Apetlon

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Marktgemeinde
Apetlon
Wappen Österreichkarte
Wappen von Apetlon
Apetlon (Österreich)
Apetlon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 82,03 km²
Koordinaten: 47° 45′ N, 16° 50′ OKoordinaten: 47° 44′ 42″ N, 16° 49′ 52″ O
Höhe: 120 m ü. A.
Einwohner: 1.755 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 7143
Vorwahl: 02175
Gemeindekennziffer: 1 07 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchengasse 68
7143 Apetlon
Website: www.gemeinde-apetlon.at
Politik
Bürgermeister: Ronald Payer (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
11
8
2
11 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Apetlon im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Apetlon im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Apetlon (ungarisch: Mosonbánfalva) ist eine Marktgemeinde mit 1755 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Sie liegt im Osten des Neusiedler Sees in der Region Seewinkel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apetlon liegt im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel am Ostufer des Neusiedler Sees direkt an der ungarischen Grenze. Die Ortschaft selbst ist auf 120 Meter Seehöhe gelegen; im Gemeindegebiet liegt aber auch der mit 114 Meter Seehöhe tiefste Punkt Österreichs. Charakteristisch für die Landschaft dort sind weite, offene Ebenen und eine Salzflora, die viele kleine Lacken, wie etwa den Darscho, umgibt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Apetlon mit der gleichnamigen Ortschaft. In der Ortschaft befinden sich das Feriendorf Vogelparadies, die Reihersiedlung und drei Meierhöfe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1318 erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Moson). Sein erster Name ist ungarisch Vitézfelde (Land der Recken),[1] später Apátlan (Vaterlos), in einer Ausgabe der Wiener Zeitung des Jahres 1814 findet die Ortschaft als „Appetlohn“ Erwähnung[2]. Daraus wurde dann wahrscheinlich der heutige deutsche Name.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Westungarn in den Verträgen von Saint-Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Apetlon seit 1991 (durch VO 79).

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfbild in Apetlon
Tiefster Messpunkt Österreichs
Ziehbrunnen in der Langen Lacke
Traditionelles Haus in Apetlon
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Apetlon

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apetlonerisch ist ein eigener Dialekt im Seewinkel.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Apetlon wird hauptsächlich Weinbau betrieben. Der Fremdenverkehr besitzt ebenfalls große Bedeutung. Besonders im Mai kommen alljährlich zahlreiche Ornithologen aus ganz Europa, um die seltene Vogelwelt an der Langen Lacke und den vielen Pusztagebieten zu beobachten und zu fotografieren. Lange vor der Errichtung des Nationalparks war die Lange Lacke schon ein bedeutendes Naturschutzgebiet, in dem bereits vor über einhundert Jahren wissenschaftliche Datensammlung zur Vogelwelt betrieben wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,63
(-1,61)
36,66
(-2,21)
10,71
(+3,82)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[3] 2012[4] 2007[5] 2002[6] 1997[6]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 781 52,63 11 889 54,24 12 839 50,36 11 755 48,24 11 693 49,46 10
SPÖ 544 36,66 8 637 38,87 8 745 44,72 9 681 43,51 9 582 41,54 9
FPÖ 159 10,71 2 113 6,89 1 82 4,92 1 129 8,24 1 126 8,99 2
Wahlberechtigte 1947 1986 1953 1800 1680
Wahlbeteiligung 84,85 % 89,83 % 89,81 % 93,11 % 92,26 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeindevorstand gehören neben Bürgermeister Ronald Payer (ÖVP) und Vizebürgermeisterin Silvia Pitzl (SPÖ) weiters Marianne Fink (SPÖ), Josef Hebaus (ÖVP), Georg Kögl (ÖVP), Andreas Loos (ÖVP) und Gottfried Pingitzer (SPÖ) an.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2007 Ronald Payer (ÖVP),[7] der Johann Loos (ÖVP), Bürgermeister seit 1982, nachfolgte. Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Payer mit 53,71 % der Stimmen bestätigt. Seine Mitbewerber Johann Lang (SPÖ), der ebenfalls zum zweiten Mal antrat, und Christian Preiner (FPÖ) erhielten 35,76 % bzw. 10,53 %.[3] Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Silvia Pitzl (SPÖ) zur Vizebürgermeisterin gewählt.[7]

Die Leitung des Gemeindeamts hat Markus Preiner inne.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kögl (1873–1947), Landwirt und Politiker
  • Michael Gangl (1885–1977), Geistlicher und Politiker
  • Lorenz Göltl (1889–1934), Landwirt und Politiker, von 1924 bis 1932 Bürgermeister von Apetlon
  • Gregor Munzenrieder (* 1947), ÖBB-Bediensteter und Politiker
  • Johann Loos (1949–2018), Offizier des Bundesheers und Politiker, von 1982 bis 2007 Bürgermeister von Apetlon
  • Josef Münzenrieder (* 1950), Steuerberater und Politiker

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marktgemeinde Apetlon. Festschrift, Herausgegeben anlässlich der Erhebung zur Marktgemeinde, Apetlon 1991
  • Peter Gräftner: Lautlehre der Ortsmundarten von Apetlon, Gols und Weiden im burgenländischen Seewinkel. Vom Leben und Sterben der alten Formen. Dissertation, Universität Wien 1966.
  • Alexandra Köninger: Die naturnahen Pflanzengesellschaften im Gemeindegebiet von Apetlon-Burgenland. Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien 1996.
  • Abschnitt „Die Partnergemeinden“ in „TÜPL Bruckneudorf – 150 Jahre Brucker Lager“ von Petra Weiß, Hrsg. Stadtgemeinde Bruck an der Leitha, April 2017, S. 420/421

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Apetlon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die abgekommenen Orte des Heidebodens. (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) unter Berufung auf Josef Klampfer: Das Land um den Neusiedlersee. Bergland Verlag, 1963.
  2. Wiener Zeitung 1814
  3. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Apetlon 2017 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Apetlon 2012 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  5. Land Burgenland: Wahlergebnis Apetlon 2007 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  6. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Apetlon 2002 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  7. a b c Marktgemeinde Apetlon: Gemeindevorstand (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  8. Marktgemeinde Apetlon: Gemeindeamt (abgerufen am 3. Dezember 2017)