Schottische Literatur

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Schottische Literatur ist die Literatur schottischer Autoren in schottisch-englischer Sprache sowie in Scots oder (seltener) in schottischem Gälisch. Dieses wird vielleicht noch von 60.000 Menschen gesprochen.

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das früheste literarische Zeugnis in nordenglischem Dialekt, der auch als Schottisch oder Tiefland-Schottisch bezeichnet wird, ist ein Fragment eines anonymen Gedichts aus dem 13. Jahrhundert über die Verhältnisse in Schottland nach dem Tod König Alexanders III. Einer der ersten bedeutenden schottischen Dichter war John Barbour, Erzbischof von Aberdeen und Verfasser des schottischen Nationalepos „The Bruce“ (um 1375), das die Geschichte des schottischen Königs Robert the Bruce verherrlicht. Auch die Renaissance-Dichter Robert Henryson, Blind Harry (ein Minstrel, d. h. fahrender Sänger) und William Dunbar schrieben in einer Frühform von Scots, die sie aber inglis nannten. Als Blütezeit des Scots kann die Zeit zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert gelten, als eine relativ standardisierte Version des Scots Prestigesprache des Adels und Bürgertums und Sprache der offiziellen Verwaltung des Königreiches war.

In den Highlands war hingegen bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts das Schottisch-Gälische verbreitet. Das älteste schriftliche Zeugnis ist das Book oft the Dean of Lismore um 1520, das Balladen enthielt, deren Stil sich allerdings kaum von den irischen Bardendichtungen unterscheidet. Mit dem Niedergang des gälischen Bardentums im 16. Jahrhundert traten neue, eigenständige Versarten in den Vordergrund. Bekanntester schottisch-gälischer Lyriker und politischer Schriftsteller war Alasdair mac Mhaighstir Alasdair („Alexander Sohn des Magisters Alexander“, engl.: Alexander MacDonald), um 1698–1760. 1741 ließ er das erste Wörterbuch in schottisch-gälischer Sprache drucken.

Nach der Union mit England 1707[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Einführung des Buchdrucks,[1] aber vor allem seit der Union mit England 1707 und dem Jakobitenaufstand 1745/46 setzte sich das Standardenglische auch in der schottischen Literatur durch. Alasdair MacMhaighstir Alasdairs Gedichtsammlung von 1745 über die Wiederauferstehung der gälischen Sprache soll vom Henker in Edinburgh verbrannt worden sein; nur zwölf Kopien haben überlebt. Später konnten nur „gereinigte“ Versionen gedruckt werden.

James Macpherson, Dichter des Ossian

Tobias Smollett, der zunächst als Arzt in London praktizierte und in enger Verbindung zu den bedeutenden englischen Autoren seiner Zeit stand, verfasste nicht nur Reiseberichte, Brief-, Abenteuer-, Schauer- und Schelmenromane, sondern auch ein Protestgedicht gegen das Massaker von Culloden (The Tears of Scotland 1746). James Macpherson gab eine Sammlung angeblicher keltischer Prosagesänge auf Englisch heraus („Die Gesänge des Ossian“), die erst nach 150 Jahren endgültig als Fälschung entlarvt wurden. Obwohl die Dichtung eher sentimentale Einflüsse aus dem südenglischen Dichterkreis zeigt, verschaffte sie doch den keltischen Balladen große Aufmerksamkeit.

