Bergischer HC

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Bergischer HC
Voller Name Bergischer Handball-Club 06 e. V.
Abkürzung(en) BHC
Spitzname(n) Die Löwen
Gegründet 2006
Vereinsfarben Blau-Weiß
Halle Uni-Halle (Wuppertal)

Klingenhalle (Solingen)
ISS Dome (Düsseldorf)[1]

Plätze 2.982 (Handball) Uni-Halle

2.491 Klingenhalle 11.512 (Handball) ISS Dome

Geschäftsführer Philipp Tychy (Marketing/Vertrieb)

Jörg Föste (Sport)

Trainer Sebastian Hinze
Liga Handball-Bundesliga
2018/19
Rang 7. Platz
DHB-Pokal Achtelfinale
Website bhc06.de
Heim
Auswärts


Der Bergische Handball-Club 06 (kurz Bergischer HC oder einfach BHC) ist ein gemeinschaftlicher Profi-Handballverein der bergischen Städte Wuppertal und Solingen. Die erste Mannschaft, der das Bergische Land ihren Namen gibt, spielt nach einem einjährigen Aufenthalt in der 2. Liga seit der Saison 2018/19 wieder in der Handball-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund – Zeit vor 2006 und Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die im Hallenhandball seit jeher erfolgreichsten bergischen Sportvereine (nach dem VfL Gummersbach), der LTV Wuppertal und die SG Solingen, in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren mit einigen Spielzeiten in der Bundesliga ihre größten Erfolge erreicht hatten, klaffte nach 2002 plötzlich eine große Lücke im bergischen Spitzenhandball.

Nach vier Jahren im deutschen Oberhaus wurde der LTV nach dem Bundesliga-Abstieg 2001 (noch unter dem Namen HC Wuppertal) prompt bis in die Regionalliga durchgereicht und war gezwungen, seine Strukturen zu erneuern. Diese Maßnahme brachte ihnen zwar 2004 einen erneuten Aufenthalt in der 2. Bundesliga ein, dieser fiel aber wenig erfolgreich aus, denn nach nur zwei Jahren musste 2006 wieder der Gang in die Regionalliga angetreten werden.

Die SG Solingen, die von der PSVg Jahn Solingen und dem Sportring Solingen-Höhscheid-Widdert gebildet wird, konnte nach dem erstmaligen Bundesliga-Aufstieg im Jahr 2000 die Klasse nur für zwei Jahre halten und stieg 2002 durch eine Niederlage in der Relegation gegen den Wilhelmshavener HV wieder ab. In den darauffolgenden Spielzeiten in der 2. Bundesliga wurde vergeblich versucht wieder aufzusteigen, bevor in der Saison 2005/06 mit dem 14. Platz die mit Abstand schlechteste Saison der SGS seit Jahren zu Ende ging und das Bergische Land, das in den Jahren zuvor mit Bundesliga-Handball verwöhnt wurde, sich nunmehr mit dem Abstiegskampf in der zweiten Liga begnügen musste.

Angesichts dieses rapiden Leistungsabfalls beider Teams traten die SG Solingen und Stefan Adam, der damalige Manager des LTV Wuppertal und später des Bergischen HC, schon während der Saison 2005/06 in geheime Fusionsverhandlungen ein. Diese resultierten schließlich in einer Einigung, die aber von Funktionären und Fans des Langerfelder Turnvereins kategorisch abgelehnt wurde. Somit konnte Adam lediglich eine Teilfusion verwirklichen, die sich auf den Übertritt des Managements, des Kaders und des Hauptsponsors des LTV zum Solinger Rivalen beschränkte. Der LTV, gebeutelt von diesen elementaren Verlusten, konnte zwar noch eine Regionalligamannschaft auf die Beine stellen, diese war allerdings nicht konkurrenzfähig, was den direkten Absturz in die viertklassige Oberliga bedeutete. Heute spielt die erste Herren-Mannschaft des LTV Wuppertal in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein.

