Tsumeb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde
Tsumeb
Okavisume (her)
Kaitsumeb (naq)
Coat of arms of Namibia.svg
Details
Wappen Tsumeb - Namibia.jpg
Details
Ortseingang von Tsumeb
Ortseingang von Tsumeb
Motto Glück auf
Basisdaten
Einwohnerzahl
Fläche
Einwohnerdichte
19.200[1]
18 km²[1]
1064,3 Einw./km²[1]
Staat
Region
Wahlkreis
Namibia
Oshikoto
Tsumeb
Gründungsdatum 6. April 1905
Kfz-Kennzeichen
Telefonvorwahl
T
67
Website
Karte Tsumeb in Namibia

Die Gemeinde Tsumeb ist eine Bergbaustadt und war bis zum 18. August 2008 die Hauptstadt der Oshikoto-Region in Namibia.[2] Sie hatte im Jahre 2011 19.200 Einwohner[1], wobei für das Jahr 2019 nur noch 12.190 Einwohner[3] angegeben werden.

Tsumeb liegt etwa 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Windhoek im sogenannten Otavi-Dreieck (auch „Maisdreieck“) zusammen mit Otavi und Grootfontein, dem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet der Otaviberge mit höheren Niederschlagszahlen. Es ist Kreisverwaltungssitz des gleichnamigen Wahlkreises Tsumeb.

Der Wahl- und Wappenspruch der Stadt Tsumeb ist der Bergarbeitergruß „Glück Auf“.

Stadtname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 12 Meter hohe Malachit-Hügel

Tsumeb verdankt seinen Namen dem „Grünen Hügel“ – einer hier ursprünglich an der Oberfläche anstehenden, tiefgründig oxidierten und dann hauptsächlich aus Malachit bestehenden Kupfervererzung, die von einem hohen Tambutiwald umgeben war.[4] Tsumeb – früher auch „Osume“, „Otjisume“, „Soomeb“ und „Sumeb“ – bedeutet in der Sprache der Herero „grüner Algenschlamm“,[5][6] nach Gerhard Söhnge auch „Platz der Frösche“[7]. Aus der Sprache der Nama wird er mit „Ort des grünen Mooses“ übersetzt.[7] Der Name „Tsumeb“ stammt vom Hai||om[Khi 1]tsomsoub“ ab, was so viel bedeutet wie „ein großes Loch in den losen Boden graben, das immer wieder zusammenbricht“ – ein deutlicher Hinweis auf die Karstnatur des hier anstehenden Dolomitgesteins.[8] Die Hain||om sind San und gehörten zu den ersten Bewohnern des Gebiets.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der westlich von Tsumeb gelegene Otjikoto-See im Jahre 2017

Die Stadt Tsumeb (Koordinaten der Stadt Tsumeb) befindet sich im Nordwesten Namibias auf einer Höhe von 1310 m über dem Meeresspiegel am Nordrand des Otaviberglandes in einer Entfernung von ca. 430 Straßenkilometern nördlich von Windhoek. Das Otavibergland, dessen höchster Gipfel die Gross-Otavi-Spitze am Südrand des Hochlandes mit einer Seehöhe von 2069 m ist, stellt ein unregelmäßig oval konturiertes Hochgebirge dar, welches sich etwa 100 km in Ost-West-Richtung und 75 km in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Die höchsten Bereiche dieses Gebirges flachen nach Norden hin ab und lösen sich in Inselberge auf. Die durchschnittliche Seehöhe der dazwischen liegenden weiten Ebenen beträgt 1400 m bis 1450 m. Der durchschnittliche jährliche Regenfall von etwa 550 mm liegt deutlich über dem namibischen Durchschnitt, hat einen reiche Vegetation zur Folge und erlaubt auch Ackerbau (daher auch der Name „Maisdreieck“ für das Gebiet zwischen den Ortschaften Tsumeb, Otavi und Grootfontein). Diese Niederschlagsmengen führten und führen dazu, dass die anstehenden mächtigen Carbonatgesteinsfolgen der „Otavi Group“ im Untergrund tiefgründig verkarstet sind. Auf diese Weise entstand auch der westlich von Tsumeb gelegene Otjikotosee, der heute der Wasserversorgung der Stadt dient.[9][10][11][12][13]

