lint 54: Das ist der neue Brenzbahn-Zug. 1. April 2019, abgerufen am 24. April 2019.
  3. SWEG gliedert ihre Eisenbahninfrastruktur aus. (Nicht mehr online verfügbar.) Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft, 5. Oktober 2016, archiviert vom Original am 3. Mai 2017; abgerufen am 10. Oktober 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sweg.de
  4. Hohenzollerische Landesbahn und Südwestdeutsche Verkehrs-AG fusionieren. Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 24. Juli 2017, abgerufen am 24. Juli 2017.
  5. Verkehrsbetriebe der SWEG@1@2Vorlage:Toter Link/www.sweg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 1. April 2013
  6. a b Wir über uns. SWEG Schienenwege GmbH, 26. Juni 2018, abgerufen am 24. April 2019.
  7. Schienennetzbenutzungs-Bedingungen der SWEG Südwestdeutschen Verkehrs-Aktiengesellschaft, Besonderer Teil (SNB-BT). (PDF) Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft, 25. August 2010, abgerufen am 12. Februar 2013.
  8. Ausbau und Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn. SWEG Schienenwege GmbH, 2018, abgerufen am 24. April 2019.