Für die SG Solingen bedeutete dies allerdings die Umbenennung und somit die Wandlung zum bergischen Großverein, der Zuschauer aus dem gesamten bergischen Städtedreieck (WuppertalSolingenRemscheid) anlocken soll. Die Spielorte des BHC sind seither die Wuppertaler Uni-Halle (bis 2011 die Sonnborner Bayer-Halle) und die Solinger Klingenhalle, auf die die Heimspiele so gut wie möglich jeweils zur Hälfte aufgeteilt werden.

2006 bis 2011 – Aufstiegskampf im Bundesliga-Unterhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon die erste Saison des neuentstandenen Bergischen HC stand unter der klaren Zielsetzung des Aufstiegs in die 1. Handball-Bundesliga. Allerdings scheiterten die „Löwen“ an dieser in den darauffolgenden Spielzeiten immer wieder knapp. In den ersten drei Jahren nach der Fusion musste man sich immer mit Plätzen hinter der Aufstiegs- bzw. Relegationszone begnügen. Anders war dies in der Saison 2009/10, als man nach einer starken Saison den zweiten Platz – lediglich hinter der TSG Friesenheim – belegte und sich somit für die Bundesliga-Relegation qualifizierte. Dort traf man auf den zweiten der Nord-Gruppe, den TV Emsdetten, der für sein Heimspiel in die Münsteraner Berg Fidel-Halle auswich, und dort mit 33:27 gewann. Im Rückspiel in der Wuppertaler Bayer-Halle musste der BHC lange einem Rückstand hinterherlaufen. Man gewann die Partie schließlich zwar noch mit 37:36, dies reichte aber natürlich nicht für den Einzug in die zweite Runde, in der der TV Emsdetten knapp am TSV Dormagen scheiterte und ebenfalls in der zweiten Liga verblieb. Gleiches Schicksal schien die Bergischen bis zum letzten Spieltag der Saison 2010/11 zu erwarten. Dort mussten sie am letzten Spieltag zum abstiegsbedrohten EHV Aue, während der um einen Punkt und eine deutlich bessere Tordifferenz überlegene TV Hüttenberg bei der ebenso abstiegsbedrohten HG Saarlouis antreten musste. Hüttenberg unterlag in einem knappen Spiel jedoch mit 36:35 und somit hatte der Bergische HC die große Chance zum Aufstieg. Diese könnten die „Löwen“ durch einen nervenaufreibenden 22:25-Auswärtserfolg nutzen und dem Bergischen Land somit zum ersten Mal seit neun Jahren wieder Bundesliga-Handball bescheren.

Im DHB-Pokal konnte man 2010 ebenfalls zum ersten Mal für bundesweite Aufmerksamkeit sorgen. Nach einem Achtelfinalerfolg gegen die TSG Friesenheim, erreichte man das Viertelfinale, in dem man mit 22:26 am Bundesligisten TuS N-Lübbecke scheiterte. Der Erfolg im Pokal konnte im darauffolgenden Jahr fortgesetzt werden. In der 3. Runde besiegte man nach einer starken zweiten Halbzeit, in der man nur neun Gegentore kassierte, den Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten mit 29:24. Im Achtelfinale wurde man erneut einem Bundesligisten zugelost. Diesmal war es der Spitzenclub Frisch Auf Göppingen, der in der Solinger Klingenhalle antreten musste. In einem spannenden Spiel, das der Bergische HC lange anführte, verloren die „Löwen“ erst nach Verlängerung mit 28:30.

2011 bis 2016 – Scheitern in der Bundesliga und Wiederaufstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem geschafften Aufstieg in die Bundesliga musste sich der BHC auf wichtigen Ebenen umorientieren. Dies traf weniger auf den Kader zu, der nicht wie bei vielen anderen Vereinen völlig umgekrempelt, sondern lediglich gezielt mit relativ wenigen Spielern verstärkt wurde, sondern noch viel mehr auf die Hallensituation im Bergischen Land. Hier sahen sich die Funktionäre mit dem Problem konfrontiert, dass beide Hallen, in denen der BHC seine Zweitligaheimspiele ausgetragen hatte, in ihrem damaligen Zustand in vielerlei Hinsicht nicht bundesligatauglich waren. Dies lag vor allem an der mangelnden Kapazität, der Belichtung und dem Hallenboden, aber auch an zu kleinen oder überhaupt nicht vorhandenen VIP-Bereichen und zusätzlichen Bestimmungen, die vor allem in der hohen Fernsehpräsenz begründet waren. Letztendlich wurde sich dafür entschieden, die Bayer-Halle zugunsten der größeren Uni-Halle vorerst aufzugeben und die Klingenhalle kurzfristig bundesligatauglich aufzurüsten.

Spielerisch durften die Bergischen in der Hinserie ihrer ersten Bundesligasaison auf einige passable Auftritte zurückblicken. Zwar standen auf der Minus-Seite sehr schnell wesentlich mehr Punkte als auf Plus-Seite, aber vor allem durch wichtige Auswärtssiege gegen direkte Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze und nicht zuletzt durch einen euphorisch gefeierten 40:31-Erfolg gegen den etablierten SC Magdeburg, in dem Rückraumspieler Kenneth Klev zehn Tore erzielte, stand zur Jahreswende ein 15. Platz zu Buche, der zum Verbleib in der Bundesliga berechtigt hätte. Jedoch wurde diese günstige Ausgangsposition in der zweiten Saisonhälfte durch zahlreiche Heimniederlagen gegen schlagbare Gegner und nicht zuletzt durch eine spielerische Rehabilitation des VfL Gummersbach wieder verspielt. Somit musste erneut der Gang in die Zweitklassigkeit angetreten werden.

Im September 2012 kündigte Geschäftsführer Stefan Adam an, zum neuen Jahr zum deutschen Rekordmeister THW Kiel zu wechseln. Als Nachfolger fungiert seit Januar 2013 Jörg Föste, der wie auch Adam zu den Gründungsmitgliedern und dem bisherigen Vorstand gehört.

Durch einen 23:15-Auswärtserfolg beim HC Erlangen sicherte sich der BHC bereits fünf Spieltage vor Ende der Zweitliga-Saison 2012/13 den direkten Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga.[2] Durch einen 21:18-Sieg beim TV 05/07 Hüttenberg wurde am vorletzten Spieltag zudem die Zweitliga-Meisterschaft gesichert. In den ersten fünf Spielen der Erstliga-Saison 2013/14 gelangen dem BHC vier Siege in Folge, unter anderem ein 34:27 gegen den amtierenden Champions-League-Sieger HSV Hamburg. In der Folge kam das Team bis zum Saisonende jedoch nur auf fünf weitere Siege und konnte erst am vorletzten Spieltag durch einen 26:25-Sieg beim Tabellenfünften Füchse Berlin den Klassenerhalt sichern.

In der folgenden Saison 2014/15 hielt sich der Verein zu Saisonbeginn lange in der oberen Tabellenhälfte auf, beendete die Saison nach nur wenigen Rückrundensiegen aber auf Rang 14. Die bis dato beste Saison spielte der BHC 2015/16, als man in der Liga – auch dank des Rückzugs des HSV Hamburg – Rang 12 erreichte und ins Halbfinale des DHB-Pokals einzog.

2016 bis heute – Erneuter Abstieg, direkter Wiederaufstieg und Rekordsaison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem 12. Platz in der Vorsaison ging man in die Saison 2016/17 mit dem Ziel, sich weiter in der 1. Bundesliga zu etablieren und möglichst wenig mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Nach einer positiv verlaufenen Vorbereitung konnte man sich in der 1. Runde des DHB-Pokals mit Siegen gegen den TV Emsdetten und die HSG Krefeld erfolgreich für das Achtelfinale qualifizieren.[3] Der Start in die Bundesliga misslang jedoch zunächst, die ersten 4 Spiele gingen verloren.[4] Viktor Szilágyi, der seine Karriere am Ende der Vorsaison beendet und den Posten des sportlichen Leiters beim BHC übernommen hatte, kehrte aufgrund zahlreicher Verletzten in der Mannschaft am 5. Spieltag überraschend als Spieler zurück.[5][6] Prompt konnten das Auswärtsspiel in Wetzlar sowie das Heimspiel gegen Minden gewonnen werden, auch im Auswärstspiel bei Göppingen gewann man durch ein 26:26 einen Punkt. Dies sollten jedoch für lange Zeit die letzten Punkte des BHC bleiben. Die komplette Hinrunde gab es keinen weiteren Punktgewinn, sodass man nach der Hinrunde mit 5:29 Punkten abgeschlagen Tabellenletzter war. Ebenso schied man gegen Balingen im Achtelfinale des DHB-Pokals aus.

