TV Hüttenberg

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TV Hüttenberg
Logo des TV Hüttenberg
Voller Name Turnverein 05/07
Hüttenberg e.V.
Abkürzung(en) TVH
Gegründet 1969
Vereinsfarben Blau und Rot
Halle Sporthalle Hüttenberg

Bundesliga: Sporthalle Gießen Ost

Plätze 1.600

Bundesliga: 2700

Präsident Ramon Christ
Geschäftsführer Lothar Weber
Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson
Liga Handball-Bundesliga
2016/17
Rang 2. Platz (2. Handball-Bundesliga)
DHB-Pokal 1. Runde
Website tv-huettenberg.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National 1. Platz Bundesliga Staffel Süd
1974
DHB-Pokalfinale
1977, 1978

Der Turnverein 05/07 Hüttenberg e. V. (kurz: TV Hüttenberg) ist ein Sportverein aus Hüttenberg in Mittelhessen. Bekannt wurde der Verein durch seine Handballmannschaft, die bis 1985 insgesamt fünfzehn Jahre lang in der Handball-Bundesliga spielte, davon acht Jahre in der eingleisigen Bundesliga. Zur Saison 2017/18 kehrte der TV Hüttenberg zum zweiten Mal seit 2011 in die 1. Handball-Bundesliga zurück und das obwohl dieselbe Mannschaft zwei Jahre zuvor in die 3. Liga abgestiegen war.

Chronik

Der TV Hüttenberg entstand 1969 durch den Zusammenschluss der Vereine TV Hochelheim (gegründet 1905) und TV Hörnsheim (gegründet 1907). Einer der entscheidenden Auslöser für den Zusammenschluss war die Neu-Bildung der Gemeinde Hüttenberg im Jahr 1968. Beide Vereine waren bereits zuvor überregional als Handballhochburgen bekannt.

1968 wurde Rudolf Spengler Trainer. Er blieb dies bis 1979. Dies war die sportlich erfolgreichste Zeit des Vereins. Er erreichte 1972 den Aufstieg in die damals noch zweigleisige Bundesliga. 1974 wurde Hüttenberg Erster der Bundesliga Süd. 1977 und 1978 wurde der Club DHB-Vize-Pokalsieger und 1978/79 nahm er am Europapokal teil. Zur Saison 1979/80 übernahm Peter Barthelmey das Traineramt von dem nach elf Jahren ausscheidenden Rudolf Spengler. Die Mannschaft wurde Bundesliga-Vierter, geriet aber in der folgenden Saison in Abstiegsnöte. Rudolf Spenglers Sohn Horst Spengler, Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978, übernahm zusammen mit Klaus Meineke und Harald Ohly als Spielertrainer und rettete den TVH auf Rang neun.[1] Als Gründungsmitglied der eingleisigen Handball-Bundesliga hielt sich der Verein noch bis 1985 in der höchsten deutschen Spielklasse.

In den 1990er Jahren wurde der TV Hüttenberg durch den Lokalrivalen HSG Wetzlar überflügelt und musste für einige Jahre sogar den Gang in die Regionalliga antreten. 2004 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. 2011 konnte Hüttenberg als Zweiter in der 2. Bundesliga Süd die Relegationsspiele um den Aufstieg erreichen. Die Mannschaft setzte sich gegen GWD Minden durch und feierte den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch bereits in der folgenden Saison musste der TV Hüttenberg den sportlichen Abstieg in die 2. Bundesliga hinnehmen, aus welcher der TVH im Sommer 2015 erneut abstieg.[2] Nach einer außerordentlich erfolgreichen Saison 15/16 in Liga 3 mit 54:06 Punkten folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga.[3]

Dank einer geschlossenen Leistung der Mannschaft um Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson, erkämpfte sich der TVH in der Spielzeit 2016/17 einen respektablen zweiter Tabellenrang in der 2. Bundesliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Der erneute Aufstieg nach 2011, in einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag, war dabei eine sportliche Sensation, denn ein Durchmarsch aus der 3. Liga bis in die 1. Bundesliga war seit dem Bestehen der eingleisigen zweiten Bundesliga noch keinem Team gelungen.[4]

Durch die neuen Auflagen der Handball-Bundesliga, ist es dem TV Hüttenberg in der Saison 2017/18 nicht möglich, seine Heimspiele in der 1. Liga in der Sporthalle in Hüttenberg zu absolvieren (nur 1600 Plätze bei 2200 geforderten). Nach einer längerer Planungsphase beschlossen die Hüttenberger Verantwortlichen ein Ausweichen auf die Sporthalle Gießen Ost, in welcher der TVH bereits in der Saison 2011/12 einige seiner Topspiele bestritten hatte. Die Heimspielstätte beheimatet auch die Giessen 46ers. Damit steht den Blau-Roten für die Saison 2017/18 ein Spielort zur Verfügung, der voraussichtlich etwa 2700 Zuschauer fassen kann.[5]

