Verbandsgemeinde Wittlich-Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Wittlich-Land hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 397,54 km2
Einwohner: 30.045 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5008
Verbandsgliederung: 45 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.vg-wittlich-land.de
Bürgermeister: Dennis Junk (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Rathaus, Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde Wittlich-Land

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Manderscheid sowie 44 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der Stadt Wittlich, die aber der Verbandsgemeinde nicht angehört. Im Verwaltungsgebiet leben etwa 30.000 Einwohner.

Die neue Verbandsgemeinde Wittlich-Land entstand am 1. Juli 2014 durch Eingliederung der bis dahin zur Verbandsgemeinde Manderscheid gehörenden Gemeinden in die bisherige Verbandsgemeinde Wittlich-Land.[2]

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Altrich 16,25 1.680
Arenrath 6,77 382
Bergweiler 13,22 860
Bettenfeld 17,27 687
Binsfeld 9,96 1.185
Bruch 8,63 470
Dierfeld 1,54 10
Dierscheid 2,42 186
Dodenburg 3,84 91
Dreis 11,26 1.374
Eckfeld 12,75 361
Eisenschmitt 10,84 320
Esch 2,29 405
Gipperath 4,87 233
Gladbach 3,60 350
Greimerath 3,75 225
Großlittgen 13,20 953
Hasborn 6,18 578
Heckenmünster 4,88 149
Heidweiler 10,29 173
Hetzerath 13,87 2.280
Hupperath 4,11 565
Karl 10,38 223
Klausen 9,22 1.413
Landscheid 30,20 2.111
Laufeld 6,10 509
Manderscheid, Stadt 10,06 1.373
Meerfeld 13,22 346
Minderlittgen 8,19 730
Musweiler 3,05 58
Niederöfflingen 8,17 437
Niederscheidweiler 7,83 261
Niersbach 12,82 708
Oberöfflingen 7,44 268
Oberscheidweiler 4,50 178
Osann-Monzel 16,58 1.648
Pantenburg 4,98 212
Platten 6,63 904
Plein 7,22 627
Rivenich 7,78 720
Salmtal 14,09 2.363
Schladt 4,96 128
Schwarzenborn 5,13 52
Sehlem 11,25 920
Wallscheid 5,95 339
Verbandsgemeinde Wittlich-Land 397,54 30.045

(Einwohner am 31. Dezember 2016)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land und die bisherige Verbandsgemeinde Manderscheid waren 1968 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform aus mehreren aus der preußischen Zeit stammenden Ämtern entstanden.

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Bezüglich der Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen.[3] Die Verbandsgemeinde Manderscheid hatte am Stichtag 7.943 Einwohner.[4] Innerhalb der bis zum 30. Juni 2012 befristeten sogenannten Freiwilligkeitsphase kam ein freiwilliger Zusammenschluss der Verbandsgemeinde Manderscheid mit einer benachbarten Gebietskörperschaft nicht zustande.

Am 20. Dezember 2013 wurde per Landesgesetz verfügt, dass die Verbandsgemeinde Manderscheid am 1. Juli 2014 in die Verbandsgemeinde Wittlich-Land eingegliedert wurde.[2]

Beide Verbandsgemeinden hatten hierzu beim rheinland-pfälzischen Verfassungsgerichtshof in Koblenz eine Normenkontrollklage eingereicht. Am 11. Januar 2016 wurden die Klagen vom Verfassungsgerichtshof abgelehnt.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Wittlich-Land; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][6]

Jahr Einwohner
1815 13.059
1835 18.618
1871 20.117
1905 21.164
1939 22.952
1950 24.531
Jahr Einwohner
1961 24.904
1970 26.968
1987 26.743
1997 29.427
2005 29.700
2016 30.045

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem vorsitzenden Bürgermeister. Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP ÖDP FWG Gesamt
2014 6 17 2 2 1 8 36 Sitze
2009 8 16 - 4 - 8 36 Sitze
2004 8 18 - 2 - 8 36 Sitze
1999 10 20 - - - 6 36 Sitze
  • FWG = FWG Wittlich-Land e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister bis 2014 war Christoph Holkenbrink, CDU. Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 8. Juni 2014 in einer Stichwahl Dennis Junk (CDU) mit 55,44 % in dieses Amt direkt gewählt.[8] Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geviert, 1: in Silber rotes Balkenkreuz, belegt mit einer silbernen Lilie, 2: in Rot zwei goldene ineinander verschlungene Ringe übereinander, 3: in Rot silbernes sechsspeichiges Rad, 4: in Gold roter Zickzackbalken, Schildbord 14-fach schwarz-silbern gestückt.

Wappenbegründung:[9]

  • Das rote Balkenkreuz in silbernem Feld deutet auf die Zugehörigkeit zum ehemaligen Kurfürstentum Trier hin. Die im Balkenkreuz aufgelegte silberne Lilie, Symbol der Mutter Gottes, bezieht sich auf die Marienverehrung im Wallfahrtsort Klausen.
  • Die beiden Ringe aus dem Wappen der Abtei Himmerod besagen, dass durch Eintracht kleine Dinge wachsen.
  • Das sechsspeichige Wagenrad verweist auf das ambulante Händlergewerbe im Raum Binsfeld/Landscheid.
  • Der rote Zick-Zack-Balken im goldenen Feld symbolisiert die Grafschaft Manderscheid.
  • Der 14-fach schwarz-silbern gestückte Schildbord erklärt die Zugehörigkeit des Bezirks Trier zum früheren Freistaat Preußen.

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land hatte am 22. September 2016 die Einführung eines neuen Wappens für die Verbandsgemeinde beschlossen. Der Entwurf wurde mit Urkunde vom 8. November 2016 von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich genehmigt.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Verbandsgemeinde Wittlich-Land – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b Landesgesetz über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Manderscheid in die Verbandsgemeinde Wittlich-Land vom 20. Dezember 2013
  3. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  4. Datenbank bei rlpDirekt, KommWis GmbH
  5. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz: Urteil vom 11. Januar 2016 – Aktenzeichen: VGH N 10/14; VGH N 25/14
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen der hauptamtlichen Bürgermeister
  9. a b Wappenbeschreibung auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wittlich-Land (Internetarchiv)