Präfektur Tokio

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Tōkyō-to
東京都
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Shinjuku, Tokio
Region: Kantō
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 2.187,50 km²
Wasseranteil: %
Einwohner: 13.686.371
(1. April 2017)
Bevölkerungsdichte: 6257 Einw. pro km²
Landkreise: 1
Gemeinden: 39 + 23 Bezirke Tokios
ISO 3166-2: JP-13
Gouverneur: Yuriko Koike
Website: www.metro.tokyo.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Tokio
Präfekturbaum: Ginkgo
Präfekturblume: Yoshino-Kirschblüte
Präfekturvogel: Lachmöwe
Präfekturlied: Tōkyō-shika / Tōkyō-toka
(„Lied der Stadt Tōkyō“ /
„Lied der Präfektur Tōkyō“)
Tag der Bürger: 1. Oktober

Die Präfektur Tokio (jap. 東京都, Tōkyō-to, engl. Tokyo Prefecture oder in Eigenbezeichnung Tokyo Metropolis, oft nur Tokyo) ist eine der Präfekturen Japans und liegt größtenteils in der Kantō-Ebene. Sie ist mit über 13 Mio. Einwohnern die bevölkerungsreichste Präfektur Japans, aber mit nur 2.000 km² zugleich die drittkleinste. Sitz der Präfekturverwaltung ist der [Sonder-]Bezirk Shinjuku, auch wenn für geographische Zwecke, z. B. auf staatlichen Landkarten, oft nach wie vor ganz Tokio als Präfekturhauptstadt betrachtet wird,[1] obwohl es als Verwaltungseinheit 1943 abgeschafft wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topographische Karte des zusammenhängenden Teils der Präfektur Tokio auf der Hauptinsel Honshū
Grafik der Präfektur Tokio mit den Bezirken (Gelb) und Städten und Gemeinden (Grün) ohne die Izu- und Ogasawara-Inseln.

Die 23 Bezirke (, ku) im östlichen Teil bilden mit einer Gesamtfläche von etwa 621 km² und über 9 Mio. Einwohnern (Stand Mai 2015) den urbanen Kernbereich Tokio.

Im mittleren Teil schließen sich nahtlos weitere Großstädte an. Allein Hachiōji, die größte davon, hat über eine halbe Million Einwohner. Der westliche Teil dagegen liegt auf Ausläufern der Japanischen Alpen, ist nur dünn besiedelt und mit seiner Gebirgslandschaft landschaftlich reizvoll (unter anderem um den Okutama-See). Höchster Punkt der Präfektur ist der Gipfel des Kumotoriyama (2017,1 m) auf der Grenze zu den Präfekturen Saitama und Yamanashi. Der mittlere und westliche Teil wird zusammen auch als Tama-Gebiet bezeichnet und hat auf 1.169 km² über 4 Mio. Einwohner.

Der Westen wird durch den Tamagawa entwässert, an seinem Unterlauf bildet der Fluss die Südgrenze Tokios zu Kanagawa. Die große Bedeutung, die der Tamagawa historisch für die Wasserversorgung der Stadt Edo/Tokio hatte, war ein Hauptgrund für die Annexion des Tama-Gebiets 1893. In den Bezirken im Osten gibt es einige kurze Flüsse, die direkt in die Bucht von Tokio münden und teilweise durch die Burggräben und Kanäle der Tokugawa mit dem Arakawa-System verbunden sind. Ganz im Osten und im Norden sammeln der im frühen 20. Jahrhundert gebaute Arakawa[-Entwässerungskanal] und der Sumidagawa (der vorherige Unterlauf des Arakawa vom 17. bis zum 20. Jahrhundert) die meisten Flüsse. Die Ostgrenze von Tokio zu Chiba bilden der heutige Edogawa (im 17. Jahrhundert während der Umleitungsmaßnahmen der Tokugawa zum Hochwasserschutz zeitweise der Unterlauf des Tonegawa, davor unter den Namen Ōigawa oder Futoigawa ursprünglich östlich des Tonegawa der Unterlauf des Watarasegawa) und sein heutiger Mündungsarm Kyū-Edogawa („Alt-/Ex-Edogawa“). Die Nordgrenze zu Saitama in der Kantō-Ebene wird nur abschnittsweise von Flüssen markiert. Im Westen bildet ein Kamm des Kantō-Gebirges teilweise die Grenze zu Yamanashi und Kanagawa und zugleich die Wasserscheide zwischen Tamagawa und Sagamigawa. Ganz im Nordwesten bilden Bergkämme links des Tamagawa die Grenzen zu Yamanashi und Saitama.