Aufgrund dieser Negativserie geriet Trainer Sebastian Hinze mehr und mehr in die Kritik. In der Winterpause entschieden die Verantwortlichen jedoch, am Trainer festzuhalten. Als Vorgabe für die Rückrunde wurden 8 Siege ausgegeben, um den Klassenerhalt zu schaffen.[7] Nachdem man zu Beginn der Rückrunde eine bittere 26:35-Heimniederlage gegen Abstiegskonkurrent TVB Stuttgart hinnehmen musste, konnten am 20. Spieltag schließlich mit dem überraschenden 29:30-Auswärtssieg beim amtierenden Weltpokalsieger Füchse Berlin die nächsten Punkte gefeiert werden. Jedoch musste dieser Sieg mit einem Riss des vorderen und hinteren Kreuzbandes bei Viktor Szilágyi, dessen Karriere hiermit endgültig beendet wurde, teuer bezahlt werden.[8] Bis zum Ende der Saison konnten die vorgegebenen 8 Siege mit weiteren Siegen gegen Coburg, Lemgo, Göppingen, Erlangen, Balingen-Weilstetten, Gummersbach und Hannover-Burgdorf eingefahren werden, zudem gab es ein Unentschieden gegen Wetzlar. Insgesamt sammelte der BHC in der Rückrunde 17 Punkte, sodass am Saisonende eine Punkteausbeute von 22:46 und damit eine bessere als in der Vorsaison stand. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses zum punktgleichen VfL Gummersbach musste am Ende jedoch trotz des Erreichens der vorgegebenen acht Siege der Gang in die 2. Liga angetreten werden. Die Entscheidung fiel hierbei am letzten Spieltag, an dem der BHC zu Hause gegen Hannover und Lemgo gegen Gummersbach antreten musste. Gummersbach war aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses de facto schon vor dem Spieltag gerettet, Lemgo stand einen Punkt vor dem BHC auf dem 15. Platz. Dieser erledigte mit einem 32:24-Heimsieg zwar seine Hausaufgaben, konnte aufgrund des zeitgleichen 32:31-Erfolges von Lemgo den Abstieg jedoch nicht mehr verhindern.

Zur Saison 2017/18 wurde ein personeller Umbruch eingeleitet. Mit Csaba Szücs, Max Darj, Milan Kotrč, Bastian Rutschmann, Maximilian-Leon Bettin, Linus Arnesson und Leoš Petrovský konnten sieben neue Spieler verpflichtet werden, während mit Björgvin Páll Gústavsson, Moritz Preuss, Maximilian Hermann, Alexander Hermann, Nils Artmann, Christian Hoße, Ace Jonovski, Uroš Vilovski und Pouya Norouzi Nezhad neun Spieler den Verein verließen. Die Vorbereitung auf die neue Saison verlief positiv. Im Trainingslager in der Steiermark wurde der österreichische Bundesligist HSG Remus Bernbach/Köflach mit 32:19 deutlich geschlagen.[9] Beim Vorbereitungsturnier im hessischen Linden (Linden-Cup) konnte mit Siegen gegen die Erstligisten HSG Wetzlar (29:26) sowie den Aufsteiger TV Hüttenberg (29:22) ein erstes Ausrufezeichen gesetzt werden. Lediglich dem späteren Turniersieger SC DHfK Leipzig musste man sich mit 24:20 geschlagen geben.[10][11] Das Highlight der Vorbereitung markierte das Testspiel gegen den amtierenden Champions-League-Sieger RK Vardar Skopje, der in der Solinger Klingenhalle mit 27:25 besiegt werden konnte.[12] Den Auftakt in die Pflichtspielsaison bildete das Final-Four-Turnier zur ersten Runde des DHB-Pokals. Mit Siegen gegen den Drittligisten Leutershausen (34:25) und den bereits beim Linden-Cup bezwungenen Erstligisten TV Hüttenberg (26:22) konnte sich der BHC für das Achtelfinale qualifizieren, in welchem er jedoch der HSG Wetzlar knapp mit 27:28 unterlag und somit aus dem Pokal ausschied.

Den Auftakt in die neue Zweitliga-Saison konnte man mit einem 26:23-Heimsieg gegen den Aufsteiger HC Elbflorenz aus Dresden erfolgreich gestalten. Nachdem man die ersten 15 Liga-Spiele alle für sich entscheiden konnte – was einen Start-Rekord für die eingleisige 2. Liga bedeutete – musste man erst bei der 25:30-Heimniederlage am 16. Spieltag gegen den VfL Lübeck-Schwartau den ersten Punktverlust hinnehmen. Die Hinrunde schloss man in der Folge ohne weitere Niederlage mit 36:2 Punkten ab.

In die Rückrunde startete der BHC mit fünf weiteren Siegen, bevor man am 25. Spieltag das Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen mit 25:27 verlor und so die zweite Saison-Niederlage kassierte. Die nächsten sechs Spiele konnten aber wieder gewonnen werden und bereits am 31. Spieltag machte der BHC mit einem 35:22-Heimsieg über den Wilhelmshavener HV den direkten Wiederaufstieg perfekt. Die Meisterschaft sicherte man sich am 34. Spieltag mit einem 31:27-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten SG BBM Bietigheim. In den letzten Saisonspielen leisteten sich die Löwen keinen Punktverlust mehr und konnten so mit 70:6 Punkten einen neuen Rekord für die eingleisige zweite Liga aufstellen.

In die Saison 2018/19 startete der Bergische HC mit einer erfolgreichen Vorbereitung. Im Rahmen des Trainingslagers im österreichischen Köflach wurden sowohl die HSG Remus Bärnbach/Köflach (41:14) als auch der amtierende österreichische Meister Fivers Margareten (39:23) deutlich geschlagen. Zudem konnte man mit Siegen über die HSG Wetzlar (28:26), den HSC 2000 Coburg (27:22) und den TV Hüttenberg (24:23) den Linden-Cup für sich entscheiden. Die einzige Niederlage der Vorbereitung mussten die Löwen im Finale des Harting-Cups gegen GWD Minden hinnehmen (26:28), nachdem sie am Tag zuvor im Halbfinale noch mit 30:27 gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewonnen hatten.

Die Pflichtspielsaison begann für die bergischen Löwen mit dem „First-Four“-Turnier im DHB-Pokal, das in Pfullingen ausgetragen wurde. Das Halbfinale (1. Runde) bestritt der BHC gegen Drittligist HG Saarlouis und konnte das Spiel mit einem 36:11-Sieg klar für sich entscheiden. Im Finale (2. Runde) traf man auf den Gastgeber und ebenfalls Drittligisten VfL Pfullingen, der im anderen Halbfinale überraschend gegen den Erstligisten Die Eulen Ludwigshafen gewonnen hatte. Trotz einer kleineren Schwächephase konnte man am Ende auch dieses Spiel deutlich für sich entscheiden und gewann mit 35:22. Somit standen die Löwen im Achtelfinale des DHB-Pokals, in welchem sie zuhause auf den Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen trafen und diesem erst nach Verlängerung unterlagen.

