Schlierbach LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlierbachf zu vermeiden.
Schlierbach
Wappen von Schlierbach
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Sursee
BFS-Nr.: 1100i1f3f4
Postleitzahl: 6231
Koordinaten: 650974 / 230609Koordinaten: 47° 13′ 28″ N, 8° 6′ 42″ O; CH1903: 650974 / 230609
Höhe: 700 m ü. M.
Fläche: 7,23 km²
Einwohner: 819 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 113 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
8,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.schlierbach.ch
Karte
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Schlierbach ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem Hügelzug östlich des Surentals im Nordosten von Büron. Der Ortsteil Wetzwil (728 m ü. M.) liegt 2,5 km südöstlich des Dorfs an der Strasse von Geuensee nach Rickenbach. Zu Schlierbach gehören auch die Weiler Weiherbach 1,1 km östlich (709 m ü. M.) und Brämhüser 2,2 km nordöstlich des Dorfs (774 m ü. M.). Der Ortsteil Etzelwil (742 m ü. M.) liegt zwischen dem Dorf und Brämhüser.

Schlierbach grenzt an Büron, Geuensee, Rickenbach LU und Triengen im Kanton Luzern - sowie an Schmiedrued im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 653
1880 522
1910 405
1930 410
1941 478
1970 466
1980 521
1990 536
2000 567
2004 594

Da die Gemeinde im heutigen Umfang erst seit 1844 existiert, gibt es keine exakten Bevölkerungszahlen aus der Zeit vor 1850. Von 1850 bis 1910 führte eine massive Abwanderungswelle in die Industriezentren zu einem starken Bevölkerungsverlust (1850–1910: -38,0 %). Danach stieg sie trotz zwei Zeitspannen des Bevölkerungsstillstands bis 1980 wieder deutlich an (1910–1980: +28,3 %). Dieses Wachstum hat sich seither vergrössert - so dass die Zahl der Bewohner heute bei rund 600 Personen liegt.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 95,24 % Deutsch, 3,00 % Albanisch und 0,53 % Französisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früherer Zeit waren alle Bewohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Heute (Stand 2000) gibt es 85,89 % römisch-katholische und 4,41 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 3,70 % Konfessionslose und 3,17 % Muslime (Albaner).

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 792 Einwohnern 723 Schweizer und 69 (= 8,7 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 91,3 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (50,7 %), Serbien inklusive Kosovo (21,7 %), Portugal (1,4 %) und Spanien (1,4 %). 23,2 % stammten aus dem übrigen Europa und 1,4 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon zur Römerzeit war der Ort besiedelt, wie Überreste eines römischen Gebäudes beweisen. Erste Erwähnung der Gemeinde als Slierbach im Jahr 1178. Der Ort gehörte zur Herrschaft Büron. Diese wiederum gehörte zur Grafschaft Willisau und somit bis 1407 zum Einflussbereich der Habsburger. In diesem Jahr erwarb die Stadt Luzern die Grafschaft Willisau. Nachdem Luzern 1455 von Hemmann von Rüsseegg auch die niedere Gerichtsbarkeit erworben hatte, war Schlierbach bis 1798 Teil der Landvogtei Büron-Triengen. Von 1798 bis 1803 gehörten die Ortsteile Schlierbach und Etzelwil zum Distrikt Sursee, während der Ortsteil Wetzwil dem Distrikt Beromünster zugeteilt war. Seither sind alle Ortsteile im damals neu geschaffenen Amt Sursee. Die Gemeinde entstand im heutigen Umfang erst im Jahr 1844 durch Zusammenlegung der Orte Schlierbach, Etzelwil und Wetzwil.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Schlierbach besteht aus drei Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Franz Steiger-Häfliger (FDP): Gemeindepräsident
  • Armin Hartmann (SVP): Gemeindeammann
  • Marianne Steiger-Leuthard (CVP): Sozialvorsteherin

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Schlierbach: FDP 40,1 %, CVP 25,7 %, SVP 24,8 %, GPS 3,4 %, glp 2,5 %, SP 2,4 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Schlierbach: FDP 34,9 %, CVP 29,6 %, SVP 25,6 %, SP 3,7 %, glp 3,1 %, Grüne 2,1 %, BDP 0,4 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist tagsüber durch die Postautolinie Sursee-Schlierbach-Etzelwil erschlossen. Nachts ersetzt ein PUBLICAR (Rufbus) diese Linie. Die Gemeinde liegt an der Nebenstrasse Sursee-Schlierbach-Schmiedrued-Schöftland. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Sursee an der A2 in 7 km Entfernung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Reinle: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band IV: Das Amt Sursee. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 35). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1956, ISBN 978-3-906131-23-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlierbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Schlierbach
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Schlierbach
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 3. Juni 2016.