Schließlich gehören zur Präfektur Tokio auch mehr als 60 kleine Inseln im Pazifik südlich von Honshū. 20 davon gehören zu den Izu-Inseln, von denen die nördlichste, Izu-Ōshima, auch die größte ist. Südlich davon liegen die Ogasawara-Inseln, mehr als 1.000 km von der Kantō-Ebene entfernt, die nur mit einer 24-stündigen Schiffsreise erreichbar sind. Sie zählen seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Während der Hauptteil der Präfektur zur gemäßigten Klimazone gehört, sind die Ogasawara-Inseln bereits in den Subtropen. Mit den Inseln Okinotorishima und Minami-Torishima gehören auch der südlichste und der östlichste Teil des japanischen Staatsgebiets zur Präfektur Tokio.

Teilweise oder ganz in der Präfektur liegen die Chichibu-Tama-Kai-, Fuji-Hakone-Izu- und Ogasawara-Nationalparks sowie der Meiji-no-mori-Takao-Quasi-Nationalpark. Außerdem gibt es in Tokio sechs Präfekturnaturparks (toritsu shizen kōen).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprüngliches Gebiet der 1893 an Tokio übertragenen San-Tama (三多摩, „drei Tama[-Landkreise]“) Nishi- („West-“, orange), Kita- („Nord-“, gelb) und Minami-Tama („Süd-Tama“, grün) – alle Landkreise östlich davon wurden 1932 Teil der Stadt Tokio.

Die Präfektur Tokio wurde 1868 in der Meiji-Restauration zunächst für kurze Zeit als Präfektur Edo, Edo-fu, nach der Umbenennung Edos in Tokio im selben Jahr dann als Tōkyō-fu (東京府) eingerichtet. Im Gegensatz zu den meisten übrigen Präfekturen, die als ken errichtet wurden, wurden neun städtische Gebiete, die durch Bugyō direkt vom Shōgun verwaltet worden waren, als fu eingerichtet. Darunter waren insbesondere die Hauptstädte Edo, Kyōto und Osaka, zunächst auch die in den ungleichen Verträgen geöffneten Vertragshäfen. Letztere wurden aber bereits 1869 in ken umgewandelt.

Das Territorium der Präfektur entsprach anfangs etwa dem der späteren Stadt Tokio. Nach der Abschaffung des Lehenssystems (Han) und der flächigen Einteilung Japans in Präfekturen 1871 wurden die Präfekturen Kosuge und Shinagawa sowie Teile von Ōmiya/Urawa Tokio zugeschlagen, das sich damit auf die späteren Landkreise Ebara, Ost-Tama und Süd-Toshima (1896 zu Toyotama vereinigt), Nord-Toshima, Süd-Adachi und Süd-Katsushika ausdehnte. Weitere Gebiete folgten: 1878 die Izu-Inseln von Shizuoka, 1880 die Ogasawara-Inseln und 1893 die drei westlichen Teile des Landkreises Tama von Kanagawa. Dadurch gehörten auch ländliche Regionen und abgelegene Inseln zu Tokio.

1878 wurde erstmals ein Präfekturparlament (fukai) mit 49 Mitgliedern gewählt. 1889 unterteilte die Regierung die Präfekturen in die heute noch bestehenden Gemeindeformen: Auf dem Gebiet der Präfektur Tokio entstanden die [kreisfreie] Stadt Tōkyō und in den umliegenden Landkreisen [kreisangehörige/Klein-]Städte (Machi) und Dörfer (Mura).[3] Allerdings blieb der vom Innenministerium ernannte Gouverneur der Präfektur bis 1898 in Personalunion Bürgermeister der Stadt Tokio – eine Regelung, die zunächst für alle „drei Hauptstädte“ (santo) galt, also neben Tōkyō auch für die Städte Kyōto und Osaka.

1943 wurden mit dem Tōkyō-tosei Stadt und bisherige Präfektur Tokio aufgelöst und die Hauptstadtpräfektur Tōkyō-to eingerichtet. Die Bürgermeister der Bezirke Tokios unterstanden nun direkt der Präfektur Tokio und der Gouverneur hieß tōkyō-to-chōkan (東京都長官). Nach dem Ende des Pazifikkrieges wurde die Verwaltung wie in den übrigen Präfekturen demokratisiert: Ab 1947 wurde der Gouverneur vom Volk gewählt. Allerdings blieb der Sonderstatus des ehemaligen Stadtgebiets von Tokio teilweise erhalten, die Bezirke erhielten aber eine größere Autonomie und haben inzwischen weitgehend die gleichen Rechte wie die übrigen Gemeinden im Land.

Die zweite kreisfreie Stadt (shi) in der Präfektur wurde 1917 Hachiōji, 1940 folgte Tachikawa – nach der Auflösung der Stadt Tokio 1943 die beiden einzigen shi in Tokio. Beginnend mit Musashino 1947 wurde in den Nachkriegsjahren ein Großteil der Präfektur in kreisfreien Städten organisiert. Von den drei Tama-Landkreisen besteht heute nur noch einer, der seit 1995 noch aus vier nicht mehr zusammenhängenden Gemeinden besteht.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1920
Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden in Tokio zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010
Zunahme
  • >10,0 %
  • 7,5–10,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 0,0–2,5 %

  • Abnahme
  • 0,0–2,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 7,5–10,0 %
  • >10,0 %

Am 1. Juli 2011 hatte die Präfektur Tokio 13.190.383 Einwohner (6.547.551 Männer und 6.642.832 Frauen), die in 6.445.202 Haushalten lebten. Nur 3,1 % der Gesamtbevölkerung (410.184) sind registrierte Ausländer.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Bruttoinlandsprodukt“ der Präfektur Tokyo betrug im Fiskaljahr 2006 92,3 Billionen Yen (rund 590 Mrd. Euro),[5] das entspricht knapp einem Fünftel des gesamten japanischen Inlandsproduktes.

Dienstleistungen spielen die Hauptrolle in der Tokioter Wirtschaft: Von den 2006 rund 8,7 Millionen Beschäftigten in Tokio – davon mehr als 7,2 Millionen auf dem Gebiet der 23 Bezirke – waren weniger als 1,4 Millionen in Industrie, Bau, Energie-, Gas- und Wasserversorgung und nur gut 6.000 in Bergbau, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft tätig.[6] In Tokio befinden sich die Unternehmenszentralen zahlreicher japanischer Unternehmen und viele Niederlassungen ausländischer Konzerne. Die Tokioter Börse ist die größte Japans und Tokio ist einer der bedeutendsten Finanzplätze Asiens und der Welt.

Die Einkommen, aber auch die Lebenshaltungskosten in Tokio sind hoch. Das durchschnittliche monatliche Haushaltseinkommen (nur Beschäftigte) in Tokio betrug 2006 rund 570.000 Yen, von denen rund 428.000 Yen als Lebenshaltungskosten ausgegeben wurden.[7]

Der Mindestlohn ist in Tokio mit derzeit (seit 1. Oktober 2016) 932 Yen der höchste unter allen 47 Präfekturen.[8][9]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das [Haupt-]Gebäude der Präfekturverwaltung von Tokio (東京都庁舎, Tōkyō tochō-sha), in Nishi-Shinjuku im Bezirk Shinjuku, 1991 erbaut von Kenzō Tange (engl. Tokyo Metropolitan Government Building in Nishi-Shinjuku, Shinjuku City).
Der Sitz des Tokioter Parlaments im gleichen Gebäudekomplex.
Das 1989 offiziell eingeführte Symbol der Präfektur, das einem Blatt des Präfekturbaums Ginkgo ähnelt, stellt stilisiert Tokios Anfangsbuchstaben T im lateinischen Alphabet dar.[10]
Fraktionsstärken im Präfekturparlament
(Stand: 24. Juli 2017)[11]
        
Von 127 Sitzen entfallen auf:

An der Spitze der Präfekturverwaltung von Tokio (Tōkyō tochō; engl. Tokyo Metropolitan Government, TMG) steht wie in allen Präfekturen der Gouverneur (東京都知事, Tōkyō tochiji). Bei der Gouverneurswahl in Tokio 2016 wurde die ehemalige LDP-Abgeordnete und Ministerin, Yuriko Koike zur Nachfolgerin des über einen Spesenskandal zurückgetretenen Yōichi Masuzoe gewählt. Koike hatte ihre Kandidatur vor dem und im Ergebnis gegen den Nominierungsprozess der LDP erklärt[12] und gründete 2017 ihre eigene Präfekturpartei, die Tomin First no Kai.

