Pama

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Pama
Bijelo Selo
Wappen Österreichkarte
Wappen von PamaBijelo Selo
Pama (Österreich)
Pama
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 26,39 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 17° 2′ OKoordinaten: 48° 2′ 42″ N, 17° 2′ 13″ O
Höhe: 137 m ü. A.
Einwohner: 1.180 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 45 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2422
Gemeindekennziffer: 1 07 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2422 Pama
Website: www.gemeinde-pama.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Bugnyar (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
10
9
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Pama
Bijelo Selo im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Pama im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

[[Vorlage:Bilderwunsch/code!/C:48.045,17.036944444444!/D:typische Gesamtansicht der Gemeinde Pama
Bijelo Selo!/|BW]]

Pama ist eine Gemeinde mit 1180 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland in Österreich.

Der kroatische Ortsname lautet Bijelo Selo (dt. Weißes Dorf) und erscheint auf den Ortstafeln der Gemeinde gemeinsam mit dem deutschen Namen. Auf ungarisch heißt die Gemeinde Lajtakörtvélyes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pama grenzt an Kittsee im Norden, Gattendorf und Zurndorf im Süden, an Deutsch Jahrndorf im Südosten sowie an Niederösterreich im Westen und die Slowakei im Osten.

Das nicht besiedelte Gebiet wird landwirtschaftlich genutzt, Wälder sind kaum vorhanden. Ein Teil des Gemeindegebiets wurde zum Trappenschutzgebiet erklärt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Türkenkriegen wurde die stark dezimierte Bevölkerung (Pama war halbwüst geworden) durch den Zuzug kroatischsprachiger Bevölkerung ergänzt. Die Bevölkerungsgruppe der Burgenland-Kroaten ist zwar in den letzten Jahrzehnten merklich geschrumpft, beteiligt sich jedoch immer noch sehr aktiv am Gemeindeleben. Ein Großteil der Gottesdienste wird hauptsächlich in kroatischer Sprache abgehalten. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn).

Seit 1898 musste auf Grund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Mosonkörtvélyes verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,99
(-1,20)
45,01
(+1,20)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 19 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 456 45,01 9 435 43,81 8 420 41,96 8 432 47,84 7 389 50,39 8
SPÖ 557 54,99 10 558 56,19 11 581 58,04 11 471 52,16 8 383 49,61 7
Wahlberechtigte 1163 1150 1116 993 891
Wahlbeteiligung 89,42 % 91,22 % 92,92 % 94,96 % 93,60 %

Gemeindevorstand und Gemeinderäte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeister Manfred Bugnyar (SPÖ) und Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich (ÖVP) gehören weiters Leonhard Dau (SPÖ), Viktoria Potz-Bartolich (ÖVP) und Gerhard Pum (SPÖ) dem Gemeindevorstand an. Umweltgemeinderat ist Johann Toth (SPÖ) und Jugendgemeinderat ist Dennis Steinwandtner (SPÖ).[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Bugnyar (SPÖ), der im März 2017 die Nachfolge von Josef Wetzelhofer (SPÖ), der 15 Jahre die Gemeinde führte, antrat. Bugnyar konnte sich in der Bürgermeisterdirektwahl mit 55,74 % gegen Hans-Jürgen Werdenich (ÖVP), der 44,26 % erreichte und nunmehr Vizebürgermeister ist, durchsetzen.[1][5]

Amtsleiter ist Josef Werdenich.[6]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von bis Bürgermeister Partei
1911 1923 Jakob Werdenich
1923 1927 Johann Krupicz
1927 1931 Georg Waldsich
1931 1934 Josef Krist CS/VF
1934 1935 Michael Werdenich VF
1935 1938 Johann Wetzelhofer VF
1938 Matthias Kniefacz VF
1938 Ludwig Michtner NSDAP
1939 1945 Johann Kochwalter NSDAP
1945 1948 Johann Wetzelhofer ÖVP
1948 1954 Johann Pum ÖVP
1954 1958 Johann Krupicz ÖVP
1958 Matthias Neumann SPÖ
1958 1962 Johann Pum Einheitsliste
1962 1972 Matthias Neumann SPÖ
1972 1979 Jakob Szegner ÖVP
1979 1996 Johann Tomaschitz ÖVP
1996 2002 Johann Waldsich ÖVP
2002 15. März 2017 Josef Wetzelhofer SPÖ
seit 16. März 2017 Manfred Bugnyar SPÖ

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Pama COA.jpg Blasonierung: Schild geviert, Feld 1: In Rot eine goldene aufrechte Pflugschar, Feld 2: In Gold ein roter sechsstrahliger Stern, Feld 3: In Gold eine nach links gerichtete rote Sichel, Feld 4: In Rot eine goldene Weintraube.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pama

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde selbst sind wenige Arbeitsplätze vorhanden (z. B. in einem Betrieb für landwirtschaftliche Produkte, einem Transport- und Schotterei-Betrieb, einer Tischlerei, einem Installateurbetrieb und einem Zimmereibetrieb), sodass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung zum Pendeln gezwungen ist, entweder in angrenzende Gemeinden oder nach Wien. Viele Bewohner sind aber, zumindest im Nebenerwerb, auch als Landwirte tätig, wobei hier der überproportional große Anteil an Biobauern erwähnenswert ist.

Im Jahr 2004 wurden in Pama, wie auch in vielen Nachbargemeinden (zum Teil schon zuvor), Windkraftanlagen errichtet.

Auf Grund der exponierten Lage an der Schengen-Ostgrenze befand sich in Pama ein Bundesheer-Zugsgefechtstand für den Assistenzeinsatz Grenzraumüberwachung zur Überwachung der Grenzen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Infrastruktur entspricht der üblichen einer Gemeinde dieser Größe. So existieren etwa ein Kindergarten und eine Volksschule (beide zweisprachig), eine Musikschule, ein Lebensmittelladen, ein Gasthof, ein Heurigenlokal und eine Bank. Die Postfiliale musste im Zuge von Einsparungsmaßnahmen geschlossen werden, ein Postpartner übernahm deren Aufgaben.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Pama
Pama/Baumern (Mitte rechts) um 1873 im Aufnahmeblatt der Landesaufnahme (links der Bereich des Militärlagers in Bruck an der Leitha, nur schematisch dargestellt)
  • Bahn: In der Gemeinde besteht ein Bahnhof, von dem aus im Stunden-Takt Züge nach Wien und Bratislava verkehren. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Parndorf–Kittsee–Petržalka.
  • Fahrrad: In der Gemeinde gibt es ein ausgedehntes Radwegnetz.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reiten: Die Weite der Landschaft lädt zum Reiten ein.
  • Radwegnetz: Im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke wurde auch ein ausgedehntes Radwegnetz errichtet.
  • Fußballplatz: Die Gemeinde verfügt über zwei Fußballplätze.
  • Tennisanlage
  • Beachvolleyballplatz
  • Eislaufplatz: Ein ehemaliger Löschwasserteich wird in den Wintermonaten von den Kindern des Ortes als Eislaufplatz benutzt.
  • Turnhalle: Es steht allen Sportbegeisterten seit Dezember 2006 eine Turnhalle zur Verfügung.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort existieren mehrere Vereine, darunter die Freiwillige Feuerwehr, die Landjugend, eine Tamburica-Gruppe, die Stucknfreunde (Schnellsportart) sowie der VfB (Verein für Bewegung).

Als Kuriosum ist zu erwähnen, dass gerade dieser kleine Ort – als einer der ganz wenigen im Burgenland – über zwei Fußballvereine verfügt: SK Pama und UFC Pama.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Pama 2017 (abgerufen am 30. November 2017)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis Pama 2012 (abgerufen am 30. November 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Pama 2007 (abgerufen am 30. November 2017)
  4. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Pama 2002 (abgerufen am 30. November 2017)
  5. a b Gemeinde Pama: Gemeinderat 2017 (abgerufen am 30. November 2017)
  6. Gemeinde Pama: Gemeindeverwaltung (abgerufen am 30. November 2017)
  7. Gemeinde Pama: Wappen (abgerufen am 30. November 2017)