Tōkyō Gas

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Tokyo Gas
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Rechtsform Kabushiki kaisha
ISIN JP3573000001
Gründung 1. Oktober 1885
Sitz Minato, Tokio
Leitung Michiaki Hirose
Mitarbeiter 16.835 (2015)[1]
Umsatz 2.292,5 Mrd. JPY (2014/15)[1]
17,77 Mrd. EUR[2]
Branche Energie
Website www.tokyo-gas.co.jp

Tōkyō Gas K.K. (jap. 東京瓦斯株式会社, Tōkyō Gasu Kabushiki kaisha, engl. Tokyo Gas Company, Limited) ist ein japanisches Unternehmen mit Firmensitz in Minato, Tokio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am 1. Oktober 1885 gegründete Unternehmen ist im Erdgassektor tätig.[3]

Tokyo Gas versorgt die Präfekturen Tokio, Kanagawa, Saitama, Chiba, Ibaraki, Tochigi, Gunma und Yamanashi und ist der wichtigste Anbieter von Erdgas in Japan.

Abteilung Fahrzeugbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab den 1910er Jahren gab es eine Abteilung für den Fahrzeugbau.[4][5][6] 1917 begann die Produktion von Lastkraftwagen.[7] Der Markenname lautete zunächst TGE, ab 1931 Chiyoda.[5] 1932 kamen einige Automobile dazu.[5] 1935 endete deren Produktion.[5]

1937 kam es zur Fusion der Abteilung mit Jidōsha Kōgyō Co. Ltd. und Kyodo Kokusan K.K. Das neue Unternehmen hieß entweder Tokyo Automobile Industry Co. Ltd.[7] oder Tokyo Automobile Industries Co. Ltd.[8][6] 1941 erfolgte die Umbenennung in Diesel Motor Industry Co. Ltd.[7] und 1949 in Isuzu[8]. Eine andere Quelle gibt an, dass das neue Unternehmen Automotive Industries Co. Ltd. hieß, während das Werk in Hino als Diesel Motor Industry Company firmierte.[6] Das Werk in Hino wurde 1942 abgespalten, woraus Hino Jidōsha entstand.[7][8]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1917 erschienen als Nutzfahrzeugmodelle ein Viertonner mit 2 Tonnen Nutzlast sowie das TGE Model A.[9] 1922 folgte das TGE Model G, 1927 TGE Model GP, 1930 TGE Model L und TGE Model N und 1933 der TX 40.[9]

Ab 1930 gab es als Omnibus das Chiyoda Model MA bzw. Chiyoda Model MP sowie ab 1935 das Chiyoda Model ST als Bus mit Anhänger.[9]

Eine andere Quelle nennt u. a. die Lkw-Modelle TX 35 und TX 40 sowie die Bus-Modelle BX 35, BX 40 und BX 45.[6]

Im Pkw-Angebot standen große Fahrzeuge. Der H ähnelte den damaligen Modellen von Pontiac.[5] Ein Sechszylindermotor mit 4 Liter Hubraum trieb die Fahrzeuge an.[5] Überliefert sind Limousinen und Tourenwagen.[5][5] Der sechsrädrige HS war ein siebensitziger Tourenwagen.[5]

Hino nennt die Pkw-Modelle Chiyoda Model HS mit sechs Rädern ab 1933, Chiyoda Model HA ab 1934 sowie einen kleinen Prototyp namens Hoya ab 1934.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Chiyoda.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 283. (englisch)
  • Jan P. Norbye: Autos made in Japan. Konzerne · Daten · Fakten. Alle Marken und Modelle 1912–1992. Bleicher Verlag, Gerlingen 1991, ISBN 3-88350-161-1, S. 28 und S. 31–32.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tōkyō Gas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tokyo Gas 2015 Annual Report, abgerufen am 14. Juli 2016
  2. Umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag, den 31. März 2016
  3. Tokyo Gas
  4. Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Chiyoda.
  5. a b c d e f g h i George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 283. (englisch)
  6. a b c d Jan P. Norbye: Autos made in Japan. Konzerne · Daten · Fakten. Alle Marken und Modelle 1912–1992. Bleicher Verlag, Gerlingen 1991, ISBN 3-88350-161-1, S. 28 und S. 31–32.
  7. a b c d Angaben von Hino (englisch, abgerufen am 16. April 2016)
  8. a b c Angaben von Isuzu (englisch, abgerufen am 16. April 2016)
  9. a b c d Zeitleiste der Modelle nach Angaben von Hino (englisch, abgerufen am 16. April 2016)