Das Präfekturparlament Tokio (東京都議会, Tōkyō togikai) ist für die Legislative und den Haushalt verantwortlich. Außerdem stimmt es über wichtige Personalentscheidungen des Gouverneurs, darunter die Vizegouverneure, ab.[13] Die 127 Mitglieder werden in 42 Wahlkreisen durch nicht übertragbare Einzelstimmgebung gewählt. Bei der letzten Wahl am 2. Juli 2017 gewann Koikes „Regierungsbündnis“ – im engeren Sinne gibt es in Präsidialsystemen aber keine Regierungs- oder Oppositionsparteien – aus Koikes Tomin First no Kai (49 Sitze+6 nachnominierte Unabhängige), Kōmeitō (23 Sitze) und Tōkyō Seikatsusha Network (1 Sitz), der Tokioter Mitgliedspartei des Shimin Network, zusammen eine absolute Mehrheit. Die vorher stärkste und erklärte Präfektur„oppositions“partei LDP verzeichnete mit 23 Sitze ihr historisch schlechtestes Ergebnis. Die Kommunistische Partei Japans, die sich wie auch die kleineren Parteien gegenüber Koikes Politik „neutral“ erklärt hat, wurde mit 19 Sitzen viertstärkste Kraft. Die Minshintō (Demokratische Fortschrittspartei) fiel auf fünf Sitze zurück, die Nippon Ishin no Kai verteidigte ihren einzigen Sitz.

Die Präfektur Tokio übernimmt von den 23 Bezirken bestimmte Verwaltungsaufgaben, die in anderen Präfekturen den Kommunen zustehen. Dazu gehören öffentliche Dienstleistungen wie die Feuerwehr und Infrastrukturbereiche wie die Wasserversorgung. Zu diesem Zweck erhält sie einige der kommunalen Steuern aus den Bezirken und weist diesen wiederum Mittel entsprechend ihrer Bevölkerung zu.[14] Die Izu- und Ogasawara-Inseln werden durch vier Unterpräfekturen verwaltet, die bei der Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) angesiedelt sind.

Ins nationale Parlament wählt die Präfektur 25 Shūgiinabgeordnete direkt – nach der Wahl 2014, den Parteiumbildungen seither und der Nachwahl für Koikes Sitz 2016 22 Liberaldemokraten, zwei Mitglieder der Demokratischen Fortschrittspartei und ein Kōmeitō-Mitglied – und seit 2016 sechs statt bisher fünf Sangiinabgeordnete pro Teilwahl (also 2016–2019 zusammen vorübergehend elf), nach den Wahlen 2013 und 2016 und Parteiumbildungen seither vier Liberaldemokraten, je zwei Mitglieder von Kōmeitō, Demokratischer Fortschrittspartei und KPJ und ein Liberaler.

CO2-Emissionshandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Fiskaljahr 2010 begann in der Präfektur Tokio am 1. April 2010 ein verpflichtendes Programm für den Emissionsrechtehandel von Industrie und Büros. Der eigentliche Handel, also die Sanktionierung von zu hohen Emissionen, soll nach einer endgültigen Festsetzung der Emissionszuteilungen 2011 beginnen. Im Zeitraum 2010 bis 2014 müssen danach die Treibhausgasemissionen um sechs bis acht Prozent, bis 2019 um 17 Prozent gesenkt werden.[15][16]

Internationale Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Präfektur Tokio keine Stadt ist, unterhält sie zwittermäßig sowohl (quasi als Stellvertreter der nicht-existierenden Stadt Tokio) zahlreiche Städtepartnerschaften mit Weltstädten, als auch Regionalpartnerschaften. Daneben unterhalten die Hauptstadtbezirke und Städte der Region auch eigene Städtepartnerschaften.

Neben den elf Städte- und Regionenpartnerschaften ist die Präfektur Tokio Teil des ANMC21 (Asian Network of Major Cities 21),[17] einer Kooperation von asiatischen Hauptstädten und Hauptstadtregionen.[18] Außerdem unterhält sie eine politische Kooperation mit der Greater London Authority, die im Jahr 2006 vereinbart wurde. Seitdem ist die Präfektur Tokio auch Mitglied der 2005 von Greater London initiierten C40 Large Cities Climate Leadership Group.[19][20][21]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionenpartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tokioter Autobahn Nr. 4 führt, später als Chūō-Autobahn, von den Bezirken durch einige der Städte im Westen Tokios.
Oberlin-Universität in Machida, eine von über 100 Universitäten in der Präfektur.
Der Berg Hinode in der gleichnamigen Gemeinde im dünn besiedelten Westen Tokios.
Die Izu-Inseln, Teil des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks
Präfekturgrenzschild von Tokio bei der Einfahrt in die Stadt Kiyose

Seit 2001 gibt es in Tokio noch 62 Gemeinden (1893 waren es mehr als 150 und 1953 knapp 100, siehe Liste ehemaliger Gemeinden in der Präfektur Tokio): 23 (Sonder-)Bezirke ([tokubetsu]-ku), 26 [kreisfreie] Städte (-shi), 5 [kreisangehörige] Städte (-machi) und 8 Dörfer (-mura). Die machi und mura auf Inseln weisen in Tokio die Besonderheit auf, dass sie nie zu einem der – als Verwaltungseinheit im 20. Jahrhundert abgeschafften, als geographische Einheit aber bis heute verwendeten – Landkreise (-gun) gehört haben, sondern durch Unterpräfekturen (-shichō) bis heute enger an die Präfekturverwaltung gebunden sind.

Liste der Gemeinden der Präfektur Tokio[22]
Gemeinde Typ Kreis/​Unterpräfektur Fläche
(1. Okt. 2016)[23]
Einwohner­zahl
(1. April 2017)
Shinjuku
(Sitz der Präfekturverwaltung)
-ku 18,22 km² 340.575
Adachi -ku 53,25 km² 675.017
Arakawa -ku 10,16 km² 214.832
Bunkyō -ku 11,29 km² 224.405
Chiyoda -ku 11,66 km² 60.246
Chūō -ku 10,21 km² 151.607
Edogawa -ku 49,90 km² 688.519
Itabashi -ku 32,22 km² 571.454
Katsushika -ku 34,80 km² 448.350
Kita -ku 20,61 km² 346.766
Kōtō -ku 40,16 km² 505.697
Meguro -ku 14,67 km² 281.499
Minato -ku 20,37 km² 250.394
Nakano -ku 15,59 km² 333.901
Nerima -ku 48,08 km² 728.825
Ōta -ku 60,75 km² 725.600
Setagaya -ku 58,05 km² 917.670
Shibuya -ku 15,11 km² 228.402
Shinagawa -ku 22,84 km² 395.210
Suginami -ku 34,06 km² 573.417
Sumida -ku 13,77 km² 261.687
Taitō -ku 10,11 km² 201.452
Toshima -ku 13,01 km² 295.860
Zwischensumme „Tokio
(ehemals Tokio)
23 -ku
(-shi)
626,79 km² 9.421.085
Hachiōji
(„Kernstadt“)
-shi 186,38 km² 577.505
Akiruno -shi 73,47 km² 80.703
Akishima -shi 17,34 km² 111.508
Chōfu -shi 21,58 km² 233.635
Fuchū -shi 29,43 km² 261.077
Fussa -shi 10,16 km² 58.444
Hamura -shi 9,90 km² 55.434
Higashikurume -shi 12,88 km² 116.427
Higashimurayama -shi 17,14 km² 149.703
Higashiyamato -shi 13,42 km² 84.803
Hino -shi 27,55 km² 187.645
Inagi -shi 17,97 km² 89.654
Kiyose -shi 10,23 km² 75.174
Kodaira -shi 20,51 km² 191.521
Koganei -shi 11,30 km² 123.143
Kokubunji -shi 11,46 km² 124.062
Komae -shi 6,39 km² 81.895
Kunitachi -shi 8,15 km² 74.353
Machida -shi 71,80 km² 434.463
Mitaka -shi 16,42 km² 189.782
Musashimurayama -shi 15,32 km² 71.437
Musashino -shi 10,98 km² 146.085
Nishitōkyō -shi 15,75 km² 201.241
Ōme -shi 103,31 km² 136.111
Tachikawa -shi 24,36 km² 178.824
Tama -shi 21,01 km² 147.478
Hinohara -mura Nishitama 105,41 km² 2123
Hinode -machi Nishitama 28,07 km² 17.448
Mizuho -machi Nishitama 16,85 km² 33.194
Okutama -machi Nishitama 225,53 km² 5089
Aogashima -mura Hachijō 5,96 km² 153
Hachijō -machi Hachijō 72,23 km² 7260
Mikurajima -mura Miyake 20,54 km² 317
Miyake -mura Miyake 55,26 km² 2342
Ogasawara -mura Ogasawara 104,35 km² 2979
Kōzushima -mura Ōshima 18,58 km² 1811
Niijima -mura Ōshima 27,54 km² 2627
Ōshima -machi Ōshima 90,76 km² 7518
Toshima -mura Ōshima 4,12 km² 318
Summe 62 Gemeinden 1 Kreis
4 Unter­präfekturen
2.191,00 km² 13.686.371