Satellitenbild von Tsumeb

Die Bevölkerung der Stadt Tsumeb wurde nach dem Census von 27. August 2001 mit 14.929[14] angegeben (Stand 2001), wobei damals ein erheblicher Überhang an Männern bestand. Die Bevölkerung ist wie in vielen anderen Gegenden Namibias ethnisch heterogen: hier leben u. a. Nama, Damara, Herero, Owambo, Deutsche, Afrikaaner (Buren) und Portugiesen. Noch bis zum Jahre 2011 (Census vom 28. August 2011) hatte sich die Bevölkerungszahl von Tsumeb auf 19.200 Einwohner[1] (19.275[14]) erhöht. Infolge der aktuellen Einwohneranzahl von nur noch 12.190 Einwohner[3] ist aber ein starker Rückgang der Bevölkerung zu verzeichnen, der in erster Linie mit den Spätfolgen der Einstellung des Bergbaus in der Tsumeb Mine im Jahre 1996 zu erklären ist.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger zufolge ist das Klima in Tsumeb vom Typ Bsh – es herrscht also Steppenklima, wobei in sechs bis neun Monaten pro Jahr die Verdunstung den Niederschlag übersteigt. Im Jahresdurchschnitt ist eine Temperatur von 22 °C zu verzeichnen (vergleiche dazu auch die nebenstehende Klimatabelle und die Diagramme). Über das Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge zu einer durchschnittlichen jährlichen Regenmenge von 550 mm. Die niederschlagärmsten Monate (0 mm) sind Juli und August, die Monate mit den meisten Niederschlägen sind Januar und Februar (131 mm). In den niederschlagsreichsten Monaten Januar und Februar fallen also durchschnittlich 131 mm mehr Niederschlag als in den trockensten Monaten Juli und August. Im Jahresschnitt erweisen sich der Oktober und November mit einer mittleren Temperatur von 25 °C als am wärmsten, wohingegen Juni und Juli mit Temperaturen von durchschnittlich 16 °C die kältesten Monate sind. Damit sind die wärmsten Monate im Durchschnitt um 9 °C wärmer als die kältesten Monate. Allzeit-Extremtemperaturen sind −3 °C und 39 °C.[15][16]

Tsumeb
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
131
 
31
18
 
 
131
 
30
18
 
 
96
 
29
17
 
 
35
 
28
15
 
 
5
 
26
11
 
 
1
 
24
8
 
 
0
 
24
8
 
 
0
 
27
10
 
 
2
 
31
15
 
 
20
 
33
18
 
 
56
 
32
18
 
 
73
 
31
18
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: weatherbase.com. Abgerufen am 18. Juli 2019 (englisch). Niederschläge: climate-data.org. Abgerufen am 18. Juli 2019.
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Tsumeb
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 31 30 29 28 26 24 24 27 31 33 32 31 Ø 28,8
Rekordmaximum (°C) 39 37 37 35 34 32 30 33 37 38 39 39 39
Min. Temperatur (°C) 18 18 17 15 11 8 8 10 15 18 18 18 Ø 14,5
Rekordminimum (°C) 9 10 6 6 1 −2 −3 1 2 7 11 7 −3
Temperatur (°C) 24 24 23 21 18 16 16 18 23 25 25 24 Ø 21,4
Niederschlag (mm) 131 131 96 35 5 1 0 0 2 20 56 73 Σ 550
Regentage (d) 9 9 6 3 0 0 0 0 0 1 4 7 Σ 39
Luftfeuchtigkeit (%) 51 56 58 50 39 36 34 27 20 26 36 56 Ø 40,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
31
18
30
18
29
17
28
15
26
11
24
8
24
8
27
10
31
15
33
18
32
18
31
18
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
131
131
96
35
5
1
0
0
2
20
56
73
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: weatherbase.com. Abgerufen am 18. Juli 2019 (englisch). Niederschläge: climate-data.org. Abgerufen am 18. Juli 2019.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1899[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war das Gebiet um Tsumeb von San bewohnt. Sie waren auch die Entdecker der hier an der Erdoberfläche ausbeißenden Kupfererze („Grüner Hügel“, vergleiche die Abbildung weiter oben) und in der Lage, aus diesen Erzen im sogenannten „Termitenofen-Verfahren“ (dabei wurden Termitenhügel wegen ihres besonderen Belüftungssystems als einfache Hochöfen benutzt) Kupfer zu gewinnen und zu verarbeiten. Daraus entwickelte sich ein schwunghafter Kupfer-Handel mit den nördlich siedelnden Ovambo, die aus dem Metall kunstvolle Ringe und Halsketten schmiedeten.

Das Hüttenwerk in Tsumeb um 1910
Farbige Bergleute in Tsumeb bei Feierabend um 1920

Die Nachricht von diesen Erzvorkommen blieb auch den Weißen nicht verborgen. So wurden seit Anfang des 19. Jahrhunderts mehrere Expeditionen in das Otavi-Bergland unternommen, um die Erzvorkommen und deren Abbaumöglichkeiten zu erkunden. Letztlich scheiterten all diese Versuche an den fehlenden bzw. zu aufwändig erscheinenden Transportwegen. Erst nach Übernahme der Gebietsverantwortung durch die Deutschen begann eine planmäßige Erkundung der Erzlagerstätten, da man sich von deren Nutzung eine Verbesserung der bisher negativen Leistungsbilanz der deutschen Kolonialpolitik versprach. 1893 erhielt die South West African Company die Minenrechte über diese Fundstätten. 1899 begann die planmäßige Erschließung der Bergwerke durch englische Ingenieure und nach Gründung der deutsch-englischen Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft (OMEG), einer Tochtergesellschaft der South West African Company, am 6. April 1900 der gewerbsmäßige Abbau.

Ab 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 1900 wurde die erste Ladung Erz mit Ochsenwagen nach Swakopmund gebracht, um von dort aus mit der Woermann-Linie nach Europa transportiert zu werden. Die reichen, nicht nur auf Kupfer beschränkt bleibenden Erzvorkommen (u. a. wurden auch Blei und Zink sowie über 200 weitere, zum Teil nur hier vorkommende Mineralien entdeckt) einerseits und die so beschwerlichen Transportwege andererseits machten den Bau einer Eisenbahn-Strecke nach Swakopmund unabwendbar. Deren Bau, der unter Zwangsverpflichtung hier ansässiger Herero und Ovambo in Angriff genommen wurde, war einer der Gründe für den 1904 in Okahandja beginnenden Hereroaufstand, zumal die für den Eisenbahn-Bau notwendige Landnahme ohne Zustimmung der hier zuständigen Hereroführer erfolgte.

1906 war die Eisenbahn-Strecke fertiggestellt, was dem Bergwerk und damit Tsumeb zu einem schwunghaften Aufstieg verhalf. In der Folgezeit wurden viele afrikanische Kontraktarbeiter, Zwangsarbeiter und auch viele Europäer zur Bewirtschaftung des Bergwerkes in Tsumeb angesiedelt. Die reichen Mineralienfunde – in geringen Mengen wurde auch Gold gefunden – brachten auch Abenteurer in den Ort, so dass Tsumeb eine sehr unruhige Zeit erlebte. Seit 1907 versorgt eine Hochdruckwasserleitung die Stadt mit Wasser.

Der Erste Weltkrieg brachte einen deutlichen Rückschlag für das Bergwerk mit sich; aber auch Tsumeb erlebte stürmische Zeiten, weil sich hier Kriegsflüchtlinge aus dem ganzen Lande und schließlich auch der Rest der deutschen Schutztruppe und der letzte Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, Theodor Seitz, sammelten. Die Orte Tsumeb, Grootfontein und Khorab waren von einer Übermacht von über 60.000 südafrikanischen Soldaten eingeschlossen. Die Kapitulation erfolgte am 9. Juli 1915 unweit von Tsumeb an der Eisenbahnlinie zwischen Otavi und Khorab. Zuvor hatten die deutschen Soldaten eine große Zahl von Waffen und militärischem Gerät im nahen Otjikotosee versenkt, damit es dem Feind nicht in die Hände fallen sollte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil dieses Kriegsgutes von privaten Tauchern geborgen und bildete nach aufwändiger Restaurierung zusammen mit zahlreichen anderen Exponaten den Grundstock des Museums von Tsumeb.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tsumeb gliedert sich in sechs Stadtteile:

