Tägerwilen

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Tägerwilen
(mit Tägermoos)
Wappen von Tägerwilen(mit Tägermoos)
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Kreuzlingenw
BFS-Nr.: 4696i1f3f4
Postleitzahl: 8274
UN/LOCODE: CH TWN
Koordinaten: 727163 / 27969547.6555589.131383420Koordinaten: 47° 39′ 20″ N, 9° 7′ 53″ O; CH1903: 727163 / 279695
Höhe: 420 m ü. M.
Fläche: 11.58 km²
Einwohner: 4079 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 352 Einw. pro km²
Website: www.taegerwilen.ch
Tägerwilen, gegen Norden

Tägerwilen, gegen Norden

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Tägerwilen (früher auch Taegerweilen oder Tägerweilen geschrieben) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft entstand an der Strasse zwischen Konstanz und Ermatingen. Heute kreuzen die Hauptstrassen 13 und 16 in Tägerwilen. Das Gemeindegebiet grenzt an den Seerhein, der den Obersee mit dem Untersee verbindet, sowie an Konstanz. Durch den Ort führt die Seelinie sowie die Strecke der ehemaligen Mittelthurgaubahn, die heute von Thurbo betrieben wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Im siebten oder achten Jahrhundert liessen sich die Alemannen in Tägerwilen nieder. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 990 als Tegirwilare. Die Geschichte Tägerwilens ist stark mit derjenigen des benachbarten Konstanz verbunden. In Tägerwilen wohnten auch die Amtleute des Bischofs von Konstanz. Sie begründeten auch die Burg und das später daneben gebaute Schloss Castell.

Während der Reformation trat das ganze Dorf zusammen mit Konstanz zum neuen Glauben über.

War das Dorf noch anfangs des 20. Jahrhunderts stark von der Landwirtschaft geprägt, so weist es heute eine überwiegend gewerbliche Struktur auf.

Die Gemeinde Tägerwilen verwaltet auch das Tägermoos, eine staatsrechtliche Kuriosität: Die 1,54 km² liegen zwar im Kanton Thurgau, sind jedoch durch einen Staatsvertrag von 1831 als Gemarkung der deutschen Grenzstadt Konstanz zugeordnet. Die angegebenen Zahlen zu Fläche und Einwohnerzahl von Tägerwilen enthalten auch die Zahlen des Tägermooses.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Castell[Bearbeiten]

Schloss Castell in Tägerwilen

Das heutige Aussehen von Schloss Castell, das sich in Privatbesitz befindet, erhielt das Gebäude durch Max von Scherer zwischen 1878 und 1894. Erbaut wurde es 1725 anstelle eines älteren Gebäudes aus dem Jahr 1585, das seinerseits ein älteres Bauwerk ersetzt hatte.

Das Schloss - eine der bedeutendsten historistischen Schlossanlagen der Schweiz - steht gegenüber den Ruinen der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burg Castell, die von dem Konstanzer Bischof Ulrich I. von Kyburg-Dillingen als Sitz für die Ministerialen Schenk von Castell erbaut wurde. Die Burg wurde während des Schwabenkrieges 1499 von den Eidgenossen zerstört.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Giger, Erich König, Margrit Surber: Tägerwilen - Ein Thurgauer Dorf im Wandel der Zeit. Tägerwilen 1999.
  • Paul Bär: Tägerwilen - Ein Blick in die Vergangenheit. Kreuzlingen 1988.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tägerwilen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)