Anmerkung: Es gibt mehrere Gebiete mit ungeklärter Gemeindezugehörigkeit, darunter einige, die in der Liste zwar keiner Gemeinde zugerechnet, aber in der Präfekturfläche und ggf. der Zwischensumme für die 23 Bezirke enthalten sind.[23]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Präfektur Tokio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Präfekturverwaltung Tokio, Politisches Planungsamt, Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten: 東京都庁の所在地
  2. Präfekturverwaltung Tokio, Umweltamt (kankyō-kyoku): Naturparks in der Präfektur Tokio (japanisch)
  3. Gemeinden in der Präfektur Tokio seit 1889
  4. Tokyo Metropolitan Government News No. 792, Ausgabe Sept. 2011 (an alle Tokioter Haushalte verteiltes Infoblatt der Präfekturverwaltung)
  5. Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) der TMG, Statistisches Jahrbuch 2007: Abschnitt 16: 都民経済計算, 16-2: 経済活動別都内総生産 (MS Excel; 29 kB)
  6. Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) der TMG, Statistisches Jahrbuch 2007: Abschnitt 3: 事業所, 3-1: 地域,産業(大分類)別事業所数及び男女別従業者数 (MS Excel; 183 kB)
  7. Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) der TMG, Statistisches Jahrbuch 2007: Abschnitt 14: 家計, 14-2: 勤め先収入7分位階層別1世帯当たり年平均1か月間の収入と用途別生計支出(勤労者世帯) (MS Excel; 121 kB)
  8. Sozial- und Arbeitsministerium, Tōkyō rōdō-kyoku, Pressemitteilung 1. September 2016: 東京都最低賃金を932円に引き上げます
  9. Sozial- und Arbeitsministerium: Liste der Mindestlöhne in allen Präfekturen
  10. 都の紋章・花・木・鳥
  11. Präfekturparlament Tokio: Abgeordnete nach Fraktion
  12. Tōkyō Shimbun: Gouverneurswahl 2016
  13. Tokyo Metropolitan Government (TMG): Organizational Structure of TMG
  14. TMG: TMG and the 23 Special Wards
  15. Asia's first cap-trade plan starts in Tokyo. In: The Japan Times. 2. April 2010, abgerufen am 2. April 2010 (englisch).
  16. Präfekturverwaltung Tokio, Umweltabteilung (kankyō-kyoku): 地球温暖化対策 („Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung“), 総量削減義務と排出量取引制度 (japanisch, englisch: Tokyo Cap and Trade)
  17. Website des ANMC21 (japanisch, englisch)
  18. Präfektur Tokio, Politisches Planungsamt, Abteilung für Auswärtige Angelegenheiten: Partnerstädte und -regionen (japanisch, englisch)
  19. Greater London Authority, 31. Mai 2006: Mayor of London and Governor of Tokyo sign Partnership Agreement
  20. Präfektur Tokio, Umweltamt: C40(世界大都市気候先導グループ)について
  21. Website der C40 (englisch)
  22. Präfekturverwaltung von Tokio: 都内区市町村マップ (japanisch: Karte [und Liste] der Gemeinden zum 1. Januar 2017), Municipalities within Tokyo (englisch [nur Karte und Liste ohne Einwohnerzahl und Fläche])
  23. a b Kokudo Chiriin: 平成28年全国都道府県市区町村別面積調, 13 東京都

Koordinaten: 36° N, 140° O