Heidenburg

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Heidenburg im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Für andere Bedeutungen siehe Heidenburg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Heidenburg
Heidenburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heidenburg hervorgehoben
49.7988888888896.9180555555556400Koordinaten: 49° 48′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Thalfang am Erbeskopf
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 9,49 km²
Einwohner: 727 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54426
Vorwahl: 06509
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Saarstraße 7
54424 Thalfang
Webpräsenz: www.heidenburg.de
Ortsbürgermeister: Hans-Joachim Timm (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Heidenburg im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Heidenburg im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf an.

Geographie[Bearbeiten]

Heidenburg liegt südlich der Moselschleife LeiwenTrittenheim. Zwischen Heidenburg und der Mosel ist der tiefe Taleinschnitt der Kleinen Dhron, die in der Nähe die Dhrontalsperre speist. Ein landschaftlich herrlicher Blick bietet sich auf den Höhenzügen rund um Heidenburg: Das Moseltal von Klüsserath über Leiwen, Trittenheim bis Neumagen-Dhron. Die Berge der Eifel und der Erbeskopf als höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz, die Dhrontalsperre und durch verdeckende Bäume das Dhrönchen, der Geburtsort des Dichters Stefan Andres. Neben dem Blick in die Weite bietet sich auch in den Wiesen und Wäldern von Heidenburg noch eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

Geschichte[Bearbeiten]

Heidenburg wurde im Jahre 1053 erstmals urkundlich erwähnt. Ein hier aufgefundener Silberring mit einer Inschrift an den keltischen Gott Iovantucarus weist auf einen alten Siedlungsort hin[2]. Durch die Wirren der Französischen Revolution kam Heidenburg um 1800 unter französische Herrschaft und wurde 1814 Teil des Königreichs Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit der kommunalen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 gehört der Hunsrückort zur Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf. 1997 wurde der Gemeinde der Titel „Bundessieger Kinder- und Familienfreundliche Gemeinde“ verliehen.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heidenburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 400
1835 629
1871 590
1905 586
1939 664
Jahr Einwohner
1950 643
1961 634
1970 673
1987 711
2005 742

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Heidenburg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 7 3 2 12 Sitze
2004 5 4 3 12 Sitze
1999 6 4 2 12 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Hans-Joachim Timm (FWG) (seit Dezember 2012)

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Schild von eingebogener Spitze, darin ein goldener Pflug mit silberner Flugschar, gespalten, vorne in Silber ein rotes Balkenkreuz, hinten in Silber zwei grüne Heidekrautstengel mit roten Blüten.“ Es wurde 1988 von der Bezirksregierung Trier genehmigt.

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Heidenburg unterhält eine Partnerschaft mit dem französischen Ort Villeblevin im Department de l'Yonne in der Region Bourgogne.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Heidenburg ist eine ländliche Wohngemeinde mit Kleingewerbe für den örtlichen Bedarf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Rolf Blasius: Heidenburg – Ortsgeschichte des Dorfes zwischen Mosel und Hunsrück. Chronik. Ortsgemeinde Heidenburg, 2003, ISBN 3-00-011386-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heidenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Miranda Green: Dictionary of Celtic Myth and Legend. Thames and Hudson Ltd. London, 1997.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat