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VfL Lübeck-Schwartau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
VfL Lübeck-Schwartau
Voller Name HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG
Abkürzung(en) VfL
Gegründet1863 (VfL Bad Schwartau)
2002 (GmbH & Co. KG)
Vereinsfarben blau / weiß
Halle Hansehalle, Lübeck
Plätze 3200
Geschäftsführer Martin Murawski
Trainer David Röhrig
Liga 2. Bundesliga
2024/25
Rang 12. Platz
DHB-Pokal2. Runde
Websiteschwartau-bundesliga.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
NationalDHB-Pokalsieger
2001

VfL Lübeck-Schwartau ist der Name der 1. Handball-Männermannschaft des VfL Bad Schwartau, die seit der Saison 2017/18 unter ihrem aktuellen Namen antritt. Die Abteilung ist seit 2002 in die HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG (vormals HM Handball Marketing GmbH) mit Sitz in Lübeck ausgegliedert. Ihre voll haftende und zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin ist die HM Handball Marketing GmbH.[1] Ihr Geschäftsführer ist Martin Murawski.

Die Mannschaft spielte bis zur Auflösung der „SG VfL Bad Schwartau-Lübeck“ und dem Umzug als HSV Hamburg nach Hamburg in der Bundesliga und gewann 2001 den DHB-Pokal. Fortan spielte der Verein in der drittklassigen Regionalliga Nordost und spielt seit der Saison 2008/09 in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele in der Hansehalle in Lübeck aus.

Gründung des VfL Bad Schwartau

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Gegründet wurde er im Jahre 1863 als Männerturnverein Bad Schwartau. Im Laufe der Zeit fusionierten damit der Schwartauer ATSV Eichenkranz von 1898, die Schwartauer Turnerschaft von 1910 und der Schwartauer Ballspielclub von 1912. Der VfL Bad Schwartau ist mit etwa 2.700 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein im Kreis Ostholstein.

Geschichte der Handballabteilung

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1966 qualifizierte sich der VfL Bad Schwartau hauchdünn (nur über den besseren Heimspiel-Torquotienten) nach zwei engen Viertelfinalspielen gegen den Polizei SV Hildesheim in der Norddeutschen Meisterschaft[2] für die erste Spielzeit der Handball-Bundesliga, welche damals noch zweigleisig war.[3] Nach zwei Spielzeiten stiegen die Schwartauer wieder ab, schafften jedoch in der folgenden Saison den sofortigen Wiederaufstieg.[4] Der höchsten deutschen Liga gehörte der VfL bis 1976 an, nach der die Mannschaft in der Relegationsspielrunde Frisch Auf Göppingen unterlag.[5]

1980 stiegen die Schwartauer aus der zweitklassigen Regionalliga in die Oberliga ab, es gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg in die ab 1981 wegen der Einführung der 2. Bundesliga allerdings nur noch drittklassige Regionalliga Nord. 1986 stieg der VfL in die 2. Bundesliga auf, schaffte jedoch nicht den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison stieg der VfL mit dem neuen Trainer Vlado Stenzel nochmals auf. Nach der Verpflichtung von Erhard Wunderlich schaffte der VfL, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.[5]

1989 übernahm Zvonimir Serdarušić das Traineramt. Unter seiner Leitung stieg der VfL 1990 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nach der erfolgreichen Zweitligasaison verließ „Noka“ jedoch den Verein.[6]

Nach zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft aus der Marmeladenstadt wieder ab. Trotz des Abgangs von 14 Spielern schafften die Schwartauer umgehend die unerwartete Rückkehr in die höchste Spielklasse.[5] Hier verblieb das Team bis 1996. Nach zweijähriger Bundesligaabstinenz kehrten die Handballer anschließend erneut in die Eliteliga zurück.

Ab 1999 spielte die erste Mannschaft in einer Spielgemeinschaft mit dem eigens hierfür gegründeten HSV Lübeck als SG VfL Bad Schwartau. In der Saison 2000/01 gewannen die Schwartauer den DHB-Pokal. Zur Saison 2002/03 wurde die Spielgemeinschaft gelöst und der HSV Lübeck übernahm den Bundesligaplatz des VfL Bad Schwartau nach einem Standortwechsel als HSV Hamburg. Die bisherige zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau war nun die neue erste. Sie trat in der drittklassigen Regionalliga Nordost an. Im Sommer 2006 scheiterte der VfL nur knapp (ein Punkt fehlte) am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ab dem Sommer 2007 wurde die Mannschaft vom Spielertrainer Thomas Knorr trainiert. Unter seiner Leitung schaffte der VfL in der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und qualifizierte sich 2011 für die eingleisige 2. Bundesliga. Im Oktober 2011 übernahm Tobias Schröder nach einem missratenen Saisonstart den Trainerposten. Nach nur drei Monaten Amtszeit trat er aus privaten Gründen zurück.[7] Anschließend übernahm Torge Greve das Traineramt.[8]

Seit dem 1. Juli 2017 tritt die 1. Männermannschaft aus Vermarktungsgründen unter den Namen VfL Lübeck-Schwartau an.[9]

Der VfL Bad Schwartau ist mit fünf Abstiegen (inklusive des Rückzugs 2002) gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke „Rekordabsteiger“ aus der 1. Handball-Bundesliga.

Der VfL Lübeck-Schwartau fördert aktiv den Handballsport am Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau. Dazu wurde 2024 mit dieser Bildungseinrichtung eine Kooperation vereinbart.[10]

Kader für die Saison 2025/26

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Nr.Nat.NamePositionGeburtstagseitLetzter Verein
49 Deutschland Nils Conrad TW 24.07.2001 2020 TUSEM Essen
77 Mark Ferjan TW 30.06.1998 2025 1. VfL Potsdam
4 Deutschland Paul Holzhacker RA 16.05.2002 2024 TuS Spenge
6 Dänemark Rasmus Houmøller KM 08.01.2003 2024 Mors-Thy Håndbold
9 Mahmoud El-Shobaky RL 13.06.2007 2026 Handball Sport Verein Hamburg
10 Deutschland Ole Hagedorn RL 14.10.2003 2022 VfL Horneburg
13 Deutschland Ole Schramm RL 28.12.1999 2025 1. VfL Potsdam
14 Deutschland/Vereinigte Staaten Paul Skorupa KM 09.07.1999 2021 HSG Krefeld
20 Deutschland Leon Ciudad Benitez KM 04.06.2002 2022 THW Kiel
22 Deutschland Magnus Holpert RM 01.02.2002 2025 SønderjyskE Håndbold
23 Deutschland Janik Schrader RR 21.09.1999 2017 eigene Jugend
24 Deutschland Alexander Hartwig LA 04.02.2003 2025 Handball Sport Verein Hamburg
31 Dänemark Oliver Juhl RR 31.03.2001 2024 Skive fH
34 Deutschland Thore Heinemann KM 09.08.2003 2024 HSG Eider Harde
42 Dänemark Einar Nickelsen RL 30.12.2002 2023 FIF
45 Deutschland Jan-Eric Speckmann LA 13.01.1995 2022 TuS N-Lübbecke
73 Dänemark Lukas Emdorf RL 09.05.2005 2024 GOG
91 Nadav Cohen RA 18.10.2002 2024 Caen Vikings

Transfers zur Saison 2025/26

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Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandMagnus Holpert[11]SønderjyskE Håndbold
DeutschlandAlexander Hartwig[12]Handball Sport Verein Hamburg
DeutschlandOle Schramm[13]1. VfL Potsdam
Mark Ferjan[14]1. VfL Potsdam, Oktober 2025
Mahmoud El-Shobaky[15]Handball Sport Verein Hamburg, Mai 2026 (Zweitspielrecht VfL)
Stand: 1. Mai 2026
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
NiederlandeNiko Blaauw[16]TuS N-Lübbecke
NiederlandeKaj Geenen[17]Handball Sport Verein Hamburg
DeutschlandDennis Hein[18]Ziel unbekannt, November 2025
DeutschlandPaul Dreyer[19]TV Emsdetten, Februar 2026
DeutschlandPatrik Längst[20]Wölfe Würzburg, Februar 2026
Stand: 14. Februar 2026

Transfers zur Saison 2026/27

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Zugänge
Nation Name abgebender Verein
Adam Thorstensen[21]UMF Stjarnan
DeutschlandLeonard Zink[22]TuS Vinnhorst
DeutschlandSören Hartwich[23]HSG Eider Harde
Guy Resch Erman[24]Maccabi Tel Aviv
Stand: 27. März 2026
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
DeutschlandJanik Schrader[25]Bergischer HC
DeutschlandLeon Ciudad Benitez[26]Dessau-Roßlauer HV
Nadav Cohen[23]Ziel unbekannt
DeutschlandNils Conrad[27]Eintracht Hildesheim
Stand: 11. März 2026

Die Saisonbilanzen seit 2007/08

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Saison Spielklasse Platz Spiele Tore Diff. Punkte
2007/08 Regionalliga Nordost 1 30 1046:795 215 53:7
2008/09 2. Bundesliga Nord 8 34 1067:1016 52 36:32
2009/10 2. Bundesliga Nord 6 32 1042:1030 12 35:29
2010/11 2. Bundesliga Nord 4 32 948:881 67 41:23
2011/12 2. Bundesliga 12 38 1064:1075 −11 35:41
2012/13 2. Bundesliga 5 36 984:953 31 39:33
2013/14 2. Bundesliga 9 36 992:974 18 39:33
2014/15 2. Bundesliga 11 38 975:961 14 40:36
2015/16 2. Bundesliga 13 40 1016:1027 −11 34:46
2016/17 2. Bundesliga 6 38 994:936 58 46:30
2017/18 2. Bundesliga 3 38 981:910 71 52:24
2018/19 2. Bundesliga 5 38 980:929 51 50:26
2019/201 2. Bundesliga 12 24 566:585 −19 20:28
2020/21 2. Bundesliga 10 36 944:979 −35 34:38
2021/22 2. Bundesliga 10 38 1073:1079 −6 36:40
2022/23 2. Bundesliga 12 36 1011:1011 ±0 33:39
2023/24 2. Bundesliga 9 34 985:1009 −19 32:36
2024/25 2. Bundesliga 12 34 958:971 −13 30:38

1 Saisonabbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie

Aufstieg in die 2. Bundesliga

Bekannte ehemalige Spieler

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Einzelnachweise

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  1. Siehe die Vereinsstruktur auf schwartau-bundesliga.de, abgerufen am 6. September 2017.
  2. www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67
  3. www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67
  4. www.bundesligainfo.de: Alle Vereine der Bundesliga
  5. 1 2 3 Chronik der Handballabteilung (Memento vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)
  6. archiv.thw-handball.de: Zvonimir Serdarusic, abgerufen am 23. Mai 2019
  7. shz.de: VfL: Schröder-Nachfolge schnell geregelt, abgerufen am 11. April 2016
  8. handball-world.com: Torge Greve verlässt Altenholz und wechselt in Liga 2
  9. ln-online.de: Der VfL hat ein großes Ziel: 1. Bundesliga bis 2020, abgerufen am 27. November 2016
  10. Pressemitteilung vom 11. Januar 2024. Abgerufen am 12. Mai 2025.
  11. handball-world.news: Holpert kehrt nach Deutschland zurück, abgerufen am 26. Februar 2025
  12. hamburg-handball.de: Kaj Geenen wechselt von Lübeck-Schwartau zum HSVH – Alexander Hartwig geht zum VfL, abgerufen am 10. April 2025
  13. vfl-luebeck-schwartau.de: VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Rückraumspieler und Abwehrallrounder Ole Schramm, abgerufen am 14. Juni 2025
  14. vfl-luebeck-schwartau.de: VfL Lübeck-Schwartau verstärkt Torhüterposition und verpflichtet Mark Ferjan, abgerufen am 5. Oktober 2025
  15. Jens Kürbis: Rückraum-Engpass: VfL holt ägyptisches Handball-Juwel In: Lübecker Nachrichten. 1./2. Mai 2026, S. 19.
  16. handball-world.news: TuS N-Lübbecke: Niederländer ersetzt Kolodziej, abgerufen am 6. März 2025
  17. handball-world.news: Fix: Verstappen-Cousin Geenen wechselt nach Hamburg, abgerufen am 9. April 2025
  18. handball-world.news: Lübeck-Schwartau trennt sich von Torhüter, abgerufen am 21. November 2025
  19. handball-world.news: Schlussmann verlässt 2. Liga vorzeitig Richtung Emsdetten abgerufen am 6. Februar 2026
  20. handball-world.news: Nachverpflichtung: Würzburg holt Längst aus Lübeck abgerufen am 14. Februar 2026
  21. Stjarnan kveður Adam. In: handkastid.net. Abgerufen am 17. Februar 2026.
  22. VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Linkshänder Leonard Zink. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 25. Februar 2026.
  23. 1 2 Wechsel auf Rechtsaußen: Cohen verlässt den VfL – Sören Hartwich von HSG Eider Harde kommt. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  24. Talent entscheidet sich für den VfL: VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Guy Resch Erman. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 27. März 2026.
  25. Ein Linkshänder für den BHC. In: bhc06.de. Abgerufen am 21. Januar 2026.
  26. Dessau-Roßlauer HV schließt Lücke am Kreis. In: handball-world.news. Abgerufen am 11. Februar 2026.
  27. handball-world.news: Hildesheim bekommt Zweitligaerfahrung im Tor, abgerufen am 11. März 2026