Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf
Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 144,68 km2
Einwohner: 7202 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5006
Verbandsgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Saarstraße 7
54424 Thalfang
Website: www.erbeskopf.de
Lage der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellLandkreis VulkaneifelTrierLandkreis Trier-SaarburgRhein-Hunsrück-KreisBernkastel-KuesBraunebergBurgen (bei Bernkastel-Kues)ErdenGornhausenGraach an der MoselHochscheidKestenKleinichKommenLieser (Gemeinde)LösnichLongkampMaring-NoviandMinheimMonzelfeldMülheim an der MoselNeumagen-DhronPiesportÜrzigVeldenzWintrichZeltingen-RachtigBausendorfBengel (Mosel)Diefenbach (bei Wittlich)FlußbachHontheimKinderbeuernKinheimKrövReilWillwerscheidBettenfeldDierfeldEckfeldEisenschmittGipperathGreimerath (Eifel)GroßlittgenHasborn (Eifel)Karl (Eifel)LaufeldManderscheidMeerfeldMusweilerNiederöfflingenNiederscheidweilerOberöfflingenOberscheidweilerPantenburgSchladtSchwarzenborn (Eifel)WallscheidBerglichtBreitBüdlichBurtscheid (Hunsrück)DeuselbachDhroneckenEtgertGielertGräfendhronHeidenburgHilscheidHorathImmertLückenburgMalbornMerschbachNeunkirchen (Hunsrück)RorodtSchönberg (bei Thalfang)TallingThalfangBurg (Mosel)EnkirchIrmenachLötzbeurenStarkenburg (Mosel)Traben-TrarbachAltrichArenrathBergweilerBinsfeld (Eifel)Bruch (Eifel)DierscheidDodenburgDreisEsch (bei Wittlich)Gladbach (Eifel)HeckenmünsterHeidweilerHetzerath (Eifel)HupperathKlausen (Eifel)LandscheidMinderlittgenNiersbachOsann-MonzelPlatten (bei Wittlich)PleinRivenichSalmtalSehlem (Eifel)MorbachWittlichKarte
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Die Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 21 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Thalfang. Im Gebiet der Verbandsgemeinde liegt der ebenfalls namensgebende Erbeskopf, die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Berglicht 7,55 424
Breit 4,00 277
Büdlich 4,02 207
Burtscheid 2,99 116
Deuselbach 4,03 243
Dhronecken 1,45 132
Etgert 3,75 65
Gielert 4,09 152
Gräfendhron 3,13 94
Heidenburg 9,49 722
Hilscheid 18,07 244
Horath 11,89 424
Immert 3,14 150
Lückenburg 2,57 96
Malborn 26,31 1.343
Merschbach 3,20 73
Neunkirchen 3,16 154
Rorodt 3,41 46
Schönberg 5,10 224
Talling 3,90 215
Thalfang 19,44 1.801
Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf 144,68 7.202

(Einwohner am 31. Dezember 2018)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer in ihrem historischen Wert allerdings umstrittenen Urkunde vom 4. April 633 schenkte der fränkische König Dagobert I. dem Kloster Sankt Maximin bei Trier das königliche Land zwischen Ruwerbach und Hochwald, zu dem auch das Hofgut Talovanc gehörte. Ab dem 12. Jahrhundert gehörte Thalfang zur Mark Thalfang, die ab dem 14. Jahrhundert auch Amt Dhronecken genannt wurde.

Die wildgräfliche Burg Dhronecken war Verwaltungssitz des Amtes. Die Burg wurde 1403 durch den Trierer Kurfürsten erfolglos belagert. Erst unter den Franzosen wurde 1800 die Mark Dhronecken aufgelöst. Die Franzosen reorganisierten die Landverteilung, und die Mairien Talling und Thalfang entstanden. Zur Mairie Thalfang gehörten die Orte Bäsch, Burtscheid, Deuselbach, Dhronecken, Etgert, Hilscheid, Immert, Malborn, Rorodt und das ausgestorbene Röderbach (um 1900 aufgegeben). Zur Mairie Talling gehörten die Ortschaften Berglicht, Gielert, Lückenburg, Neunkirchen und Schönberg. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam das Rheinland 1815 zu Preußen. Aus den beiden Mairien wurden 1816 die Bürgermeistereien Talling und Thalfang gebildet, die dem Kreis Bernkastel und dem Regierungsbezirk Trier zugeordnet waren.[2] Diese Gebietsneuordnung hält noch bis heute an, außer dass in den Jahren 1969 bis 1972 durch die rheinland-pfälzische Gebietsreform noch die Ortsgemeinden Gräfendhron und Horath aus der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron, Merschbach aus der Verbandsgemeinde Morbach sowie Breit, Büdlich und Heidenburg aus der Verbandsgemeinde Klüsserath hinzukamen.[3] Im Rahmen der zeitgleichen Verwaltungsreform wurde die „Verbandsgemeinde Thalfang“ neu gebildet. Seit dem 14. Januar 1993 führt die Verbandsgemeinde die Zusatzbezeichnung „am Erbeskopf“.[4]

Im Rahmen einer Gebietsreform seit 2009 ist ein Änderungsbedarf für die Verbandsgemeinde Thalfang a. E. vorgesehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 4.708
1835 6.478
1871 6.340
1905 6.004
1939 6.863
1950 6.737
Jahr Einwohner
1961 7.089
1970 7.297
1987 7.219
1997 7.565
2005 7.507
2018 7.202

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Thalfang am Erbeskopf besteht aus 22 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FDP Grüne FWE NL TFL Gesamt
2019 6 7 2 2 1 2 2 22 Sitze
2014 8 7 2 3 2 22 Sitze
2009 9 9 4 2 24 Sitze
2004 8 10 3 3 24 Sitze
  • FWE = Freie WählerGemeinschaft Erbeskopf e. V.
  • NL = Neue Liste e. V.
  • TFL = Thalfanger Freie Liste

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeister, unter Einbeziehung des vorhergehenden Amtes Thalfang:

  • 1946–1960: Otto Boussonville, Amtsbürgermeister
  • 1960–1965: Rolf Ströher, Amtsbürgermeister
  • 1966–1986: Walter Freis, Amtsbürgermeister bis 1968, Bürgermeister ab 1968
  • 1986–1989: Albert Schmidt, Bürgermeister
  • 1989–2013: Hans-Dieter Dellwo, Bürgermeister
  • 2013–2019: Marc Hüllenkremer, Bürgermeister

Zum 1. Juni 2019 wurde Hüllenkremer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Eine Neuwahl verzögert sich wegen rechtlicher Anforderungen, die durch die anstehende Fusion der Verbandsgemeinde verursacht werden. Die Aufgaben des Bürgermeisters werden daher von den Beigeordneten wahrgenommen. Nach der Neuwahl 2019 sind dies die Erste Beigeordnete Vera Höfner, sowie die Beigeordneten Anton Göppert und Stephan Müller.[7][8]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässig sind die Grundschulen in Heidenburg, Malborn und Thalfang sowie die Erbeskopf-Realschule plus Thalfang.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, Seite 921
  3. Die Geburtsstunde der heutigen VG Thalfang aus: Trierischer Volksfreund Online vom 9. Januar 2012
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 31. Dezember 2016 im Internet Archive) (PDF; 2,1 MB), Internetarchiv
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Verbandsgemeinderatswahl 2019 Thalfang am Erbeskopf. Abgerufen am 11. August 2019.
  7. SWR Aktuell: Verbandsgemeinde Thalfang immer noch ohne Bürgermeister. Südwestrundfunk (SWR), 5. Oktober 2019, abgerufen am 15. Dezember 2019.
  8. Verbandsgemeinde Thalfang: Politik. siehe Seiten „Bürgermeister“ und „Beigeordnete“. Abgerufen am 15. Dezember 2019.