Auch in der Liga sorgte der BHC für Aufsehen. Nach dem 27:23-Auftaktsieg gegen die Eulen Ludwigshafen machte man unter anderem mit zwei 35:26-Heimsiegen gegen den TBV Lemgo und den HC Erlangen auf sich aufmerksam, die Teil des besten Saisonstarts in der Vereinsgeschichte waren (14:4 Punkte). Im Laufe der Saison konnte man sich im oberen Tabellendrittel festspielen, sicherte sich mit einem 29:22-Auswärtssieg beim VfL Gummersbach bereits am 25. Spieltag - und damit so früh wie noch nie zuvor - den Klassenerhalt und durfte nach Heimsiegen gegen die direkten Konkurrenten MT Melsungen und Füchse Berlin sogar noch auf Platz fünf oder sechs und somit eine EHF-Cup-Teilnahme in der nächsten Saison hoffen. Zwar verpasste man diese letztendlich aufgrund von Niederlagen gegen die Eulen Ludwigshafen und den Meister SG Flensburg-Handewitt, nichtsdestotrotz beendete man die Saison als zweitbester Aufsteiger in der Bundesliga-Geschichte mit 38:30 Punkten auf dem siebten Platz, was sowohl in Bezug auf Platzierung als auch in Bezug auf Punkteausbeute einen neuen Vereinsrekord bedeutete.

Platzierungen seit 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Rang Punkte Tore Aufstieg/Abstieg Pokal
2006/07 2. Bundesliga Süd 03 45:23 956:903 3. Runde
2007/08 2. Bundesliga Süd 05 39:29 1024:972 1. Runde
2008/09 2. Bundesliga Süd 03 44:24 1096:998 2. Runde
2009/10 2. Bundesliga Süd 02 49:19 1030:927 Aufstiegs-Relegation Viertelfinale
2010/11 2. Bundesliga Süd 01 54:14 1052:902 Aufstieg Achtelfinale
2011/12 Bundesliga 16 17:51 921:1037 Abstieg 3. Runde
2012/13 2. Bundesliga 01 57:15 1102:941 Aufstieg 3. Runde
2013/14 Bundesliga 15 22:46 934:1010 2. Runde
2014/15 Bundesliga 14 28:44 982:1064 2. Runde
2015/16 Bundesliga 12 19:45 815:911 Halbfinale
2016/17 Bundesliga 16 22:46 868:954 Abstieg Achtelfinale
2017/18 2. Bundesliga 01 70:6 1132:918 Aufstieg Achtelfinale
2018/19 Bundesliga 07 38:30 891:880 Achtelfinale


Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Position Geburtsdatum Größe Im Verein seit Vertrag bis Letzter Verein
01 DeutschlandDeutschland Christopher Rudeck TW 15. Oktober 1994 2,00 m 2015 2021 Mors-Thy Håndbold
TschechienTschechien Tomáš Mrkva TW 20. Januar 1989 2,03 m 2019 2022 HBW Balingen-Weilstetten
FinnlandFinnland Joonas Klama TW 2019 VfL Gummersbach
04 DeutschlandDeutschland Jonas Dell RL/KM 7. März 1998 1,97 m 2017 (1. Mannschaft) eigene Jugend
05 SchwedenSchweden Max Darj KM 27. September 1991 1,93 m 2017 2021 Alingsås HK
06 TschechienTschechien Leoš Petrovský KM 5. Januar 1993 2,02 m 2017 2021 KS Azoty-Puławy
09 DeutschlandDeutschland Alexander Weck RL 25. September 2000 1,98 m 2021 eigene Jugend
11 IslandIsland Arnór Þór Gunnarsson RA 23. Oktober 1987 1,80 m 2012 2021 TV Bittenfeld
13 DeutschlandDeutschland Kristian Nippes (C)Kapitän der Mannschaft RR 11. Februar 1988 1,90 m 02/2011 2020 DHC Rheinland
14 PolenPolen Maciej Majdziński RR 8. April 1996 1,89 m 2016 2020 HSV Hamburg
DeutschlandDeutschland Sebastian Damm LA 12. Juli 1995 1,83 m 2019 2021 VfL Lübeck-Schwartau
16 SpanienSpanien Rafael Baena KM 7. November 1982 1,91 m 2018 2020 Rhein-Neckar Löwen
17 DeutschlandDeutschland Daniel Fontaine RL 2. Juli 1989 1,94 m 2018 2020 Frisch Auf Göppingen
18 DeutschlandDeutschland Yannick Fraatz RA 12. August 1999 1,85 m 2018 2022 HSG Nordhorn-Lingen
19 TschechienTschechien Tomáš Babák RM 28. Dezember 1993 1,86 m 2016 2021 TSV St. Otmar St. Gallen
20 SlowakeiSlowakei Csaba Szücs RL/RM 28. Juli 1987 2,03 m 2017 2022 TSV Hannover-Burgdorf
22 DeutschlandDeutschland Fabian Gutbrod RL 1. Juli 1988 1,99 m 2013 2021 HBW Balingen-Weilstetten
24 SchwedenSchweden Linus Arnesson RL/RM 11. Mai 1990 1,88 m 2017 2021 Redbergslids IK
32 NiederlandeNiederlande Jeffrey Boomhouwer LA 15. Juni 1988 1,79 m 2018 2021 MT Melsungen
39 DeutschlandDeutschland Lukas Stutzke RL/RM 14. Januar 1998 1,95 m 2018 TSV Bayer Dormagen
IslandIsland Ragnar Jóhannsson RR 24. Oktober 1990 1,91 m 2019 2021 TV Hüttenberg

Legende:

Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amt Nationalität Geburtsdatum
Sebastian Hinze Cheftrainer DeutschlandDeutschland 26. April 1979
Markus Pütz Co-Trainer DeutschlandDeutschland 5. März 1983
Oliver Schuhmacher Athletiktrainer DeutschlandDeutschland
Siegfried Knapik Teambetreuer DeutschlandDeutschland 8. Mai 1944
Jan Artmann Team-Assistent DeutschlandDeutschland 23. Mai 1991
Dr. Diederich von der Heyde Mannschaftsarzt DeutschlandDeutschland 1. Oktober 1955
Severin Feldmann Physiotherapeut DeutschlandDeutschland 16. Mai 1985
Zugänge 2019/20 Abgänge 2019/20
Zugänge 2020/21 Abgänge 2020/21

Weitere Herren-Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des BHC spielt seit der Saison 2018/2019 in der Oberliga Niederrhein. Des Weiteren gibt es noch drei weitere Herren-Mannschaften des Bergischen HCs, die in den unteren Ligen aktiv sind.

Jugend und Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die A-Jugend Mannschaft des Bergischen HC spielt seit der Saison 2014/15 in der A-Jugend-Bundesliga. Der größte Erfolg der Mannschaft war der Gewinn der A-Jugend-Bundesliga im Jahr 2007.
  • Die B-Jugend ist aktuell in der Regionalliga Nordrhein vertreten.
  • Die 1. Damenmannschaft spielt in der Saison 2018/2019 in der Niederrhein-Landesliga Frauen Gruppe 2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Solinger Tageblatt vom 9. Januar 2019, Seite 11 Wurzeln und Herz der Löwen bleiben bergisch
  2. Jetzt ist es die stärkste Liga der Welt (Memento des Originals vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bhc06.de vom 8. Mai 2013, abgerufen am 9. Mai 2013
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 6. Juni 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dkb-handball-bundesliga.de
  4. dkb-handball-bundesliga.de
  5. handball-world.news
  6. wuppertaler-rundschau.de
  7. wz.de
  8. wuppertaler-rundschau.de
  9. solinger-tageblatt.de
  10. bhc06.de
  11. giessener-anzeiger.de
  12. rp-online.de
  13. handball-world.news: Bergischer HC verpflichtet tschechischen Nationaltorhüter vom 14. November 2018, abgerufen am 14. November 2018
  14. handball-world.news: Ragnar Jóhannsson verlässt den TV 05/07 Hüttenberg zum Saisonende vom 18. Dezember 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018
  15. handball-world.news: Wechsel in die 1. Bundesliga: Sebastian Damm verlässt VfL Lübeck-Schwartau vom 19. Februar 2019, abgerufen am 19. Februar 2019
  16. Criciotoiu im Podcast Löwenzeit
  17. handball-world.news: SG VTB Altjührden holt estnischen Nationalspieler vom Bergischen HC vom 11. April 2019, abgerufen am 11. April 2019.
  18. handball-world.news: TVB 1898 Stuttgart verliert Linkshänder Schmidt 2020 vom 10. Juli 2019, abgerufen am 10. Juli 2019