Sankt Andrä am Zicksee

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Sankt Andrä am Zicksee
Wappen von Sankt Andrä am Zicksee
Sankt Andrä am Zicksee (Österreich)
Sankt Andrä am Zicksee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 31,69 km²
Koordinaten: 47° 47′ N, 16° 56′ OKoordinaten: 47° 47′ 0″ N, 16° 56′ 0″ O
Höhe: 126 m ü. A.
Einwohner: 1.365 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7161
Gemeindekennziffer: 1 07 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 59
7161 Sankt Andrä am Zicksee
Website: www.standraezicksee.at
Politik
Bürgermeister: Erich Goldenitsch (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
10
9
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Andrä am Zicksee im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Sankt Andrä am Zicksee im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Andrä am Zicksee (bis 1982 St. Andrä bei Frauenkirchen) ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich mit 1365 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016).

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Mosonszentandrás.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Andrä am Zicksee ist historisch gesehen ein Breitangerdorf, etwa zwei Kilometer östlich des Zicksees im Seewinkel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Andrä wurde erstmals 1437 urkundlich erwähnt.

1437 und 1529 – im Zuge der Türkenkriege sowie 1605 beim Bocskaiaufstand – wurde der Ort zerstört, war lange Zeit öde, und wurde 1696 neu gegründet.

St. Andrae und die Zick-Lacke (unten links) und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Wie das gesamte Burgenland gehörte St. Andrä bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szent András verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Die postalische Bezeichnung des Ortes lautete noch bis in die 1980er-Jahre St. Andrä bei Frauenkirchen. Seit 2002 ist Sankt Andrä am Zicksee Marktgemeinde (durch LGBl. Nr. 66/2002).

Seit August 2016 ist St. Andrä am Zicksee der Sitz des ersten orthodoxen Klosters in Österreich.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Erich Goldenitsch von der SPÖ.
  • Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 10, ÖVP 9, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Pfarrkirche hl. Andreas, Volksschulgebäude, im Hintergrund die Baderlacke

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Andrä am Zicksee

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zicksee: Besondere Merkmale des Zicksees sind seine geringe Wassertiefe (im Schnitt 1,2 Meter) und der am Grund befindliche Heilschlamm, dem wohltuende Wirkungen auf Haut und Gelenke (z. B. bei rheumatischen Beschwerden) zugeschrieben werden. Am Zicksee befinden sich ein Campingplatz und ein Strandbad, er wird auch zum Windsurfen genutzt.
  • Radfahren: 4 beschilderte Radfahrwege führen Radler durch und um St. Andrä
  • Tennis: 2 Tennisanlagen mit Sandplätzen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Käthe Lentsch (* 1923), österreichische Soubrette und Schauspielerin
  • Ottilie Rochus (1928–2016), Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat a. D.

Personen mit Beziehung zum Ort:

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde Sankt Andrä am Zicksee ist im Jahre 1889 als Feuerwehrverein gegründet worden. Mit Inkrafttreten des burgenländischen Landesfeuerwehrgesetzes von 1935 erfolgte die Umwandlung in eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Mit dem neugebauten Feuerwehrhaus hat die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2002 erstmals in ihrer Geschichte eine baulich selbstständige Einheit als Unterkunft erhalten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Andrä am Zicksee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien