Rethel

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Rethel
Wappen von Rethel
Rethel (Frankreich)
Rethel
Region Grand Est
Département Ardennes
Arrondissement Rethel
Kanton Rethel (Hauptort)
Gemeindeverband Pays Rethélois
Koordinaten 49° 31′ N, 4° 22′ OKoordinaten: 49° 31′ N, 4° 22′ O
Höhe 67–146 m
Fläche 18,58 km2
Einwohner 7.778 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 419 Einw./km2
Postleitzahl 08300
INSEE-Code

Rethel ist eine französische Gemeinde mit 7778 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Ardennes im Nordosten Frankreichs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethel liegt am Fluss Aisne, sowie am parallel verlaufenden Canal des Ardennes. Die Stadt hat auch einen TGV-Halt auf der Strecke ParisSedan, einem Seitenarm der LGV Est européenne. In Rethel beginnt die Grüne Straße Eifel-Ardennen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethel war bereits im 11. Jahrhundert Hauptort einer Grafschaft, die 1405 zur Pairie und 1581 zum Herzogtum Rethel erhoben wurde, dessen Titel 1633 Jules Mazarin erhielt.

Am 15. Dezember 1650 fand in der Nähe die Schlacht bei Rethel statt.

Victor Hugo schrieb 1836 in seinem Werk Der Rhein über den Ort:

„Rethel se répand gracieusement du haut d’une colline jusque sur la rivière d’Aisne.“

„Rethel breitet sich graziös von der Höhe eines Hügels bis hinunter an die Aisne aus.“

Die Aisne bzw. ihre Überquerung war in den Jahren 1411, 1543, 1650, 1814, 1870 (Schlacht bei Sedan), September 1914 und Juni 1940 Anlass für Schlachten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisch für Rethel sind das imposante Rathaus, das große Krankenhaus und die verhältnismäßig große, katholische Kirche, an die sich das Collège Sorbon (französisches Gymnasium) schmiegt. Der Schulhof grenzt an die Mauern der Kirche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethel ist der Geburtsort von:

In Rethel wohnten:

Der pfälzische Prinz Philipp von der Pfalz (1627–1650) starb in Rethel. Der deutsche Freiheitskämpfer Friedrich Friesen (1784–1814) wurde 1814 im heute zu Rethel gehörenden Ortsteil La Lobbe erschlagen. Ebenfalls 1814 starb in Rethel der französische General und Politiker Edmond Dubois-Crancé (1746–1814). Hans Erlwein (1872–1914), deutscher Architekt, starb während des Ersten Weltkriegs bei einem Autounfall in der Nähe von Rethel. Der deutsche Sozialist und Gewerkschafter Friedrich Westmeyer (1873–1917) starb in einem Kriegslazarett der Stadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Neuem findet ein Schüleraustausch mit dem deutschen Gymnasium Nordhorn statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rethel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien