Sarrazac (Lot)

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Sarrazac (Sarrasac)
Sarrazac (Frankreich)
Sarrazac
Region Midi-Pyrénées
Département Lot
Arrondissement Gourdon
Kanton Martel
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Martel.
Koordinaten 45° 1′ N, 1° 35′ O45.01751.5897222222222142Koordinaten: 45° 1′ N, 1° 35′ O
Höhe 132–342 m
Fläche 18,38 km²
Einwohner 534 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 29 Einw./km²
Postleitzahl 46600
INSEE-Code

Sarrazac – Ortsansicht

Sarrazac (occitanisch: Sarrasac) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 300 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Lot in der Region Midi-Pyrénées.

Lage[Bearbeiten]

Sarrazac liegt im äußersten Norden des Quercy und des Départements Lot nahe der Grenze zum Département Corrèze. Bis zur Kantonshauptstadt Martel sind es knapp 13 Kilometer (Fahrtstrecke) in südlicher Richtung; weitere 20 Kilometer südlich befindet sich der mittelalterliche Pilgerort Rocamadour.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 518 530 506 496 440 481 535

Im 19. Jahrhundert hatte Sarrazac zeitweise über 1.400 Einwohner; zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es noch etwa 900. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust von Arbeitsplätzen sorgten in der Vergangenheit für einen deutlichen Bevölkerungsrückgang.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Sarrazac war und ist noch immer in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei die Viehzucht (Rinder, Schweine, Geflügel) eine dominierende Rolle spielt. Seit den 1960er Jahren trägt auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) zu den Einnahmen des Ortes bei.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Geschichte des Ortes sind keine Angaben verfügbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die ländliche, in einfachen gotischen Stilformen errichtete Pfarrkirche stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Die Portalzone wurde im 19. Jahrhundert erneuert. Die Kirche ist seit 1947 als Monument historique[1] anerkannt.
  • Das Château de Crozes befindet sich östlich des Ortes und stammt – trotz der Verwendung von Bruchsteinen und des spätmittelalterlichen Gesamteindrucks – größtenteils aus dem 19. Jahrhundert. Es ist seit 1999 als Monument historique[2] anerkannt.
  • Im etwa zwei Kilometer westlich gelegenen Dorf L'Hôpital-Saint-Jean stehen ein romanisches Portal aus dem 13. und eine Totenlaterne aus dem 16. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sarrazac (Lot) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Église, Sarrazac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Château de Crozes, Sarrazac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)