Viele schottische Autoren verließen ihre Heimat und gingen nach England. Das gilt auch für die in Glasgow geborene romantische Dichterin und Dramatikerin Joanna Baillie. Schien das Gälische seit 1745 gänzlich vom Aussterben bedroht – erst Alexander Carmichael (1832–1912) konnte die gälischen Volkslieder in den Highlands und auf den Hebriden sammeln –, so wurde das in der Umgangssprache der Lowlands fortlebende Scots aus nostalgischen Gründen oft für die Lyrik verwendet. Breitere Beliebtheit erfuhr Scots jedoch, als der Romantiker, radikale Demokrat und bissige Satiriker Robert Burns im späten 18. Jahrhundert Volkslieder in der bäuerlichen Volkssprache veröffentlichte und in seinen eigenen Gedichten mit der Hochsprache verband, dabei aber den volkstümlichen Ton nachahmte. 1788 verfasste er das Gedicht Auld Lang Syne, das als Vorlage für die weltberühmte Hymne diente, die jedes Jahr zum Jahreswechsel angestimmt wird. Auch die weitgehend anglisierten Intellektuellen der Edinburgher Aufklärung (des sog. Scottish Enlightenment) feierten Burns Werke, mit denen er Schottland wieder eine eigene Identität verlieh, während doch gleichzeitig viele schottische Künstler aus wirtschaftlichen Gründen nach London abwandern mussten. Von Burns beeinflusst wurde James Hogg, dessen Mutter bereits schottische Balladen gesammelt hatte. Er verfasste zahlreiche Gedichte in Englisch und Scots. Sein düsterer Roman The Private Memoirs and Confessions of a Justified Sinner über einen ulracalvinistischen Presbyterianer, der schließlich zum Brundermörder wird, sollte noch Rober Louis Stevenson beeinflussen.

Denkmal für Walter Scott im Scott Monument, Edinburgh

Auch Hoggs Freund Walter Scott hatte ein Gespür für die Balladen seiner Heimat, des Grenzlandes zwischen England und Schottland; in seinem Werk spiegeln sich englische und schottische Traditionen. Nach populären Versromanzen schrieb er fast 30 historische Romane, die in die meisten europäischen Sprachen übersetzt wurden. Berühmt wurde Waverley (1814) über einen fiktiven "mittleren Helden" des Jakobineraufstands 1745. Robert Louis Stevenson, den man trotz seiner Nomadenexistenz als schottischen Schriftsteller ansprechen kann, lebte ein Leben als Bohémien und blieb zugleich in seiner calvinistischen Herkunft befangen. Sein Roman The master of Ballantrae ist – obwohl in den USA verfasst – in der Landschaft des schottischen Südwestens angesiedelt, die Stevenson bei Aufenthalten und Wanderungen kennengelernt hatte. Die beiden Hauptfiguren erinnern an das Schicksal der verfeindeten Söhne von John Murray, des 1. Duke of Atholl, in den Ereignissen der Jahre 1745/46, und der rote Faden folgt der Aeneis, die von den Jakobiten als Analogie zum Geschick des Hauses Stuart vereinnahmt wurde.

Die romantischen Erzählungen und lyrischen Stimmungsbilder von William Sharp (Pseudonym: Fiona Macleod) sind hingegen vom keltischen Geist der Highlands geprägt. Archibald Joseph Cronin behandelte in seinen sozialkritischen Romanen der 1930er Jahre das Leben der Bergarbeiter und das konfliktreiche Zusammenleben der Konfessionen in Glasgow. Charles Murray (1864–1941) gehörte zu den ersten Dichtern, die das Scots der Region um Aberdeen, das Doric, für seine Werke verwendeten.

Schottische Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert entstand eine literarische Bewegung, die von dem wiedererweckten schottischen Nationalismus geprägt war. Sie fand unter der Bezeichnung Schottische Renaissance Eingang in die Literaturgeschichte.[2] Zuerst wurde der Begriff 1922 von Christopher Murray Grieve gebraucht, der später unter dem Künstlernamen Hugh MacDiarmid bekannt wurde. Der Bewegung ging es einerseits um die Aufarbeitung nationaler Traumata wie die radikale „Säuberung“ katholischer Kirchen und Klöster durch die Schottische Reformation, die Vertreibung der Hochlandschotten von ihrem Farmland (die sog. Highland Clearances) im 18. und 19. Jahrhundert, den Jakobitenaufstand, später auch um den Generalstreik von 1926 oder die Folgen der großen Depression der 1930er Jahre. Andererseits zielten die Bemühungen auf die Wiedergeburt einer eigenen Sprache. Berührungen gab es auch mit der nationalromantischen Bewegung einer keltischen Wiedergeburt Ende des 19. Jahrhunderts, doch vermied die modernistische schottische Avantgarde weitgehend deren sentimentale Keltennostalgie. Mit dieser nostalgischen sogenannten Kailyard fiction („Gemüsegarten-Dichtung“) brach zuerst in radikaler Weise George Douglas Brown (1869–1902) in seinem realistischen Roman The House with the Green Shutters (1901).[3]

Büste Hugh MacDiarmids (1927) von William Lamb

Der Poet, Nationalist, Kommunist und Vorkämpfer der keltischen Renaissance Hugh MacDiarmid versuchte in seinem lyrischen Meisterwerk, dem in Anlehnung an Techniken T. S. Eliots und Ezra Pounds eklektisch montierten, komischen Monolog „A Drunk Man Looks at the Thistle“ (1926),[4] verschiedene Scots-Dialekte zu einer Kunstsprache zu verbinden. Seine Arbeit für ein literarisches Revival verband sich mit der Hoffnung auf eine politische Wiedergeburt Schottlands; doch war er zugleich ein elitärer Verächter der Massengesellschaft und erkannte erst spät die Gefahr des Faschismus.

Einige Autoren aus seinem Freundeskreis wechselten virtuos zwischen Sprachen und Dialekten, so Edwin Morgan (1920–2010), der Friedrich Hölderlin und Bertolt Brecht ins Englische sowie William Shakespeare ins Schottische übersetzte, für eigene Werke aber Glasgower Slang benutzte. Der Lyriker Robert Garioch schrieb seine Gedichte im Scots der Edinburgher Old Town. Auch der Lyriker William Soutar (1898–1943) benutzte Scots. In reinstem Englisch wiederum schrieb sein Edinburgher Freund Norman MacCaig (1910–1996) seine populären Gedichte. Wegen dieser sprachlichen Ambivalenzen gelten schottische Autoren oft als für linguistische Feinheiten sensibilisiert.

Weitere bekannte Vertreter der Bewegung waren die Dramatiker James Bridie (1888–1951), ein Arzt, der jedoch eher für englisches Publikum schrieb, der Dramatiker Robert McLellan (1907–1985), der Mythologe und Politiker Lewis Spence und der in England geborene schottisch-nationalistische Schriftsteller Ruaraidh Erskine of Marr (1869–1960), der auch den irischen Osteraufstand unterstützte. Die Anglophobie, der Hass auf Anglikanismus und Calvinismus und der gälische Chauvinismus steigerten sich besonders im schmalen Werk Fionn Mac Collas (1906–1975).

James Barke (1905–1958) verfasste ein fünfbändiges Werk über Robert Burns und beschreibt in Major Operation (1936) die Bekehrung eines bankrotten Kohlehändlers zum Sozialismus durch einen arbeitslose Werftarbeiter in einem Glasgower Krankenhaus. Das Stück wurde auch für das Theater adaptiert. Der schottische sozialkritische Roman dieser Zeit beeinflusst auch noch heute die englische Literatur: So schrieb der gebürtige Engländer Ross Raisin seinen Roman „Unter der Wasserlinie“ (deutsche Übersetzung 2014) über die sozialen Folgen der Glasgower Werftenkrise. Davon handelt auch der in englischer Sprache verfasste Roman The Shipbuilders (1935) von George Blake.

Ruinen eines Hofes von 1841 vertriebenen Kleinfarmern auf einer Insel im Loch Roag auf der Hebrideninsel Harris – heute grasen hier nur Schafe

Von den Orkneys stammten der Kafkaübersetzer Edwin Muir (1887–1959), der sich MacDiarmids Nationalismus nicht anschließen konnte, George Mackay Brown (1921–1996), für den das verlassene Haus ohne Dach und der Bauer, der in seinem Boot die Insel verlassen musste, Archetypen historischer Erfahrung bildeten, und der humoristische Roman- und Kinderbuchautor Eric Linklater (1899–1974).