  • Central
  • Nomtsoub
  • Extension 1
  • Extension 2
  • Extension 3
  • Extension 4

Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen 2015 wurde folgendes amtliches Endergebnis ermittelt.[17]

Partei Stimmen Stimmenanteil Sitze
SWAPO 3149 85,3 % 6
DTA 0251 06,8 % 1
UDF 0157 04,3 % 0
APP 0109 02,9 % 0
CDVP 0 27 00,7 % 0
Insgesamt 3693 100 % 7

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
(mit Ausnahme von Bergbau & Forschung)
Hauptstraße in Tsumeb
Katholische St.-Barbara Kirche in Tsumeb, ein Nationales Denkmal in Namibia

Die Weltwirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg gingen auch an Tsumeb nicht spurlos vorüber. Beides führte zur Stagnation in der Entwicklung von Bergwerk und Stadt – verschärft durch den Verfall der Rohstoffpreise. Nach der Unabhängigkeit Namibias führten mehrere, teils gewaltsame Arbeitskämpfe zum weiteren Niedergang und schließlich sogar zur Teil-Schließung des Bergwerks. Heute (Stand 2019) ist der Bergbau gestundet. Die Fördergerüste sind zwar noch immer deutlich sichtbare Wahrzeichen der Stadt, aber nicht mehr in Betrieb. Dafür hat sich Tsumeb inzwischen durch die planmäßige Anpflanzung von Jacaranda-Bäumen und deren Blüte im namibischen Frühjahr den Ruf einer Gartenstadt erworben.

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fördergerüst der stillgelegten Tsumeb Mine (2014)

Das bekannteste und berühmteste Bergwerk in Tsumeb ist die nach dem Ort benannte „Tsumeb Mine“ (auch Tsumcorp Mine), die von 1907 bis 1996 betrieben wurde und in der insgesamt 296 anerkannte Minerale identifiziert wurden, wie unter anderem gediegen Silber und dessen Sulfid Akanthit sowie Alamosit, Beudantit, Dioptas, Rhodochrosit, Tennantit, Zirkon und andere.

Für 72 von ihnen gilt dieses Bergwerk zudem als Typlokalität wie unter anderem die nach dem Ort benannten Minerale Tsumebit und Arsentsumebit sowie den nach den Bergen in der Umgebung benannten Otavit, den nach dem Ovamboland benannten Ovamboit und den nach dem Herero-Namen für Tsumeb benannten Otjisumeit. Das Mineral Tsumcorit trägt seinen Namen nach der „Tsumeb Corporation Limited“. Die Minerale Andyrobertsit, Arsenohopeit, Bartelkeit, Biehlit, Calvertit, Davidlloydit, Ekatit, Erikapohlit, Eyselit, Fahleit, Gallobeudantit, Galloplumbogummit, Gebhardit, Gerdtremmelit, Hermannroseit, Itoit, Krieselit, Mathewrogersit, O’Danielit, Otjisumeit, Ovamboit, Plumboselit, Prosperit, Schaurteit, Söhngeit, Stottit, Tsumgallit, Vanackerit, Wilhelmkleinit und Zinkgartrellit wurden bisher (Stand 2016) überhaupt nur hier gefunden.[18]

Weitere, wenn auch mit lediglich 18 anerkannten Mineralen (Stand 2019) sehr viel weniger zahlreiche Funde gelangen in der benachbarten „Tsumeb West Mine“. Nachgewiesen wurden hier neben Kupfer in gediegener Form noch die Kupferminerale Azurit, Bornit, Chalkosin, Chalkopyrit, Cuprit, Malachit, die Bleiminerale Cerussit und Galenit sowie Germanit, Mottramit und Rosasit.[19]

Ein dritter bekannter Mineralfundort sind die Schlacken-Halden mit bisher (Stand 2019) 26 anerkannten Mineralen wie unter anderem Anglesit, Bayldonit, Digenit, Gahnit, Magnetit, Olivenit, Spinell und Wurtzit.[20]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Dieminger vom Max-Planck-Institut für Aeronomie ließ zur Ionosphärenbeobachtung ab 1963 bei Tsumeb die „Forschungsstation Jonathan Zenneck“ errichten, die als Gruppe fester Gebäude entstand. Ihre Inbetriebnahme erfolgte am 31. Juli 1964. Das Areal umfasste zum Zeitpunkt seiner Errichtung 30.000 m² und liegt 15 km westlich von Tsumeb.[21] Die Beobachtungsstation in Regie der South African National Space Agency ist seit November 2004 ein Netzwerkobservatorium im International Real-time Magnetic Observatory Network.[22][23] Parallel zum Aufbau der Ionosphärenforschung entstand hier in Verbindung mit deutschen Dienststellen eine Raketenbasis.[24][25]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen der Flughafen Tsumeb und über die Otavibahn regelmäßige Zugverbindungen nach Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay. Tsumeb liegt des Weiteren an der wichtigsten Nord-Süd-Straßenverbindung des Landes, der Nationalstraße B1. Zudem zweigt in Tsumeb die größtenteils fertiggestellte Nationalstraße B15 ab, die bis zur Grenze nach Angola bei Katwitwi führt und den Handel mit dem Nachbarland antreiben soll.[26]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Etosha Secondary School[27]
  • Francis Galton Primary School
  • Nomtsoub Primary School
  • Nyambali Senior Primary School
  • Ombili Primary School
  • Oneputa Combined School
  • Oshalongo Combined School
  • Otjikoto Secondary School
  • Ozizi Combined School
  • St. Francis Primary School[28] (RKK Namibia)
  • Tsintsabis Primary School
  • Tsumeb Afrikaans Medium Primary School
  • Tsumeb English Primary School

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Johannes Paul: Deutsche, Buren und Engländer in Südwestafrika : Begleitwort zu einer Nationalitätenkarte der Europäer in Südwestafrika. In: Koloniale Rundschau. Band 1931, Nr. 9/10, 1931 (gaebler.info [abgerufen am 14. April 2019]).
  • Ilse Schatz: Tsumeb zu O.M.E.G.’s Zeiten. Eigenverlag, Tsumeb 1997, ISBN 99916-716-3-3, S. 1–193.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anmerkung: Dieser Artikel enthält Schriftzeichen aus dem Alphabet der im südlichen Afrika gesprochenen Khoisansprachen. Die Darstellung enthält Zeichen wie z. B. ǀ, ǁ, ǂ und ǃ. Nähere Informationen zur Aussprache langer oder nasaler Vokale oder bestimmter Klicklaute finden sich unter Khoekhoegowab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tsumeb – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Webpage Tsumeb.com. In: tsumeb.com. Ian Bruce, Malcolm Southwood, Liam Schofield, abgerufen am 22. Juli 2019 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Bevölkerungszahlen für Tsumeb nach dem Census 2011. In: catalog.ihsn.org. NAMIBIA 2011 Population and Housing Census, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  2. Omuthiya neue Hauptstadt der Region Oshikoto. In: allafrica.com/. AllAfrica Foundation, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  3. a b Bevölkerungszahlen Tsumeb. In: worldpopulationreview.com. World Population Review, abgerufen am 18. Juli 2019 (englisch).
  4. Ilse Schatz: Tsumeb zu O.M.E.G.’s Zeiten. Eigenverlag, Tsumeb 1997, ISBN 99916-716-3-3, S. 1–193.
  5. Heinrich Vedder: Bedeutung der Stammes- und Ortsnamen in S.W.A. In: Journal S.W.A. Scientific Society. Band IV, 1929.
  6. Heinrich Vedder: South West Africa in Early Times : Being the story of South West Africa up to the date of Maharero’s death in 1890 (translated by Cyril G. Hall). Oxford Univ. Press, London 1938, S. 1–525 (englisch).
  7. a b Gerhard Söhnge: Tsumeb: A Historical Sketch (Scientific Research in South West Africa, 5th Series). Committee of the S.W.A. Scientific Society, Windhoek 1967, S. 10.
  8. J. Desmond Clark: Pre-Europcan copper workings in South and Central Africa. In: Rhodesian Mining Journal. Band XXIX, Nr. 362, 1957, S. 393–439 (englisch).
  9. Wolfgang Bartelke: Die Erzlagerstätte von Tsumeb/Südwestafrika und ihre Mineralien. In: Der Aufschluß. Band 27, Nr. 12, 1976, S. 393–439.
  10. A. F. Lombaard, A. Günzel, John Innes, T. L. Krüger: The Tsumeb lead-copper-zinc-silver deposit, south west Africa/Namibia. In: C. R. Anhaeusser, S. Maske (Hrsg.): Mineral deposits of Southern Africa. 1. Auflage. Band 2. The Geological Society of South Africa, Johannesburg 1986, ISBN 978-0-620-09439-9, S. 1761–1787 (englisch).
  11. Clive H. M. King: Carbonates and mineral deposits of the Otavi mountainland. In: M. N. C. McManus (Hrsg.): Proterozoic Crustal & Metallogenic Evolution – Excursion 4. 1. Auflage. Geological society & Geological Survey of Namibia, JWindhoek 1994, ISBN 978-0-620-09439-9, S. 1–40 (englisch).
  12. Robert J. Bowell: Hydrogeochemistry of the Tsumeb Deposit: Implications for Arsenate Mineral Stability. In: Robert J. Bowell, Charles N. Alpers, Heather E. Jamieson, D. Kirk Nordstrom, Juraj Majzlan (Eds.), Arsenic : Environmental Geochemistry, Mineralogy and Microbiology. In: Reviews in Mineralogy and Geochemistry. Band 79, 2014, ISBN 978-1-61451-797-9, S. 589–627, doi:10.2138/rmg.2014.79.14.
  13. Paul Keller: Tsumeb/Namibia – eine der spektakulärsten Mineralfundstellen der Erde. In: Lapis. Band 9, Nr. 7/8, 1984, S. 13–63.
  14. a b Bevölkerungszahl Tsumeb Census 2011-08-28. In: www.citypopulation.de. City Population, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  15. Klimadaten Tsumeb. In: weatherbase.com. www.geoba.se, abgerufen am 18. Juli 2019.
  16. Klimadaten Tsumeb. In: climate-data.org. AM Online Projects, abgerufen am 18. Juli 2019.
  17. Ergebnisse Kommunalwahlen Tsumeb 28. November 2015. (PDF) In: web.archive.org. Electoral Commission of Namibia, abgerufen am 20. Juli 2019.
  18. Mindat - Fundortbeschreibung und Mineralliste der Tsumeb Mine (Tsumcorp Mine), Tsumeb, Otjikoto (Oshikoto) Region, Namibia. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  19. Mindat - Fundortbeschreibung und Mineralliste der Tsumeb West Mine, Tsumeb, Otjikoto (Oshikoto) Region, Namibia. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  20. Mindat - Fundortbeschreibung und Mineralliste der Tsumeb smelter (slag locality), Tsumeb, Otjikoto (Oshikoto) Region, Namibia. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  21. Walter Dieminger: Neue Forschungsstation der MPG in Südwestafrika. In: Physikalische Blätter. Band 27, Nr. 3, 1965, S. 393–439, doi:10.1002/phbl.19650210307 (wiley.com [PDF; 332 kB; abgerufen am 20. Juli 2019]).
  22. Johan H. de Beer (Ed): The History of Geophysics in Southern Africa. Sun MeDIA, Stellenbosch 1823, ISBN 978-1-920689-80-3, S. 279 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  23. List of IMOs and Responsible GINs. In: www.intermagnet.org. Intermagnet, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  24. Eduardo de Sousa Ferreira: Portugiesischer Kolonialismus zwischen Südafrika und Europa - Wirtschaftspolitische Analysen über die portugiesischen Kolonien, Südafrika und Namibia. Aktion Dritte Welt; Informationsstelle Südliches Afrika, Freiburg; Bonn 1972, S. 110.
  25. Karl Rawer: Die Zeit nach 1945. In: In Memoriam Walter Dieminger 07.07.1907 – 29.09.2000. www.ursi-landesausschuss.de, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  26. Straßenbau nach katwitwi auf Kurs (2. April 2013). In: az.com.na. Allgemeine Zeitung, abgerufen am 20. Juli 2019.
  27. Etosha Secondary School accredited as PASCH-School. In: https://namibiadailynews.info/. Namibia Daily News, abgerufen am 20. Juli 2019.
  28. St. Francis Primary School. In: www.rcchurch.na. Römisch-katholische Kirche (EKK) in Namibia, abgerufen am 20. Juli 2019.

Koordinaten: 19° 15′ S, 17° 43′ O