San Mauro Pascoli

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San Mauro Pascoli
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
San Mauro Pascoli (Italien)
San Mauro Pascoli
Staat Italien
Region Emilia-Romagna
Provinz Forlì-Cesena (FC)
Koordinaten 44° 6′ N, 12° 25′ OKoordinaten: 44° 6′ 0″ N, 12° 25′ 0″ O
Höhe 21 m s.l.m.
Fläche 17,35 km²
Einwohner 11.690 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 674 Einw./km²
Postleitzahl 47030
Vorwahl 0541
ISTAT-Nummer 040041
Volksbezeichnung Sammauresi
Schutzpatron San Crispino (25. Oktober)
Website San Mauro Pascoli
Rathaus von San Mauro Pascoli
Rathaus von San Mauro Pascoli

San Mauro Pascoli ist eine Gemeinde mit 11.690 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Forlì-Cesena der Region Emilia-Romagna in Italien.

Die Gemeinde hieß bis 1932 San Mauro di Romagna. Den neuen Namen bekam sie zur Erinnerung an den Dichter Giovanni Pascoli, der 1855 hier geboren wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortszentrum liegt etwa sieben Kilometer vom Adriatischen Meer entfernt. Die Gemeinde reicht aber mit dem Ortsteil San Mauro Mare auch an die Küste heran. Etwa 15 Kilometer südöstlich liegt die Stadt Rimini, 18 Kilometer nordwestlich die Stadt Cesena.

Nachbargemeinden sind Bellaria-Igea Marina, Rimini, Santarcangelo di Romagna und Savignano sul Rubicone.

Am nördlichen Ortsrand verläuft die Autostrada A14 (Autostrada Adriatica).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Torlonia – La Torre

San Mauro wurde 1191 in ein Zeugnis als Fundum Sancti Mauri bezeichnet. Im 12. Jahrhundert gab es hier eine San Mauro, Bischof von Cesena gewidmete Kirche. San Mauro gehörte damals zum das Gebiet von Savignano sul Rubicone.

1247 gehörte San Mauro der Familie Malatesta. Im 15. Jahrhundert wurde das Lehen von Papst Paul II. an die Familie Zampeschi vergeben. 1590 gehörte San Mauro wieder zu den Kirchenstaat.

Ende des 17. Jahrhundertsgehörte San Mauro wieder zu Savignano sul Rubicone und im 18. Jahrhundert gründeten die Fürsten von Torlonia ein Landgut, die Villa Torlonia.

San Mauro wurde 1827 eine unabhängige Gemeinde, und 1932 bekam sie zur Erinnerung an den Dichter Giovanni Pascoli den neuen Namenszusatz.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort stark zerstört.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miro Gori wurde am 8. Juni 2009 zum Bürgermeister von San Mauro Pascoli gewählt (zweites Mandat). Am 26. Mai 2014 wurde Luciana Garbuglia zur Bürgermeisterin gewählt. Gori war nicht mehr angetreten.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von San Mauro sind[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutendes Gewerbe ist ein großer Steinmetz, wo u. a. Massa-Carrara-Marmor auf individuellen Zuschnitt preisgünstig verkauft wird. Ansonsten stehen Dienstleistungen im Vordergrund.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Casa Pascoli: Arbeitszimmers von Pascoli
Casa Pascoli: Schlafzimmer
Die römischen Brennöfen

Casa Pascoli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der Piazza Mazzini befindet sich das Geburtshaus des Dichters Giovanni Pascoli, wo er am 31. Dezember 1855 geboren wurde und wo er seine Kindheit verbrachte. Die Casa Pascoli ist seit 1924 Italienisches Nationaldenkmal. Auch diese Stätte wurde während des Zweiten Weltkrieges stark zerstört (es blieb nur die Küche). Ein Gedenkstein gibt einige Verse von Pascolis Gedicht Casa mia (Mein Zuhause) wieder: "M'era la casa avanti / tacita al vespro puro / tutta fiorita al muro / di rose rampicanti".

Im Haus befindet sich das „Museo Casa Pascoli“. Das Museum besitzt Gegenstände des Dichters und seiner Mutter: die Wiege, die Möbel des Arbeitszimmers von Pascoli in Bologna, alle Erstausgaben seiner Gedichte, sowie Fotos, Widmungen und Briefsammlungen des Fondo Murari (Briefe von Pascoli, die von seiner Schwester Ida aufbewahrt wurden).

Mausoleum der Familie Pascoli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mausoleum der Familie Pascoli befindet sich auf dem Friedhof des Dorfes. Im Mausoleum sind die Mitglieder der Familie Pascoli begraben, außer Giovanni Pascoli und seinen beiden Schwestern, Ida und Mariù, die auf dem Friedhof von Castelvecchio Pascoli, Gemeinde Barga, Toskana, bestattet sind.

La Torre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Torlonia oder La Torre, ist ein Landgut, das im 18. Jahrhundert von den Fürsten Torlonia gegründet wurde. Es befindet sich drei Kilometer vom Ortszentrum entfernt. Heutzutage werden hier kulturelle Events und Veranstaltungen durchgeführt.

Römische Brennöfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der Villa Torlonia wurden einige römische Brennöfen gefunden, die zur Herstellung von Ziegeln benutzt wurden.

Kapelle der Madonna dell'Acqua[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Kapelle der Madonna dell'Acqua wurde 1616 nach Entscheidung des Bischofsvikars von Rimini errichtet und nach der Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges wieder aufgebaut. Die Kapelle befindet sich in den Gärten der Casa Pascoli. Sie dient heute als Kriegerdenkmal.

Giovanni Pascoli

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Website San Mauro Pascoli – Elezioni Amministrative dal 1951, abgerufen am 12. April 2017
  3. sanmauropascolinews.it/, abgerufen am 12. April 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Mauro Pascoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien