Saint-Germainmont

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Saint-Germainmont
Wappen von Saint-Germainmont
Saint-Germainmont (Frankreich)
Saint-Germainmont
Region Grand Est
Département Ardennes
Arrondissement Rethel
Kanton Château-Porcien
Gemeindeverband Pays Rethélois
Koordinaten 49° 30′ N, 4° 8′ OKoordinaten: 49° 30′ N, 4° 8′ O
Fläche 15,69 km2
Einwohner 853 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 54 Einw./km2
Postleitzahl 08190
INSEE-Code

Rathaus (Mairie) von Saint-Germainmont

Saint-Germainmont ist eine französische Gemeinde mit 853 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ardennes in der Region Grand Est (vor 2016 Champagne-Ardenne). Sie gehört zum Arrondissement Rethel, zum Kanton Château-Porcien (bis 2015 Asfeld) und zum Gemeindeverband Pays Rethélois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Germainmont liegt im Südwesten der Ardennen. Der Flusslauf der Aisne bildet die südliche Gemeindegrenze. Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden Villers-devant-le-Thour im Westen, Le Thour, im Nordwesten, Banogne-Recouvrance im Norden, Condé-lès-Herpy und Herpy-l’Arlésienne im Nordosten, Gomont, Balham und Aire im Südosten sowie Asfeld im Süden und Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Fronde-Kriege wurde das Dorf vor allem im Jahr 1652 mehrmals von den Truppen des Erzherzogs Leopold zerstört und geplündert.

Im Ersten Weltkrieg war der Ort von 1914 bis 1918 von deutschen Truppen besetzt.

Am 10. Mai 1940 griffen deutsche Truppen den Ort an. Der 52 Meter hohe Schornstein der Zuckerfabrik wurde von der französischen Armee gesprengt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Saint-Germainmont für seine Süßigkeiten bekannt. Es entstanden viele Rübenverarbeitungsbetriebe in der Region. In Villers-devant-le-Thour produzierter Rübensaft wurde durch ein unterirdisches Aquädukt nach Saint-Germainmont gepumpt. 1907 erlebte die Zuckerraffinerie durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz einen Boom. 1959 wurde der Bahntransport durch den Straßentransport ersetzt.

Die Produktionsanlagen wurden im Ersten Weltkrieg zerstört und 1922 wieder aufgebaut. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion kurzfristig eingestellt, aber bereits im März 1941 wieder aufgenommen. 1967 wurde eine Dehydratisierungsanlage für Luzernen und Zellstoff errichtet. 1987 fusionieren die Confiseriebetriebe in Saint-Germainmont, Guignicourt und Montcornet unter dem Namen Sucreries du Nord Est. 1998 entschied die neue Gruppe Saint Louis Sucre, keine Rüben mehr zu verarbeiten. Das Zuckergeschäft wurde 1999 endgültig eingestellt und 2001 an das belgische Unternehmen Cosucra verkauft. Die Anlage wurde 2007 stillgelegt.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2015
Einwohner 829 804 820 824 868 775 803 841
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-Germain
  • Kirche Saint-Germain

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Germainmont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patrimoine industriel des Ardennes. Abgerufen am 23. Dezember 2018 (französisch).