Saison 2017/18

Aktueller Kader

Nr. Name Position Nationalität Geburtsdatum im Verein seit
1 Matthias Ritschel (C)Kapitän der Mannschaft TW DeutscherDeutscher 12. April 1986 2009
12 Fabian Schomburg TW DeutscherDeutscher 12. März 1991 2011
3 Tim Stefan RL DeutscherDeutscher 3. Juli 1995 2016
5 Tomáš Sklenák RM TschecheTscheche 2. März 1982 2015
6 Jan Wörner RR DeutscherDeutscher 11. November 1994 2016
7 Moritz Lambrecht KM DeutscherDeutscher 20. Juli 1993 2012
9 Daniel Wernig RA DeutscherDeutscher 23. Februar 1988 2012
13 Jonas Müller RL DeutscherDeutscher 2. April 1996 2016
14 Christian Rompf LA DeutscherDeutscher 24. Dezember 1986 2016
15 Moritz Zörb KM DeutscherDeutscher 26. Oktober 1995 2016
17 Mario Fernandes KM DeutscherDeutscher 21. Juni 1991 2009
18 Ragnar Jóhannsson RR IsländerIsländer 24. Oktober 1990 2015
20 Szymon Sićko RL PolePole 20. August 1997 2017
21 Sebastian Roth RL DeutscherDeutscher 8. August 1985 2015
22 Dominik Mappes RM DeutscherDeutscher 25. Dezember 1994 2000
23 Jannik Hofmann LA DeutscherDeutscher 23. Mai 1995 2014
26 Tobias Hahn RA DeutscherDeutscher 23. Juli 1987 2017
93 Vladan Lipovina RR MontenegrinerMontenegriner 7. März 1993 2017

Legende:

Trainer- und Betreuerstab

Name Amt Nationalität Geburtsdatum
Aðalsteinn Eyjólfsson Cheftrainer IsländerIsländer 21. Juni 1977
Alois Mráz Co-Trainer TschecheTscheche 8. September 1978
Torsten Menges Sportlicher Leiter DeutscherDeutscher 25. Juli 1969
Andrzej Mientus Torwarttrainer PolePole 4. August 1958
Peter Nagel Rehatrainer DeutscherDeutscher 5. November 1963
Michael Schetzkens Krafttrainer DeutscherDeutscher 9. Dezember 1992
Christian Ohly Teambetreuer DeutscherDeutscher 18. Mai 1984
Thomas Rudolph Teambetreuer DeutscherDeutscher 17. November 1961
Michael Gally Teambetreuer DeutscherDeutscher 30. August 1966
Georg Springmann Mannschaftsarzt DeutscherDeutscher 13. Dezember 1973
Nina Fernandes Physiotherapeutin DeutscheDeutsche 11. Dezember 1992
Sabine Viand Physiotherapeutin DeutscheDeutsche 6. November 1982
Lea Schülert Physiotherapeutin DeutscherDeutscher 4. Dezember 1990
Andreas Rüspeler Physiotherapeutin DeutscheDeutsche 23. Mai 1960
Katja Schuch Heilpraktikerin DeutscherDeutscher 19. Juli 1969

Wechsel zur Saison 2017/18

Zugänge Abgänge

Bekannte ehemalige Spieler

  • Norbert Bach
  • Peter Barthelmey
  • Dieter Beckmann
  • Richard Boczkowski, 29-facher Nationalspieler, im Kader der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978
  • Gennadij Chalepo, 72-facher weißrussischer Nationalspieler
  • Walter Don, früherer deutscher Nationalspieler
  • Axel Huth, früherer deutscher Nationalspieler
  • Klaus Meineke, früherer deutscher Nationalspieler
  • Volker Michel, früherer deutscher Nationalspieler
  • Julius Mohr
  • Harald Ohly, 56-facher deutscher Nationalspieler
  • Staffan Olsson, 358-facher schwedischer Nationalspieler, Weltmeister von 1990 und 1999
  • Michael Paul, früherer deutscher Nationalspieler
  • Uli Schaus, früherer deutscher Nationalspieler
  • Horst Spengler, Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978, mit 147 Länderspielen zeitweiliger Rekordnationalspieler

Bekannte ehemalige Trainer

Vereins-Platzierungen

  • 2016/17 2. Platz – 2. Liga, Aufsteiger in die 1. Bundesliga
  • 2015/16 1. Platz – 3. Liga, Aufsteiger in die 2. Bundesliga
  • 2014/15 19. Platz – 2. Bundesliga, Absteiger in die 3. Liga
  • 2013/14 16. Platz – 2. Bundesliga
  • 2012/13 10. Platz – 2. Bundesliga
  • 2011/12 17. Platz – Bundesliga, Absteiger aus der 1. Liga
  • 2010/11 2. Platz – 2. Bundesliga Süd, Aufsteiger in die 1. Bundesliga nach Sieg in der Relegation gegen GWD Minden
  • 2009/10 4. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 2008/09 7. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 2007/08 9. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 2006/07 4. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 2005/06 8. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 2004/05 18. Platz – 2. Bundesliga Süd, Nicht-Abstieg wg. Lizenzerteilung
  • 2003/04 1. Platz – Regionalliga Süd-West, Aufsteiger in die 2. Bundesliga
  • 2002/03 2. Platz – Regionalliga Süd-West
  • 2001/02 4. Platz – Regionalliga Süd-West
  • 2000/01 4. Platz – Regionalliga Süd-West, 3. Runde im DHB-Pokal
  • 1999/2000 8. Platz – Regionalliga Süd-West
  • 1998/99 6. Platz – Regionalliga Süd-West
  • 1997/98 17. Platz – 2. Bundesliga Süd, Relegation – Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd
  • 1996/97 14. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1995/96 7. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1994/95 15. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1993/94 12. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1992/93 8. Platz- 2. Bundesliga Süd
  • 1991/92 7. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1990/91 2. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1989/90 3. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1988/89 7. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1987/88 7. Platz – 2. Bundesliga Süd, Halbfinalteilnahme im DHB-Pokal
  • 1986/87 4. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1985/86 6. Platz – 2. Bundesliga Süd
  • 1984/85 13. Platz – Bundesliga, Absteiger aus der 1. Liga
  • 1983/84 10. Platz – Bundesliga
  • 1982/83 8. Platz – Bundesliga
  • 1981/82 10. Platz – Bundesliga
  • 1980/81 9. Platz – einteilige Bundesliga
  • 1979/80 4. Platz – einteilige Bundesliga
  • 1978/79 7. Platz – einteilige Bundesliga, Europacupteilnehmer
  • 1978 Endspielteilnehmer um den DHB-Pokal
  • 1977/78 5. Platz – einteilige Bundesliga
  • 1977 Endspielteilnehmer um den DHB-Pokal
  • 1976/77 3. Platz – Bundesliga Süd
  • 1975/76 6. Platz – Bundesliga Süd
  • 1974/75 3. Platz – Bundesliga Süd
  • 1973/74 1. Platz – Bundesliga Süd (jedoch in den Finalspielen gegen den Vertreter der Nord-Gruppe Ausscheiden im Halbfinale)
  • 1972/73 Aufsteiger in die 1. Bundesliga, 3. Platz in der Deutschen Meisterschaft

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.mittelhessen.de/lokales/region-wetzlar/huettenberg_artikel,-Jan-Gorr-bestaetigt-Vater-Reinhold-_arid,6317.html
  2. Wetzlar feiert Bundesligaverbleib – Hüttenberg steigt ab, handball-world.com am 31. Mai 2012
  3. Hüttenberg feiert Wiederaufstieg, mittelhessen.de am 11. Juni 2016
  4. w.media Ltd NL Deutschland: Hüttenberger feiern Durchmarsch in die Bundesliga. Abgerufen am 23. Juli 2017 (deutsch).
  5. www.giessener-allgemeine.de – Ihre Zeitung für Giessen und Umgebung: Gießener Allgemeine Zeitung | TV Hüttenberg geht für Heimspiele in die Osthalle. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  6. www.handball-world.com: Kreisläufer der HSG Wetzlar wechselt fest zum Nachbarn vom 20. März 2017, abgerufen am 20. März 2017
  7. Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co KG: TV Hüttenberg verpflichtet Wetzlarer Tobias Hahn. (giessener-anzeiger.de [abgerufen am 23. Juli 2017]).
  8. Hüttenberg: polnischer Nationalspieler Sicko kommt. In: HIT RADIO FFH. (ffh.de [abgerufen am 23. Juli 2017]).
  9. w.media Ltd NL Deutschland: Aufsteiger Hüttenberg holt ehemaligen Wetzlarer für den Rückraum. Abgerufen am 28. Juli 2017 (deutsch).
  10. www.handball-world.com: Groß-Bieberau verpflichtet Rückraumspieler von Hüttenberg vom 15. April 2017, abgerufen am 15. April 2017
  11. HANAUER ANZEIGER: SG Bruchköbel holt Hüttenberger-Zweitligaspieler. Abgerufen am 23. Juli 2017 (deutsch).