Sankt Andrä am Zicksee

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Sankt Andrä am Zicksee
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Andrä am Zicksee
Sankt Andrä am Zicksee (Österreich)
Sankt Andrä am Zicksee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 31,69 km²
Koordinaten: 47° 47′ N, 16° 56′ OKoordinaten: 47° 47′ 0″ N, 16° 56′ 0″ O
Höhe: 126 m ü. A.
Einwohner: 1.372 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7161
Gemeindekennziffer: 1 07 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 59
7161 Sankt Andrä am Zicksee
Website: www.standraezicksee.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Sattler (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
10
7
2
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Marktgemeinde Sankt Andrä am Zicksee im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Sankt Andrä am Zicksee im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Andrä am Zicksee (bis 1982 St. Andrä bei Frauenkirchen) ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich mit 1372 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Mosonszentandrás.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Andrä am Zicksee ist historisch gesehen ein Breitangerdorf, etwa zwei Kilometer östlich des Zicksees im Seewinkel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Andrae und die Zick-Lacke (unten links) und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Sankt Andrä wurde erstmals 1437 urkundlich erwähnt.

1437 und 1529 – im Zuge der Türkenkriege sowie 1605 beim Bocskaiaufstand – wurde der Ort zerstört, war lange Zeit öde, und wurde 1696 neu gegründet.

Wie das gesamte Burgenland gehörte St. Andrä bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szent András verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Die postalische Bezeichnung des Ortes lautete noch bis in die 1980er-Jahre St. Andrä bei Frauenkirchen. Seit 2002 ist Sankt Andrä am Zicksee Marktgemeinde (durch LGBl. Nr. 66/2002).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
49,18
(+0,01)
34,97
(-15,86)
14,30
(n. k.)
1,55
(n. k.)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 19 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4]
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 540 49,18 10 532 49,17 9 577 50,53 10 537 46,78 9 581 56,19 11
SPÖ 384 34,97 7 550 50,83 10 565 49,47 9 580 50,52 10 453 43,81 8
FPÖ 17 1,55 0 nicht kandidiert nicht kandidiert 15 1,28 0 nicht kandidiert
MITA1 157 14,30 2 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1328 1330 1341 1298 1181
Wahlbeteiligung 86,37 % 87,67 % 89,86 % 91,45 % 92,80 %
A1 Liste Miteinander (= Klostergegner[5])

Beschlüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat am 17. März 2017 die Abhaltung einer Volksabstimmung über die Errichtung eines orthodoxen Klosters beschlossen,[6] welche am 11. Juni 2017 eine eindeutige Mehrheit für den Bau des Klosters brachte.[7]

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeindevorstand gehören neben Bürgermeister Andreas Sattler (ÖVP) und Vizebürgermeister Christoph Perlinger (SPÖ) weiters Franz Lehner (SPÖ), Martin Öhler (ÖVP) und Georg Pölzer (ÖVP) an.[8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2017 Andreas Sattler (ÖVP). Sattler konnte sich in der Stichwahl mit 62,75 % der Stimmen gegen seinen Vorgänger Erich Goldenitsch (SPÖ), der seit 2002 der Gemeinde vorstand und nur 37,25 % erreichte, überraschend klar durchsetzen.[1][9] Goldenitsch zog daraus die Konsequenzen und überließ das Amt des Vizebürgermeisters Christoph Perlinger (SPÖ).[8]

Amtsleiter ist Gerhard Mollner.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Sankt Andrä am Zicksee, Volksschulgebäude, im Hintergrund die Baderlacke
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Andrä am Zicksee

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zicksee: Besondere Merkmale des Zicksees sind seine geringe Wassertiefe (im Schnitt 1,2 Meter) und der am Grund befindliche Heilschlamm, dem wohltuende Wirkungen auf Haut und Gelenke (z. B. bei rheumatischen Beschwerden) zugeschrieben werden. Am Zicksee befinden sich ein Campingplatz und ein Strandbad, er wird auch zum Windsurfen genutzt.
  • Radfahren: 4 beschilderte Radrouten führen durch und um St. Andrä
  • Tennis: 2 Tennisanlagen mit Sandplätzen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde Sankt Andrä am Zicksee ist im Jahre 1889 als Feuerwehrverein gegründet worden. Mit Inkrafttreten des burgenländischen Landesfeuerwehrgesetzes von 1935 erfolgte die Umwandlung in eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Mit dem neugebauten Feuerwehrhaus hat die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2002 erstmals in ihrer Geschichte eine baulich selbstständige Einheit als Unterkunft erhalten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Käthe Lentsch (* 1923), österreichische Soubrette und Schauspielerin
  • Ottilie Rochus (1928–2016), Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat a. D.

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katharina Pfeffer (* 1951), österreichische Politikerin (SPÖ), Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat (Österreich) a. D., wohnt in St. Andrä am Zicksee
  • Elisabeth Epp (1910–2000), deutsch-österreichische Schauspielerin, wohnte mehrere Jahre in St. Andrä am Zicksee
  • Gretl Elb (1917–2006), österreichische Schauspielerin, wohnte mehrere Jahre in St. Andrä am Zicksee

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Andrä am Zicksee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Burgenland: Wahlergebnis St. Andrä am Zicksee 2017 (abgerufen am 2. Dezember 2017)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis St. Andrä am Zicksee 2012 (abgerufen am 2. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis St. Andrä am Zicksee 2007 (abgerufen am 2. Dezember 2017)
  4. a b Land Burgenland: Wahlergebnis St. Andrä am Zicksee 2002 (abgerufen am 2. Dezember 2017)
  5. [1] BVZ, 6. September 2017, abgerufen am 5. Dezember 2017
  6. St. Andrä: Volksabstimmung beschlossen orf.at, 18. März 2017, abgerufen 18. März 2017.
  7. Regionalmedien Austria: St. Andrä: Mehrheit nun doch für Kloster. In: meinbezirk.at. (meinbezirk.at [abgerufen am 22. Oktober 2017]).
  8. a b Gemeinde St. Andrä am Zicksee: Gemeinderat (abgerufen am 2. Dezember 2017)
  9. orf.at: Die Sieger der Bürgermeister-Stichwahlen. Artikel vom 29. Oktober 2017, abgerufen am 29. Oktober 2017.
  10. Gemeinde St. Andrä am Zicksee: Gemeindeamt (abgerufen am 2. Dezember 2017)