Slum in Glasgow (1871): Bild des schottischen Fotografen Thomas Annan

Der aus der radikalen Arbeiterbewegung stammende Sohn eines Kätners, Autodidakt, Journalist, Kolonialangestellte und spätere freiberufliche Autor James Leslie Mitchell, der 16 Bücher verfasste, verstand sich als Teil der Bewegung der Schottischen Renaissance, kritisierte diese aber wegen ihrer Ignoranz gegenüber den sozialen Verhältnissen in den Slums von Glasgow. Als linker Kosmopolit, der lange im Ausland lebte, war er skeptisch gegenüber Nationalismus und Kommunismus. Durch seinen Roman Sunset Song[5], der 1932 unter dem Pseudonym Lewis Grassic Gibbon erschien und 1971 verfilmt sowie mehrfach für die Bühne bearbeitet wurde, wurde er kurzfristig über die Grenzen Schottlands hinaus bekannt. Themen des in poetischer Sprache verfassten, aber durch seinen Realismus schockierenden Romans sind das materielle und moralische Elend der kleinen Landgemeinden im Nordosten Schottlands, die Rolle der Frauen, die zwischen der Bindung an Heimat und Familie und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung hin- und hergerissen sind, die Verrohung der aus dem Weltkrieg zurückgekehrten Soldaten und die Folgen der wirtschaftlichen Modernisierung für das traditionelle Leben der Bauern.

Neuere Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schottische Literatur seit den 1980er Jahren gewinnt ein immer eigenständigeres Profil gegenüber der Literatur englischer Autoren: Sie ist in der Schilderung von Extremsituationen greller, realistischer und zugleich phantastischer. In ihr spiegelt sich aber auch der wirtschaftliche Niedergang Schottlands. Alasdair Gray beschreibt seine Heimat Glasgow in surrealen, bizarren und komischen Werken. Weltweite Aufmerksamkeit erfuhr Irvine Welsh mit Trainspotting (1993), der die schottischen Dialekte exakt transkribiert. Sex, Drogen und Gewalt charakterisieren auch die Romane von Iain Banks („Die Wespenfabrik“ 1984). Die Bühnenstücke des vom Epischen Theater beeinflussten John McGrath (1935–2002) behandeln historische und aktuelle Themen von den alten Pikten über die Klassenkämpfe der Vergangenheit bis hin zu Margaret Thatcher und den Problemen der Ölindustrie. Kaum jemand hat soviel zur Verbreitung des populären Theaters in Schottland beigetragen wie McGrath. Nicht zu verwechseln ist er mit dem Dramatiker Tom McGrath (1940–2009), der in der Londoner und Glasgower Gegenkultur verankert war. Jeff Torrington beschrieb den Niedergang Glasgows in der wütend-witzigen, autobiographisch gefärbten Geschichte der Gelegenheitsarbeiters Thomas Clay – er selbst hatte acht Jahre am Fließband einer Autofabrik gearbeitet, bis er wegen der Werksschließung frühverrentet wurde. Für dieses mit dem höchstdotierten britischen Literaturpreis, dem Whitbread Book Award ausgezeichnete Werk Swing hammer swing! (1992) – gemeint ist der Abrisshammer, mit dem die Chrysler-Fabrik in Linwood abgerissen wurde – benötigte er eine Schreibzeit von 30 Jahren.[6]

In ganz Großbritannien populär wurde der Autor von oft in düsteren Vierteln Edinburghs angesiedelten Kriminalromanen Ian Rankin.

Metaphysische Bezüge charakterisieren das Werk des 1955 geborenen Lyrikers John Burnside, von dem zwei Anthologien ins Deutsche übersetzt wurden. In seinem autobiographischen Roman A Lie about My Father (2006, deutsch 2011[7]) beschreibt er eine unglückliche Kindheit in Schottland (und England) der 1950er und 1960er Jahre.

Heute schreiben Romanciers wie Irvine Welsh, Lyriker wie Robert Crawford (* 1959) und Theaterautoren wie der in der gesamten angelsächsischen Welt bekannte Bill Findlay (1947–2005), aber natürlich auch Popgruppen weitgehend Scots. James Kelman schreibt in Anknüpfung an die populäre Glasgow novel der 1930er Jahre im drastischen Glasgower Slang der Working class. Im Glasgower Scots zuhause ist auch der Dichter Tom Leonard (* 1944). Die Musikalität und Vitalität des Scots wird wegen seiner stark abweichenden regionalen Varianten allerdings durch größere Schwierigkeiten für den Leser erkauft. So schreiben einige Autoren wie Bill Herbert (W. N Herbert, * 1961) von vornherein in „gespaltener Zunge“ – Forked Tongue ist auch der Titel seiner Gedichtsammlung von 1994.

