Super Bowl XXXII

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Super Bowl XXXII
Super Bowl XXXII Logo
1 2 3 4 Gesamt
Green Bay Packers 7 7 3 7 24
Denver Broncos 7 10 7 7 31
Datum 25. Januar 1998
Stadion Qualcomm Stadium
Stadt San Diego
MVP Terrell Davis
Favorit Packers um 11
Nationalhymne Jewel
Münzwurf Joe Gibbs, Doug Williams und Eddie Robinson
Halbzeitshow Boyz II Men, Smokey Robinson, The Temptations und The Four Tops
Besucherzahl 68.912
Fernsehübertragung
Network NBC
Kommentatoren Dick Enberg, Phil Simms und Paul Maguire
Nielsen Ratings 44,5
Marktanteil 67
Werbespotpreis $1.300.000

Der Super Bowl XXXII war die 32. Austragung des Super Bowls, des Endspiels der National Football League (NFL). Am 25. Januar 1998 besiegten die Denver Broncos, der Meister der American Football Conference (AFC), den Meister der National Football Conference (NFC), die Green Bay Packers, im Qualcomm Stadium von San Diego, mit 31:24. Zum Super Bowl MVP wurde der Runningback der Denver Broncos, Terrell Davis, gewählt, der trotz eines akuten Migräneanfalls 157 Yards erlief und drei Touchdowns erzielte.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Denver Broncos waren mit 12:4-Siegen in ihrer Division Zweiter hinter den Kansas City Chiefs geworden und waren daher nur als Wildcard-Team in die Play-offs gekommen. Das Team von Head Coach Mike Shanahan setzte auf eine schlagkräftige Offense um den 37-jährigen Quarterback John Elway, Runningback Terrell Davis und Tight End Shannon Sharpe, die mit 472 erzielten Punkten die NFL anführten.[1] Für Denver war es nach Super Bowl XII, Super Bowl XXI, Super Bowl XXII und Super Bowl XXIV der fünfte Super Bowl, die vorherigen vier gingen alle (mit zum Teil deutlichen Ergebnissen) verloren.

Die Green Bay Packers von Head Coach Mike Holmgren waren Titelverteidiger, stellten mit Quarterback Brett Favre den amtierenden Most Valuable Player (MVP) und hatten mit 13:3-Siegen die Regular Season abgeschlossen. Mit 422 Punkten hatten sie die zweitbeste Offense, die harte Defense um Defensive End Reggie White war vor allem für ihre Sacks gefürchtet.[2] Die Packers galten als Favorit: die Buchmacher begünstigten sie um elf Punkte.

Die Play-offs[Bearbeiten]

                                   
28. Dezember – Houlihan's Stadium   4. Januar – Lambeau Field          
 5  Detroit Lions  10
 4  Tampa Bay Buccaneers  7
 4  Tampa Bay Buccaneers  20     11. Januar – 3Com Park at Candlestick Point
 2  Green Bay Packers  21  
NFC
27. Dezember – Giants Stadium  2  Green Bay Packers  23
3. Januar – 3Com Park at Candlestick Point
   1  San Francisco 49ers  10  
 6  Minnesota Vikings  23 NFC Championship
 6  Minnesota Vikings  22
 3  New York Giants  20   25. Januar – Qualcomm Stadium
 1  San Francisco 49ers  38  
Wildcard Play-offs  
Divisional Play-offs
27. Dezember – Mile High Stadium  N2  Green Bay Packers  24
4. Januar – Arrowhead Stadium
   A4  Denver Broncos  31
 5  Jacksonville Jaguars  17 Super Bowl XLV
 4  Denver Broncos  14
 4  Denver Broncos  42     11. Januar – Three Rivers Stadium
 1   Kansas City Chiefs  10  
AFC
28. Dezember – Foxboro Stadium  4  Denver Broncos  24
3. Januar – Three Rivers Stadium
   2  Pittsburgh Steelers  21  
 6  Miami Dolphins  3 AFC Championship
 3  New England Patriots  6
 3  New England Patriots  17  
 2  Pittsburgh Steelers  7  

[3]

Spiel[Bearbeiten]

Startaufstellung[Bearbeiten]

Denver Broncos   Green Bay Packers
Offense
Ed McCaffrey #87 WR Robert Brooks #87
Gary Zimmerman #65 LT Ross Verba #78
Mark Schlereth #69 LG Aaron Taylor #73
Tom Nalen #66 C Frank Winters #52
Brian Habib #75 RG Adam Timmerman #63
Tony Jones #77 RT Earl Dotson #72
Shannon Sharpe #84 TE Mark Chmura #89
Rod Smith #80 WR Antonio Freeman #86
John Elway #7 QB Brett Favre #4
Terrell Davis #30 RB Dorsey Levens #25
Howard Griffith #29 FB William Henderson #30
Defense
Neil Smith #90 LDE Reggie White #92
Keith Traylor #94 LDT Gilbert Brown #93
Maa Tanuvasa #98 RDT Santana Dotson #72
Alfred Williams #91 RE Gabe Wilkins #98
John Mobley #51 LOLB Seth Joyner #54
Allen Aldridge #57 MLB Bernardo Harris #55
Bill Romanowski #53 ROLB Brian Williams #51
Ray Crockett #39 LCB Doug Evans #33
Darrien Gordon #23 RCB Tyrone Williams #37
Tyrone Braxton #34 SS LeRoy Butler #36
Steve Atwater #27 FS Eugene Robinson #41
Special Teams
Jason Elam #1 K Ryan Longwell #8
Tom Rouen #16 P Craig Hentrich #17

[4]

Scoring[Bearbeiten]

  • 1st Quarter
    • GB – TD – Antonio Freeman 22 Yards-Pass von Brett Favre (Extrapunkt Ryan Longwell) 7-0 GB
    • DEN – TD – Terrell Davis 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Jason Elam) 7-7 tie
  • 2nd Quarter
    • DEN – TD – John Elway 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Elam) 14-7 DEN
    • DEN – FG – Elam 51 Yards 17-7 DEN
    • GB – TD – Mark Chmura 6 Yards-Pass von Favre (Extrapunkt Longwell) 17-14 DEN
  • 3rd Quarter
    • GB – FG – Longwell 27 Yards 17-17 tie
    • DEN – TD – Davis 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Elam) 24-17 DEN
  • 4th Quarter
    • GB – TD – Freemann 13 Yards-Pass von Favre (Extrapunkt Longwell) 24-24 tie
    • DEN – TD – Davis 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Elam) 31-24 DEN[5]

Spielbericht[Bearbeiten]

Das Spiel fing optimal für die Packers an, da ihr Quarterback Brett Favre direkt den ersten Drive mit einem Touchdownpass auf Antonio Freeman abschloss (Extrapunkt Kicker Ryan Longwell; GB 7 - DEN 0). Denver schlug dann durch Terrell Davis zurück, der nach einigen Läufen den Ball in die Endzone trug (Extrapunkt Jason Elam; GB 7 - DEN 7). Kurz darauf fiel Davis durch einen akuten Migräneanfall aus, der ihm fast alle Sicht raubte. Nach einer Interception durch Favre erzielten die Broncos mit einem weiteren Touchdown (Extrapunkt Jason Elam; DEN 14 - GB 7), wobei John Elway einen Laufspielzug zum fast blinden Davis antäuschte. Nach einem Field Goal durch Elam und einem Touchdown durch den Tight End der Packers, Mark Chmura, (Extrapunkt Ryan Longwell) zwölf Sekunden vor Abpfiff stand es zur Halbzeit 17:14 für Denver.

In der zweiten Halbzeit - Davis hatte durch Medikamente seine Migräne im Griff - tauschten beide Teams lange erfolglose Angriffsserien aus, bis Ryan Longwell per Field Goal zum 17-17 ausglich. John Elway führte die Broncos bis an die 13-Yards-Linie und brauchte im 3. Down noch sechs Yards für eine neue Angriffserie („3rd and 6“). Als Elway keinen freien Mann fand, stürmte er selbst los, sprang an der 8-Yards-Linie vorwärts und wurde in der Luft so hart von drei Spielern der Packers getroffen, dass er wie ein Rotor eines Helikopters eine komplette 180-Grad-Drehung machte - doch erst an der 5-Yards-Linie landete und somit das neue 1. Down sicherte. Dieser später „Elways Helikopter“ genannte Spielzug wurde von ESPN zu einem der 100 größten Sportmomente des Vierteljahrhunderts gewählt.[6] Davis lief den Football zum Touchdown in die Endzone, so dass es nach einem gelungenen Extrapunkt von Jason Elam 24:17 stand.

Beim nächsten Kickoff wurde der Kick-Returner der Packers, Antonio Freeman, so hart getroffen, dass er den Ball verlor und Denver ihn in günstiger Feldposition zurückbekam. Elway leistete sich aber eine Interception, und Favre führte einen langen Drive an, den ausgerechnet Freeman zum Touchdown verwertete (Extrapunkt Ryan Longwell; GB 24 - DEN 24). Im vierten Viertel neutralisierten sich beide Teams, bis Elway die Broncos bis kurz vor die Endzone führte, und nur noch 1:47 Minuten übrig waren. Die Broncos bereiteten gerade ihren 2. Down vor („2nd and goal“), und die Packers hatten nur noch zwei Timeouts. Folgende Situation entstand:

  • Die Broncos hätten nun sich absichtlich die Maximalzeit von 40 Sekunden für ein 2. und 3. Down nehmen können, um danach ein fast sicheres Field Goal zu schießen und den Packers nur noch 27 Sekunden Zeit für ihre nächste Angriffsserie zu geben.
  • Die Packers hätten darauf vertrauen können, die Broncos im 2. und 3. Down vor der Endzone zu stoppen und jeweils danach ihre beiden Timeouts zu nehmen. Selbst bei einem fast sicheren Field Goal gegen sich hätten sie noch fast 1:47 Minuten Zeit übrig gehabt, um auszugleichen oder mit einem Touchdown zu gewinnen - hätten aber alle Timeouts verbraucht.
  • Die Packers hätten den Broncos absichtlich den Touchdown schenken können, um noch mit fast der gesamten verbliebenen 1:47 Minuten Zeit und zwei Timeouts gleichzuziehen.

Head Coach Mike Holmgren entschied sich für letzteres,[7] so dass Terrell Davis ohne Gegenwehr zum Touchdown einlief (Extrapunkt Jason Elam, DEN 24 - GB 17). Doch der letzte Packers-Drive blieb stecken, so dass die Broncos zum ersten Mal den Super Bowl gewannen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. 1997 Denver Broncos
  2. 1997 Green Bay Packers
  3. Play-offs
  4. Neft, David S., Cohen, Richard M., and Korch, Rick. The Complete History of Professional Football from 1892 to the Present. 1994 ISBN 0-312-11435-4
  5. Scoring
  6. 68: Elway's gutsy run inspires Broncos to victory
  7. Holmgren Turns Loss Into Green Bay's Shame

Weblinks[Bearbeiten]