Gälisch schreibende moderne Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aonghas MacNeacail bei einem Besuch des Féile Na Gréine-Festivals in Waterville (Irland)

Im 19. Jahrhundert hatte das Gälische seine Bedeutung als Dichtersprache vollständig verloren. Die Anfänge des schottisch-gälischen Romans fallen in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang sind u. a. Ian MacCormaick (Dùn Aluinn, 1912, ein Roman über die Landvertreibung der kleinen Farmer) und Seumas Mac Leòid zu nennen. Der Lyriker Sorley MacLean (1911–1996), der ebenfalls zur Modernistenbewegung um MacDiarmid gehörte, wuchs auf der Hebrideninsel Raasay auf („I am writing for no audience“). Er bewies mit seinen Gedichten, dass das schottische Gälisch in der Lage war, neue Töne anzuschlagen. Auch der Romancier, Erzähler und Lyriker Iain Chrichton Smith (1928–1998) lebte auf den Hebriden. George Campbell Hay (1915–1984) gehörte wie Smith zur Literatenbewegung um MacDiarmid und gilt als großer Wortkünstler und brillanter Übersetzer. Er schrieb vor allem in Gälisch, aber auch in Scots und Englisch. Aonghas MacNeacail (* 1942) von der Hebrideninsel Skye schreibt seine Lyrik in gälischer Sprache und trägt sie auf Festivals gemeinsam mit Musikern vor. Seine Arbeiten wurden jedoch oft ins Englische übersetzt.

Die gälische Prosaerzählung erlebte eine neue Blüte in den 1970er Jahren. Heute werden verstärkt Kinderbücher publiziert, um den Erhalt des Schottisch-Gälischen als Muttersprache zu fördern. Auch Bands wie Runrig texten teilweise in gälischer Sprache, kämpfen aber mit Verständnisschwierigkeiten beim Massenpublikum.

Festivals und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irvine Welsh auf dem Edinburgh Book Festival 2004

Das jährlich im August stattfindende Edinburgh International Book Festival[8] in der schottischen Hauptstadt ist angeblich das weltweit größte Buchfestival. In Wigtown findet jährlich das Wigtown Book Festival statt, bei dem auch Gedichte vorgetragen werden, in St Andrews jedes Jahr im März das StAnza Poetry Festival. An der schottischen Grenze in Melrose wird jährlich das Borders Book Festival[9] veranstaltet. Der Walter Scott Price wird hier als besondere Auszeichnung an hervorstechende Autoren vergeben.

Der bedeutende Stakis-Preis für den schottischen Autor des Jahres wurde aufgrund von Streitigkeiten mit den Sponsoren seit 1999 nicht mehr verliehen.

2004 wurde Edinburgh als erste UNESCO-City of Literature benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bill Findley: A History of the Scottish Theatre. Polygon 1998, ISBN 978-0-7486-6220-3.
  • Julius Pokorny: Die keltischen Literaturen. In: Kindlers neues Literatur-Lexikon. Bd. 20, München 1996, S. 203–230, insbes. S. 215 ff.: Die schottisch-gälische Literatur; Anglo-schottische Literatur.
  • Peter Sager: Schottische Literatur: Die Sprache der Distel. In: Schottland: Architektur und Landschaft, Geschichte und Literatur. Köln 1997, S. 29–36.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. National Library of Scotland: First Scottish Books
  2. Susanne Hagemann: Die Schottische Renaissance: Literatur und Nation im 20. Jahrhundert. Scottish Studies 13. Frankfurt am Main 1992. ISBN 978-3-631-44698-0.
  3. Biographie auf www.bbc.co.uk
  4. Auszüge und Erläuterungen zum Gedicht (Memento vom 17. Februar 2008 im Internet Archive)
  5. Dt.: „Lied vom Abendrot“. Neuübersetzung Berlin 2018.
  6. Nachruf in: The Scotsman, 14. Mai 2008
  7. Lügen über meinen Vater, München 2011. Rezension von Thomas Glavinic, Etwas Neues, das immer schon da war in: www.faz.net, 18. März 2011
  8. Website des Festivals
  9. Website des Festivals